Hallo Leute,
ich habe, nachdem bei mir zu Hause der Elektriker war, eine neue Lampe
an der Badezimmerdecke angebracht. Diese ist mit diesen komischen LED
Spots bestückt. Beim Anschließen merkte ich denn, dass die LEDs auch bei
ausgeschaltetem Licht etwas glimmen. Hat soetwas schonmal jemand
beobachtet?
Habe zwei vermutungen:
1 andere Leitung in der Nähe (schwache Kopplung)
2 Schalter defekt oder falsch verkabelt(N-geschaltet)
schließe ich die Lampe woanders an passiert nichts derartiges.
Mark schrieb:> Beim Anschließen merkte ich denn, dass die LEDs auch bei> ausgeschaltetem Licht etwas glimmen. Hat soetwas schonmal jemand> beobachtet?
Ja, nennt sich Not- oder Nachtlicht. :-)
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Ja, nennt sich Not- oder Nachtlicht. :-)> Gruss> Harald
Dabei bin ich gerade aus dem Alter raus, in dem man soetwas braucht...
Ne aber mal im ernst hat jemand schonmal soetwas gesehen und kann mir
erläutern woher das kommt. Der Schalter ist ein Doppelschalter(also ich
meine zwei Schalter in einem Gehäuse), mit dem einmal die Deckenleuchte
und zum anderen eine zweite über dem Waschbecken geschaltet wird. Hänge
ich die Lampe übers Waschbecken passiert das nicht.
Ja das gab es auch schon bei Leuchtstofflampen. Meist hat die
Schalterzuleitung genügend Kapazitiät als Wechselstromwiderstand
genügend Leistung zu übertragen um diesen Effekt zu erziehlen.
Das Problem geht soweit das ich bei Aufzügen Signale zu
Schalttreiseigängen nicht über Hängkabel führen kann ohne sie zu
entkoppeln.
1. wegen der Spannungsfestigkeit der Eingangsbeschaltungen
2. wegen Fehlern aufgrund der kapazitiven Einkopplungen.
Namaste
Mark schrieb:> also muss der gute Mann nochmal ran....
Du könntest auch die Leitung, die aktuell zwischen Phase (ein) und
"offen" (aus) geschaltet wird zwischen Phase und N umschalten, dann wäre
die Lampe bei "aus" auch wirklich dunkel, da sich so niederohmig nichts
mehr einkoppeln kann.
Aus Sicht das Lampe ist das im ausgeschalteten Zustand:
bisher:
N und "offen" <= Einkopplung möglich
neu:
N und N <= Niederohmig abgeschaltet
Die aktuellen Doppelschalter sind meist sowieso Doppelwechselschalter.
Zumindest könntest Du es Deinem Elektriker vorschlagen - wobei ich nicht
sicher bin, dass er das auch blicken wird...
Karl schrieb:> Mark schrieb:>> also muss der gute Mann nochmal ran....>> Du könntest auch die Leitung, die aktuell zwischen Phase (ein) und> "offen" (aus) geschaltet wird zwischen Phase und N umschalten, dann wäre> die Lampe bei "aus" auch wirklich dunkel, da sich so niederohmig nichts> mehr einkoppeln kann.
Dafür sind die gängigen Installationsschalter aber nicht geeignet.
Ausserdem gibts da auch noch einfachere Möglichkeiten, z.B. die
Parallelschaltung eines Widerstandes oder eines Kondensators.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Karl schrieb:>> Du könntest auch die Leitung, die aktuell zwischen Phase (ein) und>> "offen" (aus) geschaltet wird zwischen Phase und N umschalten, dann wäre>> die Lampe bei "aus" auch wirklich dunkel, da sich so niederohmig nichts>> mehr einkoppeln kann.>> Dafür sind die gängigen Installationsschalter aber nicht geeignet.
Wo liegt das Problem? Ist doch ein Wechselschalter.
> Ausserdem gibts da auch noch einfachere Möglichkeiten, z.B. die> Parallelschaltung eines Widerstandes oder eines Kondensators.
