Ich versuche, auch der Basis der IG ING, wie sie vor knapp 2 Jahren
entstanden ist, eine Gruppe kritischer Ingenieure und Artikel
aufzubauen.
Wenn ihr in der Richtung etwas Sinnvolles habt, bitte sendet es mir.
Ich habe in WKW eine Gruppe gegründet, in der man sich registrieren und
mitmachen kann. Entweder unter realem Namen oder unter Pseudonym, am
Besten den nick, den auch hier benutzt. Ihr könnt mir dann Nachrichten
senden und mich auch anklicken.
http://www.wer-kennt-wen.de/club/k0a0k2s1
Markus F schrieb:> Basis der IG ING, wie sie vor knapp 2 Jahren> entstanden ist
Wow, dafür das die "IG ING" schon so alt ist interessieren sich ja sehr
viele dafür.
Ich habe den damaligen Gedanken neu aufgegriffen und in WKW eine Gruppe
gegründet, in der ich begonnen habe, einige Dinge des damaligen Forums
wieder einzustellen.
Ich bitte alle, sich aktiv daran zu beteiligen.
Das Registrieren bei WKW ist einfach und formlos möglich. Man kann auf
diese Weise auch anonym teilnehmen, was ich für wichtig halte, um sich
etwas zu schützen.
Hier ist der link zur Gruppe:
http://www.wer-kennt-wen.de/club/k0a0k2s1/
Markus F schrieb:> http://www.wer-kennt-wen.de/club/k0a0k2s1
Das ist ja grauenhaft. Nach der Anmeldung ist das Spamaufkommen auf
meinem Emailaccount explodiert!
Such dir irgendwo eines der kostenlosen Foren und nicht so eine
verkappte Adresssammelkacke!
Mark Brandis schrieb:> "Hohe Anzahl arbeitsloser Absolventen">> Gibt es irgend etwas, das diese Aussage belegt?
Natürlich. Seine privaten Halluzinationen.
Klaus schrieb:> Kritische Artikel = Artikel die Dich in Deiner Meinung bestätigen?
Da darfst gerne Deine Eigene Meinung schreiben.
Gemeint sind Stellungnahmen zu der VDO Propaganda. Solange da niemend
widerspricht, glauben es ja alle.
i am your pusher schrieb:> Das ist ja grauenhaft. Nach der Anmeldung ist das Spamaufkommen auf> meinem Emailaccount explodiert!
Kann ich mir nicht erklären. Ich habe selber einen Account dort und die
mail adresse ist niemandem zugänglich. Du bekommst höchstens Nachrichten
von wkw, die man abschalten kann.
Mine Fields schrieb:> Statistiken können es jedenfalls nicht sein.
Von Der FH Dortmund, der FH MAnnheim und der FH Darmstadt habe ich
Zahlen, wieviele Personen angefangen haben, fertig geworden sind und
wieviel davon einen Job bekommen haben. Die Studentenschaften sind da
mittlerweile eifrig.
Etwa nur 30% bekommen direkt nach dem Abschluss einen Job, innerhalb der
ersten 3 Moonate. Ein weiteres Drittel sucht bis zu einem Jahr und ein
Drittel bekommt nur etwas fachfremdes. Die Zahlen decken sich sogar mit
denen des VDI, der das natürlich etwas anders darstellt: 300% der
Personen müssen weniger, als 3 M suchen, und die die nichts bekommen,
läasst man unerwähnt.
> Etwa nur 30% bekommen direkt nach dem Abschluss einen Job
Das könnte stimmen , Bundesweit gehen vermutlich aber um die 50 % im
MINT-Bereich leer aus ..
Jobcenter , Ausland , Aushilfstätigkeiten , etc . dürften die
Alternativen sein ..
Markus F. schrieb:> Von Der FH Dortmund, der FH MAnnheim und der FH Darmstadt habe ich> Zahlen, wieviele Personen angefangen haben, fertig geworden sind und> wieviel davon einen Job bekommen haben. Die Studentenschaften sind da> mittlerweile eifrig.
Poste mal bitte die Links. Würde mich interessieren finde auf keiner
Homepage der Hochschulen diese Statistik.
