Hallo,
ich plane zur Zeit ein möglichst einfaches HV-Netzteil, das folgende
Eigenschaften besitzen soll:
- Linearer Ausgang von 0..570V
- Maximaler Strom von 50mA
- U_ripple ca. 1V
Eingesetzt wird es für Versuche mit Glimmentladungen mit verschiedenen
Gasen.
Mein aktueller Planungsstand ist im Anhang zu sehen. Mit dem Variac
lässt sich die Spannung einstellen. Konkret stelle ich mir gerade
folgende Fragen:
1. Welche Symmetrisierungswiderstände benörige ich für die
Kondensatoren?
2. Wie bekomme ich eine Strombegrenzung auf 50mA bei dieser hohen
Spannung hin?
Für Tips und Anregungen bin ich sehr dankbar.
Gruß
Jens
Martin Wende schrieb:> Warum machste jetz nen neuen Thread auf?
Im alten ging es ja nur um den Kondensator, und der Rest war dann doch
eher unübersichtlich, daher wollte ich hier nochmal das eigentliche
Problem herauskristallisieren.
Martin Wende schrieb:> Zudem haste die Symetriewiderlinge vergessen.
Im neuen Schaltplan sind sie drin, aber wie genau ich sie dimensioniere
habe ich noch nicht verstanden, da ich zu meinen Kondensatoren [1] kein
Datenblatt habe.
holger schrieb:> B250R für 570V. Ob das so gut ist?
Oh, ja, danke, nehme dann wohl den 2KBP08.
Gruß
Jens
[1] http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=200752880515
Michael_ schrieb:> Du kriegst auch keine 550V raus, sondern nur 400V!
Das musst du mir erklären - bei Glättung von 400V AC, wobei 400V AC der
Effektivwert sind, erhalte ich definitiv mehr als den Effektivwert.
Michael_ schrieb:> Du bist überfordert, hör auf damit!
Ich frage ja hier nach, um zusammen mit Menschen, die sich besser
auskennen als ich, die kritischen Punkte im Design zu besprechen. Meine
konkreten Fragen sind also:
Wie berechne ich die Symmetrisierungs-Widerstände?
Welche Art von Strombegrenzung sollte ich einbauen?
Gruß
Jens
Alexander Schmidt schrieb:> @Bastler: Warum machst du einen Doppelpost?Bastler schrieb:> Im alten ging es ja nur um den Kondensator, und der Rest war dann doch> eher unübersichtlich, daher wollte ich hier nochmal das eigentliche> Problem herauskristallisieren.
Die Argumentation ist doch schlüssig, oder?
Gert schrieb:> Widerstände sollten etwa 10-facher Kondensatorleckstrom führen.
OK, der Leckstrom ist bei mir laut Hersteller eines äquivalenten
Kondensators (C = 220µF, U = 400V) gegeben zu etwa
was einem Widerstand von etwa R = U / I = 200V / 1mA = 200 kOhm
entspricht. Nun soll der Symmetrisierwiderstand zu einem zehnfach
höheren Strom führen, wären 10mA, also 20 kOhm. Wäre schon ein bisschen
wenig, oder? Falsch gerechnet?
Hallo,
So (http://pa0fri.home.xs4all.nl/Lineairs/HV1100/verviers1.gif) kann
mann es auch machen, es ist also möglich eine höhere Spannung aus einen
1:1 Trenntrafo (bzw. den Behelfstrafo aus zwei "normalen")
herauszuholen.
Dein Wert für die Symmetrierungs R's passt durchaus, du solltest
allerdings wie im Link vorgeschlagen besser 2 Widerstände parallel
schalten (aus Sicherheitsgründen).
Eine genau Beschreibung findest du bei: http://www.pa0fri.geerligs.com/
dort erst "QRO" und dann den Eintrag "HV Supply 1300V & 2200V Power
Supply" anklicken, die höhere Spannung wird durch eine geschickte
verschaltung der Kondensatoren erzeugt.
Und Autor Michael: Super wie du andere motiviren kannst...
