Woher grosse Spritze und Nadel zum einspritzen von Zitronensaft in Kuchen

OP #2670794
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Hallo zusammen

Ich backe ab und zu einen Zitronenkuchen. Nun kriegt man nach dem 
Auskühlen ja den Zitronensaft nur eher schlecht als recht in den Kuchen 
hinein und schon gar nicht schön verteilt. Der Trick, erst mit einer 
dicken Stricknadel Löcher reinzudrücken und den Saft dann reinzulassen 
funktioniert irgendwie nicht so richtig.
Meist geht der Saft nur etwa bis zur Mitte des Kuchens, wenn überhaupt.
Ich dachte, es wäre doch viel einfacher, dies mit einer fetten Spritze 
und langen Nadel zu machen.
Also Zitronensaft mit der Spritze aufnehmen und dann gleichmässig 
verteilt in den Kuchen injizieren.

Kennt jemand ein Onlinegeschäft für Laborbedarf, wo man grosse Spritzen 
und Nadeln in kleinen Mengen beziehen kann?
Es wäre schön, wenn min. 1 oder 2dl in der Spitze Platz hätten, damit 
sie nicht dauernd neu aufgezogen werden muss. Die Nadel sollte min. 10cm 
lang sein.
Vielleicht kennt auch jemand einen Versandhandel von Veterenären, die 
haben bestimmt auch solche Kaliber von Spritzen.

Danke
Johnny
#2670951
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Hast Du ein Sanitäts-Bedarfs-Geschäft in der Nähe? Dort fand ich
Spritzen in etlichen Größen. Ich bin ein großer Fan davon beim
Ölen von schlecht zugänglichen Stellen oder beim Einträufeln
von Wellenschalter-Öl.

Zum Kuchen:
Reibe die Zitronenschale mit einer Küchenreibe in den Teig, nachdem
die Frucht mit heißem Wasser abgewaschen wurde. Das dient dazu,
das Konservierungswachs abzuwaschen.

Hier noch ein Schüttelreim zum Selbst-Vervollständigen:

Lieber einen Kuchen backen
als im Walde unter.....

;-)

MfG Paul
OP #2670988
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Dachte mir schon, dass lustige Kommentare kommen werden. ;-)
Ah ja, bei der Apotheke könnte ich es wiklich mal versuchen, danke.
Die Spritzen zum Tinte nachfüllen sind mir ein wenig zu klein.

So ganz Offtopic ist das Thema ja nicht, immerhin sind die meisten 
Entwickler recht kuchengeil und bringt man an seinem Geburtstag keinen 
mit, dann kann man gleich wieder heim gehen und sich die Kochschürze 
umhängen... Oder fast.

Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Kommt der Zitronensaft nicht einfach in den Teig, vor dem Backen?

Nein, dann würde er nicht mehr richtig aufgehen und die Vitamine wären 
wohl auch weg.
Mengenmässig muss da schon ordentlich was rein, so 2..3dl . Dann wird er 
am besten.
OP #2671008
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Paul Baumann schrieb:
> Reibe die Zitronenschale mit einer Küchenreibe in den Teig, nachdem
> die Frucht mit heißem Wasser abgewaschen wurde. Das dient dazu,
> das Konservierungswachs abzuwaschen.

Sehr gut, ich sehe schon mit Freude, es gibt noch andere Bäcker hier.
Das mit den geriebenen Zitronenschalen ist natürlich Pflicht, die 
bringen erst das zitronige Aroma.

Der nach dem Backen injizierte Zitronensaft bringt dann noch das 
säuerliche dazu. Wer es nicht zu sauer mag, der kann noch Puderzucker 
dazumischen.
OP #2671062
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A. R. schrieb:
> Ich finde es recht einfallslos, deswegen einen Fred aufzumachen,
> hast du kein Hirn zum Nachdenken?

Das Backen habe ich ja im Griff, um das geht es nicht.
Es geht eigentlich nur darum, wo man grosse Spritzen mit Nadeln 
herbekommt.
Hirn einschalten ok, aber hier sind viele Allrounder und Bastler im 
Forum, so dass man da sicher auch mal sowas fragen darf...
Wenn man sich einfach im Supermarkt so eine Spritze holen könnte, dann 
hätte ich nicht hier gefragt und mir schon längst eine geholt.
#2671081
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Mir fällt da noch eine Variante ein, ohne den Kuchen mit der Spritze zu 
durchlöchern- den Kuchen der Länge nach zerschneiden, je nach Höhe 
mehrmals, die Scheiben mit dem Zitronensaft tränken und das Ganze mit 
einer Creme wieder zusammenkleben, oder Leim :-)))
OP #2675775
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Spottet nur, ist mir eigentlich egal. Immerhin sind meine Zitronencakes 
weltklasse und wenn sich die Sache mit dem Safteinspritzen noch 
verfeinern lässt, dann sollten sie nahezu perfekt werden.
Wie schon im Eingangsposting gesagt, mit einstechen und aufsaugen lassen 
geht es prinzipiell, der Zitronensaft verteilt sich aber nur etwa bis in 
die Hälfte des Kuchens. Ich möchte jedoch eine homogenere Verteilung 
erreichen, daher die Idee mit dem direkten einspritzen.
Es hätte auch noch den Vorteil, dass man den Kuchen nicht mit Löchern 
oder Schnitten verunstalten muss.
#2676556
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Warum hat eigentlich noch niemand den Vorschlag gebracht, den 
Zitronenkuchen nach dem Einspritzen zu schuetteln, so dass sich der 
Zitronensaft gleichmaessig verteilt?