Und ich kann mich an den Fall erinnern, dass der Prof. verzweifelt bei
den Absolventen rumfragte, ob man jemand kennt, der noch nichts hat - er
sucht noch einen Assistenten fürs Labor. (Region Süden)
voodoofrei schrieb:> Und ich kann mich an den Fall erinnern, dass der Prof. verzweifelt bei> den Absolventen rumfragte, ob man jemand kennt, der noch nichts hat - er> sucht noch einen Assistenten fürs Labor. (Region Süden)
Damit sind aber meist gute Leute gemeint. Man muss sich nur mal die
üblichen Stellenanzeigen von Lehrstühlen ansehen ;)
Auch hier nimmt man, was man kriegen kann - normalerweise ködert man die
guten Leute mit der Promotionsmöglichkeit, da man nur diesen Bumstarif
anbieten kann, der deutlich unter den Industrieangeboten liegt.
Markus F. schrieb:> Gemeint sind Stellungnahmen zu der VDO Propaganda.
Und ich dachte immer das kommt vom VDI. ;-)
VDO kenne ich als als Zulieferer für die Autoindustrie. Es lebe die
Tachopropaganda.
voodoofrei schrieb:> normalerweise ködert man die> guten Leute mit der Promotionsmöglichkeit, da man nur diesen Bumstarif> anbieten kann, der deutlich unter den Industrieangeboten liegt.
Ja natuürlich. Ich glaube, kaum jemand hat vor annem Lehrstuhl zu
arbeiten ohne dabei zu promovieren.
Naja so unendlich schlecht ist der Bumstarif ja auch nicht, aber
überragend auch nicht das ist schon wahr. Unterirdisch wirds erst wenn
man die realen Arbeitszeiten dagegenhält :D
Markus F. schrieb:> Von Der FH Dortmund, der FH MAnnheim und der FH Darmstadt habe ich> Zahlen, wieviele Personen angefangen haben, fertig geworden sind und> wieviel davon einen Job bekommen haben. Die Studentenschaften sind da> mittlerweile eifrig.beginner schrieb:> Poste mal bitte die Links. Würde mich interessieren finde auf keiner> Homepage der Hochschulen diese Statistik.
Tja da kommt gar nix. Sind wohl seiner Phantasie entsprungen.
Wollte nur sagen, dass wegen des Geldes da keiner als Assi anfängt.
Zudem fallen die Bonbons, die manche Industrieunternehmen anbieten auch
komplett flach.
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Ich weiss nicht, was ich von der Situation halten soll!
Alle jammern rum, die Arbeitsbedingungen sind schlecht,
die Firmen drücken die Gehälter und der VDI behauptet -
angeblich zu Unrecht - den ständig ansteigenden Mangel
a, Fachkräften. Die Löhne gehen kaum hoch 8% im Schnitt
in den letzen 5 Jahren inklusive Delle durch die Krise.
Und jetzt fangen mal welche an, sich dagegen zu wehren,
etwas zu gründen, um gegen die Ausbeutung vorzugehen ..
... und was passiert? Keiner meldet sich und macht mit!
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Also dann muss ich sagen, dass es offenbar wirklich nur
ganz wenige sind, die eine Problem haben, und es keiner
Organisation für Ingenieure bedarf, die sich für deren
Interessen einsetzen muss! Blast das Ganze einfach ab !
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Ach ja, ich vergass:
Wir Älteren haben unsere Schäfchen im Trockenen! Die Firmen wissen
schon, wo und bei wem sie zu sparen haben, damit sie uns noch richtig
ordentlich durchfianzieren können. Wir leiten dann die Russen und
Chinesen zum Arbeiten an und die jungen Absolventen, die aufgrund ihres
Alters zwar schneller denken können und auch sich rascher in neue Themen
einarbeiten könnten, haben einen so extremen Konkurrenzdruck, dass sie
aus der Branche flüchten und was anderes machen. Die Einzigen, die in 10
Jahren noch Elektronik machen, sind wir Selbständige mit viel Erfahrung
und ohne Zeitarbeitsfirmen oder Lücken im Lebenslauf.
Ich würde jetzt wirklich gerne mal Zahlen auf dem Tisch sehen.
*Wieviele Ingenieure gibt es?
*Wie hat sich die Zahl verändert?
*Werden es mehr oder weniger?
*Wie ist die Arbeitsauslastung?
*Wie ist die Quote der Anfänger und Abbrecher?
*Fangen heute mehr an?
*Werden heute mehr fertig?
*Braucht man mehr, werden mehr eingestellt?
Absolventen ca. 30k pro Jahr:
http://www.mintzukunftschaffen.de/mint-studienabsolventenanteil.html
die 650k sind nur Leute, die in Ing-Berufen arbeiten - die Ings, die
nicht auf Ing-Stellen arbeiten sind da nicht erfasst, ebensowenig die
Freiberufler und die Firmengründer.
