flo schrieb:
> Bei welchen konkreten Anwendungen kommt es denn auf kleine Leckströme
> an?
Da gibt es eine ganze Reihen an Anwendungen. Eigentlich überall da, wo
man hochohmig messen muss. Wenn du z.B. an Piezo Sensoren Messungen
durchführen willst oder pH-Wert Messungen. Dort darfst du die Sensoren
kaum belasten, da sonst die Messung verfälscht werden würde.
Messung kleiner Ströme - von Photodioden, bis hin zu Messung von
Stromverbrauch von Bauteilen, wie z.B. deren Leckströme.
Guck dir z.B. mal Schaltpläne von teureren Tischmultimetern an. Diese
sind in den unteren Spannungsbereichen sehr hochohmig. Dort werden zum
Schutz der Eingangs ICs solche JFET Dioden eingesetzt.
Man findet diese JFET Dioden auch häufig in Peak-Detektoren um eine zu
schnelle Entladung der Speicherkondensatoren und somit eine Verfälschung
der Messung zu unterbinden.
Schau dir z.B. mal den Peak-Peak Detektor aus der AN-124 an:
http://cds.linear.com/docs/Application%20Note/an124f.pdf
Hier muss der Wert bis zu 10 Sekunden gehalten werden. Nehmen wir mal
an, es soll eine Spannung von 1V erfasst werden. Nehmen wir nun noch
einen Leckstrom von 10nA an, so ergibt sich eine Änderung der Spannung
auf dem Kondensator von 0,1V in 10 Sekunden. Das ist ein Fehler von 10%.
Nehmen wir nun an, der Leckstrom beträgt nur 10pA, dann ergibt sich eine
Abweichung von lediglich 0,1mV, also 0,01%. Der Leckstrom ist also in
einem solchen Fall sehr wichtig für die Funktion der Schaltung.
Zum 2N4117A gibt es auch von TI eine kleine AN:
http://www.ti.com/lit/an/sboa058/sboa058.pdf
LG Christian