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Forum: HF, Funk und Felder Zahlensender und andere Kurzwellenkuriositäten


Autor: GB (Gast)
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Tag zusammen,

mich würde interessieren, was Ihr mit euren gekauften oder 
selbstgebauten Kurzwellenempfängern schon für kuriose Sachen empfangen 
habt.

Ich erinnere mich, dass es früher einen Sender auf KW gab, bei dem eine 
(künstliche?) Frauenstimme dauernd anscheinend zusammenhanglose Zahlen 
gesprochen hat. Mir ist vor allem in Erinnerung, dass statt 'fünf' immer 
'fünnef' gesagt wurde.

Solche Sender gibt es anscheinend heute noch
http://de.wikipedia.org/wiki/Zahlensender


Die technische Seite dazu interessiert mich natürlich auch. Waren für 
den Empfang besondere Umbauten oder Antennen notwendig usw.?


Gibt es kuriose Ausstrahlungen im weitesten Sinn, die man auch heute 
noch regelmäßig empfangen kann?

Autor: !!! (Gast)
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GB schrieb:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Zahlensender
Ist ja irre, was es nicht alles gibt. Klingt wie aus einem 
James-Bond-Film.

Autor: GB (Gast)
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!!! schrieb:
> Klingt wie aus einem
> James-Bond-Film.

Ja, wirklich! Anscheinend ist das die unauffälligste Möglichkeit, 
Mitteilungen an Agenten im Ausland zu übermitteln. Auch, wenn 
prinzipiell jeder mithören kann.
Der Hörer oder besser Empfänger läßt sich nicht (wie beim Handy oder 
Internet) zurückverfolgen.


Hier ist übrigens die Stimme, von der ich oben erzählt habe, grade auf 
youtube gefunden

Youtube-Video "Number Stations Revealed - Final:  Swapping datacards and the interior"



Auf 4625kHz kann man abends den Buzzer hören, er klingt so, wie er 
heißt.
Es ist anscheinend der russische Spionagesender UVB-76, der hin und 
wieder auch gesprochene Zahlennachrichten übermittelt.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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GB schrieb:
> Waren für
> den Empfang besondere Umbauten oder Antennen notwendig usw.?

Der Sinn ist es ja gerade, möglichst unauffällig empfangen zu können.
Ein unverdächtiger handelsüblicher Weltempfänger soll dafür genügen.

Autor: GB (Gast)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Der Sinn ist es ja gerade, möglichst unauffällig empfangen zu können.

Bei Zahlensendern ja!
;)


Aber es gab/gibt ja auch noch

-Piratensender

-Zeitzeichen

-frequenz-"verpeilte" Rundfunksender

-Meteoriten, die die Atmosphäre passieren

-Nordlichter

-andere Funkdienste

-extreme Überreichweiten

-Propagandasender

...

Autor: Krapao (Gast)
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Dieser Podcast interessiert dich dann vielleicht:

Hoaxilla #83 – ‘Zahlensender’
(Podcast 31 Min — 28.5M)
http://www.hoaxilla.com/hoaxilla-83-zahlensender/

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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'Zahlen-Else' war m.W. ein Sender für Nachrichten an Agenten und eine 
Legende unter den Funkamateuren, weil sie mit brüllender Leistung und in 
AM gesendet hat. Die Fünfergruppen, mit denen sie den Äther füllte, 
waren extra mit 'fünnef' und 'neuen' (9) gesprochen, um Verwechslungen 
zu vermeiden. Wir haben uns damals nicht wirklich bemüht, hinter ihren 
Code zu kommen, mir hat sie fast leid getan.

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Auf 4625 Khz hört man durchgehend "the buzzer".
Es ist ein russischer Sender mit unbekanntem Zweck.
Auf der Frequenz hört man ständig einen Intervall-Summton ( Buzzer ) im 
AM.

Ehemals als "UVB-76" bekannt, aber mittlerweile mit einem anderen 
Rufzeichen.
In sehr seltenen Fällen konnten mal Sprachaussendungen gehört werden, 
die Inhaltlich aber codiert waren.

Wikipedia: UVB 76

Der Sender eignet sich als Testbake für Empfängertests und 
Ausbreitungsbedingungen.

Andere Zahlensender haben einen komplizierten Sendezeitplan, oder 
scheinbar keinen Zeitplan.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Matthias schrob:
>Die Fünfergruppen, mit denen sie den Äther füllte,
>waren extra mit 'fünnef' und 'neuen' (9) gesprochen, um Verwechslungen
>zu vermeiden.

Bei der "Fahne" war ich auf einer Funkmeßstation.

Ich habe Jahre gebraucht, um diese Aussprache wieder los zu werden.
Die "Null" wurde bei uns als "Nulli" gesprochen, um sie von der 9 zu
unterscheiden. Wir haben dann noch diverse Ausschmückungen erdacht.
So wurde eine Flughöhe von 4000 Metern zu "Schnulli-Pfirsich"

MfG Paul

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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GB schrieb:

> Aber es gab/gibt ja auch noch
>
> -Piratensender

War letztlich nur die Urform des Dudelfunks, wie wir sie heute mit
den kommerziellen überall bis zum Erbrechen haben.  Also die "großen"
Piratensender, meine ich, denn für deren Betrieb allein dürfte es
heftiger finanzieller Aufwände bedurft haben.  Einen zig Kilowatt
fetten Sender auf einem Schiff betreibt man nicht aus der Portokasse.

Da diese Art Dudelfunk nun heute (zumindest in Mittel- und Westeuropa)
legalisiert ist, gibt's keine Basis mehr für derartige Piraten.

> -Zeitzeichen

Gibt's immer noch.  Der größte Teil ist Längstwelle, aber WWV und
WWVH senden beispielsweise nach wie vor auf Grenz- und Kurzwelle.
DIZ / Y3S auf 4525 kHz wurde irgendwann in den 1990er abgeschaltet.

> -frequenz-"verpeilte" Rundfunksender

Was meinst du damit?

> -Meteoriten, die die Atmosphäre passieren

Erzeugen kein eigeneständiges Signal, sondern hinterlassen einen
ionisierten Kanal in der Atmosphäre.  An diesem können EM-Wellen
reflektiert werden.  Hat natürlich nur dann praktischen Nährwert, wenn
es mehr als einen Meteoriten gibt (also während der so genannten
Meteoritenströme), denn die Lebensdauer eines solchen Kanals ist recht
kurz.  Lässt sich zur Reflektion von VHF-Signalen benutzen, allerdings
ist das eher ein sportliches Unterfangen, selbst während eines
Meteoritenstroms.

> -Nordlichter

Genauer: Polarlichter ;-)  Gibt's ja auch im Süden.  Wie zuvor,
Möglichkeit der Reflektion von VHF-Signalen; auf Kurzwelle eher
störend.

> -extreme Überreichweiten

Was sollte das auf Kurzwelle sein?  Kurzwelle lebt von der
Raumwellenausbreitung, also praktisch immer von einer
"Überreichweite".  Verbindungen über den Atlantik kann man nahezu
täglich haben, die Wahrscheinlichkeit eines Ausbreitungswegs zu den
Antipoden ist nicht ganz so häufig.

Matthias Sch. schrieb:
> Wir haben uns damals nicht wirklich bemüht, hinter ihren
> Code zu kommen,

Das taten andere.  Die wurden aber dafür bezahlt.

