Wann stört ein Oszi die Messung

Gast
OK, ich will hohe Widerstandswerte einer fertigen Schaltung messen (bis 
200GOhm).

Mein Oszi hat eine Eingangsimpedanz von 1MOhm >> das soll ich vor dem 
Messen auf wegnehmen sonst fließt da Strom rein, und die Messung wird 
verfälscht.

Messen tu ich mit dem AD-Wandler eines Mikrocontrollers. Damit der 
geringe Eingangswiderstand die Messung nicht verfälscht, schalte ich vor 
den Eingang einen Operationsverstärker als Impedanzwandler.
Gast
Wenn ich das Widerstandsverhältnis (=Spannungsverhältnis) vor einem 
Operationsverstärkers über einen Impedanzwandler messe, dann hat doch 
eine längere Leitung (siehe unten) keine Auswirkung auf die Messung:

AD-Wandler ---- längere Leitung --- Impedanzwandler ---- 
Widerstandsschaltung
Stefan schrieb:

> ...Wann stört ein Oszi die Messung?

Eigentlich immer. Es ist eine Grundgesetz der modernen Physik,
das eine Messung immer den beobachteten Effekt beeinflusst.
Siehe auch hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Heisenbergsche_Unsch%C3%A4rferelation

Die Frage ist eher: Wie gross ist die Beeinflussung und kann
ich den sich daraus ergebenden Messfehler tolerieren?
Und das kann man, je nach Messaufbau, nur von Fall zu Fall
entscheiden.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:

> Eigentlich immer. Es ist eine Grundgesetz der modernen Physik,
> das eine Messung immer den beobachteten Effekt beeinflusst.
> Siehe auch hier:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Heisenbergsche_Unsch%C3%A4rferelation

Von den Größenordnungen, bei denen die Heisenbergsche Unschärferelation 
relevant wird, sind wir hier doch weit entfernt. Du meinst sicher:

http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCckwirkungsabweichung

"Wird ein Messgerät in eine Apparatur eingebaut, so verändert sich die 
ursprüngliche Wirklichkeit. Das Messgerät beeinflusst die physikalische 
Größe, der die Messung gilt. Seine Rückwirkung auf die Messgröße führt 
zu einer Messabweichung, die in der für die Messtechnik grundlegenden 
Norm DIN 1319-1 Rückwirkungsabweichung genannt wird."
Stefan schrieb:
> Das mit den 10^12Ohm hab ich aus dem Datenblatt hier:
> http://www.mikrocontroller.net/part/TLC272

JA... OK!
Und du bestreibst den OP Freischwebend im absoluten Vakuum, oder?
Wenn nicht, dann solltest du dir auch mal die Isolationswerte überlegen 
die für das fertig montierte Bauteil auf Leiterplatte bei üblicher 
Raumatmosphäre(Luftfeuchtigkeit) gelten.

Dann wirst du vielleicht die Einwände oben verstehen...

Gruß
Carsten
Gast
Und bei der Eingangsimpedanz wirst du dir über das Kabel jede Menge an 
Störungen einfangen.

> Die Leitung sollte so kurz wie möglich sein. Verdrillt/geschirmt sollte eh klar 
sein.

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