> die 650k sind nur Leute, die in Ing-Berufen arbeiten
EBEN !!
> die Ings, die> nicht auf Ing-Stellen arbeiten sind da nicht erfasst, ebensowenig die> Freiberufler und die Firmengründer.
Taxifahrer , Kurierfahrer , McDonaldsMitarbeiter zählen eben nicht ..
Die Liste ist natürlich nicht vollständig !!
Das alles gibt es für den ach sooo Cooooolen Ingenieurabsolventen ..
Reale Jobs sind eher die Ausnahme , das erledigen immer öfter die
Praktikanten , die Leihsklaven , etc
Apropo Absolventezahl , Deine Zahlen waren nicht die absoluten Zahlen ,
sondern der Anteil in Prozenten !!
Und hier noch etwas genauer
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Berichte-Broschueren/Arbeitsmarkt-fuer-Akademiker/Generische-Publikationen/Broschuere-Ingenieure-2010.pdf
Siehe Seite 10
Man kann es da übrigens erkennen , das knappe 50 % das Studium schaffen
..
Im Jahre 2009 gab es also um die 53 000 ( !! ) Ingeniurabsolventen (
MINT Absolventen gibt es natürlich noch mehr ) , und die Zahl steigt und
steigt ..
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Apropo Absolventezahl , Deine Zahlen waren nicht die absoluten Zahlen ,> sondern der Anteil in Prozenten !!
Stimmt - hab nicht aufgepasst.
Was ich im Hinterkopf hatte, dass pro Jahr knapp über 30k Absolventen in
einen (Sozialversicherungspflichtigen) Job kommen.
Der Rest:
- Promoviert
- Gründet Firma/macht sich selbständig
- Wandert aus
- Verkauft Pommes (und wird auch bei echtem Fachkräftemangel Pommes
verkaufen)
- versauert in "strukturschwachen Gebieten"
Der "Spiegel" hatte heute einen Gehaltsreport für Informatiker drin, aus
der sich die regionalen Gehaltsunterschiede entsprechend darstellen:
http://www.spiegel.de/fotostrecke/gehaltsreport-was-informatiker-verdienen-fotostrecke-82125-11.html
Das Gejammer hier ist unerträglich,
erfolgreiche Ingenieure reden nicht, sondern handeln. Es gibt den
Fachkräftemangel insofern, dass es in ganz Deutschland nicht genug echte
Spezialisten auf verschiedenen Gebieten der Entwicklung gibt, die eine
ganzheitliche Übersicht haben über alle Prozesse und Ebenen haben, so
dass am Ende wirklich ein serienreifes Produkt steht, das auch ein
echtes, deutsches Industriedesign aufweisen kann, und nicht so aussieht
als ob es in einer chinesischen Klitsche zusammengedeichselt worden ist.
Solche Spezialisten gibt es pro Fachgebiet nur einige tausend in
Deutschland, und diese verdienen meist als Freiberufler oder Angestellte
sehr sehr gut. Vielleicht so gut wie ein Rechtsanwalt oder Arzt mit
gehobenem Klientel.
> Erfolgreiche Ingenieure reden nicht, sondern handeln.
Tun sie doch auch , die etwas besseren geben ihren Hartz IV Antrag ab ,
die entnervten machen den Taxeschein und stellen sich in die Reihe am
Flughafen Tegel ein mit ein wenig Hoffnung auf eine etwas längere
Strecke , Pech das es meistens nur in die City ( Kudamm & CO ) geht ,
Potsdam ist schon fast wie ein Dreier im Lotto ..
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Tun sie doch auch , die etwas besseren geben ihren Hartz IV Antrag ab ,> die entnervten machen den Taxeschein und stellen sich in die Reihe am> Flughafen Tegel ein mit ein wenig Hoffnung auf eine etwas längere> Strecke , Pech das es meistens nur in die City ( Kudamm & CO ) geht ,> Potsdam ist schon fast wie ein Dreier im Lotto ..
Kopf hoch! der neue BBI wird bis Weihnachten fertig werden! ;)
> Kopf hoch! der neue BBI wird bis Weihnachten fertig werden! ;)
Das wird aber den Dipl Ing Taxefahrer nicht freuen ..
Schönefeld liegt etwas abgelegener als Tegel , das macht sich in der
Brieftasche bemerkbar , schön für die Businessleute , schlecht für den
Taxefahrer ..
