Auf Umwegen stieß ich auf dieses Thema, welches mich schon lange bewegt, nachdem ich ja erfahren habe, dass der "realexistierende Sozialismus" an der Gewalt mit der er umgeestzt wurde scheitern musste. Hier gibt Herr Precht in den Schlussminuten des dialoges die für mich schon geraume Zeit in der Luft hängende Antwort: http://www.youtube.com/watch?v=ngD3CP1BThE&feature=related Vielleicht ist es ja eine lohnende Aufgabe für all jene, welche sich von der Gesellschaft zu Unrecht ihres Alters wegen missachtet ja diskreminiert fühlen, diese ihre Erfahrungen mit jenen zu teilen welche vom heute praktizierten Bildungssystem ganz offensichtlich vernachlässigt werden. Namaste
Aber das hat doch noch nie funktioniert. Jede Generation macht ihre eigenen Erfahrungen, das war schon immer so, und die folgende Generation hat immer ein Misstrauen gegenüber der vorigen gehabt. Schöne Illusion von Herrn Precht, aber in den meisten Fällen wirst du bei solchen Versuchen von den Kids als 'spinnerter Opa' abgetan, oder als Märchenonkel. Man muss halt selber ein ausbalanciertes und glückliches Leben führen, um auf diese Weise die 'moralischen' Werte vorzuleben - wenns gut ankommt, brauchst du also gar nichts besonderes zu tun, denn das kommentar- und belehrungsfreie Beispiel tut hier alleine seine Wirkung.
> denn das kommentar- und belehrungsfreie Beispiel tut hier alleine seine > Wirkung. Sehr schön geschrieben.
Naja, ob Winne der Jugend zum Beispiel gereicht...
Youtube funktioniert bei mir für so etwas nicht wirklich gut. Wobei das nicht technisch gemeint ist. Sondern ich akzeptiere es nur äusserst ungern, wenn ich mir irgendwelches Gelaber umständlich anhören soll, statt mindestens schon vorher per Text eine Ahnung zu bekommen, worum es geht. Folglich landet sowas meist ungehört in Ablage P.
Matthias Sch. schrieb: > Aber das hat doch noch nie funktioniert. Jede Generation macht ihre > eigenen Erfahrungen, das war schon immer so, und die folgende Generation > hat immer ein Misstrauen gegenüber der vorigen gehabt. Schöne Illusion > von Herrn Precht, aber in den meisten Fällen wirst du bei solchen > Versuchen von den Kids als 'spinnerter Opa' abgetan, oder als > Märchenonkel. Es wäre schlimm wenn es anders währe, doch je älter ich werde desto öfter erinnere ich mich selbst dieser "spinnerten Opas" und erkenne was sie lange vor mir erkannten. > Man muss halt selber ein ausbalanciertes und glückliches Leben führen, > um auf diese Weise die 'moralischen' Werte vorzuleben - wenns gut > ankommt, brauchst du also gar nichts besonderes zu tun, denn das > kommentar- und belehrungsfreie Beispiel tut hier alleine seine Wirkung. Das ist richtig und gut so und trotzdem sollte mann sich auch in dieser situation der jugend erklären, ohne den erhobenen Zeigefinger einfach nur das Verständniss erleichtern. Denn wo das Vorbild funktioniert funktioniert das Vertrauen und wo das vertrauen funktioniert, da funktioniert auch die Lehre. j. c. schrieb: > Naja, ob Winne der Jugend zum Beispiel gereicht... Hatte ich zwar nicht gefragt aber darüber darf jeder denken wie ihm beliebt. @A.K. klar ist es effizienter ein gutes Fachbuch mit Index zu handhaben, Doch so erfährst du nicht wie Andere ticken, und schon garnicht ob und was sie sich denken bi dem was sie tun. Viele behaupten gar nicht zu Denken während sie tun was sie tun. Sie tun es einfach und bei manchen will man das sogar gerne glauben. Mir persönlich gibt es Hoffnung wenn ich sehe wie einige sich Gedanken machen und dies auch öffentlich äußern. Es sticht belebend aus der Informationsflut beliebiger Belanglosigkeiten hervor welche mich und wahrscheinlich uns alle tagtäglich überborden. In sofern genieße ich es, auf youtube heute auch das "Bessere Fernsehen" (wieder)zu finden welches sonst im Alltag unterzugehen droht. Im Übrigen fällt es mir heute leichter zuzuhören. Früher konnte ich mir die Dinge und Erklärungen besser anschauen. Aber das hängt auch stark vom Objekt des Interesses ab. eine lange Erklärung eines technischen Sachverhaltes offenbahrt mir nur schwer das Weseentliche. Eine Zeichnung ist da oft effizienter, zumal eine gut kommentierte. Namaste
>endlich: brauchbare Hinweise welche eine Verbesserung der Welt wirklich
ermöglichen
Festhalten ... nun kommen die Weltverbesserer ...