Wenn der Code ordentlich konzipiert ist, kann man ihn als sicher
annehmen, d. h. ohne weitere Hinweise auf Schlüssel, Inhalte oder
potenzielle Empfänger ist es praktisch selbst den Schlapphüten
nicht möglich, da eine Information zu entnehmen.

> mir hat sie fast leid getan.

Die "Dame" dürfte bereits recht frühzeitig automatisiert gequasselt
haben, mit Tonbandschleifen oder dergleichen.  Denk mal an die
Uhrzeitansage im Telefonnetz, da saß auch keine Dame im 24-Stunden-
Dienst dran. ;-)

Autor: Matthias (Gast)
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Die "Dame" kann man hier sehen:

Youtube-Video "Number Stations Revealed - Part 1 of 6: The Spanish Voice Behind The "Atencion" Numbers Station"


Hab so ein Teil in meiner Sammlung.
Alles auf Basis U880 ( Z80 ) :-)

Autor: Dr G. Reed (Gast)
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Der Zahlencode dürfte eine One Time Pad Verschlüsselung sein, also 
komplett unknackbar!

Autor: Matthias (Gast)
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Über die Verschlüsselungmethoden wurde schon viel geschrieben. Dr. Sorge 
hat es damals in Japan mit statistischen Jahrbüchern und anderen 
Tabellenwerken gemacht. Interessenten kann ich das Buch "Dr.Sorge 
Report" empfehlen. Es gibt auch im Internet ein Interviewmittschnitt 
einer Kundschafterin die im Operationsgebiet tätig war. Sie hat erzählt, 
wie sie ihre Aufträge damals empfangen und dechiffriert hat.

Die Sender des MfS standen u.a. in Zeesen bei Königs Wusterhausen. 
Wurden über Modulations/Tastleitungen von Gosen bei Berlin fernbedient. 
Dort befand sich ein Teil der HV A (Hauptverwaltung Aufklärung).
Viele Aussendungen sollen Blindmeldungen gewesen sein um die Gegenseite 
zu beschäftigen.

Ich fand es als Kind immer total spannend der "Lottotante" zuzuhören. 
Nun habe ich die Tante sogar in meiner Sammlung. :-))

An eine gehörte kuriose Aussendung kann ich mich erinnern:
Frequenz war 3800kHz oder etwas drüber im Oberen Seitenband. Dort hörte 
man eine Station mit der Kennung "Deutscher Sportverlag". Durchgegeben 
wurden irgendwelche Rennergebnisse von Pferderennen oder ähnliches. Das 
war so um 1983 rum.

Autor: egal (Gast)
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Zahlensender gibt es immer noch viele. Ich höre sie zufällig, ich suche 
nicht gezielt danach. Andere Leute suchen sehr intensiv danach und 
können die Sender sogar teilweise identifizieren. Zumindest weiß man 
meistens aus welchem Land sie senden.

Dieser hier sendet allerdings nicht mehr:
http://maps.google.de/maps?q=Frankfurt&hl=de&ll=50...

Autor: Matthias (Gast)
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Angehängte Dateien:

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Hier mal die CPU Platine der Lottotante. Die Platine ist im 
Originalzustand! Die Anzahl der gebauten Geräte muß recht klein gewesen 
sein.

Autor: Marko (Gast)
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Könnte der Buzzer vielleicht ein System dieser Art sein?

http://en.wikipedia.org/wiki/SIGSALY

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

Matthias Sch. schrieb:
> Die Fünfergruppen, mit denen sie den Äther füllte,
> waren extra mit 'fünnef' und 'neuen' (9) gesprochen, um Verwechslungen
> zu vermeiden.

Diese Aussprache ist sogar genormt!
Und die fünf sowie die neun sind bei weitem nicht die einzigen ZAhlen 
die angpasst sind. Im Zahlenbereich bis 9 fällt mir pauschal auch noch 
die Zwei = ZWO ein.

Die "Zahlentafel" in der dies alles Festgehalten ist, die ist eine 
erweiterung der Buchstabiertafel.
Verwendet und gelehrt wird dies noch bei der Sprechfunkausbildung nach 
DV810 bei der Feuerwehr und im Katastrophenschutz sowie nach der PDV810 
(quasie Inhaltsgleich) bei der Polizei. (Das Militär, auch die BW, 
verwendet das NATO Alphabet)

Eine halbwegs aktuelle Quelle zum Download:
http://www.feuerwehr-gerderath.de/dateien/PDV-DV810.pdf
Die ZAhlentafel findet sich in der Anlage 17 auf Seite 67, die 
Buchstabiertafel ist auf der Seite 56 in der Analage 15 enthalten.

Wobei ich aber zugeben muss das wir die ZAhlentafel genauso wie die 
Buchstabiertafel in der Ausbildung ordnungsgemäß geleht haben, aber im 
Dienst zwar die Buchstabiertafel recht Sorgfältig eingehalten haben, die 
Zahlentafel aber fast nie. Und auch bei anderen Organisation hört man 
die "Zahlen" immer seltener. Liegt aber sicher auch daran das die 
Funkverbindungen immer besser wurden.
Heute haben wir auf dem 4m Analogfunk weitesgehend eine Flächendeckend 
gute Versorgung durch dichten Netzaufbau, Relaisstellen und häufiger 
Gleichwellentechnik. (Wenn man von einigen Kaputtgesparten Regionen 
absieht wo immer noch das alte FuG7b auf dem Hügel einen ganzen Kreis 
versorgen soll) in guter Telefonqualität. Mit TETRA, wenn es denn einmal 
wirklich läuft, soll es dann HAndyqualität haben,
Da treten zumindest bei den Zahlen Verwechslungen nicht mehr so schnell 
auf.

Als die Urversion der DV810 veröffentlicht wurde hatte man auf 4m noch 
eine sehr dünne abdeckung mit sehr schlechter Qualität in den 
Randbereichen und es war teilweise sogar noch Grenz- und Kurzwellenfunk 
in der Nutzung. SEHR lang ist es her...
WEnn da aber dann ein starkes Rauschen und Knacken im Empfänger ist, 
dann sind auch die ZAhlen mal schnell verwechselt. (Und das Rauschen und 
Knacken kann ja auch beim kleinen WEltempfänger im Keller schnell 
kommen, selbst bei noch so starken Zahlensendern)

Gruß
Carsten

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Matthias schrieb:
> Die Platine ist im
> Originalzustand!

Sieht aus wie mein CP/M-Computer. ;-)

Autor: Franzl F. (Firma: Elektroniker) (franzl-f)
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Matthias schrieb:
> Hier mal die CPU Platine der Lottotante. Die Platine ist im
> Originalzustand!

Das richt ja schon nach einem neuen Rekord, DREI ICs übereinander. :)
Mal ne Frage nebenbei. Wie kommen da Japanische ICs auf die Russische 
Karte?


Störsender wie Schaltnetzteile sind auch nicht selten.