Als ich mein Studium 1990 begonnen habe, gab es etwa 75.000 Erstsemester
in Ing-Wissenschaften - und das galt damals als ausgesprochen "starker"
Jahrgang. Viele hatten Mühe, nach Abschluss des Studiums in den Job zu
kommen.
Heute (2011) sind es etwa 115.000 Erstsemester, also etwa 50% mehr.
Siehe Grafik.
Master schrieb:> Und jetzt? Werden die alle arbeitslos?> Bitte erklär mir die Welt!!
Keine Ahnung, habe einfach nur die Fakten berichtet.
Vielleicht bekommen alle einen Job, aber nach Mangel sieht das nicht aus
und es könnte auf die Gehälter drücken.
wir-sind-vdi@web.de schrieb:> Vielleicht bekommen alle einen Job, aber nach Mangel sieht das nicht aus> und es könnte auf die Gehälter drücken.
Die Abbrecherquoten sind auch nicht ohne.
Wie viele Leute haben sich denn inzwischen bei dir gemeldet? Wegen
deiner Aktion...
Master schrieb:> Die Abbrecherquoten sind auch nicht ohne.>> Wie viele Leute haben sich denn inzwischen bei dir gemeldet? Wegen> deiner Aktion...
Die Abbrecherquoten waren schon immer hoch, auch zu meiner Zeit waren es
so 50% wenn ich mich recht erinnere.
Bei wir-sind-vdi machen zur Zeit ca. 60 Leute mit - ich hoffe auf
exponentielles Wachstum :-)
Wenn jeder 2 weitere Mitstreiter ranschafft, wären es schon 180. Aber
mir ist vollkommen klar, dass sowas Zeit braucht und nicht von heute auf
morgen geht.
Also bei den vielen Anfängern ist der Ruf verfangen, dass es sehr gute
Jobaussichten und ein fettes Einstiegsgehalt gibt, im Gegensatz zum
Dauerpraktikum wie bei anderen beliebten Studiengängen.
Aber dadurch kommen auch viele Ungeeignete, die sicherlich intelligenter
sind als der Durchschnitt und hervorragende Angestellte und Handwerker
wären, wenn sie etwas trivialeres gelernt hätten.
Aber für ein Ingenieursstudium sund schon so einige harte
Voraussetzungen zu erfüllen, die nicht jeder aufgrund seiner
Veranlagungen oder Biographie mitbringen kann.
Andererseits habe ich auch von meinen Ex-Kommilitonen, die jetzt an der
Uni forschen, gehört, dass intern in den TU's und Unis in den Fakultäten
beschlossen worden sei, die Durchfallquoten auf höchstens 35-45 % streng
zu begrenzen.
Das finde ich unfair gegenüber denen, die ausgezeichnete Studenten
waren, aber wegen solcher Aussiebeprüfungen mit Durchfallquoten von 70 -
90 % gescheitert sind und von sich aus das Studium entnervt aufgegeben
haben.
Als ich noch in der TU München studiert habe, mussten wir alle
ordentliche und hochmotivierte Studenten sein, um halbwegs am Ball
bleiben zu können.
Wir mussten ganz altmodisch den Stoff von überall her selbst aufsaugen,
weil die Professoren das Bild des klassischen, sehr interessierten und
selbständig studierenden Studenten im Kopf hatten, die sich ohne
Didaktik ihrerseits von selbst in grossen Schritten zum vollwertigen
Ingenieur entwickelten, weil sie gerade so wissbegierig und begabt sein
sollten.
Hans Dampf schrieb:> Wir mussten ganz altmodisch den Stoff von überall her selbst aufsaugen,> weil die Professoren das Bild des klassischen, sehr interessierten und> selbständig studierenden Studenten im Kopf hatten, die sich ohne> Didaktik ihrerseits von selbst in grossen Schritten zum vollwertigen> Ingenieur entwickelten, weil sie gerade so wissbegierig und begabt sein> sollten.
Aber wozu waren dann die Profs da? So ein Mensch kann doch alles alleine
erarbeiten, oder?
Hier das war schon ganz gut:
Beitrag "Re: call for papers - Kritische Artikel gesucht"
Vergessen aber wurde der Part der Firmen, die meinen sie könnten für lau
die Weisheit erfahrener Leute einkaufen.
Und genauso sehen auch die allermeisten Stellenanzeigen aus! Es deckt
sich 100%.