Winfried J. schrieb: > Das ist richtig und gut so und trotzdem sollte mann sich auch in dieser > situation der jugend erklären, ohne den erhobenen Zeigefinger einfach > nur das Verständniss erleichtern. > Denn wo das Vorbild funktioniert funktioniert das Vertrauen und wo das > vertrauen funktioniert, da funktioniert auch die Lehre. Jo,aber dann kommen die Kids von ganz alleine und stellen Fragen. Dann kannst du ihnen deine Lebensphilosphie und -erfahrungen mitteilen und erklären, warum und wieso du gerade diesen deinen Weg und keinen anderen gegangen bist. Ich hätte mich in meiner Jugend jedenfalls schön bedankt, wenn da so alte Knacker, wie ich jetzt einer bin (50), in der Schule aufgetaucht wären und mir ungefragt Schwanks aus ihrem Leben erzählt hätten. A. K. schrieb: > Youtube funktioniert bei mir für so etwas nicht wirklich gut. Wobei das > nicht technisch gemeint ist. Naja, das ist hier ja das Schweizer Fernsehen, unerreichbar selbst für Satellitengucker - und ich finde es äusserst praktisch, das ich mir eben nicht das ganze Gelaber anhören muss, sondern gleich vorspulen kann. Da gibt es unseriösere Quellen auf youtube als SF1 :-)
@ Matze ich will niemanden was aufschwatzen aber früher gab es auch außerunterrichtliche angebote. Ich war in einer, wen wundert's, "Elektronik AG". Da habe ich gelernt was mich interessierte angeleitet durch einen Prüffeld-ing. von "Sternradio" und ich fänds toll wenn ich so mein Wissen weitergeben könnt. Naja vielleicht schau ich mich mal um, bevor ich Renter werde. Im Moment ist mein Leben für die notwendige Verläßlichkeit zu unsteet. Namaste Aber dem Ferkes Wilhelm denke ich gäbs was, auch an Anerkennung. Und das Amt würd auch weniger zetern, würde er aufs ehrenamt verweisen können. Selbst so etwas anzuschieben kann eine Leistung sein in Zeiten chronisch klammer Kassen. ;-)
Bevor du die Welt verbessern willst, schnall Dich erst mal an!