Selbstbauer, Bastler, Funkamateure usw. sollten andere Interessierte
unterstützen und sinnvolle, freundliche Hinweise und/oder Ideen mitgeben
und nicht auf arrogante Weise begegnen...
Ham
Bastler schrieb:> Für Tips und Anregungen bin ich sehr dankbar.
Wasrum nicht zwei Sekundärwicklungen in Reihe? Der Rest ist dann
entsprechend einfacher.
Ham schrieb:> Selbstbauer, Bastler, Funkamateure usw. sollten andere Interessierte> unterstützen und sinnvolle, freundliche Hinweise und/oder Ideen mitgeben> und nicht auf arrogante Weise begegnen...
Danke!!! :-)
Der 400V-Trafo mit 20VA ist schon auf dem Weg zu mir, daher werde ich es
erst einmal mit dem ausprobieren. Es ist nicht schlimm, wenn ich nicht
die vollen 50mA bei 570V schaffe, denn mein aktuelles Netzteil macht
300V @10mA, und das toppt meine Schaltung hier ja auf jeden Fall.
Danke auch für den Tip mit den Parallelwiderständen, ist wirklich
sicherer so. Neue Schaltung im Anhang, als Widerstände verwende ich
39kOhm 2W-Typen [2].
Dann bleibt jetzt nur noch die Frage nach der Strombegrenzung. Gefunden
habe ich einen Beitrag im Elko [3], den lese ich mir jetzt erst einmal
durch.
Think Simple schrieb:> Wasrum nicht zwei Sekundärwicklungen in Reihe? Der Rest ist dann> entsprechend einfacher.
Dann habe ich doch keine einstellbare Spannung, oder meinst du etwas
Anderes?
Gruß
Jens
[2]
http://www.reichelt.de/2W-Metall-1-0-k-Ohm-1-0-M-Ohm/2W-METALL-39K/3//index.html?ACTION=3&GROUPID=3084&ARTICLE=2350
[3]
http://www.elektronik-kompendium.de/forum/forum_entry.php?id=115651&page=0&category=all&order=time
Bastler schrieb:> Dann habe ich doch keine einstellbare Spannung, oder meinst du etwas> Anderes?
Sorry, ich habe mich verguckt, vergiss die Anmerkung bitte.
Simon K. schrieb:> Die 20VA werden doch von den ganzen Widerständen wieder vernichtet. Da> kommt doch nix mehr hinten raus.
Kann gut sein; ich denke, dass ich meinen 20VA noch umtauschen kann
gegen einen etwas stärkeren [4].
Plop schrieb:> Die 10 Henry Spule ist eine sportliche Sache ... die hast du schon ?
Ja, gibt's doch bei Tube-Town oder ähnlichen Quellen.
Gruß
Jens
[4] http://www.conrad.de/ce/de/product/715914/
Bastler schrieb:> Kennt jemand dazu ein Schaltungsbeispiel?
Habe selbst eines gefunden, allerdings für die 450V-Version, siehe hier:
http://www.tubecad.com/2008/11/blog0151.htm
Der dazugehörige Schaltplan [6] gibt mir allerdings noch Rätsel auf; im
Anhang habe ich mal markiert, was für mich notwendig ist.
So wie ich das sehe, gibt es aber bei mir das fundamentale Problem, dass
ich keine mehr oder minder fixen 300V habe, sondern eben die
einstellbaren 0..570V, und ich daher mir etwas anderes für die
steuerspannung des Regulators überlegen muss, oder?
Gruß
Jens
[6]
http://www.tubecad.com/2008/11/16/ps-1%20high-voltage%20regulator%20schematic%202.png
Bastler schrieb:> Simon K. schrieb:>> Die 20VA werden doch von den ganzen Widerständen wieder vernichtet. Da>> kommt doch nix mehr hinten raus.>> Kann gut sein;
"Kann gut sein"? Rechne das doch einfach mal nach. Mannometer.
Ham schrieb:> Und Autor Michael: Super wie du andere motiviren kannst...>> Selbstbauer, Bastler, Funkamateure usw. sollten andere Interessierte> unterstützen und sinnvolle, freundliche Hinweise und/oder Ideen mitgeben> und nicht auf arrogante Weise begegnen...
