Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 48VDC / 10A schalten womit?


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von Lazarus (Gast)


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Hallo,

ich brauche eure Hilfe. Ich muss eine ohmsche Last 
(Betriebsspannung/strom 48VDC / 10A) schalten. Vor der Last habe ich 
eine Platine mit einem Relais (24VDC/10A). Was
kann ich nun am besten dazwischen schalten um die Last zu betreiben? 
Eine Leistungsschütz? Wenn ja welches könnt ihr mir empfehlen?

Danke!

von gordon51freeman (Gast)


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Also deine Formulierung ist etwas wirr.
Welche Spannungen hast du auf der bereits vorhandenen Platine?
Befindet sich da drauf die Quelle für die 48V?

von Hauspapa (Gast)


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Spricht etwas dagegen ein kräftiges KFZ Relais zu verwenden?
z.B: FRC3-12F

Viel Erfolg
Hauspapa

von Lazarus (Gast)


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auf der Platine ist ein Relais was mit 24V angesteuert wird. Ich brauche 
aber ein Relais o.Ä.
welches 24VDC Spulenspannung hat und 48VDC / 10A schalten kann.

von Lazarus (Gast)


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kfz relais hört sich gut an, wieso bin ich da nicht drauf gekommen :D

von Andrew T. (marsufant)


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Solltest Du ggfs. nochmals überdneken.
Evtl. ist ein Relais für Elektro-Gabelstapler die bessere Wahl, dort 
werden häufig 48 bzw. 60V DC geschaltet.

Normale Kfz Relais sind oft bei 12 bzw. 24V an der Grenze wg. Lichtbogen 
beim Abschalten.

von Hauspapa (Gast)


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die Angaben sind schon etwas spärlich. Lebensdauer, Schaltzyklen, 
Bastelprojekt oder im Zweifelsfall.

FRC3-24F FIC währe wohl etwas für Dich
24V Spule
70A Dauer
75V Schalten
Flachsteckanschluss
ca. 2 Euronen und gut erhältlich.

die freundliche LKW Werkstatt um die Ecke hat sicher auch etwas 
passendes im Lager

fröhliches Basteln
Hauspapa

von Andrew T. (marsufant)


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Datenblatt komplett lesen!!
Das FRC3-24F FIC  schaltet die 70A NUR bis max. 14VDC.

bei 48V DC ist nix spezifiziert.
somit: Dies Relais bei 48VDC 10A einzuetzen ist reines Glücksspiel.

von Falk B. (falk)


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@  Lazarus (Gast)

>(Betriebsspannung/strom 48VDC / 10A) schalten. Vor der Last habe ich

BTS555, garantiert verschleiß- und lichtbogenfrei.

http://www.reichelt.de/BS-Transistoren/BTS-555/3/index.html?;ACTION=3;LA=446;ARTICLE=39352;GROUPID=2884;artnr=BTS+555;

von Andrew T. (marsufant)


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Nachtrag:

Wie man hier

http://www.panasonic-electric-works.com/catalogues/downloads/relays/ds_61C08_en_hg.pdf 
(p. 4)

und hier

http://www.panasonic-electric-works.com/catalogues/downloads/relays/ds_61B15_en_lz.pdf 
(p.3)

deutlich sieht, sinken die zuverlässig schaltbaren Ströme oberhalb 30V 
DC drastisch ab.

von Harald W. (wilhelms)


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Hauspapa schrieb:
> Spricht etwas dagegen ein kräftiges KFZ Relais zu verwenden?
> z.B: FRC3-12F

Ja, vieles. Man geht davon aus, das beim Schalten von Gleichspannungen
von >30V ein Lichtbogen entsteht, der gelöscht werden muss. Deshalb
sind die meisten Relais nur für Gleichspannungen bis 30V spezifiziert.
Darüber braucht man teure Spezialrelais. Hier empfielt sich deshalb
eher ein Halbleiterschalter (FET).
Gruss
Harald

von gaga (Gast)


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Falk Brunner schrieb:
> @  Lazarus (Gast)
>
>>(Betriebsspannung/strom 48VDC / 10A) schalten. Vor der Last habe ich
>
> BTS555, garantiert verschleiß- und lichtbogenfrei.
>
> http://www.reichelt.de/BS-Transistoren/BTS-555/3/i...

Operating Voltage: 5 .. 34V
;-)

von Falk B. (falk)


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Hach, da hat Reichelt einfach die größte Zahl abgeschrieben 8-0

von Lazarus (Gast)


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Also so wie ich das sehe ist es garnicht so einfach diese 48VDC zu 
schalten :/

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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Wie wär's mit einem IRF4905?


Gruß
Jonathan

von Lazarus (Gast)


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Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht; Folgende Idee kam 
mir gerade:

Wäre es nicht wesentlich einfacher, die Netzseite des Gleichrichters 
(Siemens GR40) mit einem (ggf. vorhandenen Print-?)Relais zu schalten 
(Laut Typenschild max. 4A bei 240VDC)?

von Anja (Gast)


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Lazarus schrieb:
> Wenn ja welches könnt ihr mir empfehlen?