A. B. schrieb: > Bevor du die Welt verbessern willst, schnall Dich erst mal an! Daran erkennen wir den Deutschen, der weiß einfach was Recht ist und was richtig und falsch. Namaste
Ich bin vom Grunde her ebenfalls der Weltverbesserer-Typ. Im gleichen Maße wie die Falten im Gesicht wachsen bei mir allerdings auch die Zweifel, ob die Welt (bzw. deren Bewohner) es überhaupt verdient hat, verbessert zu werden. Der Prozentsatz an Leuten, die bereit sind, AKTIV an der Weltverbesserung mitzuwirken, ist leider sehr gering. Die meisten interessieren sich nur für sich selbst und denken kaum über das Brett vor ihrem Kopf hinaus. Wer's nicht glaubt, der organisiere eine Demo gegen einen beliebigen Mißstand und klappere seinen Bekanntenkreis nach Mitwirkenden ab: "Oh, da hab ich schon was vor.", "Nein, da kann ich gerade nicht.", "Würde gern, aber mein Bein tut so weh.", "Da krieg ich Ärger mit meinem Chef/meinem Partner/meinem Hund.", "Ich vertrag die Sonne nicht/habe Heuschnupfen.", "Ich muß im Garten die Blumen gießen/noch einkaufen.", "Da sind doch sowieso schon genug Leute." Im Schnitt wird vielleicht einer von zehn mitmachen. Bei einer stinknormalen Demo. Wenn es Aktionen sind, die unangenehme Konsequenzen leichterer Art haben könnten, bleibt vielleicht noch einer von 100. Und wenn richtig Ärger oder Gefahr ins Spiel kommt, bspw. solche halsbrecherischen Greenpeace-Aktionen, dann gucken 999 von 1000 nur zu oder gar weg. In letzterem Falle wäre ich wahrscheinlich sogar selbst einer von den 999. Lot wollte dem Herrn 50 Gerechte nennen, um Sodom vor der Vernichtung zu bewahren. Gott hätte sich auch mit 10 begnügt. Aber nicht mal die konnte Lot finden. Die Situation hat sich m.E. bis heute nicht gebessert, also für WEN eigentlich die Welt retten?
für dich und dein Karma? An den Sinn von Demos glaube ich auch nicht, die werden schon lange ignoriert.
Winfried J. schrieb: > für dich und dein Karma? Wie schon angedeutet, ich halte mich selbst nicht für rettenswert. Die einzigen, die mir einfallen, sind kleine Kinder. > An den Sinn von Demos glaube ich auch nicht, die werden schon lange > ignoriert. Für uns Ossis haben Demos die Welt verändert. 1000 Leute mit Transparenten werden nicht erhört, eine Million im Chor dagegen schon.
Ja, ich war am 4 November 1989 in Berlin auch dabei, aber auch schon davor als sie den Krenz nach vorn geschoben hatten bei den spontanen Demos. Den hatte ich schon seit meiner Lehre gefressen. Über den Fall der Mauer war ich sehr zufrieden aber die kohlsche Überrumpelung zeigte schon wohin die reise geht 1 Schritt vor und zwei zurück. Leider war das in meinen Augen die seither letzte große Leistung der Demokratie. Was folgte weiss jeder. Und dem Löschmagneten will ich hier keine Chanze einräumen. Namaste
Wilfried schrob: >An den Sinn von Demos glaube ich auch nicht, die werden schon lange >ignoriert. Das ist bittere Wahrheit. Icke schrob: > Der Prozentsatz an Leuten, die bereit sind, AKTIV >an der Weltverbesserung mitzuwirken, ist leider sehr gering. Ich kann mich noch an Demos erinnern, als seinerzeit die Armut per Gesetz eingeführt wurde. Die Teilnehmer wurden als Faulpelze und Drückeberger in den sog. "Medien" verächtlich gemacht. Das führte zum Ersticken des Protestes. Die Leute merkten: Es ist gleichgültig, ob Du demonstrierst -Du bewirkst nichts, also lass es sein. MfG Paul
>...schrob Da bekommt man ja Augenkrebs. Die Vergangenheit heißt er schrieb http://www.duden.de/rechtschreibung/schreiben
Kara Benemsi schrob:
>Die Vergangenheit heißt er schrieb
1. Die Vergangenheit heißt: Er schrieb
2. Das weiß ich
3. Ich schrieb schon immer "schrob"
In diesem Sinne....
Paul
>2. Das weiß ich
Nun ja, man kann Originalität auch übertreiben.
Solage er nicht "schrubbte" schrob weis ich das er ein Löcheln provozieren willte. Das nennt man "köhnstlerische Freiheit" und dem Köhnstler nachzusehen. ;-) Namaste
Paul Baumann schrieb: > Wilfried schrob: >>An den Sinn von Demos glaube ich auch nicht, die werden schon lange >>ignoriert. > Das ist bittere Wahrheit. Wie stellt man denn fest das Demos ignoriert werden? Weil nach der Demo für Weltfrieden nicht der Weltfrieden ausgebrochen ist?