Falls du die 2 Posts verfolgt hast, habe ich schon einige Tipps gegeben.
Leider ist dieses Projekt mit diesen Spannungen nicht mehr mit Bastel zu
machen.
600V sind keine 250V oder gar 50V. Da sind Bauteile rar und kritisch. Es
ist sicher nicht lustig, wenn ein Elko wegen falscher Symmetrierung
explodiert.
Und es macht auch keinen Sinn, dem Bastler jedes Bauteil und jeden
Schritt mehrfach vorzukauen.
Die Grunlagen fehlen ihm einfach, auch wenn das etwas hart klingt.
Und dann die bettelnde Frage, wir sollen auch noch eine Strombegrenzung
vorschlagen. Das ist mit billigen Bastel nicht zu machen. Sondern
ziemliches Neuland.
Michael_ schrieb:> Es> ist sicher nicht lustig, wenn ein Elko wegen falscher Symmetrierung> explodiert.
Stimmt. Ist meine Berechnung oben denn fehlerhaft?
Gruß
Jens
Bastler schrieb:>> Es ist sicher nicht lustig, wenn ein Elko wegen falscher Symmetrierung>> explodiert.> Stimmt. Ist meine Berechnung oben denn fehlerhaft?
Das nicht, aber eine kalte Lötstelle oder einen Farbring falsch
abgelesen, und schon ist es passiert. Ich würde z.B. zu Gunsten
einer höheren Sicherheit auch jeweils zwei Widerstände in Reihe
schalten.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Das nicht, aber eine kalte Lötstelle oder einen Farbring falsch> abgelesen, und schon ist es passiert.
Ich werde das schon gewissenhaft aufbauen und testen.
Harald Wilhelms schrieb:> Ich würde z.B. zu Gunsten> einer höheren Sicherheit auch jeweils zwei Widerstände in Reihe> schalten.
Wozu das? Sind ja immerhin 500V-Typen, die ich extra bei Reichelt
bestelle, also nichts aus der Grabbelkiste.
Michael_ schrieb:> Und es macht auch keinen Sinn, dem Bastler jedes Bauteil und jeden> Schritt mehrfach vorzukauen.
Naja, das mit der Symmetrisierung habe ich wohl verstanden, also bitte
nicht ganz so ungeduldig. Klar, es ist vielleicht für euch alles sehr
übersichtlich und leicht, aber für mich noch nicht so. Aber das kann
sich ja ändern wenn ich hier gute Hinweise bekomme. Dass nicht alles für
die Katz ist zeigt ja wohl meine Mitarbeit hier (hoffentlich), oder?
Aber wie realisiere ich nun eine Strombegrenzung?
Gruß
Jens
Ich hab mir gerade ein Labornetzteil gebaut. 0-800V bei 0..200mA.
Als Vorlage diente die Schaltung aus der Funkschau:
Beitrag "Fragen zu Labornetzteilbau (Nachbau Funkschau 1973)"
Als Endstufe habe ich einen Semikron IGBT aus ebay verwendet. Der
hält 1200V bei 300A aus. Das Gehäuse ist isoliert aufgebaut. Der
ist zwar dafür nicht gedacht, geht aber trotzdem. Man muss sich
halt nur Gedanken machen um die Isolation der Schaltung (Potis etc)
Bastler schrieb:> Aber wie realisiere ich nun eine Strombegrenzung?
Grundsätzlich sieht eine solche Schaltung nicht anders aus, wie
bei Niederspannungsnetzteilen. Man braucht natürlich passende,
spannungsfeste Transistoren. Durch die hohe Spannung entsteht
bei Kurzschluss allerdings dann eine hohe Verlustleistung, die
abgeführt werden muss. Ausserdem ist bei hohen Spannungen die
Gefahr eines zweiten Durchbruchs grösser.
Gruss
Harald
Was ist denn mit dem oben verlinkten IXCP10M90S, der ist doch für 900V
ausgelegt. Erfüllt der nicht genau meine Anforderungen? Mit einer
Steuerspannung kann ich den Maximalstrom einstellen.