Nun gut, Spass beiseite. Geh mal in eine Apotheke und frag' da nach. 
Eine Freundin von mir hat dort gearbeitet und mir immer die noetigen 
Spritzen mitgebracht - die sind auf jeden Fall lebensmitteltauglich. 
Wenn Du die im Anschluss ordentlich sauber machst, halten die auch 
einige Zeit.

Gruesse,
TommyS
OP #2680766
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Habe bei eBay eine gesehen, welche für mein Vorhaben noch gut sein 
könnte. Sie ist sogar aus Glas, die könnte man wohl auch gut im 
Geschirrspüler reinigen.
http://www.ebay.ch/itm/Glass-Syringes-Glass-Sampler-100ml-Lab-Glassware-/180644142586?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item2a0f3addfa

Nun fehlt noch die Kanüle.
Passen da alle Kanülen drauf, also ist der "Anschluss" normiert?
Die Kanüle sollte um die 100mm lang sein, damit ich ganz durch den 
Kuchen komme damit.
OP #2684119
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Paul Baumann schrieb:
> Zitat Rambo, der beste Koch der Welt:
>
> "Mach doch nich' immer son'n Offwand Junge -wir könn' doch einfach nur
> mal 'n paar Eier braten!"
>
> Siehe hier, ab 2:17
> http://www.youtube.com/watch?v=LMpmW4DTBi0
>
> ;-)
> MfG Paul

Genau darum will ich ja so eine Spritze, weil das mit einspritzen 
bestimmt 10mal schneller ist und erst noch viel bessere Resultate 
bekommt als mit dieser "Grossmuttertechnik", wo man erst mit einer 
Stricknadel Löcher machen muss und den Zitronensaft dann sehr langsam 
aufsaugen lassen muss und die ganze Zeit daneben steht um langsam 
nachzuschütten.

Ihr habt ja hoffentlich auch keinen Lötkolben mehr, in den man erst 
glühende Holzkohle einfüllen muss, bevor Ihr löten könnt; Ihr geht auch 
mit dem Fortschritt mit...
#2684334
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Johnny B. schrieb:
> Im Medizinbereich müssen die ja sterilisiert werden können, ich nehme
> an, in einem Autoklaven mit Dampf.

Da gibt es verschiedene Verfahren, auf keinen Fall werden dafür 
Geschirrspülmaschinen verwendet, in die das Geschirr mehr oder weniger 
lose eingelegt und dann mit einem heißen Wasserstrahl traktiert wird.

In einem Autoklav gibt es keine nennenswerten mechanischen Belastungen.

Glasspritzen werden heute im medizinischen Bereich nicht mehr verwendet 
- zu teuer und zu riskant, weil man 100%ige Sterilisation nicht immer 
garantieren kann. (Es gibt zwar Leute, die z.B. gebrauchte Katheter 
"aufarbeiten", aber das Endprodukt ist ausgesprochen riskant und wird 
von verantwortungsvollen Medizinern strikt abgelehnt.)
OP #2684498
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Ah dann wird das wohl nichts mit der Glasspritze im Geschirrspüler. Und 
weil sie somit im Haushalt nur schlecht gereinigt werden kann, bringts 
ja dann auch nichts, wenn das Einspritzen zwar effizient geht, die 
Reinigung dann aber eine Viertelstunde benötigt.
Aber vielleicht halten die Spritzen aus Kunststoff ein paar Zyklen im 
Geschirrspüler aus; so oft backen ich ja auch nicht einen Kuchen.
#2684501
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Johnny B. schrieb:
> Und
> weil sie somit im Haushalt nur schlecht gereinigt werden kann, bringts
> ja dann auch nichts, wenn das Einspritzen zwar effizient geht, die
> Reinigung dann aber eine Viertelstunde benötigt.

Da bin ich mit dir nicht einig. Ich reinige meine einfach mit Wasser, 
zuerst, indem ich sie einfach ausspüle und und äußerlich reinige und 
dann nochmal, indem ich sie mehrfach mit heißem Wasser fülle und 
leerspritze.

Für Technische- und Küchenzwecke reicht das i.d.R. völlig aus - steril 
muß es ja nicht sein und wenn du wirklich nur Zitronensaft damit pumpst, 
dann ist noch nichtmal die manuelle Reinigung sonderlich schwierig.
#2685266
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Hm.. vielleicht gibt's irgendwie noch einen anderen Weg... n Kanalsystem 
im Kuchen, verzweigt wie Wurzelwerk... schon vorher mit reingebacken. 
Wie heiß wird's n im Kucheninnern so? Mehr als 100 Grad?