Hast du die letzten 23 Jährle mal aus dem Fenster gschaut? Welche Demo war zu letzt deiner Meinug nach in D. erfolgreich? Namaste hier in vorarlberg gab es mal eine erfolgreiche Nachbarschaftaktion und auch in Spanie sollsoetwas vorkommen aber in D. prallt alles ab an der Arroganz. imzweifel wird verunglimpft aber nicht "dem Mob"gehörgeschenkt gschweige denn nachgegeben. oder es läuft wie in Sturgart zuletz wo der grüne Fürst jetzt nicht über die von seinen Vorgängern gebahnten Kahlschlagschneißen in der Demokratie hinweg kann, trotz Wählerauftrag. der Lobbyismus sitzt fester denn je im Sattel. Ui jetzt kommt er gleich wider. Ich hör ihn schon summen. Jehova
>...oder es läuft wie in Sturgart
Den Volksentscheid unterschlägst du dabei. Aber der war ja bestimmt
getürkt.
Winfried J. schrieb: > A. B. schrieb: >> Bevor du die Welt verbessern willst, schnall Dich erst mal an! > > Daran erkennen wir den Deutschen, der weiß einfach was Recht ist und was > richtig und falsch. > Bei dem Stuss den du hier reihenweise vom Stapel lässt, kannst du dir eigentlich ziemlich sicher sein, dass du nicht aufgrund deines Alters diskriminiert wirst. Und was genau sind Deine Erwartungen an Demos? Es wäre ja schlimm, wenn x statt y gemacht wird, nur weil mal irgendwo 1000 Leute demonstrieren. Bei Demos gilt: steter Tropfen höhlt den Stein. Und dann können Demos durchaus etwas bewirken/den Fokus auf eine Sache lenken/etc. Das so eine Demo auch nicht immer im Interesse der Demonstranten ausgeht gehört nun mal dazu...das ist das Wesen der Demokratie mit all seinen Kompromissen.
Winfried J. schrieb: > Welche Demo war zu letzt deiner Meinug nach in D. erfolgreich? Jede Demo die wahrgenommen wird ist erfolgreich. > imzweifel wird verunglimpft aber nicht "dem Mob"gehörgeschenkt > gschweige denn nachgegeben. Wenn also das nächste mal die NPD mit "Ausländer raus" durch die Straßen marschiert soll man ihnen also nachgeben? Eine Demo ist im prinzip "Werbung". Werbung führt aber nicht dazu das man aufspringt und ins nächste Kaufhaus rennt um das Produkt zu kaufen. Das läuft i.d.R. viel subtiler im Hintergrund. > oder es läuft wie in Sturgart zuletz wo der > grüne Fürst jetzt nicht über die von seinen Vorgängern gebahnten > Kahlschlagschneißen in der Demokratie hinweg kann, trotz Wählerauftrag. Der Wählerauftrag war die Volksabstimmung. Das wurde erfüllt.
Winfried J. schrieb: > Kahlschlagschneißen in der Demokratie hinweg kann, trotz Wählerauftrag. > der Lobbyismus sitzt fester denn je im Sattel. Stichwort "Kahlschlag". Fällt eigentlich irgend jemand auf, dass Frau Merkel (und ihre Getreuen) am Freitag quasi unbemerkt eines der gravierensten Gesetze durchpeitschen möchte? Ne, die Rede ist nicht vom ESM (was für sich schon genug Fragen aufwirft) sondern vom sog. Fiskalpackt. Darin soll vereinbart werden Europa und auch D-Land auf Obergrenze 60% Verschuldung vom BSP zu festzulegen. Nun haben wir aber derzeit (Dank Bankenrettung) eine Verschuldung von satten 80%. Merkel muss um die 60% zu erreichen jährlich sage und schreibe 25 Milliarden Euro ab 2013 einsparen und das über Jahre! Gregor Gysi wies darauf hin, dass gleichzeitig Herr Schäuble schon mal 18 Milliarden Euro Neuverschuldung im kommenden Haushalt 2013 angepeilt hat?? Wie um alles in der Welt will Merkel dieses Sparverdikt denn künftig einhalten? Bei Zuwiderhandlungen drohen D-Land dann Strafzahlungen. Wer soll da bluten? Nur um mal einen Größenvergleich zu haben. 25 Mrd. Euro sind MEHR als für ALG II oder für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ausgegeben wird. Wie soll das gehen?
