http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ihk-berlin-proteste-gegen-pflichtmitgliedschaft-a-840453.html
"Die Pflichtmitgliedschaft in Kammern ärgert viele Betriebe in
Deutschland. In Berlin hat eine Initiative von Kleinunternehmen jetzt
erstmals den Einzug in die Vollversammlung der Industrie- und
Handelskammer geschafft. Nun will sie die verkrusteten Strukturen
aufbrechen."
"Sie protestieren vor allem gegen das proportionale Wahlsystem."
"Wir wollen die Kammer demokratischer machen"
"Manche Zwangsmitglieder sind so wütend, dass sie die Kammern am
liebsten abschaffen würden. In einer aktuellen Umfrage der Liste Pro KMU
sagten 87 Prozent der befragten 110 Unternehmer, sie sähen keinen
persönlichen Nutzen in der Tätigkeit der IHK Berlin."
Hört hört! Es rumort in den Reihen der Selbstständigen/Freiberufler.
Oder ist es nur ein Piepen im Wald?
Da wird die Lobbyarbeit wohl prompt zurückschlagen um das zarte
Aufbegehren schnell im Keim zu ersticken oder?
Löti schrieb:> Selbstständigen/Freiberufler.
haben mit Kammern nichts am Hut
jedenfalls nicht die Ingenieure
die sollen sich nicht so aufregen, die paar Euro im Jahr machen den Kohl
nicht fett
D. schrieb:> die sollen sich nicht so aufregen, die paar Euro im Jahr machen den Kohl> nicht fett
Das ist kein gutes Argument dafür, dass man mit seinem produktiven
Gewerbe Zwischenpisser, Sesselfurzer und endgelagerte Altpolitiker
finanzieren soll.
So schlimm sind sie jetzt auch nicht. Am Anfang habe ich mich auch gegen
die Pflichtmitgliedschaft gewehrt. Wenn man sich allerdings genauer
informiert, kämpfen die Kammern vor allem für die KMUs.
Und, man kann viele (kostenlose wertvolle) Informationen bei den Kammern
erfragen.
Grüße aus Bayern
Max
> Selbstständigen/Freiberufler.> haben mit Kammern nichts am Hut
Seit wann denn das? Das sind doch gerade die, an die sich die IHK hält
wenn man ein Gewerbe betreiben möchte.
Bleibt Locker ! Seht die Kammerbeiträge wie die Rundfunkgebühren , die
die Firmen zukünftig genererell zahlen müssen (PC) , obwohl sämtliche
Mitarbeiter schon für Zuhause bezahlt haben als Beitrag für unsere ...
Frank schrieb:> Bleibt Locker ! Seht die Kammerbeiträge wie die Rundfunkgebühren , die> die Firmen zukünftig genererell zahlen müssen (PC) , obwohl sämtliche> Mitarbeiter schon für Zuhause bezahlt haben als Beitrag für unsere ...
Wo ist der Taliban wenn man ihn braucht :-(((
Frank schrieb:> Bleibt Locker ! Seht die Kammerbeiträge wie die Rundfunkgebühren , die> die Firmen zukünftig genererell zahlen müssen (PC) , obwohl sämtliche> Mitarbeiter schon für Zuhause bezahlt haben als Beitrag für unsere ...
Die Firmen mussten das schon bisher generell zahlen, und eben nicht nur
für PCs sondern dann auch noch für jedes Radio oder jeden Fernseher
extra!
Durch die neue Regelung ist das (auch für Hotels etc.) deutlich
lebensnaher geregelt, indem da nur noch eine Pauschale anfällt, und zwar
gestaffelt nach Anzahl der Mitarbeiter (bzw. Zimmer).
Bis zu acht Mitarbeitern zahlt man 5,99 Pauschale pro Monat.
Da gibt es wirklich Schlimmeres.
Zum Kammerbeitrag: Da muss ein Kleinunternehmer aber schon sehr
ordentlichen Gewinn machen, um über die Freigrenze von meist 5000 Euro
Gewinn (bei erlaubten 17500 Umsatz) zu kommen. Erst dann zahlt man bei
den meisten Kammern überhaupt etwas.