Gruß
Jens
Kauf die vorgeschlagenen 50µ 600V Elkos und gut ist es.
Und dann besorgst du dir einen Röhren-Netztrafo, der 150mA bei 300V
macht.
Die Wicklungen in Reihe und du hast deine 600V.
Und dann nimmst du das schon vorher vorgeschlagene
ebay 110794729571
Da hast du eine wunderbare elektronische Regelung, wo du evtl. deine
Stromregelung integrieren kannst.
Du kannst es auch mit Röhren machen.
http://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/Radio-Restauration/Schlemm-Selektrograf-Restauration/Selektograf.htm
Du mußt das NT nur umstricken auf deine Spannung.
Als Röhre kannst du auch die preiswerte 6C19P nehmen.
Michael_ schrieb:> Kauf die vorgeschlagenen 50µ 600V Elkos und gut ist es.> Und dann besorgst du dir einen Röhren-Netztrafo, der 150mA bei 300V> macht.> Die Wicklungen in Reihe und du hast deine 600V.> Und dann nimmst du das schon vorher vorgeschlagene> ebay 110794729571> Da hast du eine wunderbare elektronische Regelung, wo du evtl. deine> Stromregelung integrieren kannst.
Danke für den Hinweis; dennoch würde ich gerne verstehen, wo denn der
Fehler in meinem bisherigen Konzept ist (ich werde einen 63VA-Trafo
verwenden, der 20VA ist zu schwach).
Jens
Bastler schrieb:> Danke für den Hinweis; dennoch würde ich gerne verstehen, wo denn der> Fehler in meinem bisherigen Konzept ist
Das Hauptproblem ist, das Du keine Regelung hast.
Gruss
Harald
Ich betreibe damit ja Kaltkathodenröhren bzw. allgemeiner
Gasentladungen. Denen ist es nicht sooo wichtig, ob es nun 280V oder
290V sind, die anliegen, der Strom ist entscheidend, und den kann ich ja
auch old-school mit entsprechenden Widerständen einstellen.
Der typische Strom, der bei Gasentladungen fließt, ist im 10mA-Bereich,
und das ist schon viel, weshalb der 400V-20VA-Trafo auch nicht bis an
die Belastungsgrenze gehen muss.
Ich nutze momentan ein Traco-SMPS-Modul, das 0..300V ausspuckt bei
maximal 10mA, aber das reicht nicht, um bei meinen selbstgebauten Röhren
eine Glimmentladung in reinem Neon zu starten, einfach zu wenig
Zündspannung.
OK, das ist nur der grobe Kontext, in dem das bei mir steht. Ihr habt
natürlich Recht, eine sinnvolle Strombegrenzung wäre wirklich sinnvoll.
Gruß
Jens
Gasentladungsroehren haben eine eigene Kennlinie und eine eigen dynamik.
Die kriegt man eigentlich nur mit einem hinreichend grossen
Seriewiderstand stabil.
Habe ein bisschen weiter geplant; schaut's euch mal an. Der Komparator
piept, wenn es ein paar mA mehr als 50 sind, die da fließen, was dann
meinen Controller per Interrupt-Pin dazu veranlasst, tätig zu werden um
den Stromfluss zu unterbrechen.
Kann das so funktionieren oder habe ich da was übersehen?
Gruß
Jens
570 V und 18 Kohm bedeutet ca. 18 W werden alleine in den R
verheizt ....
wirklich nicht schlecht für ein Nt das nur paar mA liefern
soll
was sollen eigentlich die gigantisch grossen Elkos wenn es nur
um nen Strom von einigen 10 mA geht und zusätlich noch eine
10H Spule zum glätten da ist ?
einfach mal etwas besser informieren und nen passenden C wählen
paar µ als Folie sollten da locker reichen
user schrieb:> 570 V und 18 Kohm bedeutet ca. 18 W werden alleine in den R> verheizt ....>> wirklich nicht schlecht für ein Nt das nur paar mA liefern> soll
Irgendwas ist mit deiner Tastatur kaputt glaube ich ;-)
Die Symmetrisierungswiderstände habe ich so nach Anleitung in diesem
Forum berechnet - was genau kann ich da besser machen?
user schrieb:> was sollen eigentlich die gigantisch grossen Elkos wenn es nur> um nen Strom von einigen 10 mA geht und zusätlich noch eine> 10H Spule zum glätten da ist ?