Jörg S. schrieb: > Winfried J. schrieb: >> Welche Demo war zu letzt deiner Meinug nach in D. erfolgreich? > Jede Demo die wahrgenommen wird ist erfolgreich. o.k. und woran misst du das ? > >> imzweifel wird verunglimpft aber nicht "dem Mob"gehörgeschenkt >> gschweige denn nachgegeben. > Wenn also das nächste mal die NPD mit "Ausländer raus" durch die Straßen > marschiert soll man ihnen also nachgeben? > Ich hoffe das sollte eine paradoxe intervention werden. Du willst diese Aufmärsche welche eine Demokratieaushalten mus nicht mit den Demos von 89 in der DDR oder der Anti AKW oder stuttgart vergleichen. > Eine Demo ist im prinzip "Werbung". Werbung führt aber nicht dazu das > man aufspringt und ins nächste Kaufhaus rennt um das Produkt zu kaufen. > Das läuft i.d.R. viel subtiler im Hintergrund. > Nun ich sehe da eher Protest, und ser wird ignoriert wo es geht. Werben tun die Lobbyisten die jedoch fällt der masse des Volkes ungleich schwerer >> oder es läuft wie in Sturgart zuletz wo der >> grüne Fürst jetzt nicht über die von seinen Vorgängern gebahnten >> Kahlschlagschneißen in der Demokratie hinweg kann, trotz Wählerauftrag. > Der Wählerauftrag war die Volksabstimmung. Das wurde erfüllt. Das sehe ich anders was zuguterletzt die Reichsverweserin angeht: http://www.welt.de/politik/deutschland/article107279499/Solange-ich-lebe-Merkel-meisselt-Nein-in-Stein.html Sie glaubt also auf Lebenszeit die politik deutschlands bestimmen zu dürfen. Das hatten wir schon mal. Da haben doch die oben Geschmähten schon gewonnen, ihnen wird nachgegeben. Mag sein man hällt mich für blöd aber das sei jedem selbst überlassen.
Winfried J. schrieb: > hier in vorarlberg gab es mal eine erfolgreiche Nachbarschaftaktion und > auch in Spanie sollsoetwas vorkommen aber in D. prallt alles ab an der > Arroganz. Es gibt schon noch Aktionen, die auch erfolgreich sind. Allerdings sind sie oft zu klein, um in der Tageszeitung oder der Tagesschau zu erscheinen. OK, in der Tageszeitung mal mitten in der Woche ein winziger Schnipsel an der Unterkante auf Seite 23. In meinem Heimatwohnort, deutsches Dorf mit etwa 1000EW, gab es mal einen Zusammenschluß aller Bürger, die eine Bürgerinitiative gründeten. Die Gemeindeverwaltung beschloß die Sanierung der Kanalisation, ein großes Wasserwerk, und die Straßensanierung, an der finanziell anteilmäßig jeder Bürger beteiligt werden sollte. Die Rechnungen waren wirklich horrend hoch, wohl einige 10k€ pro Haushalt. Stinksauer, waren sich alle schnell einig. Also beschloß man in einer großen Bürgerversammlung, sich den besten Staranwalt zu suchen, der in Deutschland zu finden war, und ließ sich erst mal beraten. Nach einer längeren Prozeßreihe durch alle Instanzen blieb dann am Ende ein angemessener Preis für die Bürger übrig. Der Anwalt war kostenmäßig auch nur ein Klacks, wenn der Preis durch 1000 geteilt wird. Ob das Urteil ein guter Vergleich oder ein Sieg war, weiß ich nicht mehr genau, war dafür noch etwas zu klein. Beiläufig stellte sich noch heraus, daß ortsansässige Bauunternehmer anscheinend mit der Behörde mauschelten, das nennt man wohl Seilschaften oder Vetternwirtschaft, und die Bauwerke teils um ein Vielfaches zu groß ausgelegt wurden. Z.B.: Was macht ein 1000-Seelen-Ort mit einem Wasserwerk