Forum: Offtopic Akademiker anfälliger gegen Rechtsextremismus?


von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Hallo,

ich wundere mich immer wieder, wenn ich beim herumgooglen lese, was an 
diversen Hochschulen/Unis passiert. Rechtradikale Einstellungen unter 
Studenten, Profs, Mitarb. scheint es ja überall zu geben. Sogar "Die 
Machtergreifung der NSdAP wurde seinerzeit gerade an Hochschulen sehr 
bejubelt." (http://www.studis-online.de/Studieren/rechtes.php)

Warum ist Rechtsradikalität gerade für Akademiker so ansprechend?

Auch hier im Forum prahlen einige REP oder NPD zu wählen - in der Regel 
aus Protest. Handelt es sich hauptsächlich um eine Protesthaltung?

Oder könnte es auch mit dem diffusen Druck zusammenhängen, also eine 
psychologische Wirkung. Rechtsradikale Parteien stehen für kurze, 
schnell, klare Anweisungen und Durchsetzungsvermögen, für das Ausüben 
von hohem Selektionsdruck. Kann es sein, dass die Rechtsradikalen gerade 
die sind, die von der Gesellschaft, den Eltern und sich selbst unter 
Druck gesetzt gefühlt haben? Vielleicht ist es das Hochschulsystem. Es 
ist eigentlich ein Selektionssystem, in denen die Leistungsfähig sind 
und bestehen und in die wertlosen Schwächlinge die fliegen. Für viele 
steht dann nur die Entscheidung: Anpassen, unterordnen, Leistung bringen 
oder den eigenen Weg gehen, aufmucken und fliegen. Dazu kommt sicher 
noch der Neid auf die Individualisten, die es trotzdem geschafft haben.

Wie erlebt ihr das? Gibt es bei euch Radikale?
Was denkt ihr ist die Ursache?

von Peter F. (toto)


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Vielleicht hat man einfach die Schnauze voll immer tolerant zu sein und 
wenn man es nicht ist gleich als "radikal" zu gelten.

http://www.youtube.com/watch?v=vCML-0NN-ro

von Einhart P. (einhart)


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Wenn ich mir die Typen bei deren Demos so ansehe - den hohen IQ 
verstecken die richtig gut ;-)

von Vlad T. (vlad_tepesch)


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Einhart Pape schrieb:
> Wenn ich mir die Typen bei deren Demos so ansehe - den hohen IQ
> verstecken die richtig gut ;-)

das habe ich auch grad gedacht

von (prx) A. K. (prx)


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Das ist ja grad der Witz dabei. Wenn du dir als Akademiker mit mehr Ego 
als Substanz aussergewöhnlich intelligent vorkommen willst, dann musst 
du dich nur in solche Gesellschaft begeben. Sofort gehörst du zur 
Intelligenzia. Auf Demos schickst du dann die Fusstruppen, da 
mitzumachen gehört sich für die Elite nicht.

von Willi W. (williwacker)


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Es gibt schlaue Maurer und dumme Studenten. Wer schon mal studiert hat 
weiß auch, dass Dummheit allein noch kein Grund ist, ein Studium nicht 
durchzustehen. Es gibt immer noch Fächer wo auswendiglernen reicht. Die 
sind am Ende des erfolgreichen Studiums dann zwar immer noch dumm, aber 
Akademiker.

Was mich jetzt direkt bewegt: Gibt es auch rechtsradikale 
Elektrotechniker-Ings?

von j. c. (jesuschristus)


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Geht man davon aus, dass sich hier eine Mehrheit an Akademikern 
rumdrückt, so bestätigt sich zumindest der Eindruck, dass auch in diesen 
Kreisen Rechtsextremismus verbreitet ist. Da muss man sich hier nur mal 
die Beiträge zu USA und Israel durchlesen. Gewisse Waldvögel und andere 
lassen da sehr bedenkliche Ansichten im Bezug auf Israel und die USA 
raushängen. Würde die NPD vermutlich ähnlich sehen.

von Jürgen W. (lovos)


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das ist mit links genauso: Marx, Lenin, Engels, Horkheimer, Adorno, Dr. 
A. Merkel ... alles sehr intelligente Menschen.
Vermutlich haben dümmere wenig politisches Interesse.

von Michael K. (charles_b)


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Ich würde mal davon ausgehen, dass auch ein zünftiger Stammtisch ohne 
Akademiker nach dem einen oder anderen Bierchen Statements 
zusammenbringt, angesichts derer bei vielen von uns die braune Glocke 
schrill klingeln würde!

Akademikern grundsätzlich einen Rechtsdrall zuzuschreiben halte ich 
nicht für gerechtfertigt - es ist Schubladendenken.

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