Loomit schrieb:
> Am Ende wird das ganze wahrscheinlich so aussehen, dass die Schaltung
> mit dem Chip über den Mikrocontroller versorgt wird und der µC über ein
> Labornetzteil. Und der µC ist über RS232 an einen PC angeschlossen.
Das ist nicht so schön. Wenn es irgendwie geht, dann versorge die
Schaltung per Batterie. Das reduziert den Aufwand erheblich. Und trenne
natürlich auch galvanisch zum PC, z.B. der optischer Übertragung oder
auch per Funk. Dann bist Du absolut auf der sicheren Seite.
Am Ende muss der Patient jedenfalls mit 2 MOPP @ maximum rated mains
voltage gemäß IEC 60601-1 gegen die Netzspannung geschützt sein und mit
1 MOPP @ mrmv und 2 MOPP @ 60 V gegen IEC 60950 Geräte wie den PC.
Die Größe der Luft- und Kriechstrecken bemisst sich nach ziemlich vielen
Dingen, unter anderem Verschmutzungsgrad und Einsatzhöhe der
Leiterkarte.
Bei "normalen" Bedingungen kommst Du für 1 MOPP @ mrmv auf 2,5 mm Luft-
und 4 mm Kriechstrecke bei einer Testspannung der Isolation von 1,5 kV.
Außerdem sollte der Erdableitstrom < 10 µA DC bzw. 100 µA AC sein. Auch
das ist mit einer Batterieversorgung kein Problem, sonst ggf. schon.
Kurzum: Eine Batterieversorgung ist das Mittel der Wahl. Zumal so eine
Schaltung nicht viel Strom zieht und auch mit einer kleinen Batterie
recht lange läuft. Zum Probieren reicht es jedenfalls problemlos.