einer Kapazität für 100.000EW? Quellwasser gibts reichlich, auch für weit mehr als 100.000EW, das war auch kein Problem. OK, da kamen auch Nachbarorte mit dran, aber insgesamt unter 10.000EW. Ja, die Bürger waren nicht so doof, wie gedacht. Das Ding ist über 30 Jahre her, daher kann ich mal ein paar Worte dazu schreiben. Eine deutsche Gewerkschaft verklagte für uns Arbeitnehmer in einer Sammelklage bundesweit den riesigen AG. Das erscheint auch in keinen Nachrichten. Es kam dazu, als der AG Erschwerniszulagen für den Umgang mit Gefahrstoffen, mit denen ich täglich zu tun hatte, z.B. Schwermetalle Blei, strich. Bundesweit, für einige 10.000 betroffene AN. Das ließ man sich nicht bieten. Die Prozesse dauerten aber auch gut 2 Jahre. Entschädigt wurde ich am Ende so weit, daß die 15 Jahre Gewerkschaftsmitgliedschaft komplett wieder raus geholt waren, und noch ein paar 1000 Euronen Taschengeld übrig war. Die jenigen, die nicht organisiert waren, schauten sehr dumm, als es für die anderen richtig gutes Geld gab. Während des Verfahrens wurden wir öfter mal von der Gewerkschaft zu Infoterminen in große Veranstaltungsgebäude eingeladen, wie z.B. den Gürzenich in Köln, um z.B. Anträge auszufüllen, oder Info über den aktuellen Stand zu bekommen. Eine Karnevalsveranstaltung war es aber nicht. Manche Aktionen lohnen sich also durchaus.
Winfried J. schrieb: > Jörg S. schrieb: >> Winfried J. schrieb: >>> Welche Demo war zu letzt deiner Meinug nach in D. erfolgreich? >> Jede Demo die wahrgenommen wird ist erfolgreich. > o.k. und woran misst du das ? Warum sollte ich da was messen wollen? >>> imzweifel wird verunglimpft aber nicht "dem Mob"gehörgeschenkt >>> gschweige denn nachgegeben. >> Wenn also das nächste mal die NPD mit "Ausländer raus" durch die Straßen >> marschiert soll man ihnen also nachgeben? > Ich hoffe das sollte eine paradoxe intervention werden. Du willst diese > Aufmärsche welche eine Demokratieaushalten mus nicht mit den Demos von > 89 in der DDR oder der Anti AKW oder stuttgart vergleichen. D.h. die Politik soll doch nicht auf die Demonstraten hören? Nach wechen Kriterien soll dann die Politik nach deiner Vorstellung auswählen welchen Demos nachgegeben wird und welchen nicht? Und wie will man das ignorieren, da müssten die Politiker ja kein TV, Radio, Internet, Zeitung mehr schauen/nutzen um das hinzubekommen. >> Eine Demo ist im prinzip "Werbung". Werbung führt aber nicht dazu das >> man aufspringt und ins nächste Kaufhaus rennt um das Produkt zu kaufen. >> Das läuft i.d.R. viel subtiler im Hintergrund. > Nun ich sehe da eher Protest, und ser wird ignoriert wo es geht. Dann sagt doch mal endlich wie du dir die Alternative vorstellst? Sollen die Ausländer doch raus wenn es bei Demos gefordert wird? >>> oder es läuft wie in Sturgart zuletz wo der >>> grüne Fürst jetzt nicht über die von seinen Vorgängern gebahnten >>> Kahlschlagschneißen in der Demokratie hinweg kann, trotz Wählerauftrag. >> Der Wählerauftrag war die Volksabstimmung. Das wurde erfüllt. > Das sehe ich anders Wenn du das untermauern könntest.... > http://www.welt.de/politik/deutschland/article107279499/Solange-ich-lebe-Merkel-meisselt-Nein-in-Stein.html > Sie glaubt also auf Lebenszeit die politik deutschlands bestimmen zu > dürfen. ???