Ob das einfacher ist sei mal dahingestellt - ist immerhin ein weiteres
Bauteil, das erst mal besorgt und dimensioniert sein will.
Karl schrieb:>> Dafür sind die gängigen Installationsschalter aber nicht geeignet.> Wo liegt das Problem? Ist doch ein Wechselschalter.
Da bei den typischen Wippenschaltern die Kontakte recht dicht
beieinander liegen, kann zwischen ihnen ein dauerhafter Licht-
bogen entstehen. Früher übliche Kipp- und Drehschalter hatten
dieses Problem nicht.
Gruss
Harald
>> Parallelschaltung eines Widerstandes
... wäre bestimmt keine gute Lösung, da dort auch Leistung verbraten
würde und einfache Widerstände nur für 200V gedacht sind.
Ursache wird wohl diese Leitung an sich sein, die zum Schalter führt.
Evtl. ist irgendwo Feuchtigkeit oder schlechte Isolation oder einfach
nur die Leitungskapazität einer sehr langen Leitung?
Harald Wilhelms schrieb:> Da bei den typischen Wippenschaltern die Kontakte recht dicht> beieinander liegen, kann zwischen ihnen ein dauerhafter Licht-> bogen entstehen.
ein Lichtbogen mit
> Strom: 32µA
muss erst erfunden werden.
Hallo!
Harald Wilhelms schrieb:
> Da bei den typischen Wippenschaltern die Kontakte recht dicht> beieinander liegen, kann zwischen ihnen ein dauerhafter Licht-> bogen entstehen.
Scheinbar hast Du wenig Ahnung von der Technik.
Installationsschalter dürfen erst dann in den Verkehr gebracht werden,
wenn sie mindestens die Anforderungen der Niederspannungsrichtlinie
erfüllen. Das bedeutet für Lichtschalter eine Spannungsfestigkeit von
1000 V 50 Hz 1 Minute für Basisisolierung. Die Abstände (Luft- und
Kriechstrecken) müssen für eine Stoßspannungsfestigkeit von 2500 V
ausgelegt sein. Das wird dann mit 3000 V Hochspannungsimpulsen geprüft.
Nein, ich habe nicht zu viele Nullen geschrieben.
Zusatz: dauerhafter Lichtbogen und Wechselspannung schließen sich aus.
Hallo!
@oszi40
Leistung verbraten?
Was denkst Du, wo die Leistung verbraten wird, wenn der Widerstand nicht
da ist? Leuchten die LEDs wegen der Erdstrahlen?
Route_66 schrieb:> Hallo!> @JensM> Du hast die Hamburger Wechselschaltung und deren Gefahren überhaupt> nicht verstanden!
So wie ich das sehe ist das eine halbe Hamburger-Schaltung. Aber ist
doch auch egal, es tritt hier aber das gleiche Problem auf, wie bei der
Hamburger-Schaltung. Und das ist auch der Grund warum sie verboten ist.
Das trifft hier auch zu.
An einem einzelnen Wechselschalter darf nicht zwischen N und L
umgeschaltet werden.
Damit du nicht extra nachschauen musst, hier aus der Wikipedia:
---
Daraus ergeben sich unerwünschte Effekte wie ein möglicher Kurzschluss
zwischen Außenleiter und Neutralleiter beim Schaltvorgang mit
ungeeigneten Wechselschaltern [...]
Hamburger Schaltungen in Altanlagen stehen weiterhin unter
Bestandschutz, wenn sie nach den zum Zeitpunkt der Errichtungen gültigen
Normen errichtet wurden und wenn daran keine Änderung vorgenommen
werden. Dies betrifft ganz besonders den Austausch der früher
verwendeten und für die Hamburger Schaltung geeigneten Drehschalter
gegen neue Kippschalter.
---
http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Schaltung
Hallo Simon K.
Auch Du hast es nicht begriffen! Das gedankenlose Nachplappern aus
Wikipedia hilft da wenig.