Du hast schon gelesen, dass ich gerne V_ripple ca. 1V haben will?
Gruß
Jens
Bastler schrieb:> Die Symmetrisierungswiderstände habe ich so nach Anleitung in diesem> Forum berechnet - was genau kann ich da besser machen?
Anderes Konzept?
Originattitel Funkschau 1988 Heft 21 S.99
Für Werkstatt und Service - Spannungsquelle für 0-500V
Das ging noch weiter, es gab da noch einen Regler mit Strombergrenzung.
Hat jemand zufällig dieses Heft und könnte das Original scannen?
Bei einem Kurzschluss am Ausgang macht der OP nur noch einmal kurz
etwas: platzen. Und der nachgeschaltete µC vermutlich auch.
Und wo unterbricht der µC dann etwas?
Du erwartest nicht, mit einem Poti so die Spannung regeln zu können?
Gruß
Jobst
In der reinen AC-Konfiguration (also alles ab Gleichrichter fehlt noch)
fließt ein Kurzschlusstrom von maximal 500mA. Das sollte da hinten
nichts zum Platzen bringen. Wie das dann mit dem DC-Teil aussieht weiß
ich noch nicht genau.
Jobst M. schrieb:> Und wo unterbricht der µC dann etwas?
Noch nirgendwo; aber das, was als Potentiometer eingejumpert ist, ist
ein digitales Poti mit 1k, 2k, 4k, ..., 128k-Widerständen, die per
Relais gebrückt werden. Ich schalte einfach ein weiteres Relais dazu,
das dann den Schaltkreis unterbricht.
Jobst M. schrieb:> Du erwartest nicht, mit einem Poti so die Spannung regeln zu können?
Nein! Der Gedanke ist der: Wenn ich Nixie-Röhren ansteuern will, möchte
ich ja den Strom einstellen. Aber in der Praxis ist es eher so, dass ich
eine feste Anodenspannung vorgegeben habe, und dann unter Kenntnis der
Zündspannung und des Glimmstromes den erforderlichen Widerstand dazu
berechne. Also reicht es effektiv anzugeben: Röhre XY, 250V, 22kOhm. Und
genau das möchte ich mit meinem Netzteil exakt nachstellen können, mehr
muss es gar nicht können.
Gruß
Jens
Bastler schrieb:> fließt ein Kurzschlusstrom von maximal 500mA
Nein. Alleine die Ladung in den Elkos reicht aus!
Am OP liegen im Moment t0 vom Kurzschluss bis zu 570V.
Gruß
Jobst
Jobst M. schrieb:> Nein. Alleine die Ladung in den Elkos reicht aus!
Meine Aussage bezog sich ja auf den reinen AC-Teil, den ich mal
testweise auf meinem Schreibtisch verkabelt habe; dort komme ich auf
U_max = 540V, und der maximale Kurzschlussstrom ist 500mA, allerdings im
10A-Messbereich, weiß nicht, wie genau das ist.
Wie machen das denn professionelle Amperemeter? Die werden doch nicht
direkt gehimmelt wenn der Messbereich überschritten wird.
Gruß
Jens
Hallo mal wieder, habe an anderer Stelle (bei Jogi im Röhrenforum)
diesen Tipp hier bekommen. Habe mir danach erst mal Gedanken gemacht,
wie die I-Beschränkung funktioniert, und bin zu diesem Schluss hier
gekommen:
Der FET ist selbstsperrend (enhancement type; anders als eingezeichnet),
und die Z-Diode sorgt dafür, dass er erst einmal leitet, wenn kein Strom
fließt (Ugs = 12V). Der gesamte Strom, den das Netzteil liefert, fließt
durch R2. Wenn der Spannungsabfall dort > 0.7V wird, leitet T2 und
brückt die Z-Diode, wodurch der FET sperrend wird.