> Vergessen aber wurde der Part der Firmen, die meinen sie könnten für lau> die Weisheit erfahrener Leute einkaufen.
Sie können es auch , das ist die Realität ..
http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/Deutsche-Unternehmen-machen-nicht-jede-Mode-im-Personalmanagement-mit/58684/4
"Anne Grovu betonte, bei Airbus Cimpa seien ältere Mitarbeiter die
"Erstzielgruppe". "Wir wären froh um mehr qualifizierte, ältere
Mitarbeiter, die bei uns einsteigen. Konflikte gibt es da am ehesten mit
den Gehalts- und Arbeitsumfeld-Vorstellungen dieser Zielgruppe. Wer 20
bis 25 Jahre im Beruf ist, hat in vielen Fällen ein hohes Gehaltsniveau
erreicht - und erhofft sich beim Wechsel eine zusätzliche Steigerung.""
IngeM schrieb:> Wer 20> bis 25 Jahre im Beruf ist, hat in vielen Fällen ein hohes Gehaltsniveau> erreicht - und erhofft sich beim Wechsel eine zusätzliche Steigerung.""
Na so eine Überraschung aber auch, dass die Leute nicht zum Vergnügen
den Job wechseln!
m(
voodoofrei schrieb:> IngeM schrieb:>> Wer 20>> bis 25 Jahre im Beruf ist, hat in vielen Fällen ein hohes Gehaltsniveau>> erreicht - und erhofft sich beim Wechsel eine zusätzliche Steigerung."">> Na so eine Überraschung aber auch, dass die Leute nicht zum Vergnügen> den Job wechseln!
Doch, Leute mit hohem Gehaltsniveau tun das durchaus. Wenn man sowieso
schon viel verdient, ist zusätzliches Geld keine so große Motivation
mehr. Dann werden andere Dinge wichtiger, wie zum Beispiel:
-interessantere Arbeitsaufgaben (mehr entwickeln, weniger Papierkram)
-ein besseres Arbeitsumfeld (alte Firma: "Naja ihr Bereich läuft halt so
nebenbei mit" - neue Firma: "Ihr Bereich wird speziell gefördert")
-bessere Arbeitsbedingungen (Großraumbüro vs. Einzelbüro)
-flexiblere Arbeitszeiten (manche Industrie hängt da im 19. Jh. fest)
-kürzerer Arbeitsweg
Mark Brandis schrieb:> Wenn man sowieso> schon viel verdient, ist zusätzliches Geld keine so große Motivation> mehr. Dann werden andere Dinge wichtiger
Da stimme ich zwar zu, aber nur zum Teil.
Denn ein Gehaltssprung beim Jobwechsel ist immer auch eine
"Risikoprämie".
Man kann auch Pech haben und nach einigen Monaten feststellen, dass z.B.
das Arbeitumfeld/Klima nicht stimmt oder sonstige Zusagen nicht
eingehalten werden. Viele Jobwechsler gehen diese Risiko nur ein, wenn
sie den besagten Risikoaufschlag erhalten.
wir-sind-vdi@web.de schrieb:> Denn ein Gehaltssprung beim Jobwechsel ist immer auch eine> "Risikoprämie".
Eben - und sich drüber zu wundern, dass jemand nicht fürs gleiche Geld
wechseln mag (Wenn ihn sonst nichts reizt), dann ist das im besten falle
naiv (oder dummdreist).
Zu den Studienanfängern MINT:
Da ist in letzter Zeit viel getrickst worden. Eigentlich gehen die
Zahlen der Physiker und Mathematiker zurück. Der Trick ist folgender: Es
gibt Geld pro Studienanfänger, also muss die jeweilige Fakultät
möglichst viele Studienanfänger generieren. Das erreicht man u. a. in
dem man Diplom gegen Bachelor/Master ersetzt und die Immatrikulation in
den Master als neues Studium wertet. Das geht aber nur, wenn der Master
nicht konsekutiv ist oder der Student z. B. ein Semester mehr braucht
für die Bachelorarbeit und daher ein weiteres Semester auf den Master
warten muss und daher z. B. ein Semester arbeitet und neu
immatrikuliert.