1. Schalter in der Installationstechnik sind geeignet, zwischen
Potentialdifferenzen, die zwischen Außen- und Netralleiter auftreten
können, zu schalten.
2. Installationsschalter haben keine Trennfunktion. Sie sind für
betriebsmäßiges Schalten ausgelegt.
3. Nebenbei: Es gibt Schalter mit Trenneigenschaften (Abstände,
Spannungsfestigkeit...)
4. Der Hauptgrund für das Verbot der "Hamburger Schaltung" war die
Gefahr für den Otto Normalverbraucher, daß das Gewinde der Fassung -je
nach Schalterstellung- auf Außenleiterpotential liegt.
5. Der zweite Grund kam aus der Farbkennzeichnung. Übliche 3-polige
Installationsleitungen haben nun mal neben dem grün/gelben PE keine zwei
Außenleiterfarben, sondern immer auch Hellblau für neutral. Also müßte
man 5-polige Leitungen verwenden. Das macht ja keiner!
6. Der Kurzschluss zwischen den Umschaltkontakten bei ungeeigneten
Schaltern (das wäre bei der "Hamburger" zwischen L und N) steht hier
nicht zur Diskussion. Nach Punkt (1) ist er für die zeitgemäße
Installationen auszuschließen. Der Kurzschluß zwischen L und N tritt
jedoch öfter auf. Auch an Steckdosen angeschlossenen Geräte können
diesen Fehler haben. Dagegen gibt es Sicherungen. Auch die sind
vorgeschrieben.
Route 66 schrieb:> Der Kurzschluss zwischen den Umschaltkontakten bei ungeeigneten> Schaltern (das wäre bei der "Hamburger" zwischen L und N) steht hier> nicht zur Diskussion.
Steht er doch.
gemäß obiger Skizze, durch welche die ganze Diskussion erst entstanden
ist sollen L1 und N an die Wechselerkontakte eines Wechselschalters
angeschlossen werden. Da kommt schon manchmal zu Kurzschlüssen im
Schalter bei welcher der Schalter nach kurzer Rauchemission verstirbt.
Lass die Lampe glimmen und verkaufe es der Frau als Not-Funktion
Düsendieb schrieb:> Route 66 schrieb:>> Der Kurzschluss zwischen den Umschaltkontakten bei ungeeigneten>> Schaltern (das wäre bei der "Hamburger" zwischen L und N) steht hier>> nicht zur Diskussion.>> Steht er doch.
Eben!
Oben wurde diskutiert, dass bei ausgeschaltetem Zustand die Leitung zur
LED auf den N zu legen. Und das geht eben nur wenn man einen
Wechselschalter nimmt, der die eine Seite der Lampe zwischen L und N
umschaltet.
Peter II schrieb:> Harald Wilhelms schrieb:>> Da bei den typischen Wippenschaltern die Kontakte recht dicht>> beieinander liegen, kann zwischen ihnen ein dauerhafter Licht->> bogen entstehen.>> ein Lichtbogen mit>>> Strom: 32µA>> muss erst erfunden werden.
dieser herr willhemenrs hat leide rkeine ahnung
das sind kapazitätive ladungen!
und um dem die Spitze aufzusetzen,...
schlug ich vor dem N potential einen R vorzuschalten welcher
1. keinen Lichtbogen zustande kommen lässt,
2. damit einen Kurzschluss zu verhindern,
3. die kapazitiven verschiebeströme an der LED vorbei abzuleiten und
4. die Potentiale beiderseits der LED auszugleichen.
Dass Die VDE eine solche Schaltung nicht vorsieht liegt in der Natur der
Sache, da die Iinstallation für ungleich höhere Lastsröme ausgelegt
wurde.
Abhilfe könnten Aktoren oder Fernschalter(Stromstossschalter) in
Verteilung oder Abzweigdosen bringen welche mit separaten
Steuerpannungen geschaltet werden müssten.
Namaste