James Bond:
Youtube-Video "US-Spionage in Deutschland (Phönix2003) 2v3"

Autor: Micha (Gast)
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Ein schoener Thread!
Ich habe in meiner Kinder/Jugendzeit oft diese Sender gehört, war sehr 
geheimnisvoll, klang fürchterlich nach Spionage und Agenten. In meiner 
Naivität habe ich auch mal ein paar A4-Seiten vollgeschrieben, um das zu 
entschlüsseln (ohne Worte).
Das war aber definitiv vor der Zeit der Computertechnik. Das muessen die 
damals dann anders gemacht haben, vielleicht vom Band (wie die 
Telefon-Zeitansage damals). Die Stimme war eindeutig die selbe wie im 
YouTube-Link.
Das der Sender aus dem Osten kam, wusste ich nicht. War ja dann auch 
kein Wunder, dass der Empfang so gut war: In Osterberlin gewohnt, 
Ost-Radio benutzt und Ostsender empfangen.

@Matthias:
Ich hoffe, Du hast die EPROM-Inhalte schon ausgelesen. Wäre schade, wenn 
das schoene Teil sein Gedächtnis umwiederruflich verliert.

Gruss Micha

Autor: MfS - Erich Mielke (Gast)
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Wer Infos über Zahlensender sucht wird hier fündig:

http://www.simonmason.karoo.net/page30.html

Hier gibt es jede Menge MP3-Dateien zum anhören und herunterladen:

http://archive.org/details/ird059

Autor: Lukas K. (carrotindustries)
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Micha schrieb:
> Das muessen die
> damals dann anders gemacht haben,
Ich tippe mal auf 10 Endlosbänder (für jede Ziffer eines). Zum vorlesen 
einer Zahl wurde dann auf das entsprechende Band geschaltet. Wer eine 
bessere Idee?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Franzl F. schrieb:
> Mal ne Frage nebenbei. Wie kommen da Japanische ICs auf die Russische
> Karte?

Wieso russisch?  Einfach deutsch.  Du hast noch nie eine Karte von
robotron gesehen, oder?  Ein paar RAMs wurden halt aus Japan dazu
gekauft, wahrscheinlich hatte Erfurt gerade Lieferengpässe mit den
U6516.  Ein einziger IC ist sowjetischer Bauart (74LSxx), das meiste
da drauf ist aus der DDR (Frankfurt/Oder und Erfurt).

Autor: Matthias (Gast)
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Die ganz Verrückten unter euch sollten das mal lesen:

http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Publikationen/Pu...


Ein Wahnsinn welcher Aufwand zum Thema Funk getrieben wurde.
Alleine der Personalaufwand, von den Kosten ganz zu schweigen.

Aber cool waren sie auch: Kfz-Halter in Flensburg abfragen durch hacken 
von Datennetzen...., damals im Kalten Krieg.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Ich persönlich fand den 'Specht' eigentlich am schlimmsten - ein 
Überhorizont Radar, mit dem die Sowjets in den 80er Jahren ganze 
Kurzwellenbänder breitbandig dichtmachten. Das Signal waren 
steilflankige Pulse und dementsprechend QRM behaftet.
Ich krieg die genauen Frequenzen nicht mehr zusammen, aber sie müssen 
mit unglaublichen Sendeleistungen gearbeitet habe, vermutlich im 
Megawatt Bereich. Das Splattern hat die AGC in den meisten Empfängern 
dermassen dichtgemacht, das die Nutzsignale nicht mehr zu erkennen 
waren.
Sie haben dann irgendwann mitgekriegt, das das System gar nicht 
funktioniert und haben die Sendungen eingestellt.

Jörg Wunsch schrieb:
>> mir hat sie fast leid getan.
>
> Die "Dame" dürfte bereits recht frühzeitig automatisiert gequasselt
> haben, mit Tonbandschleifen oder dergleichen.  Denk mal an die
> Uhrzeitansage im Telefonnetz, da saß auch keine Dame im 24-Stunden-
> Dienst dran. ;-)

Haha, du glaubst doch nicht, das sie mir wirklich leid getan hat. Nene, 
war mir schon klar, das Zahlen-Else ein Automat war. Aber ein Besen war 
sie doch, mit ihrer beinharten Stimme :-)

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Matthias schrieb:
> Die ganz Verrückten unter euch sollten das mal lesen:

Wird wohl irgendwann langweilig. ;-)  Gibt natürlich zumindest einen
Einblick in das, was Geheimdienste allerorts nach wie vor auch heute
noch so treiben.

Autor: Regenwurmdresseur (Gast)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Gibt natürlich zumindest einen
> Einblick in das, was Geheimdienste allerorts nach wie vor auch heute
> noch so treiben.
Wobei ich mich ernsthaft frage ob ich das überhaupt wissen will... Sich 
um die Uhrzeit noch aufregen ist ungesund.

Autor: Franzl F. (Firma: Elektroniker) (franzl-f)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Franzl F. schrieb:
>> Mal ne Frage nebenbei. Wie kommen da Japanische ICs auf die Russische
>> Karte?
>
> Wieso russisch?  Einfach deutsch.  Du hast noch nie eine Karte von
> robotron gesehen, oder?  Ein paar RAMs wurden halt aus Japan dazu
> gekauft, wahrscheinlich hatte Erfurt gerade Lieferengpässe mit den
> U6516.  Ein einziger IC ist sowjetischer Bauart (74LSxx), das meiste
> da drauf ist aus der DDR (Frankfurt/Oder und Erfurt).

Ich dachte immer in der DDR/Sowjetunion wären Westgegenstände verboten 
gewesen?

Autor: Michael_ (Gast)
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Ja, vom Westen aus ----> Embargo.
Schalck hat es trotzdem geschafft :-)

Autor: Micha (Gast)
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Um mal wieder auf das Thema "seltsame Sender" zurückzukommen:

Ich kann mich da auch an einen Sender erinnern, der hat immer irgendein 
Vogelgezwitscher gesendet. Ist der euch auch mal begegnet?
Gruss Micha

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Franzl schrob:
>Ich dachte immer in der DDR/Sowjetunion wären Westgegenstände verboten
>gewesen?

Zeitweise war dort sogar das Verbieten verboten.

;-)
MfG Paul

Autor: ingo (Gast)
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Micha schrieb:
> Ich kann mich da auch an einen Sender erinnern, der hat immer irgendein
> Vogelgezwitscher gesendet. Ist der euch auch mal begegnet?
> Gruss Micha

Du meinst aber nicht zufälligerweise RTTY?
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/3/3b/Wiki...
mfG ingo

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Micha schrob:
>Ich kann mich da auch an einen Sender erinnern, der hat immer irgendein
>Vogelgezwitscher gesendet.

Ja, das war der Verband der Hobby-Ornithologinnen.
Die waren immer gut zu Vögeln...

MfG Paul

Autor: Michael_ (Gast)
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Vogelgezwitscher, ist mir auch in Erinnerung.
Und dann konnte man Sonntags früh auch den Seefunk (West) hören. Wo sich 
die Matrosen mit ihren Angehörigen unterhalten haben. Mit Audion RE 074d 
und 4x Flachbatterien für die Anode.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Paul Baumann schrieb:
> Franzl schrob:
>>Ich dachte immer in der DDR/Sowjetunion wären Westgegenstände verboten
>>gewesen?
>
> Zeitweise war dort sogar das Verbieten verboten.
>

Ist doch eh alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Wozu 
also Schilder?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Franzl F. schrieb:
> Ich dachte immer in der DDR/Sowjetunion wären Westgegenstände verboten
> gewesen?

Klar, und die vielen Westpäckchen sind alle an der Grenze in eine
große Mülltonne geworfen worden. :-)

Michael_ schrieb:
> Ja, vom Westen aus ----> Embargo.