Winfried J. schrieb: > Aber dem Ferkes Wilhelm denke ich gäbs was, auch an Anerkennung. > Und das Amt würd auch weniger zetern, würde er aufs ehrenamt > verweisen können. > Selbst so etwas anzuschieben kann eine Leistung sein in Zeiten > chronisch klammer Kassen. > > ;-) Wenn ich aus dem aktuellen Schlamassel mal grob raus bin, werde ich neu nachdenken, was man so alles noch anstellen kann. Sicherlich. Im Augenblick ist es jedoch bei mir hyperstressig, jeden Tag was neues, entweder vom Amt oder von den Ärzten. Also: Wenn meine Grundversorgung sicher gestellt ist, und ich nicht mehr wie ein Ping-Pong-Ball umher geschossen werde. Sonst wird der Kopf nicht richtig frei. Beim Hartz-Amt drängten sie ja darauf, daß ich im eigenen Interesse meine Arbeitsunfähigkeit möglichst beenden sollte, sie hatten schon einen 1-€-Job für mich parat liegen. Ob es das wohl ist??? Große Preisfrage: Wie beendet man eine chronische lebensbedrohliche Krankheit? Eine Nachbarin, erwerbsunfähig, macht auch nebenbei was bei einer sozialen Einrichtung. Ich glaube, es gibt sogar noch ein paar € Taschengeld, irgendwas im 400€-Job-Bereich. Aber auch erst, als die den groben Schlamassel hinter sich hatte, und durch die Behörden- und Arztmühlen war. Einen Job im handwerklichen Bereich hat mir mein Arzt verboten, seit dem ich marcumarisiert wurde. Viel zu lebensgefährlich. Da ich selbst Handwerker war, weiß ich es. Es gab kaum einen Tag ohne irgend welche kleinen Verletzungen, und wenn es nur kleine Prellungen, Schürf- und Schnittwunden bei den Bauarbeiten waren. Die Kreissäge oder Flex gehen erst recht nicht. Selbst kleinere Verletzungen werden sich jetzt nicht mehr so schnell schließen. Seit der Marcumarisierung muß ich jetzt ständig einen Ausweis bei mir tragen, z.B. für Unfälle, und alle Ärzte informieren, die mich z.B. zur Kontrollblutentnahme anpieksen wollen. Mein linker Arm sieht auch aus, wie der eines Heroinsüchtigen. An schlimmeren Tagen gab es schon zwei Blutentnahmen bei zwei verschiedenen Ärzten, und oft noch eine dicke Nadel zum Aderlaß 500ml. Aber sicher, ich könnte mal z.B. den DARC ansteuern, vielleicht haben die was interessantes für mich. Es darf gerne auch was elektrisches sein, muß nicht unbedingt fachfremd sein. Allerdings geht nichts, wo ich selbst Geld mit bringen muß, z.B. Mitgliedsbeiträge. Und was produktives, wo ich nach Auftragsvorgaben Geld erwirtschafte, geht augenblicklich auch nicht. Also suche ich nach Dingen, die mir mal Spaß machen. Wobei diese aber selbstverständlich allgemeinnützig sein dürfen, und ich als Anerkennung vielleicht 3€ die Stunde erhalte, nichts wie der 1-€-Job.
@ jörg Deine Methode der Verunglimpfung kannst du dir sparen. dafür hatten wir den Sudel-Ede und Konsorten, die durchschaue sicher nicht nur ich so billig kommst du mit ihnen daher. Ich werde auf deine absurden Unterstellungen nicht weiter eingehen. Gern diskutiere ich jedoch auf sachlichem Niveua über das Verhältnis zwischen solidarischer Gemeinschaft welche durch die Politik systematisch diskreditiert wird und Klientelpolitik wie sie in Deutschland mit immer höherer Geschwindigkeit praktiziert wird. Dies ist nur auf eine Weise zu stoppen durch Massenprotest. Doch davon sind wir weit entfernt. Noch, aber wenn es erst zugeht wie in Griechenland und Spanien und die Massen Hunger Leiden wird sich dieser Kurs nicht weiter fahren lassen. In Frankreich zeichnet sich der Kurswechsel ab und mit Hollande Frankreich wird auch die Macht von M. ihre Grenzen finden. Namaste
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