Aber es ist schön, dass sich überhaupt mal Leute in die
Versammlungen/IHK einbringen. Meist wird von den ach so Selbstständigen
nämlich nur gejammert.
Chris D.
"Aber es ist schön, dass sich überhaupt mal Leute in die
Versammlungen/IHK einbringen. Meist wird von den ach so Selbstständigen
nämlich nur gejammert..."
Oh je, welcher wirklich erfolgreiche Selbständige hat schon für das
Geplapper da Zeit ? Bei den letzten Wahlen zu unserer IHK kandidierten
fast nur Frauen, die im Nebenberuf ein bischen selbständig waren und
wohl auch dort noch Langeweile hatten.
Max schrieb:> So schlimm sind sie jetzt auch nicht. Am Anfang habe ich mich auch gegen die
Pflichtmitgliedschaft gewehrt. Wenn man sich allerdings genauer informiert,
kämpfen die Kammern vor allem für die KMUs.Und, man kann viele (kostenlose
wertvolle) Informationen bei den Kammern erfragen.Grüße aus BayernMax
KOSTENLOS ist nicht mal der Anruf bei den Brüdern, hab mal eine Frage
zur
Ein/Ausfuhr von Waren z.B. Schweiz oder China.
Die wollen nur alleine für die Broschüre ohne Beratung Geld, mit CD ein
wenig mehr. Formulare kannst du dort auch bekommen (gegen Entgeld
natürlich).
Solltest du ein Gewerbe z.B. mit Kaffee oder Süßigkeiten Automaten
haben,
und die Dinger stehen im Umkreis von 200 Km dann warst du in der
Vergangenheit Verpflichtet in jedem Ort der nicht zum Kreis in dem du
Ansäßig bist einen Gewerbeschein zu Beantragen. Die Daten flossen dann
direkt zur IHK und so kann es sein das du von heute auf morgen nicht
eine Kammer sondern 4 Angehörst (nicht Freiwillig) und jeder dieser
Kammern wollen Einblick unf Kassieren! Ich will gar nicht sagen was man
mit einem solchen Wegelagerischen System machen sollte.
Gruß aus BW
Egon schrieb:> "Aber es ist schön, dass sich überhaupt mal Leute in die> Versammlungen/IHK einbringen. Meist wird von den ach so Selbstständigen> nämlich nur gejammert..."> Oh je, welcher wirklich erfolgreiche Selbständige hat schon für das> Geplapper da Zeit ?
Die wirklich erfolgreichen Selbstständigen gehören nicht zu denjenigen,
die jammern, weil sie ja sooo klein sind und niemand auf sie hört.
Die wissen, dass sie irgendeine Vertretung benötigen - und da ist die
IHK ein guter Startpunkt.
Ich bin immer wieder erschrocken, wie wenig Eigeninitiative
Selbstständige zeigen - das sind dann natürlich auch die, die am
lautesten über die Beitragspeanuts jammern.
Chris D.
Warum wandelt man die Kammern nicht einfach in private oder
genossenschaftliche Consulting- Unternehmen um, für deren
Inanspruchnahme man dann bezahlt ? D.h. der , der den "Service" der
Kammern nutzt, finanziert sie auch.
Hallo,
ich bin auch Zwangsmitglied bei dem Verein.
Seit vier Jahren schicken die mir falsche Beitragsbescheide.
es wird von einem Gewinn von 27.000 Euro ausgegengen.
Mein Gewinn bewegt sich so um die 2.500 Euro/Jahr.
Jedes Jahr habe ich denen meine Steuerabrechnung zugefaxt,
die haben dann wieder den korrigierten Beitragsbescheid mit 0 Euro
zurückgesendet.
Dieses Jahr hab' ich endgültig die Schnautze voll von dem Verein.
Wieder das Selbe Spiel, Bescheid mit 20.000 Euro als
Berechnungsgrundlage.
Ich hab dort angerufen und nachgefragt, woher der hohe Betrag kommt.
Auskunft - wird vom Finanzamt übermittelt.
Beim Finanzamt bekomme ich ich aber die Antwort das Nichts an die IHK
übermittelt wird.
Ich erwäge mich 'mal an den Datenschutzbeauftragten in underem Land zu
wenden.