Alles, was im Ostblock selbst hergestellt worden ist, verschwand
schlagartig von der Embargoliste.  Wenn man es schon nicht verhindern
kann, dann will man wenigstens geschäftlich absahnen.

Daher war es bei vielen Halbleitern gar nicht das primäre Thema, diese
wirtschaftlich herstellen zu können, sondern sie überhaupt
herstellen zu können.  Ab dem Moment konnte man dann auf dem Weltmarkt
zukaufen.  (Wirtschaftlichkeit spielte natürlich eine Rolle, wenn es
um massenhafte Versorgung anstelle prototypischer ging, denn dann
wollte man möglichst keine teuren Devisen mehr dafür aufwänden.)

Daher schrieb ich ja oben: vermutlich gab es gerade Lieferengpässe
beim U6516 (der sich vermutlich 1983 noch in seiner Prototypenphase
befand und noch nicht in voller Produktion in Erfurt).  Da wurden
dann eben schnell mal welche importiert.

Micha schrieb:
> Ich kann mich da auch an einen Sender erinnern, der hat immer irgendein
> Vogelgezwitscher gesendet.

Es gibt ja auch allerlei analoge Sprachverschleierungsmöglichkeiten,
könnte gut auch sowas gewesen sein.

Autor: Michael_ (Gast)
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Ich glaube das waren Pakete von 2 sec., danach eine Pause usw.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Michael_ schrieb:
> Ich glaube das waren Pakete von 2 sec., danach eine Pause usw.

Dann wohl doch irgendein Funkfernschreiben, oder vielleicht ein
Wetterfax.

Autor: Micha (Gast)
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ingo schrieb:
> Du meinst aber nicht zufälligerweise RTTY?

Ähäm..., die Frage meintest Du nicht ernst oder? Da war immerhin keine 
Smiley hinter.

Nein, wirkliches Gezwitscher eines Vogels in Endlosschleife. Entweder 
war das das Pausenzeichen irgeneines Senders oder??

Gruss Micha

Autor: ingo (Gast)
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Micha schrieb:
> Ähäm..., die Frage meintest Du nicht ernst oder? Da war immerhin keine
> Smiley hinter.

Naja, gibt ja ne Menge verschiedene Vögel, hab auch schon welche im Wald 
gehört (nicht gesehen), die klangen wie FSK mit ungefähr 100-200 Baud, 
daher war das schon ernst gemeint, aber nix für ungut.
mfG ingo

Autor: Wolfgang Horn (Gast)
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Hi, Michael,

> Ich glaube das waren Pakete von 2 sec., danach eine Pause usw.

Könnte "Pikkolo" gewesen sein oder eine Variante dieser 
Datenfunksignale: FSK mit einer hohen Anzahl an Frequenzen.

Für Agentenfunk kommt aber nur in Frage, was nicht als Beweis gegen den 
Agenten verwendet werden kann. Also möglichst keine verdächtigen Geräte, 
sondern Allerwelts-Empfänger und entsprechend 
Allerwelts-Modulationsverfahren wie eben AM und Zahlenschlüssel.

Ciao
Wolfgang Horn

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Hier gibt es lektüre für monate
auch sind noch währen der Auflösung des MFS(1990)herausgegeben DVs  zu 
finden aber auch für teechniker ist allerlei interessante dinge zu 
finden

http://scz.bplaced.net/

http://scz.bplaced.net/mfs_zco.html#dfue

Autor: Jupp (Gast)
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>Wo sich die Matrosen mit ihren Angehörigen unterhalten haben.

Kann ich mich auch daran erinnern...Norddeich Radio (glaub auf 8722kHz) 
an Weihnachten und Sylvester...war sehr oft sehr rührend.

Autor: Wern (Gast)
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Jupp schrieb:
> Kann ich mich auch daran erinnern...Norddeich Radio (glaub auf 8722kHz)
> an Weihnachten und Sylvester...war sehr oft sehr rührend.

Über Norddeich Radio gibt es auch eine Menge Videos bei u-tube.

Kann man denn noch Seefunk auf KW empfangen?

Gibt es auch (noch) andere interessante Funkdienste auf KW?

Autor: Michael_ (Gast)
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Es ist so 15 Jahre her, da hab ich mir einen Weltempfänger gekauft und 
damit auf der KW rumgestochert.
Dazu noch dieses Buch:
http://www.piratensenderbuch.de/
Es war sehr interessant, und ich habe ab und an so einen Piratensender 
erwischt.
Meist aus Holland und mit schrecklich billiger Musik.
Man muß schon ein kaputter Typ sein, wenn man das Auto mit einer Kiste 
Sendetechnik belädt, irgendwo auf ein Feld fährt und dort seine Sendung 
für ein paar Stunden abdrückt.
Auch an das Schiff kann ich mich noch erinnern. Auch für Westler war das 
damals geile Musik.

Autor: Martin (Gast)
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Jörg Wunsch schrieb:
> War letztlich nur die Urform des Dudelfunks, wie wir sie heute mit
> den kommerziellen überall bis zum Erbrechen haben.

Wer Radio Veronica z.B. als Dudelfunk bezeichnet hat keine Ahnung.Oder 
damals schon Grufti. Das war damals die einzige Möglichkeit gute Musik 
zu hören.
Martin

Autor: Michael_ (Gast)
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Wie hat das eigentlich geendet? Hatte man die nicht von der Versorgung 
abgeschnitten (ausgehungert)?
Das waren Vorläufer von Greenpeace und Attac.

Autor: Gästchen (Gast)
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GB schrieb:
> Tag zusammen,
> mich würde interessieren, was Ihr mit euren gekauften oder
> selbstgebauten Kurzwellenempfängern schon für kuriose Sachen empfangen
> habt.

Habe mal vor Wochen durch Zufall einen Zahlensender (waren das ca. 
6MHz?) erwischt. Es wurden Zahlensequenzen auf Englisch (je 4 Zahlen, 
männliche Stimme) durchgegeben. Die letzten zwei Sequenzen waren 0000, 
0000. Dann war er wieder weg. Leider kam er unerwartet dass ich es nicht 
geschafft habe ihn mit SDR aufzunehmen.

GB schrieb:
> Die technische Seite dazu interessiert mich natürlich auch. Waren für
> den Empfang besondere Umbauten oder Antennen notwendig usw.?

Nö, ganz und gar nicht. Das ist ja gerade der Sinn dieser Sender dass 
man sie unauffällig mit einem normalen Weltempfänger in jeder Ecke der 
Welt empfangen kann. Meist sitzen Militärs oder Geheimdienste dahinter.

Mit freundlichem Gruß.

Autor: Oliver Stellebaum (phetty)
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Matthias S. schrieb:
> Wir haben uns damals nicht wirklich bemüht, hinter ihren
> Code zu kommen, mir hat sie fast leid getan.

Musst dir keine Sorgen um Else machen, die war ein Automat:
Youtube-Video "Stimme, Sprachgenerator für Zahlensender"

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Oliver S. schrieb:
> Musst dir keine Sorgen um Else machen, die war ein Automat:
> Youtube-Video "Stimme, Sprachgenerator für Zahlensender"

Öh, ja - das wussten wir aber schon recht lange:

Matthias S. schrieb:
> Haha, du glaubst doch nicht, das sie mir wirklich leid getan hat. Nene,
> war mir schon klar, das Zahlen-Else ein Automat war. Aber ein Besen war
> sie doch, mit ihrer beinharten Stimme :-)

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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GB schrieb:
> mich würde interessieren, was Ihr mit euren gekauften oder
> selbstgebauten Kurzwellenempfängern schon für kuriose Sachen empfangen
> habt.