Strombegrenzung also ab U = 0.7V = R2 x I, also wähle ich bei 50mA R2 zu
etwa 14 Ohm. [Da ich dann ja schon einen High-Side Shunt habe, kann ich
darüber auch direkt mit einem Current-Sense-Chip den Strom messen.]
Ist diese Erklärung so weit sinnvoll?
Habe nur noch nicht ganz verstanden, inwieweit der R1,3-Spannungsteiler
dareinspielt. Laut Tip in Jogis Forum soll ich das Gate einfach mit
einem großen Widerstand (> 1 MOhm) auf GND ziehen, um nur I zu regeln.
Dann frage ich mich aber, wie T1 jemals leitend werden soll.
Gruß
Jens
Meine Frage ist, was du mit so fehlendem Grundlagenwissen mit
Hochspannung willst? Fang doch erst mal mit 2xAA Batterien an. Die sind
wenigstens ungefährlich, falls du mal was falsch anschließt.
Simon K. schrieb:> Meine Frage ist, was du mit so fehlendem Grundlagenwissen mit> Hochspannung willst? Fang doch erst mal mit 2xAA Batterien an. Die sind> wenigstens ungefährlich, falls du mal was falsch anschließt.
Kannst du mir mal bitte erzählen, was das mit meiner Frage zur
Funktionsweise der Strombegrenzung zu tun hat?
Nun, die Schaltung stellt einen simplen Spannungs-Steller dar. Die
Ausgangsspannung liegt (ohne Last) bei V_R3,Mittelabgriff-V_TH.
Allerdings ist der Ausgangswiderstand hoch - zusätzlich zu R2 ist V_GS
ja von I_D abhängig.
Die Strombegrenzung funktioniert so wie von dir beschrieben.
Wenn du nur max. Spannung brauchst, lege R1 an den Drain-Anschluss von
T1 (nicht an GND).
Danke für den konstruktiven Beitrag! Schön, wenigstens die
Strombegrenzung habe ich wohl verstanden. Das mit dem Spannungssteller
muss ich mir noch einmal anschauen.
Und an all die Nörgler: Ich werde die Schaltung natürlich (!!!) erst
einmal mit einer niedrigen Spannung testen.
Als FET habe ich mir den IRFBE30 rausgesucht, ist ein 800V-Typ.
Gruß
Jens
Falk Brunner schrieb:> Der scheint mir aber nicht für Linearbetrieb geeignet zu sein.
Woran machst du das fest? Dem Artikel entnahm ich lediglich, dass das
Parallelschalten von MOSFETs nicht im Linearbetrieb funktioniert, sowie
bei modernen Hochleistungs-FETs, wozu ich den IRFBE30 nicht zähle.
Falk Brunner schrieb:> Nö, das ist KEIN Logic level Typ.
Ja, hast Recht. Dann bleibt die 12V Z-Diode drin.
Gruß
Jens
@ Bastler (Gast)
>> Der scheint mir aber nicht für Linearbetrieb geeignet zu sein.>Woran machst du das fest?
An der Name Hexfet. Und an Fig. 8 auf Seite 4, dort gibt es keine
Kennlinie für DC, nur für 10ms.
> Dem Artikel entnahm ich lediglich, dass das>Parallelschalten von MOSFETs nicht im Linearbetrieb funktioniert,
Doch, wenn man bestimmte Dinge beachtet.
> sowie bei modernen Hochleistungs-FETs, wozu ich den IRFBE30 nicht zähle.
So unmodern ist der nicht.
Man kann den FET leicht testen. Bau eine einfache
Konstantstromquelle mit einem OPV und dem FET auf und lass bei 600V
50mA fließen, Kühlkörper nicht vergessen. Wenn er das für 1h
dauerhaft aushält, hält er auch länger.
@Bastler
Diese Schaltung funktioniert. Ich habe sie hier schon lange im Gebrauch
und
speise damit Röhrengeräte (Anodenspannung) zu Reparaturzwecken.
Die Z-Diode schützt den Mosfet vor zu hoher Gate-Source-Spannung.
