Hallo, ich wundere mich immer wieder, wenn ich beim herumgooglen lese, was an diversen Hochschulen/Unis passiert. Rechtradikale Einstellungen unter Studenten, Profs, Mitarb. scheint es ja überall zu geben. Sogar "Die Machtergreifung der NSdAP wurde seinerzeit gerade an Hochschulen sehr bejubelt." (http://www.studis-online.de/Studieren/rechtes.php) Warum ist Rechtsradikalität gerade für Akademiker so ansprechend? Auch hier im Forum prahlen einige REP oder NPD zu wählen - in der Regel aus Protest. Handelt es sich hauptsächlich um eine Protesthaltung? Oder könnte es auch mit dem diffusen Druck zusammenhängen, also eine psychologische Wirkung. Rechtsradikale Parteien stehen für kurze, schnell, klare Anweisungen und Durchsetzungsvermögen, für das Ausüben von hohem Selektionsdruck. Kann es sein, dass die Rechtsradikalen gerade die sind, die von der Gesellschaft, den Eltern und sich selbst unter Druck gesetzt gefühlt haben? Vielleicht ist es das Hochschulsystem. Es ist eigentlich ein Selektionssystem, in denen die Leistungsfähig sind und bestehen und in die wertlosen Schwächlinge die fliegen. Für viele steht dann nur die Entscheidung: Anpassen, unterordnen, Leistung bringen oder den eigenen Weg gehen, aufmucken und fliegen. Dazu kommt sicher noch der Neid auf die Individualisten, die es trotzdem geschafft haben. Wie erlebt ihr das? Gibt es bei euch Radikale? Was denkt ihr ist die Ursache?
Vielleicht hat man einfach die Schnauze voll immer tolerant zu sein und wenn man es nicht ist gleich als "radikal" zu gelten. http://www.youtube.com/watch?v=vCML-0NN-ro
Wenn ich mir die Typen bei deren Demos so ansehe - den hohen IQ verstecken die richtig gut ;-)
Einhart Pape schrieb: > Wenn ich mir die Typen bei deren Demos so ansehe - den hohen IQ > verstecken die richtig gut ;-) das habe ich auch grad gedacht
Das ist ja grad der Witz dabei. Wenn du dir als Akademiker mit mehr Ego als Substanz aussergewöhnlich intelligent vorkommen willst, dann musst du dich nur in solche Gesellschaft begeben. Sofort gehörst du zur Intelligenzia. Auf Demos schickst du dann die Fusstruppen, da mitzumachen gehört sich für die Elite nicht.
Es gibt schlaue Maurer und dumme Studenten. Wer schon mal studiert hat weiß auch, dass Dummheit allein noch kein Grund ist, ein Studium nicht durchzustehen. Es gibt immer noch Fächer wo auswendiglernen reicht. Die sind am Ende des erfolgreichen Studiums dann zwar immer noch dumm, aber Akademiker. Was mich jetzt direkt bewegt: Gibt es auch rechtsradikale Elektrotechniker-Ings?
Geht man davon aus, dass sich hier eine Mehrheit an Akademikern rumdrückt, so bestätigt sich zumindest der Eindruck, dass auch in diesen Kreisen Rechtsextremismus verbreitet ist. Da muss man sich hier nur mal die Beiträge zu USA und Israel durchlesen. Gewisse Waldvögel und andere lassen da sehr bedenkliche Ansichten im Bezug auf Israel und die USA raushängen. Würde die NPD vermutlich ähnlich sehen.
das ist mit links genauso: Marx, Lenin, Engels, Horkheimer, Adorno, Dr. A. Merkel ... alles sehr intelligente Menschen. Vermutlich haben dümmere wenig politisches Interesse.
Ich würde mal davon ausgehen, dass auch ein zünftiger Stammtisch ohne Akademiker nach dem einen oder anderen Bierchen Statements zusammenbringt, angesichts derer bei vielen von uns die braune Glocke schrill klingeln würde! Akademikern grundsätzlich einen Rechtsdrall zuzuschreiben halte ich nicht für gerechtfertigt - es ist Schubladendenken.