Die Wasserstandsmeldungen und Tauchtiefen gehören für mich in diese 
Kategorie ;-)

Autor: user (Gast)
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Matthias S. schrieb:
> Ich persönlich fand den 'Specht' eigentlich am schlimmsten - ein
> Überhorizont Radar, mit dem die Sowjets in den 80er Jahren ganze
> Kurzwellenbänder breitbandig dichtmachten. Das Signal waren
> steilflankige Pulse und dementsprechend QRM behaftet.
> Ich krieg die genauen Frequenzen nicht mehr zusammen, aber sie müssen
> mit unglaublichen Sendeleistungen gearbeitet habe, vermutlich im
> Megawatt Bereich. Das Splattern hat die AGC in den meisten Empfängern
> dermassen dichtgemacht, das die Nutzsignale nicht mehr zu erkennen
> waren.
> Sie haben dann irgendwann mitgekriegt, das das System gar nicht
> funktioniert und haben die Sendungen eingestellt.

Der Specht auch Duga3 steht in Tschernobyl, 
https://de.wikipedia.org/wiki/Woodpecker_%28Kurzwe...

Autor: Gästchen (Gast)
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user schrieb:
> Der Specht auch Duga3 steht in Tschernobyl,
> https://de.wikipedia.org/wiki/Woodpecker_%28Kurzwe...

Aber nur der Empfänger davon.

Autor: Simon (Gast)
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Die wirklich kuriosen Kurzwellensignale werden auch immer weniger. 
Vieles ist dem 4285 gewichen. AM demoduliert klingt es wie ein 
Motorengeräusch.

Vor ein paar Jahren habe ich irgendwo zwischen 4 und 6 MHz durchgehend 
den Kuckuck gehört. Weiß jemand zufällig etwas darüber ?

Autor: Oha (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Denk mal an die
> Uhrzeitansage im Telefonnetz, da saß auch keine Dame im 24-Stunden-
> Dienst dran. ;-)

Die Dame habe ich persönlich kennen gelernt. Ziemlich braun und platt 
diese Person, sie konmte sabbeln ohne aufzuhören.

Autor: Karl B. (gustav)
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Matthias S. schrieb:
> Sie haben dann irgendwann mitgekriegt, das das System gar nicht
> funktioniert und haben die Sendungen eingestellt

Hi,
geht wieder los, schon seit einiger Zeit.

Technik ist also nicht obsolet. Nur die Auswertung der reflektierten 
Signale klappte bei den Sowjets noch nicht so.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jindalee_Operational...

Gästchen schrieb:
> Aber nur der Empfänger davon.

stimmt nicht.
Das ist das ominöse Sendeantennenarray für angeblich 10 Megawatt.

Das Empfangsantennenfeld fiel dagegen regelrecht unscheinbar aus:
Siehe Bild. Es gibt auch noch Darstellungen, wo das Metall schon 
recycled wurde, nur noch die Gründungen stehengeblieben sind.

und noch ein paar OHRs:

Youtube-Video "Iranian Over The Horizon Radar on 10 meters"

Matthias S. schrieb:
> Das Splattern hat die AGC in den meisten Empfängern
> dermassen dichtgemacht, das die Nutzsignale nicht mehr zu erkennen
> waren.

Hab noch einen alten DARC-Mitteilungen-Artikel gefunden, der eine 
Störaustastungsschaltung vorstellt. Momang...
Die Impulse wurden damals analysiert und lokalisiert (Nähe Charkow).


GB schrieb:
> Gibt es kuriose Ausstrahlungen im weitesten Sinn, die man auch heute
> noch regelmäßig empfangen kann?

Ja. Höre oft AFU SSB auf 40 Meterband. (Die Italiener!!)

Dann, was ist aus DRM geworden? Kaum noch ein Sender drauf, obwohl mein 
Empfänger eigens einen 455 kHz-ZF-Ausgang für Synchrondemodulation oder 
DRM-Adapter eingebaut hat.


ciao
guatav

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Autor: Edi (Gast)
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Zahlensender... so ganz ausgestorben scheinen sie nicht zu sein.
Zumindest einen habe ich am 12. Mai "erwischt".
Mit einem Uralt- Radio- das geht, weil die Zahlensender in normalem AM 
senden.
Videolink dazu unten.

Und das Normal- AM hat seinen Grund: Man muß Agenten oder Konsuln nicht 
mit Spezial- Empfängern ausstatten, jedes halbwegs brauchbare Radio mit 
Kurzwelle kann die Aussendungen empfangen- eine genaue Frequenzanzeige 
ist nicht nötig, meist gibt es vorher charakteristische Töne, die man 
leicht findet.

http://edi.bplaced.net/?Projekte___Langdrahtantenn...

In heutigen Zeiten, wo die AM- Sender in Europa abgeschaltet werden, ist 
die viel freier gewordene Kurzwelle wieder als Übermittlungsmedium 
interessant- Internet und Telefon sind leicht zu kontrollieren, die 
klassischen Radiobänder nicht- selbst Störsender beeindrucken solche 
Sender wenig, die einfach eine andere Frequenz wählen, der Empfänger muß 
nur das Kennsignal suchen.
Dieses Rezept funktionierte bereits im 2. Weltkrieg.

Die "Buzzer"- Baken haben militärische Bedeutung: Ortungspunkte für 
Schiffe, Flugzeuge und U- Boote, und bei Ausfall des Signals, trotz der 
sehr geschützen Sendeanlagen ist das ein Alarmsignal, welches auf einen 
eventuellen Atombombentreffer hindeutet. Darum werden die "wertlosen" 
Signale mit erheblichen Leistungen gestellt.

Autor: Funkefreund (Gast)
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"Dann, was ist aus DRM geworden?"

Eine Mischung aus dem "Henne - Ei Problem", nicht gemachter 
Öffentlichkeitsarbeit, dem "genau" mit den Beginn der DRM Versuche 
Raketen haften aufstieg von Online Radio,TV und Videodiensten (gab es 
auch schon davor - aber halt nicht in der Masse und echte 
Breitbandanschlüsse waren noch sehr teuer und selten) und nicht zuletzt 
das der Auslandsrundfunk generell radikal abgeschaltet wurde - da wurde 
nicht nur der Verbreitungsweg Kurzwelle aufgegeben sondern direkt die 
Hörfunkprogramme eingestellt und sich mit "billigen" Onlineauftritten 
begnügt welche sich nicht von irgendeiner Zeitung und schon vorhandenen 
Inlandsrundfunkseiten (In Deutschland z.b. die der der ARD Anstalten) 
unterscheiden.

Leider ist (wäre) auch DRM nicht immun gegen Breitbandstörer wie 
schlecht designte Schaltnetzteile - die sich immer mehr verbreiten da 
diese "versteckt" selbst in LED Glühlampenersatz verbaut sind - tja und 
selbst der Chinamann kann bei 4 Euro Endkundenpreis für eine "LED 
Glühlampe" (von dem er nur einen geringen Anteil bekommt) kein 
einwandfrei entworfene Spannungsversorgung herstellen - auch bei 
irgendwelchen USB Netzteilen für 2 oder 3 Euro klappt das nicht...
Also passt (Ironie) das schon ganz gut das nicht nur der Analoge AM 
Rundfunk aufgegeben wurde sondern auch DRM (in Europa) nie aus der 
"geheimen" Versuchsphase herausgekommen ist - da machen auch die wenigen 
noch immer bestehenden DRM Aussendungen aus Europa nichts dran.