So was in der Art: (quasi Industriestandard)

http://www.digikey.de/de/de/ph/te/LEVseries.html?WT.z_Tab_Cat=Featured%20Products

Gruß Anja

von Lazarus (Gast)


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von Andrew T. (marsufant)


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Lazarus schrieb:
> Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht; Folgende Idee kam
> mir gerade:
>
> Wäre es nicht wesentlich einfacher, die Netzseite des Gleichrichters
> (Siemens GR40) mit einem (ggf. vorhandenen Print-?)Relais zu schalten
> (Laut Typenschild max. 4A bei 240VDC)?

Wohl eher 4A bei 240V AC.

Sofenr Deine Anwendugn das zuläßt: klar geht das.
Das entschärft die Lichtbogenproblematik gewaltig..

Aber Du siehst selber, das ist eine gänzlich andere Aufgabenstellung als 
die von Dir ursprünglich angefragte (48V DC @ 10A).

von M. K. (sylaina)


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Typische Augabe für den in die Jahre gekommenen BUZ11. Schaltet bis zu 
10 A bei 50V DC. Mit nem ~5 K/W KK dürfte der das locker mitmachen. 
10-15V DC Ugs sind zu empfehlen.

von Falk B. (falk)


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@  Michael Köhler (sylaina)

>Typische Augabe für den in die Jahre gekommenen BUZ11. Schaltet bis zu
>10 A bei 50V DC.

Bei 48V Schaltspannung würde ich ungern einen 50V MOSFET einsetzen. 
Wenigstens 60V, besser einen 100V Typen. Ob nun P- Oder N-Kanal ist eine 
Frage des Geschmacks und Ansteueraufwands. Ich würde P-Kanal nehmen.

http://www.mikrocontroller.net/articles/Transistor#Wie_kann_ich_mit_5V_vom_Mikrocontroller_12V_und_mehr_schalten.3F

von M. K. (sylaina)


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Falk Brunner schrieb:
> Bei 48V Schaltspannung würde ich ungern einen 50V MOSFET einsetzen.

Da geht man schon schön an die Grenze ran, sicher, aber der BUZ11 
verträgt das locker und der TE will ja nur ne ohmische Last schalten. 
Also 48V macht der genauso gut wie 30V und ähnliches. Zumindest bei der 
alten Möhre hab ich bisher keine anderen Erfahrungen gemacht.
Ob P oder N Kanal kommt drauf an was einem beliebt. Ich würde nur 
P-Kanal verwenden wenn es gefordert ist. Für gemeinhin haben die ja 
leider ne höhere Verlustleistung abzuführen als ein N-Kanal (Stichwort: 
Rds_on).

von Jens G. (jensig)


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>Typische Augabe für den in die Jahre gekommenen BUZ11. Schaltet bis zu
>10 A bei 50V DC. Mit nem ~5 K/W KK dürfte der das locker mitmachen.
>10-15V DC Ugs sind zu empfehlen.

Da würde ich mich aber heutzutage vom BUZ11 abwenden, und lieber einen 
anderen Mosi nehmen, der aufgrund seines niedrigeren Rds_on bei 10A 
gleich ganz ohne KK auskommt (irgendwas mit max. 10mOhm).

von M. K. (sylaina)


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Das ist natürlich auch möglich, der BUZ11 kam mir nur grad so in den 
Sinn. Ich würd auch einen etwas aktuelleren Mosi dafür verwenden, 
insbesondere wenn das nicht nur ne Bastelei im Hobbykeller ist ;)

von Jörn A. (joerna)


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Falls auch noch mal jemand sucht, wie ich aktuell.

TC-GSR-1-40DD 40 A - 13,99 EUR....

bis 220 V/DC && 40A...

: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


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M. K. schrieb:

> der BUZ11 verträgt das locker und der TE will ja nur
> ne ohmische Last schalten.

Ist ja auch ein "omischer" FET. :-)

von Dieter W. (dds5)


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Nach über 11 Jahren haben die damals Suchenden wohl eine Lösung gefunden 
oder aufgegeben.

von Klaus R. (klara)


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Jörn A. schrieb:
> Falls auch noch mal jemand sucht, wie ich aktuell.
>
> TC-GSR-1-40DD 40 A - 13,99 EUR....
>
> bis 220 V/DC && 40A...

So wie ich das überflogen habe hatte damals keiner gesagt was zu 
schalten ist. Wenn das ein Motor ist dann sieht die Sache ganz anders 
aus.
mfg Klaus

von Jan H. (j_hansen)


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Klaus R. schrieb:
> So wie ich das überflogen habe hatte damals keiner gesagt was zu
> schalten ist. Wenn das ein Motor ist dann sieht die Sache ganz anders
> aus.
> mfg Klaus

"ohmsche Last", zweiter Satz.

von Harald W. (wilhelms)


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Jan H. schrieb:

> "ohmsche Last".

Wobei auch Glühlampen eine "ohmsche Last" darstellen, aber trotzdem
den zehnfachen Einschaltstrom haben können.

von M. D. (derdiek)


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Wir nutzen Benedikt KG3-24A00. Das hat ein hohes DC-Abschaltvermögen. 
Kostet aber auch ne Stange Geld.

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