Küchenwaage mit Kapazitätsmessung

Gast #2653358
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Hallo allerseits,

ich habe ich Sperrmüll eine halbzerlegte Küchenwaage gefunden.
Um zu ergründen wie soetwas funktioniert habe ich sie mitgenommen.
Die Gewichtsmessung erfolgt anscheinend kapazitiv.
Siehe Bild.
Die extrem dünnen Zuleitungsdrähte zum Biegesensor waren gebrochen!
Ich vermute mal die sind so dünn, um bei der Messung Dreckeffekte durch 
Handempfindlichkeit zu minimieren.
Wollte euch damit mal erfreuen  :-)

Leider finde ich kein Datenblatt vom HT51011
Angehängte Dateien:
Gast #2653456
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Hmm, was daran sagt dir, dass es kapazitiv gemessen wird?

Dieser Alublock sieht mir nämlich verdächtig nach einer Messung per 
Dehnmessstreifen aus, die die Verformung des Blocks messen. Und die 
funktionieren in aller Regel resistiv.
Gast #2653472
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Ein Blick des sehenden Auges sagt mir, dass sich bei der Verformung des 
Biegekörpers, den der Alu - Klotz darstellt, der Abstand zweier in 
seiner Mitte befestigter Platten ändert. Daraus ergibt sich eine 
Kapazitätsänderung. Somit könnte der TO recht haben.

Gruß Berliner
Gast #2656071
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Bei einer Kraftmessung per DMS müssten diese (oder ihre Abdeckung) im 
Bereich der beiden großen Bohrungen zu sehen sein.

Welche Kapazitätsänderung ergibt sich bei dieser Waage? Ich denke das 
die Auswertung anspruchsvoll ist.
Gast #2656203
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Die Kapazität wird so grob geschätzt bei vielleicht 10 pF liegen. Die 
Änderung liegt dann bei vielleicht 10% davon, also 1 pF. Das messen 
kleiner Kapazitäten ist aber relativ einfach und auch genau möglich. Ich 
würde sogar behaupten, das geht einfacher als die kleinen Spannungen am 
DMS.

Eine einfache Version wäre z.B. die Umwandlung in eine Frequenz mit 
einem Oszillator. Für einen µC ist eine Frequenz sehr gut messbar.
Die Kunst ist es da schon mehr die Parasitären Kapazitäten klein und 
konstant zu halten.
Gast #2656304
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Ulrich schrieb:
> Die Kunst ist es da schon mehr die Parasitären Kapazitäten klein und
> konstant zu halten.

Das ist garnicht so problematisch, da beim Einschalten die Anzeige immer 
wieder auf 0 gesetzt wird. Und nach 1-2 Minuten geht sie von janzalleene 
wieder aus.
Ich habe auch noch solch ein Teil: Soehnle ca. 25 Jahre alt, aber 
hinreichend genau 0 - 2000 Gramm.
#2656354
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Ulrich schrieb:
> Die Kapazität wird so grob geschätzt bei vielleicht 10 pF liegen. Die
> Änderung liegt dann bei vielleicht 10% davon, also 1 pF. Das messen
> kleiner Kapazitäten ist aber relativ einfach und auch genau möglich.

Kapazitive Sensoren werden ja auch z.B. für genaue Längenmessungen
bis in den Subnanometerbereich hinein benutzt.
Gruss
Harald
Gast #2657320
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Das wird schon eine Kondensator sein rein vom Bild her, und dann auch 
noch von der Beschriftung auf der Platine. Da steht an dem einen Pin C1 
dran.

Die Auswertung muss auch nicht per Oszillotor erfolgen es gibt auch 
andere Möglichkeiten, z.B. als Ladungspumpe. Dazu könnten auch die 
beiden Kondensatoren C5 und C6 auf der Platine passen. Die dazu passende 
Schaltung kann im IC (µC) integriert sein. Waagen sind ein Markt mit 
großen Stückzahlen, da lohnt sich ggf. auch ein extra IC für, für das 
man dann auch schwer eine Dokumentation findet.
Gast #2657575
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Der HTxxxxx scheint die Displayansteuerung zu enthalten, während ganz 
links der kleine 8-Beiner, ein
Atmel C4
ATZ 24C01
10V01B,
oder so ähnlich, die Messung durchnudelt.... .

Die Geometrie der großen Bohrungen im Alublock bewirken eine 
parallelverschobene Abstandsveränderung des Blockober- und unterteils 
und somit auch der Kond.-Platten bei Belastung...
Gast #2657628
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Hi

>Der HTxxxxx scheint die Displayansteuerung zu enthalten, während ganz
>links der kleine 8-Beiner, ein
>Atmel C4
>ATZ 24C01
>10V01B,
>oder so ähnlich, die Messung durchnudelt.... .

Ein EEPROM?

MfG Spess

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