Angeblich soll aber China und Indien noch an DRM Interessiert sein ... 
mal abwarten ob das wirklich was wird wenn auch in den hinter letzten 
Winkel Breitbandinternet verfügbar ist und selbst der Bettler sein 
Smartphone hat (Das mit den Bettler ist in China wohl schon 
Realität...).

Funkfrund

Autor: A-Freak (Gast)
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@Funkfreund:
Such mal nach LED-Lampen mit Kondensatornetzteil, die leuchten bei mir 
seit vielen Jahren, keine Ausfälle und keine Radiostörungen.

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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A-Freak schrieb:
> @Funkfreund:
> Such mal nach LED-Lampen mit Kondensatornetzteil, die leuchten bei mir
> seit vielen Jahren, keine Ausfälle und keine Radiostörungen.

also keine Ausfälle, das kann ich nicht unkommentiert lassen. Die 
allerersten GU10 LED-Lampen mit 5mm LEDs und furchtbarem Grünstich 
hatten ein Kondensatornetzteil - und starben nach ca. einem Monat! Dafür 
durfte ich mich dann mit dem Gust im Baumarkt runärgern, das es auf 
Leuchtmittel keine Garantie gäbe, das wäre Verschleißteile. Die 
Argumentation, das der LED Lampe ein ganz anderes (verschleißfreies) 
Funktionsprinzip gegenüber Glühobst und Gasentladungslampen zu Grunde 
liegt, interessierte ihn nicht die Bohne!

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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wenn einer während des Sendens die Frequenz "durchkurbelt"
hört man einen kurzen sweep.

im Wasserfall kann man das dann umher wandern sehen.

Oder gibts für sowas noch andere Ursachen?

Autor: Stefan P. (form)
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● J-A V. schrieb:
> wenn einer während des Sendens die Frequenz "durchkurbelt"
> hört man einen kurzen sweep.

Das ist mir auch schon öfter aufgefallen.
Bisher dachte ich, das dies von schlecht abgeschirmten Empfängern in der 
Nähe kommt.

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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Stefan P. schrieb:
> das dies von schlecht abgeschirmten Empfängern in der
> Nähe kommt.

will ich auch nicht ausschliessen,
dass das Strecke machen kann.

so hatte es doch vor einiger Zeit Probleme mit einem Uhrenradio
gegeben, das im Flugfunk für Störungen sorgte.
Das war afaik ein Aldi-Modell.

Autor: Marek N. (bruderm)
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● J-A V. schrieb:
> wenn einer während des Sendens die Frequenz "durchkurbelt"
> hört man einen kurzen sweep.
>
> im Wasserfall kann man das dann umher wandern sehen.
>
> Oder gibts für sowas noch andere Ursachen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Ionosonde

Autor: Karl B. (gustav)
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Hi,
noch etwas gefunden:
Der Schweizer Radiosender funkt angeblich wieder auf Kurzwelle:

http://www.radiomuseum.org/forum/sfr4_auch_auf_kur...

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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bin ich für deutschsprachiges KW-Programm also nicht mehr auf
Radio Bejing angewiesen?

: Bearbeitet durch User
Autor: Simon (Gast)
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Es gibt auch noch das deutschsprachige Programm von irgendwelchen 
Missionaren ;)

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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meinst Du das aus so einem ganz ganz kleinen Land?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Btt: gibt's denn auch deutschsprachige Zahlensender? ;)

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Jörg W. schrieb:
> Btt: gibt's denn auch deutschsprachige Zahlensender? ;)

Ja. Jeden Mittwoch und Sonnabend nach der Ziehung der Lottozahlen.

MfG Paul

Autor: Simon (Gast)
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Ich meine Radio HCJB. Für mich ist allein die die Existenz eines 
Radiosenders für Missionare auf Kurzwelle eine Kuriosität. Man merkt wie 
weltfremd einige dieser Missionare sind, wenn man den Radiosender hört.

Autor: Marek N. (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Btt: gibt's denn auch deutschsprachige Zahlensender? ;)

Ja: Youtube-Video "Zahlensender auf Deutsch"

Autor: OM Waldheini (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Btt: gibt's denn auch deutschsprachige Zahlensender? ;)

Ja, und dazu kann man auch eine Webseite bemühen die dir diese 
Auflistet:
http://priyom.org/number-stations/station-schedule

Dort schaue ich ab uns zu und Höre dann z.B. über meinen SDR oder 
Kennwald
oder über Twente:
http://websdr.ewi.utwente.nl:8901/

73

Autor: Rainer V. (rudi994)
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Gästchen schrieb:
> Habe mal vor Wochen durch Zufall einen Zahlensender (waren das ca.
> 6MHz?) erwischt.

Na ja, waren mögl.weise auch sendefreudige Holländer. Jedenfalls gab es 
solche noch vor einigen Jahren bei 6.3 MHz +/-100 kHz. Da wurden 
zwischen Pop-Gedudel und bayrischer Volksmusik schon mal Telefonnummern 
durchgegeben, damit die Zuhörer per SMS ihre Empfangsberichte schicken 
konnten :)

Autor: Simon (Gast)
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Heute war um 20:30 auch wieder ein deutschsprachiger Zahlensender mit 
Frauenstimme auf 5934khz zu hören. Die Technik scheint noch aus dem 
kalten Krieg zu stammen. Laut 
http://priyom.org/number-stations/german/g06 kommt der Sender aus 
Russland.

Ist das die weiter oben beschriebene "Lottotante"?

Ich wundere mich immer wieder, warum so alte Technik verwendet wird. Es 
gibt heute doch so viele Alternativen. Wer betreibt den sowas? Russische 
Geheimdienste werden doch sicherlich über viel modernere Technik 
verfügen.

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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Simon schrieb:
> Ich wundere mich immer wieder, warum so alte Technik verwendet wird.

sowas kann völlig unabhängig betrieben werden.
einfacher Sender, kann man nicht hacken, hinterlässt keine Spuren im 
Web.
Völlig unabhängig, auch battereibetrieben als Inselbetrieb.

Ok man kann es peilen. Wenn es heisst kommt aus Russland...
Und wer ist es genau? das finde einer mal heraus.

Das gefällt einem nicht? was macht der dagegen?

: Bearbeitet durch User
Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Simon schrieb:
> Ist das die weiter oben beschriebene "Lottotante"?

Zumindest hat sie das gleiche 5-er Gruppen System wie 'Zahlen-Else'.

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Oha schrieb:
> Die Dame habe ich persönlich kennen gelernt. Ziemlich braun und platt
> diese Person, sie konmte sabbeln ohne aufzuhören.

Hieß die zufällig Assmann?

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Simon schrieb:
> Ich wundere mich immer wieder, warum so alte Technik verwendet wird. Es
> gibt heute doch so viele Alternativen. Wer betreibt den sowas? Russische
> Geheimdienste werden doch sicherlich über viel modernere Technik
> verfügen.

Ja, Internet.
Da kann es die Konkurrenz direkt in ihre Rechner zur Entschüsselung 
einspeisen und erfährt so ganz nebenher auch, wer es empfängt...