MfG Paul
@ Falk: Danke, ich gucke mir das Datenblatt nochmal an. Und zur Not wird
der eben (klar mit Kühlkörper) getestet.
Paul Baumann schrieb:> Diese Schaltung funktioniert. Ich habe sie hier schon lange im Gebrauch> und> speise damit Röhrengeräte (Anodenspannung) zu Reparaturzwecken.
Ah, interessant! Welchen FET nutzt du denn, und welche für welche
Maximalspannung hast du die Schaltung ausgelegt?
Gruß
Jens
>Welchen FET nutzt du denn, und welche für welche>Maximalspannung hast du die Schaltung ausgelegt?
Ausgelegt habe ich es für 300 Volt und der Mosfet ist hier ein IRF830.
MfG Paul
Ah, schade, bei dem ist bei 500V Schluss. Kennt jemand zufällig einen
800V-Fet der auch für Linearbetrieb gut geeignet ist? Ansonsten muss ich
eben hoffen ;-)
Gruß
Jens
Bastler schrieb:> Die Symmetrisierungswiderstände habe ich so nach Anleitung in diesem> Forum berechnet - was genau kann ich da besser machen?
Für die Spannung passenden Kondensator wählen
oder
Trafo mit Mittelanzapfung (bei angepasster Spannung) verwenden
oder
2 x Einweggleichrichtung (bei angepasster Spannung) verwenden
Stephan schrieb:> Für die Spannung passenden Kondensator wählen
Ja; ich denke, ich werde auf die 600V Elkos umsteigen, das spart mir
Leistung und Nerven.
Hier der aktuelle Stand, nur der Vollständigkeit halber. Die nächsten
Schritte sind:
- IRFBE30 auf Linearbetrieb testen
- Strom-Messung einbauen
Zur Strom-Messung: Soll in von 00.0 bis 50.0mA gehen. Vorher (beim
300V-Netzteil) hatte ich das mit einem OP07 und einem MAX1242 (10 Bit)
gelöst.
Allerdings habe ich ja nun schon mit R2 einen Shunt in der Leitung.
Daher dachte ich, den current sense LTC6101 in high-side zu verwenden,
Schaltung in der AppNote 105 von LT, S. 11.
Da habe ich mich gefragt: Was genau ist der Vorteil eines
Current-Sense-ICs gegenüber der klassischen Variante mit OPV?
Gruß
Jens
Bastler schrob:
>Da habe ich mich gefragt: Was genau ist der Vorteil eines>Current-Sense-ICs gegenüber der klassischen Variante mit OPV?
Der erfahrene Bastler hört am Trafo-Brummen, wann mit dem Current Sense
ist!
;-)
MfG Paul
@ Bastler (Gast)
>Hier der aktuelle Stand, nur der Vollständigkeit halber.
Eine 10H Drossel, soso. Was soll der Unsinn? Jeder halbwegs gescheite
Linearregler kann 100 Hz Ripple mit wenigstens 40dB, eher 60dB
ausregeln, damit bekommst du locker 10mV Brummspannung am Ausgang oder
weniger hin. Und mit einem 20VA Trafo wirdst du kaum 600V/50mA schaffen.
Da sollte es eher ein 50-100VA Trafo sein. Den Stelltrafo am Eingang
braucht auch keiner. Dein Netzteil verbrät max. 600V*50mA, macht 30W,
das kriegt man mit einem mittelgroßen Kühlkörper passiv gekühlt.
>Allerdings habe ich ja nun schon mit R2 einen Shunt in der Leitung.>Daher dachte ich, den current sense LTC6101 in high-side zu verwenden,>Schaltung in der AppNote 105 von LT, S. 11.
Kann der 600V? Ich würde einfach den Shunt in die Masse legen und gut.
>Da habe ich mich gefragt: Was genau ist der Vorteil eines>Current-Sense-ICs gegenüber der klassischen Variante mit OPV?
Alles fertig integriert. Kleiner und preiswerter.
Falk Brunner schrieb:> Eine 10H Drossel, soso. Was soll der Unsinn?