Gruß
ein IHK-Zwangsmitglied
Wer bitte solch sich in den Kammern engagieren ?
Der kleine Selbständige hat weder Zeit noch ist er davon überzeugt, dass
ihm die Kammerarbeit irgendetwas bringt, außer Kosten.
Die großen (multinationalen) Konzerne brauchen keine Kammern, die haben
Ihre Lobbyisten an den Schaltstellen der Macht, die für ihren Erfolg
sorgen.
Bleiben die Selbstdarsteller, für die die Kammer extra Nachrufe nach
ihrem Ableben in Ihrem Blättchen (Kammerzeitschrift) plaziert- super !
Wer auch immer hier die Kammern verteidigt, die Frage bleibt doch immer
noch nach der PFLICHTS-Mitgleidschaft. Was soll die Scheiße? Wer die
Kammern gut findet, der dürfte ja gerne mitmachen. Aber wer sie nicht
gut findet, der MUSS leider mitmachen.
Wer so was für gut heisst, der lebt wirklich zufrieden hier in
Deutschland, ähnliche Beispile gibt es ja zuhauf!
Meinen aufrichtigen Glückwunsch für diese hohle Einstellung!
Den gleichen Dreck haben wir ja bei der GEZ und der GEMA.
Im Grunde nur legalisierte Wegelagerei unter dem Deckmantel des
"Allgemeinnutzens".
Komisch, dass die Neosozialisten bei dieser Form der Ausbeutung nicht
schreien.
voodoofrei schrieb:> Den gleichen Dreck haben wir ja bei der GEZ und der GEMA.>> Im Grunde nur legalisierte Wegelagerei unter dem Deckmantel des> "Allgemeinnutzens".>> Komisch, dass die Neosozialisten bei dieser Form der Ausbeutung nicht> schreien.
Liegt halt daran, das es in Deutschland für jeden Mist eine Kammer,
einen Verband oder sonst etwas für einen Mist gibt, denen staatliche
bzw. hoheitliche Aufgaben übertragen werden. Ist so eine Institution
erstmal eingeführt, wird die auch nie wieder abgeschafft. Um ihre
eigenen Pfründe zu sichern denken die sich auch gerne entsprechende
Statuten aus, die nur sie selber umsetzen können.
Gruss
Muecke
Chris D. schrieb:> Zum Kammerbeitrag: Da muss ein Kleinunternehmer aber schon sehr> ordentlichen Gewinn machen, um über die Freigrenze von meist 5000 Euro> Gewinn (bei erlaubten 17500 Umsatz) zu kommen. Erst dann zahlt man bei> den meisten Kammern überhaupt etwas.
Bei uns gibt es neben der Umlage von 0,17% vom Umsatz einen
Mindestbeitrag von 180EUR. Dieser ist auch bei Verlust fällig. Dafür
gibt es dann neben der Hauspostille auch ein rauschendes Fest inkl.
Herrn Zetsche von Daimler und einem extra auf einem Abschleppwagen
herangekarrten Elektrosmart:
http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/schwarzwald-baar-kreis/IHK-Neujahrsempfang-mit-Dieter-Zetsche-Regionale-Wirtschaft-in-bester-Laune;art372502,5341039
In diesem Umfang (2200 Gäste, im Vorjahr waren es noch 1500) hat das
meiner Meinung nach nichts mehr mit den Aufgaben einer IHK zu tun.
Ansonsten war ich inzwischen bei drei Vorträgen. Einer war
gebührenpflichtig (110 EUR, 3 Referenten) und von ordentlicher Qualität.
Leider waren trotz der happigen Gebühr ca. 60 Personen anwesend, so dass
in der Fragerunde nicht alle zum Zuge kamen. Die beiden anderen waren
kostenlos, einmal eher VHS-Niveau, der andere entpuppte sich als
Werbeveranstaltung für eine geplante kostenpflichtige
Veranstaltungsreihe.
Ich bin mal auf die kommende Wahl gespannt. Mal sehen ob sich da was
bewegen lässt. Ich möchte an dieser Stelle dann auch alle
Wahlberechtigten hier aufrufen ihr Wahlrecht auszuüben. Nur so lässt
sich etwas bewegen.