Hallo,
man kann mit zwei Invertern (z.B. 1/3 HC04), einer Spule und einem
Kondensator ja ganz leicht einen Rechteck-Oszillator aufbauen.
Abstimmen könnte man ihn per C-Diode und den Ausgang könnte man relativ
einfach filtern (falls nötig).
Frage: kann man so etwas in der Praxis für einen VLO nutzen? Hat jemand
Erfahrung damit?
(s.a. Elektor: 303 Schaltungen, Nr.141, "HC-Oszillatoren")
Hein Bollow schrieb:> Frage: Was ist ein VLO?
Danke für den Hinweis!
Ist ein Tippfehler, sollte heißen: VFO
(Variabler Frequenz Oszillator; also ein Oszillator, dessen Signal z.B.
mit dem Empfangssignal gemischt wird)
Geht es Dir nur um das theoretische Prinzip, oder willst Du die
Schaltung dann wirklich praktisch als VFO nutzen? Sollte zweites der
Fall sein, würde ich Dir empfehlen, einen fertigen VFO zu benutzen, z.B.
den VCO Teil des 74HC4046 etc. Ist preiswert und läuft mit minimaler
externer Schaltung in einem weiten Bereich stabil.
Hein Bollow schrieb:> Geht es Dir nur um das theoretische Prinzip, oder willst Du die> Schaltung dann wirklich praktisch als VFO nutzen?
Geht um praktischen Einsatz.
> ... einen fertigen VFO zu benutzen, z.B.> den VCO Teil des 74HC4046 etc. Ist preiswert und läuft mit minimaler> externer Schaltung in einem weiten Bereich stabil.
Danke für den Tipp!!! Der ist wirklich günstig! Werde mal das Datenblatt
genauer unter die Lupe nehmen.
> Hier gibt's noch Futter zum Thema:> http://homepages.internet.lu/absolute3/tronic/digosz1.htm
Cooler Link! Dort ist auch etwas zum 4046.
weiß nicht, ob der baustein schnell genug ist, aber wenn man einen
HCF4069UB
einsetzen kann (6fach-CMOS-Inverter), kann man ein oder zwei der
verbleibenden vier inverter als NF-verstärker benutzen! man kann
eventuell auch zwei inverter für einen kopfhörerverstärker
parallelschalten (aber keine wunder erwarten, KH sollte relativ
hochohmig sein)
(kein witz! einfach mit hochohmigem R von E auf A rückkoppeln,
abblock-Cs nicht vergessen, ein R von ein paar kOhm vor E ist
empfehlenswert/ invertierender "verstärker")
flo schrieb:> HCF4069UB>> einsetzen kann (6fach-CMOS-Inverter), kann man ein oder zwei der> verbleibenden vier inverter als NF-verstärker benutzen!
Dann kann man für einen einfachen DC gleich einen Inverter als Buffer
hinter den EK setzen und einen anderen Inverter als Mischer (über zwei
R) nehmen, wenn das Ding auch analog kann.
Fragt sich nur, wo die f(o) ist... MW? Untere KW?
Basti2 schrieb:> Abstimmen könnte man ihn per C-Diode und den Ausgang könnte man relativ> einfach filtern (falls nötig).
Wenn ich auf den Schaltplan oben blicke, sehe ich nicht, wie dort eine
C-Dioden-Abstimmung möglich sein soll!?!!
Der C hängt ja sozusagen "in der Luft"!
Ein Komplett-DC-Empfänger mit HCF4069UB, ob das geht ;O)
Hein Bollow schrieb:> Ja, der 74HC(T)4046 ist wirklich prima. Nur ein paar externe Bauteile> und schon steht der VCO. Bei Texas Instruments gibt es noch die> passenden Application Notes mit vielen interessanten Hinweisen. (Nicht> verwirren lassen, ist teilweise abgehoben. :-) )>> http://www.ti.com/general/docs/lit/getliterature.t...
Danke für den Link! Ich versuche, mich nicht verwirren zu lassen! ;-)
Hast du mit dem Baustein schon Empfänger gebaut? Wenn ja, was für welche
und wie sind die Ergebnisse?
Basti2 schrieb:> Hast du mit dem Baustein schon Empfänger gebaut? Wenn ja, was für welche> und wie sind die Ergebnisse?
Vor vielen Jahren habe ich mit diesem IC die PLL für einen
Mittelwellenempfänger gebaut. Das hat sehr gut funktioniert. Einen
Schaltplan für einen Empfänger, allerdings ohne PLL sondern mit
"Handabstimmung", findest Du hier:
http://kd1jv.qrpradio.com/swbcrx/AMSWBC.HTM
Interessante Schaltung!
Hein Bollow schrieb:> Einen> Schaltplan für einen Empfänger, allerdings ohne PLL sondern mit> "Handabstimmung",
Was meinst du mit "ohne PLL, sondern mit Handabstimmung"?
Dass man die VLO-Frequenz relativ zur Empfangsfrequenz von Hand
nachziehen muss?
flo schrieb:> weiß nicht, ob der baustein schnell genug ist, aber wenn man einen>> HCF4069UB>> einsetzen kann (6fach-CMOS-Inverter)
habe grade einen HCF4069UBE nach der schaltung oben auf dem steckbrett.
er läuft bei mir bis weit über 20MHz, wie weit, kann ich nicht sagen,
weil mein f-meter bei 20MHz aufhört.
mit einer festindi 4u7H und einem kerko 15p lande ich etwa bei 19MHz.
(wobei die induktivität eine relativ große parasitäre C hat)
wie sich das ganze per C-diode abstimmen läßt, wüsste ich auch gerne :O)
flo schrieb:> habe grade einen HCF4069UBE nach der schaltung oben auf dem steckbrett.> er läuft bei mir bis weit über 20MHz, wie weit, kann ich nicht sagen,> weil mein f-meter bei 20MHz aufhört.
Die hohe Frequenz ist die eine Sache, aber wie sieht es mit der
Signalform aus? Für die Schaltung auf
http://dangerousprototypes.com/forum/viewtopic.php?t=3002 muss es schon
ein sauberes Rechteck sein.
Hein Bollow schrieb:> Die hohe Frequenz ist die eine Sache, aber wie sieht es mit der> Signalform aus? Für die Schaltung auf> http://dangerousprototypes.com/forum/viewtopic.php?t=3002 muss es schon> ein sauberes Rechteck sein.
angeblich liefern solche doppelinverter saubere 50:50-rechecksignale.
werde vielleicht später noch mal das tastverhältnis ausmessen.
interessant wäre auch die frequenzstabilität zu kennen.
was mich wundert, ist, dass kein sinus für solche anwendungen benötigt
wird.
so ein 74HC(T)4046 ist wohl als VFO insgesamt günstiger.
Basti2 schrieb:> (s.a. Elektor: 303 Schaltungen, Nr.141, "HC-Oszillatoren")Hein Bollow schrieb:> Sollte zweites der> Fall sein, würde ich Dir empfehlen, einen fertigen VFO zu benutzen, z.B.> den VCO Teil des 74HC4046 etc. Ist preiswert und läuft mit minimaler> externer Schaltung in einem weiten Bereich stabil.
Im gleichen Buch wird bei Nr.61 übrigens ein Metalldetektor mit dem 4046
gezeigt.