Hab mal n Vid gesehen wie einer in seiner Kellerwerkstatt Bauteile aus 
Aluminium gegossen hat. Die Hohlräume hat er aus irgendwas mit Soda(?) 
und Sand gemacht. Das Zeug hat er mit CO2 gehärtet, das hat er mit Essig 
auf Backpulver erzeugt.
Du müßtet kwasi nen Kanal aus Hefe einbacken... Oder kann man nicht den 
Kuchen wie n Schwamm in Zitronensaft stellen und zugucken wie er sich 
von Unten vollsaugt?
Oetger wurde durch seine Backtechnik Miliardär, vielleicht wirst du's 
durch eine Zuckerberg ebenfalls? Uuups, blödes Wortspiel.
#2685716
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In den 14 Tagen, die die Lösungssuche nun schon dauert, hätte man 
bestimmt schon eine ganze Palette Zitronenkuchen mit der klassischen 
Stricknadelmethode herstellen können, tsss.
Ich mach das immer noch genau so, wie meine Oma, außer daß ich statt 
Stricknadeln Schaschlyk-Spieße verwende. Die Methode hat gegenüber dem 
Einspritzen den Vorteil, daß die Zitronen/Zuckerlösung durch das 
"drüberlaufenlassen" extra noch eine schöne Kruste bildet.

Wenn es denn unbedingt neumodisch sein muß, wie wäre es damit:

http://de.wikipedia.org/wiki/Impfpistole

Oder vielleicht kann jemand eine Äpp schreiben...
#2686365
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Frank P. schrieb:
> Sprengladung könnte etwas schwer zu dosieren sein. Eine Art Schrotladung
> aus gefrorenem Zitronensaft, mit einer Pressluftkanone eingebracht, ist
> mit etwas Bastlergeschick bestimmt möglich ;-)

Ja, sowas ist gut :) Damit sind auch schnelle Taktzeiten moeglich, 
moderne vollautomatische Schrotflinten schaffen einige hundert Schuss 
pro Minute... :D Das heisst viel leckerer billiger Kuchen!
OP #2686916
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David ... schrieb:
> Frank P. schrieb:
>> Sprengladung könnte etwas schwer zu dosieren sein. Eine Art Schrotladung
>> aus gefrorenem Zitronensaft, mit einer Pressluftkanone eingebracht, ist
>> mit etwas Bastlergeschick bestimmt möglich ;-)
>
> Ja, sowas ist gut :) Damit sind auch schnelle Taktzeiten moeglich,
> moderne vollautomatische Schrotflinten schaffen einige hundert Schuss
> pro Minute... :D Das heisst viel leckerer billiger Kuchen!

Naja, die Idee ist eigentlich nicht schlecht. Ich denke es würde sogar 
funktionieren, wenn man den Zitronensaft direkt unter hohem Druck in den 
Kuchen schiessen würde. Der Druck müsste so bemessen sein, dass der 
Zitronensaftstrahl zwar genügend in den Kuchen eindringt, aber nicht wie 
ein Wasserschneider die Form zerschneidet.
Aber wie gesagt, ich backe ja höchstens so 2 bis 3 Stück im Jahr, von da 
her lohnt sich der Aufwand für mich nicht.
Diese Lösung könnte aber für industrielle Backstuben ganz interessant 
sein.

Icke ®. schrieb:
> Wenn es denn unbedingt neumodisch sein muß, wie wäre es damit:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Impfpistole

Ohne grössere Modifikationen an der Impfpistole würde der Saft wohl 
nicht tief genug in den Kuchen eindringen. Ich denke man bekäme sogar 
noch schlechtere Resultate als mit der Stricknadeltechnik.
#2688036
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Hallo!
Ich hätte da zwei Lösungen.
1. Kleine Trichter wie sie für Parfüm verwendet werden. Mehrere 
eingesteckt, mit Zitronensaft gefüllt und warten bis es durchgezogen 
ist. Leider keine hohen Produktionszahlen möglich.
2. Gehe in einen Sex-Shop und besorge dir einen "Analklistir". Damit 
werden auch bestimmt hohe Produktionszahlen möglich. :-)

Brauchst du die Spritze wirklich für den Kuchen? :-)
OP #7421011
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Jörg P. R. schrieb:

Brauchst du die Spritze wirklich für den Kuchen? :-)

Selbstverständlich!

Das Problem im gelöst. Nach jahrelanger Suche habe ich zwischenzeitlich die passende Spritze mit langer, dicker Kanüle im Coop City gefunden (siehe Bild). Bei der Spritze waren noch andere Aufsätze mit dabei um auf die Backwaren Glasuren aufzubringen und zu schreiben / zeichnen, welche ich aber nicht verwende. Vielen Dank allen für die rege Beteiligung und Ideenfindung.

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