Was wäre Falk ohne seine herzerfrischende Offenheit? ;-)
Ich habe keine Spannungsregelung, die stelle ich mechanisch über den
Variac ein. Kommt mir als einfache Einstellmöglichkeit ganz entgegen.
Ich steuere damit Glimmentladungen an, und nichts Hochemfpindliches.
Die CLC-Glättung soll V_ripple unter 1V bekommen.
Falk Brunner schrieb:> Und mit einem 20VA Trafo wirdst du kaum 600V/50mA schaffen.> Da sollte es eher ein 50-100VA Trafo sein.
Ja, das habe ich zu spät begriffen. Der Umtausch vom blauen C läuft,
danke nochmal für den Hinweis. Allerdings ist ja nun ohne die
Symmetrisierungs-Widerstände deutlich mehr Leistung von den 20VA frei.
Falk Brunner schrieb:> Kann der 600V?
In der application note ist ein Beispiel für 500V drin; die
Maximalspannung hängt aber nur von den verwendeten MOSFETS ab. Aber wenn
der mir nur Kompaktheit liefert (in diesem Falle sogar SMD) dann spare
ich ihn mir.
Es ist ja prinzipiell egal, wo ich die Strombegrenzung einbaue, und da
ich das netzteil standalone betreibe und nicht noch andere
Niederspannungsausgänge habe, kann ich das ja auch low side einbauen und
dann den Shunt-Spannungsabfall ganz normal an einen OPV verfüttern.
Gruß
Jens
@ Bastler (Gast)
>Ich habe keine Spannungsregelung, die stelle ich mechanisch über den>Variac ein. Kommt mir als einfache Einstellmöglichkeit ganz entgegen.>Ich steuere damit Glimmentladungen an, und nichts Hochemfpindliches.>Die CLC-Glättung soll V_ripple unter 1V bekommen.
Das widerspricht sich. Wozu dann so wenig Ripple?
>Maximalspannung hängt aber nur von den verwendeten MOSFETS ab. Aber wenn>der mir nur Kompaktheit liefert (in diesem Falle sogar SMD) dann spare>ich ihn mir.
Man muss nicht krampfhaft auf 600V den Strom messen wenn es auch im
Massezweig möglich ist.
Und ehe ich ein 10H Drosselmonster irgendwo einbaue denke ich dreimal
nach, wie es besser geht. Ich behaupte mal, mit 1h Suche im Netz findet
man einen deutlich besseren Schaltplan als dein siebeneckiges Rad.
Falk Brunner schrieb:> Das widerspricht sich. Wozu dann so wenig Ripple?
Weil ich für verschiedene Glimmlampen-Geometrien Paschen-Kurven
anfzeichnen möchte, und der Fehler auf die Spannung ist etwas, was ich
gerne drücken möchte. Ich möchte nur mit angehängter Last eine halbwegs
stabile Spannung einstellen können.
Falk Brunner schrieb:> Man muss nicht krampfhaft auf 600V den Strom messen wenn es auch im> Massezweig möglich ist.
Ja, sehe ich hier genauso. War mir nur vorher nicht ganz klar, ob noch
ein +5V-Ausgang her soll, und der sollte dann wohl bitte die gleiche
Masse haben wie der Hochspannungs-Ausgang. Spare ich mir jetzt aber,
weil ich auf meinem Arbeitstisch sowieso ein Niederspannungsnetzteil
stehen habe.
Falk Brunner schrieb:> Und ehe ich ein 10H Drosselmonster irgendwo einbaue denke ich dreimal> nach, wie es besser geht.
Ist ja dein gutes Recht - und besser als in meiner Schaltung geht es
sicherlich. Aber was genau ist denn schlecht an dieser Spulen-Lösung? In
Röhren-Netzteilen findet man ja oft solche Glättungsschaltungen.
Gruß
Jens
Durchs Wiki gefunden, in der FAQ sagt IRF über seine HEXFETs dass sie
nicht für den Lienarbetrieb gedacht sind. Wenn es aber welche noch so
gerade sein könnten, dann die für höhere Spannungen wegen des höheren
Rds(on). Vielleicht klappt es also doch, ich probiere es einfach mal
aus.
http://irf.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/214
Gruß
Jens