Der nächste Trick ist, fachfremde Studiengänge anzubieten. Die
"Wirtschaftsingenieure", als 50 % Ing. und 50 % WiWi könnten einerseits
zu 100 % an der WiWi-Fakultät andererseits zu 100 % an der ETIT-Fakultät
angesiedelt sein. Nun ist es so, dass beliebte Studiengänge wie
Psychologie so überfüllt sind, dass entweder ein NC von 1,0 gilt oder
eine sehr schwere Aufnahmeprüfung verlangt wird. Die Physiker habe sich
daher entschlossen ihren eigenen Psycho-Studiengang anzubieten...
IngeM schrieb:> Wer 20> bis 25 Jahre im Beruf ist, hat in vielen Fällen ein hohes Gehaltsniveau> erreicht - und erhofft sich beim Wechsel eine zusätzliche Steigerung.""
Ja, das Problem ist, dass viele zwar mehr oder weniger automatische
Gehaltssteigerungen bekommen, diese Steigerungen sich aber nicht
gleichzeitig in der Leistung widerspiegeln. Wenn man dann den Job
wechselt, die deutlich jüngere Konkurrenz aber fast genauso (oder
teilweise sogar besser) für den Job geeignet ist, was rechtfertigt dann
die deutlich höheren Gehälter? Absolut gar nichts.
Also gibt es nur wenige Alternativen: Im alten Job bleiben, ein
realistischeres (aber deutlich geringeres) Gehalt akzeptieren oder sich
weiterentwickeln.
> Es gibt den> Fachkräftemangel insofern, dass es in ganz Deutschland nicht genug echte> Spezialisten auf verschiedenen Gebieten der Entwicklung gibt, die eine> ganzheitliche Übersicht haben über alle Prozesse und Ebenen haben,
Und warum gibt es nicht genug? Wer will denn mehr von denen haben?
Diese Leute wachsen ja nicht auf den Bäumen sondern entstehen im Laufe
der Zeit im Beruf. Wenn es von denen zu wenige gibt, dann deshalb, weil
sie sich in den Firmen nicht entwickeln konnten.
Der Grund liegt auf der Hand: Man kauft Erfahrene lieber woanders raus,
als die eigenen weiterzubilden. Diese Technik geht natürlich sofort an
den Anschlag.
Das Ganze ist ein sich selbst regelndes System: Wer zu wenige im freien
Markt bekommt, muss eben eigene fördern. Ganz einfach.
R.K. schrieb:>> Es gibt den>> Fachkräftemangel insofern, dass es in ganz Deutschland nicht genug echte>> Spezialisten auf verschiedenen Gebieten der Entwicklung gibt, die eine>> ganzheitliche Übersicht haben über alle Prozesse und Ebenen haben,>> Und warum gibt es nicht genug? Wer will denn mehr von denen haben?>> Diese Leute wachsen ja nicht auf den Bäumen sondern entstehen im Laufe> der Zeit im Beruf. Wenn es von denen zu wenige gibt, dann deshalb, weil> sie sich in den Firmen nicht entwickeln konnten.>> Der Grund liegt auf der Hand: Man kauft Erfahrene lieber woanders raus,> als die eigenen weiterzubilden. Diese Technik geht natürlich sofort an> den Anschlag.>> Das Ganze ist ein sich selbst regelndes System: Wer zu wenige im freien> Markt bekommt, muss eben eigene fördern. Ganz einfach.
Das ist heute die gleiche Situation wie es sie früher in der
Fussballbundesliga gegeben hat, wobei es bei den Bayern bis heute
andauert.
Grünschnabel können nicht in den laufenden Betrieb integriert werden,
weil dann die Firma ja das Risiko trägt, einen angestellt zu haben, der
später floppen könnte und überhaupt ist der neue mindestens die ersten 6
Monate nicht profitabel.
Da hat sich aber analog wie beim Fußball was getan, dass jetzt grosse
Firmen aktiv Studenten der gefragten Fächer durch
Praktika/Werkstudentätigkeit und Abschlussarbeiten an die raue Luft der
Arbeitswelt heranführen.
Aber Schmarotzer gibt es immer noch, die sich beklagen, dass sie keinen
Goldesel abbekommen. Die gibt es einfach nicht. Punkt. Ich wundere mich,
warum der VDI das nicht auch so sieht.
Freelancer schrieb:> dass jetzt grosse>> Firmen aktiv Studenten der gefragten Fächer durch>> Praktika/Werkstudentätigkeit und Abschlussarbeiten an die raue Luft der>> Arbeitswelt heranführen.
Das klingt bei Dir so, als sei es etwas Neues. Real haben Firmen schon
vor 30 Jahren die Prkatikanten sondiert und bewertet.