Hallo, wie nennt man es wenn eine Solaranlage nicht genug Energie liefert um z.B. den Hausverbrauch abzudecken, aber die erzeugte Energie trotzdem in den Hausverbrauch mit einfliessen soll ? Geht das überhaupt technisch gesehen ? Momentan kenne ich nur Inselbetrieb, bei dem die Solaranlage die Versorgung komplett übernimmt und Einspeissung ins Versorgungsnetz.
> Solaranlage nicht genug Energie liefert um >z.B. den Hausverbrauch abzudecken, kaum eine, kann das haarföhn, staubsauger, herd und PC brauchen in summe 7kW das was du "suchst" ist der Normalfall
Ich dachte es macht gar kein Sinn die selbst erzeugte Energie auch selbst zu verbrauchen, da man bei Einspeisung ins Stromnetz mehr dafür bekommt, als wie man für Strom, den man aus dem Netz zieht bezahlt.
Vlad Tepesch schrieb: > Ich dachte es macht gar kein Sinn die selbst erzeugte Energie auch > selbst zu verbrauchen, da man bei Einspeisung ins Stromnetz mehr dafür > bekommt, als wie man für Strom, den man aus dem Netz zieht bezahlt. Je nach Region und Stromanbieter, ist jetzt schon ein Gleichgewicht erreicht, also du bekommst für die eingespeiste Kilowattstunde genauso viel wie du als Verbraucher an das EVU bezahlst.
wenn du den strom selbst verbrauchst wird er dennoch gezählt und bezahlt. Falls deine Anlage also mehr produziert als du nutzt hast am Ende ein Plus.
Wie wird der Solarstrom denn technisch in den Hausverbrauch eingespeist ? Können das normale käuflich erwerbliche Anlagen ? Es soll ja sicher gestellt sein dass erst mal die Solarenergie verbraucht wird bevor etwas aus dem Netz gezogen wird.
der Solarregler wird über eine eigene Einspeiseleitung inclusive Zählung wie ein Generator mit dem Netz vebunden, unabhängig von Deinem Privaten Entnahmeanschluß, Die Abrechnung erfolgt dann durch vorzeichenbehaftete Addition beider Zählerstände oder Konten, je nach Modell ;-)
Winfried J. schrieb: > der Solarregler wird über eine eigene Einspeiseleitung inclusive Zählung > wie ein Generator mit dem Netz vebunden, unabhängig von Deinem Privaten > Entnahmeanschluß, So pauschal gesagt natürlich Unsinn. Hängt schlichtweg vom EVU bzw. von gesetzlichen Vorgaben.
vn nn schrieb: > So pauschal gesagt natürlich Unsinn Bitte um Aufklärung falls du ein aktuelles Gegenbeispiel benennen kannst bei dem nach dem Verbrauchszähler eingespeist wird. Ich weis auch das mal von Zählern die Rede war welche rückspeisfähig und rückwärtszählend sein sollten. Gesehen habe ich es noch nicht. Netzeinspeisungen können zwar hinter dem HA liegen aber hinter dem Abnahmezähler, das ist mir noch nicht begegnet und auch keine Energieversorger bekannt wo das gemacht wurde. Selbst innerhalb der EVUs ist es üblich Abnahme und Einspeisung getrennt zu zählen, zumindest war das bei uns im Kraftwerk so. Namaste
Mir gehts nicht um irgendwelche Abrechnungen oder Vorschriften. Ist es moeglich das "bisschen" Solarstrom in den Hausverbrauch zu integrieren mit bestehenden Anlagen ? Ich nehme an dazu wird die Spannung auf Netzspannung hochtransformiert und mit vorauseilender Phase mit der vorliegenden Netzfrequenz synchronisiert. Also eigentlich einen bestehenden Netzeinspeiser nach dem Hauptzaehler betreiben, oder ?
Technisch ist das wohl möglich, nicht aber zulässig, zumindest soweit es mir bekannt ist. Namaste
jede Eigenverbrauchsanlage speist hinter dem Bezugszaehler ins Hausnetz ein, denn anders ist der Eigenverbrauch nicht zu ermitteln. Eigenverbrauch ist immerhin nur das, was im Moment der Erzeugung verbraucht wird. Das Netz kann nicht als Speicher missbraucht werden, was man aber tun wuerde wenn man voll ins Netz einspeist und den Bezug davon abzieht. Die entsprechenden Anschlussschemata kann man den TAB entnehmen. Bisheriger Bezugszaehler wird entweder durch einen 2-Richtung-Zaehler ersetzt, oder durch einen ruecklaufgesperrter ersetzt der mit einem gegenlaeufig in Reihe geschalteten ergaenzt wird. Zusaetzlich wird die Erzeugung der Anlage vor der Einspeisung ins Hausnetz mit einem ruecklaufgesperrten Zaehler gemessen. Wie schon geschrieben wurde... was hier gewuenscht wird ist eine stinknormale PV mit Eigenverbrauch, die einfach nur mickrig dimensioniert ist. Wie sie dimensioniert ist spielt aber keine Rolle, sie ist beim Netzbetreiber anzumelden. Wer keine Foerderung will kann auf den Erzeugungs- und 2-Richtungs-Zaehler verzichten, der Bezugszaehler wird aber dann durch einen ruecklaufgesperrten ersetzt, sofern noch keiner verbaut ist. Technisch kann man wohl die Phase vor der Netzphase voreilen lassen, oder es versuchen... dann verbraet man die Energie halt im Wechselrichter, ergibt eine schoene Heizung. Strom gespart hat man allerdings keinen. Wenn man es richtig macht haelt man sich zu 100% an den Netzsinus und erhoeht lediglich die Spannung.
Winfried J. schrieb: > vn nn schrieb: >> So pauschal gesagt natürlich Unsinn > > Bitte um Aufklärung falls du ein aktuelles Gegenbeispiel benennen kannst > bei dem nach dem Verbrauchszähler eingespeist wird. Ich weis auch das > mal von Zählern die Rede war welche rückspeisfähig und rückwärtszählend > sein sollten. In Österreich afaik allgemein üblich. Meine Eltern haben 5kW auf dem Dach (sollen noch auf 15kw ausgebaut werden) + rückspeisefähigen Zähler im Schrank. Wobei es finanziell angeblich besser sein soll, wenn sie den Strom selbst verbrauchen, was bei 5kW zumindest teilweise recht gut funktioniert (Landwirtschaft). Ich kann mit auch nicht vorstellen, dass es in Deutschland anders sein soll, dass dort nie hinter dem Bezugszähler eingespeist wird. Lediglich ab bestimmten Leistungsklassen mag es für die Abrechnung sinnvoll sein, wenn die Photovoltaikanlage getrennt vom Rest ist. Juergen P. schrieb: > Ich nehme an dazu wird die Spannung auf Netzspannung hochtransformiert > und mit vorauseilender Phase mit der vorliegenden Netzfrequenz > synchronisiert. Synchronisiert ja, voreilend nein. Juergen P. schrieb: > Ist es > moeglich das "bisschen" Solarstrom in den Hausverbrauch zu integrieren > mit bestehenden Anlagen ? Es macht technisch keinerlei Unterschied.
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