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Simon schrieb:
> Heute war um 20:30 auch wieder ein deutschsprachiger Zahlensender mit
> Frauenstimme auf 5934khz zu hören.

Mensch, jetzt hast du dich eines Verstoßes gegen das TKG schuldig
gemacht. Wenn du schon Sendungen, die nicht für dich bestimmt sind,
versehentlich abhörst, dann darfst du nicht einmal diese Tatsache
anderen mitteilen!

Äh, wart' mal, oder war die Sendung für dich bestimmt? :-)

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
Datum:

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Autor: Simon (Gast)
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● J-A V. schrieb:
> sowas kann völlig unabhängig betrieben werden.
> einfacher Sender, kann man nicht hacken, hinterlässt keine Spuren im
> Web.
> Völlig unabhängig, auch battereibetrieben als Inselbetrieb.

Ich dachte, dass in der Zeit des Internets eher Gigabytes an Daten 
übertragen werden müssten.

Selbst wenn die Zahlen-Else eine Stunde Redet, kann die übertragende 
Datenmenge wirklich nicht groß sein.
Spätestens nach dem NSA-Skandal merkt man erst, wie viele Daten 
gesammelt werden.
Wie soll da der klassische Spion aus dem Bilderbuch hinterherkommen?
Deshalb wunderte ich mich auch über den Zweck.

Beitrag #5173810 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Simon schrieb:
> ● J-A V. schrieb:
>> sowas kann völlig unabhängig betrieben werden.
>> einfacher Sender, kann man nicht hacken, hinterlässt keine Spuren im
>> Web.
>> Völlig unabhängig, auch battereibetrieben als Inselbetrieb.
>
> Ich dachte, dass in der Zeit des Internets eher Gigabytes an Daten
> übertragen werden müssten.
>
> Selbst wenn die Zahlen-Else eine Stunde Redet, kann die übertragende
> Datenmenge wirklich nicht groß sein.
> Spätestens nach dem NSA-Skandal merkt man erst, wie viele Daten
> gesammelt werden.
> Wie soll da der klassische Spion aus dem Bilderbuch hinterherkommen?
> Deshalb wunderte ich mich auch über den Zweck.

Mich wundert, daß man nicht einfach geheime Informationen mittels 
Stegonographie über öffentliche, sozusagen harmlose internationale 
Webseiten, verbreitet. Z.B BBC NEWS. Man versteckte die Daten einfach in 
den letzten News Bildern und Videos. Wer kann dann Spionage nachweisen?

Ein Smartphone hat ja auch jeder...

Youtube-Video "Number Stations Revealed - Part 6 of 6: How To Operate The Machine Manually For Speech"
Youtube-Video "Number Stations Revealed - Final:  Swapping datacards and the interior"
Youtube-Video "Number Stations Revealed - Part 3 of 6: The German Voice Behind The East-German Numbers Stations 2"
Youtube-Video "Choir of East-German "speech/morse generators""

: Bearbeitet durch User
Autor: Hp M. (nachtmix)
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Gerhard O. schrieb:
> Mich wundert, daß man nicht einfach geheime Informationen mittels
> Stegonographie über öffentliche, sozusagen harmlose internationale
> Webseiten, verbreitet.

Wer sagt denn, dass das nicht gemacht wird?
Allerdings wird man es dir und auch mir wohl kaum auf die Nase binden.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Hp M. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Mich wundert, daß man nicht einfach geheime Informationen mittels
>> Stegonographie über öffentliche, sozusagen harmlose internationale
>> Webseiten, verbreitet.
>
> Wer sagt denn, dass das nicht gemacht wird?
> Allerdings wird man es dir und auch mir wohl kaum auf die Nase binden.

Und diejenigen mit Bescheid, sagen nichts;-)

http://www.addx.org/textarchiv/11-12-26-31.pdf

: Bearbeitet durch User
Autor: link (Gast)
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Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Hier gibt's eine gute Übersicht über die (damaligen) Spionagesender mit 
Mp3 Dateien:

http://www.sarganserland-walensee.ch/radio_tv_hist...

Autor: ach (Gast)
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Jörg W. schrieb:
>> Heute war um 20:30 auch wieder ein deutschsprachiger Zahlensender mit
>> Frauenstimme auf 5934khz zu hören.
>
> Mensch, jetzt hast du dich eines Verstoßes gegen das TKG schuldig
> gemacht. Wenn du schon Sendungen, die nicht für dich bestimmt sind,
> versehentlich abhörst, dann darfst du nicht einmal diese Tatsache
> anderen mitteilen!

Ach
Zahlensender sind von dieser Regelung ausgeschlossen, weil es sie 
offiziell ja nicht gibt.

Autor: eric (Gast)
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Jupp schrieb:
> an Weihnachten und Sylvester...war sehr oft sehr rührend.

Die Weihnachtsgrüße gibt es m.W. immer noch.


Micha schrieb:
> Nein, wirkliches Gezwitscher eines Vogels in Endlosschleife. Entweder
> war das das Pausenzeichen irgeneines Senders oder??

Jörg W. schrieb:
>> Ich glaube das waren Pakete von 2 sec., danach eine Pause usw.
>
> Dann wohl doch irgendein Funkfernschreiben, oder vielleicht ein
> Wetterfax.

Wolfgang Horn schrieb:
> Könnte "Pikkolo" gewesen sein oder eine Variante dieser
> Datenfunksignale: FSK mit einer hohen Anzahl an Frequenzen.

Es war immer das gleiche Gezwitscher in dauernder Wiederholung.


Gerald B. schrieb:
> Die Wasserstandsmeldungen und Tauchtiefen gehören für mich in diese
> Kategorie ;-)

Vielleicht auch die damaligen Wetterdaten-Meldungen des NDR mitten in 
der Nacht für Deutsche Bucht, westliche Ostsee usw.


Simon schrieb:
> Radiosenders für Missionare auf Kurzwelle eine Kuriosität. Man merkt wie
> weltfremd einige dieser Missionare sind, wenn man den Radiosender hört.

Auch auf der europäischen MW läuft so ein Halleluhja-Sender irgendwo bei 
1620 kHz. Es gibt sicher eine Klientel, die das lieber hört als das ewig 
Gedudel der weltlichen Stationen.
Und wenn nur eine einzige Seele gerettet wird, hat es sich für die 
Missionare doch schon gelohnt.

Autor: Hp M. (nachtmix)
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eric schrieb:
> Es war immer das gleiche Gezwitscher in dauernder Wiederholung.

Evtl. nichts geheimnisvolles, sondern das Pausenzeichen des 
Kurzwellendienstes der RAI:
http://de.intervalsignals.org/db/detail.php?Audio=rai_dt
oder RSA:
http://de.intervalsignals.org/db/detail.php?Audio=rsa_dt




Zu Beginn des Programms hatte die Singdrossel ausgedient und kam in die 
Bratpfanne.

: Bearbeitet durch User
Autor: eric (Gast)
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Ja, eines dieser (oder beide) Pausenzeichen ist es sicher gewesen.

Datengezwischer hört sich ganz anders an, z.B gerade jetzt auf 6300 kHz.

eric

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Hier ist ein sehr informative Webseite:

http://users.telenet.be/d.rijmenants/en/numbers.htm

Hat jemand von Euch noch ein Benutzerhandbuch der Sprache-Morse 
Generator DDR Maschine? Es würde mich sehr interessieren.

