Biplore Stromquelle 1A

Gast #2654240
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Hallo zusammen,

ich habe da einige Probleme mit einer "eigentlich" einfachen Stromquelle 
die ich mir nicht ganz erklären kann. Benötigt wird eine biplore 
Stromquelle die +-2.5V auf +-1A wandelt.

Dank so tollen OP's wie dem L165 dachte ich kann das ja nicht so schwer 
sein. Und habe einen Versuch mit einer "Standard OP Stromquelle" 
gestartet.

Die Schaltung ist unter anderem hier: 
http://www.janson-soft.de/pe/pek07.pdf in Abschnitt e) "beschrieben" 
beziehungsweise auch im Anhang.

Das Problem: Es funktioniert laut Simulation solange alles gut, bis der 
Lastwiderstand größer ~3Ohm wird. Dann wird der Strom weniger und die 
Spannung am OP Ausgang steigt nicht weiter an sondern bleibt bei ~6V.

Der Strom ist also abhängig vom Lastwiderstand, was ja nicht unbedingt 
das Ziel meiner Stromquelle ist :). Klar, dass durch die +-15V eine 
Grenze gegeben ist aber die ist ja noch lange nicht erreicht.

Wie kann das sein, und was mache ich falsch?

Besten Dank schonmals.

Toni
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Gast #2654303
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hm, ok das hatte ich nicht beachtet. Wobei ich in der Simulation einen 
idealen OP verwendet habe, da dürfte das ja keinen Einfluss haben. (Oder 
hat der womöglich noch irgendwo Parameter die ich nicht sehe?)

Wenn ich jetzt richtig gerechnet habe: Bei 1A wären über Last und 
Messwiderstand 7.5V, Spannung über Ausgangstransistor wären dann auch 
7.5V. Laut Grafik (Bild 6) wird da  nichts begrenzt.

Toni
Gast #2657286
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Aus Interesse hab ich es von Hand nachgerechnet - müsste passen. Dann 
habe ich es in TINA angeschaut und kam erst einmal auf einen 
Ausgangsstrom von 170mA <-> weil dort die Ausgangsimpedanz eines 
(unbestimmten) OPs auf 75R eingestellt ist. Verwendet man dort dagegen 
einen idealen OP oder setzt die Ausgangsimpedanz des (normalen) OPs 
runter, passt der Strom auch wieder -> ich würde sagen, dass die 
Begrenzung durch die Parameter des OP-Modells kommen - mangels 
Spice-Erfahrung kann ich dir aber nicht sagen, an welchem Parameter du 
drehen musst.
Gast #2657634
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Jobst M. schrieb:
> Versuch mal:


Müsste gehen (wenn man es genau auf 1A haben will muss man den Shunt 
halt trimmen) - ABER: kann man natürlich nur nehmen, wenn die Last 
potentialfrei angeschlossen werden kann (zwischen OP-Out und Shunt). 
Braucht man für die Last dagegen einen Massebezug wie in der Schaltung 
von Waldgichtel (Last gegen GND), kann man die Schaltung nicht nehmen, 
oder man müsste sie schwimmend aufbauen (inkl. Versorgung).
Persönliche Seite #2658377
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Gratulation Waldgichtel! Du hast die Schaltung aus dem pdf sinnvoll
ergänzt!
Wenn man sie mit dem PowerAmp-Sim modelliert, funktioniert sie
einwandfrei!

Habe das Projekt angehangen.

Wichtels Verbesserung ist so gut, daß ich sie mir sogar selbst
abspeichere. Der Unterschied zum pdf ist, daß sie nun mit einer
Spannungsquelle am Eingang funktioniert. Vorher mußte eine echte
Stromquelle die Schaltung treiben. Zumindest wenn man eine direkte
Proportionalität brauch.

Schonmal real aufgebaut? Eine Frage habe ich aber noch: Wie kommst du
auf die 996 Ohm? Ich benutze 1K und es sieht auch gut aus.
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Gast #2662584
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Moin zusammen,

besten Dank, mit dem richtigen Modell gehts dann auch :).
Jetzt habe ich das ganze mal praktisch aufgebaut ... der witz ist:
- Für positive Ströme funktioniert das bestens
- Für negative Ströme komm ich nicht über 230mA

Entweder ist mein OP hinüber ... oder hat jemand eine logisch Erklärung? 
Versteh ich net :(.

Toni
Gast #2662793
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Guten Mittag nochmal.

So habe nun den OP getauscht und siehe da es funktioniert alles :).

Jetzt noch ein letztes Problem: Ich muss damit eine Induktivität 
treiben. Muss also irgendwie die induzierten Spannungen beim 
Stromänderungen "abfangen". Habe nun mal Dioden von Last zur postiven 
und von Last zur negativen Versorgungsspannung vorgesehen. Aber so 
optimal ist das denke ich nicht, da die Spannungsspitzen so direkt auf 
die Spannungsversorgung gehen.
Aber eine andere Idee habe ich soweit nicht :(

Toni
#2662800
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@  Waldgichtel (Gast)

>Stromänderungen "abfangen". Habe nun mal Dioden von Last zur postiven
>und von Last zur negativen Versorgungsspannung vorgesehen.

Klemmschaltung, ist OK.

> Aber so
>optimal ist das denke ich nicht, da die Spannungsspitzen so direkt auf
>die Spannungsversorgung gehen.

Eben WEIL du die Freilaufdioden hast, gibt es KEINE Spannungsspitzen, 
deine Spule Speist nur ein klein wenig Energie zurück. Im Normalfall 
werden die Dioden nie leitfähig, weil du ja einen linearen Verstärker 
hast, der nur seine Ausgangsspannung verändert, der Strom stellt sich 
passend ein. Damit wird der Stromfluß nie unterbrochen und es gibt keine 
Induktionsspannung, zumindest keine hohe.

MFG
Falk
Gast #2667559
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> hm ne ist mir nicht klar. Unter was muss ich da schauen im Datenblatt?

Bilder 1 und 2.

> Fängt auch nur an zu schwingen, wenn als Last eine Induktivität
> angeschlossen ist

Dann versuchs doch mal ohne Boucherot-Glied, das macht mit der 
Induktivität einen schönen Schwingkreis. Nur mit induktiver Last sollte 
die Schaltung eigentlich stabil sein.
Persönliche Seite #2667844
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Ich habe mal versucht die Simulation zum Schwingen zu bringen. Das geht 
aber auch nicht! Selbst wenn ich in dem OpAmp-Modell die 
Kompensations-Kapazitäten massiv reduziere. Die mir unbekannte daher 
angenommene Last ist:
L=1m Cpar=100p
parallel mit R=1 + C=10n

Er müßte dann also mit ca. 50KHz schwingen.

Im OpAmp-Modell gibt es ein Cout. Da ist mir die Funktionsweise 
unerklärlich. Eine offizielle Doku gibt es nicht. Nur hier was:
http://ltwiki.org/index.php5?title=Undocumented_LTspice#OTA

Setzt man Cout aber auf 0 oder sehr kleine Werte, kommt kein Strom mehr 
raus.


HILFE HELMUT!

Und warum entfernt LTspice beim Öffnen des SUB das erste Zeichen? Das 
ist ja ein Bug! Wenn man dann die Datei speichert, ist der Punkt bei 
.subckt weg und damit die Datei beschädigt. Macht er auch bei anderen 
SUB-Dateien! Wobei eine 'offizielle' SUB-Datei in der ersten Zeile KEIN 
.subckt stehen hat. Meiner Meinung ist es ein Fehlerbild.

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