Autor: Simeon (Gast)
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Wer jetzt http://websdr.ewi.utwente.nl:8901/?tune=4613USB klickt, kann 
die Zahlen-Else live hören

Autor: Simeon (Gast)
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Vorbei :-(

Autor: René H. (Firma: Herr) (hb9frh)
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Zu spät.

:-(

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Hier ist ein interessanter Bericht von jemand der dabei war:

https://www.zeitzeugen-portal.de/themen/grenzerfah...

Autor: Gästchen (Gast)
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Karl B. schrieb:
> stimmt nicht.
> Das ist das ominöse Sendeantennenarray für angeblich 10 Megawatt.

Doch, es stimmt, siehe das Bild. Schon in der deutschen Wikipedia steht 
als Bildbeschreibung: "Die rund 150 Meter hohe[1] Empfangsantenne des 
Duga-3-Radarsystems":
https://de.wikipedia.org/wiki/Woodpecker_%28Kurzwe...

In der russischen Wikipedia steht genau so dass der Antennenarray nur 
der Empfänger war und der frühen Lokaliesierung der Raketenstarts dienen 
sollte: 
https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%94%D1%83%D0%B3%D...

Dort steht: "ЗГРЛС в городе Чернобыль-2 предназначалась только для 
приёма сигнала, передающий центр находился рядом с селом Рассудово возле 
города Любеч (Черниговская область), что в 60 км от Чернобыль-2."

Lässt sich übersetzen wie: "ZGRLS in der Stadt Tschernobyl 2 war nur für 
den Empfang des Signals vorgesehen, die Sendeanlage befand sich in der 
Nähe von Dorf "Rassudovo" neben der Stand "Lübetsch" (Kreis 
Tschernigov"), was 60km von Tschernobyl-2 entfernt ist.

Gruß.

Autor: Gästchen (Gast)
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Und das Bild.

Autor: Karl B. (gustav)
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Gästchen schrieb:
> Lässt sich übersetzen wie: "ZGRLS in der Stadt Tschernobyl 2 war nur für
> den Empfang des Signals vorgesehen, die Sendeanlage befand sich in der
> Nähe von Dorf "Rassudovo" neben der Stand "Lübetsch" (Kreis
> Tschernigov"), was 60km von Tschernobyl-2 entfernt ist.

Hi,
darüber ließe sich trefflich diskutieren.
Möchte einmal kurz darstellen, wieso ich diese Wikipedia-Artikel 
anzweifle:
Einmal, die Peilungen der Funkmessdienste stellten damals eine 
Sendeanlage in der Nähe von Charkow fest.
Dann, und das ist die ursprüngliche Überlegung von mir:
Die Antennenkonstruktion:
Diese Art Antennen-Keulen wurden z.B. bei HCJB "Stimme der Anden" als 
mit pro Dipol mit 10 kW HF Leistung beaufschlagbare Sende-Antennen 
benutzt.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thu...

Für reine Empfangsantennen ergäben sich IMHO mehr parasitäre Verluste 
(Leitungsführung / Isolation etc.) als Gewinn. Auch sind 
Empfangsantennen meistens drehbar angeordnet, um sich besser auf den 
Einfallswinkel der reflektierten Strahlen optimieren lassen zu können.

Als Kombi-Sende-Empfangsantenne würde ich das gezeigte Array allenfalls 
noch durchgehen lassen.
OK.

bis bald.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Gästchen (Gast)
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Karl B. schrieb:
> i,
> darüber ließe sich trefflich diskutieren.
Nö, ich kann dir das alles alleine übersetzen, ganz ohne Google. Der 
Ausdruck "только для приёма сигнала" kann man nur so übersetzen: "nur 
für Empfang des Signals", das kann man nicht anders übersetzen.

> Möchte einmal kurz darstellen, wieso ich diese Wikipedia-Artikel
> anzweifle:
> Als Kombi-Sende-Empfangsantenne würde ich das gezeigte Array allenfalls
> noch durchgehen lassen.
Aha, würde bedeuten dass du alleine Recht hast und alle 
Wikipedia-Artikel und alle Hintergrundinfos (und auch russische) 
allersamt falsch sind? Na, na....
Außerdem sagen BEIDE Wikipedia-Artikel genau (russisch/deutsch) wo die 
Sendeanlage steht. Dies deckt sich gut mit anderen Infos (in beiden 
Sprachen).
Es gibt Infos (unter anderem Videos), wo man in angrenzenden Gebäuden 
von Chernobyl 2 eindeutig Überreste einer Empfangsanlage erkennt, 
nämlich die überreste der riesengroße Rechenanlage die das Ganze digital 
auswerten soll.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Karl B. schrieb:
> Einmal, die Peilungen der Funkmessdienste stellten damals eine
> Sendeanlage in der Nähe von Charkow fest.

Tschernobyl ist allerdings nahe an Kiew, Charkiw ist viel weiter
östlich an der russischen Grenze.  Liubetsch ist von Tschernobyl
nicht allzu weit entfernt.  Der Standort des ZGRLS dort ist sogar in
OSM gemappt:

https://www.openstreetmap.org/#map=16/50.8399/13.0...

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Gästchen (Gast)
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Hier der Ausschnitt auf Deutsch:
"Die von den beiden Antennenfeldern empfangenen Signale wurden hier 
zusammengefasst, analysiert und gespeichert. Das Rechenzentrum wurde für 
die damaligen Verhältnnisse mit der neusten und zuverlässigsten 
Elektronik ausgestattet. "
http://pripyat.de/chernobyl2.htm

Schau dir alles selbst an:
Youtube-Video "inside Duga-3 / Дуга-3, computer mainframe of the Russian Woodpecker / Chernobyl-2"

Autor: Gästchen (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Tschernobyl ist allerdings nahe an Kiew, Charkiw ist viel weiter
> östlich an der russischen Grenze.  Liubetsch ist von Tschernobyl
> nicht allzu weit entfernt.  Der Standort des ZGRLS dort ist sogar in
> OSM gemappt:

Ebend, danke Jörg.

Autor: Karl B. (gustav)
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Gästchen schrieb:
>.... wo man in angrenzenden Gebäuden
> von Chernobyl 2 eindeutig Überreste einer Empfangsanlage erkennt...
Hi,
hab das Video auch gesehen...
ok, dann liege ich eben falsch mit meiner Annahme.
Vielleicht wären noch die "Feeder" für Sendebetrieb ein wenig zu klein 
bemessen. Das spräche auch für eine reine Empfangsanlage.
Nur, wie gesagt, diese wuchtige Keulenform der Antennen-Dipole, da 
stolperte ich etwas drüber.

Matthias S. schrieb:
> Das Splattern hat die AGC in den meisten Empfängern
> dermassen dichtgemacht, das die Nutzsignale nicht mehr zu erkennen
> waren.

So,
als kleiner Trost kommt jetzt noch der oben versprochene Artikel über 
die Störaustastung:

Erst ein kleiner Auszug.
Rest folgt noch.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Übrigens ist von Deutschland aus gesehen Charkiw ziemlich in der 
gleichen
Richtung wie Kiew / Tschernobyl gelegen.  Um den Unterschied wirklich
sicher ausmachen zu können, müsste man wohl eine Kreuzpeilung von viel
weiter südlich ansetzen.

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