Hallo allerseits, man kann ja ICs z.B. nach der verarbeiteten Signalart, nach Fertigungstechnik usw. unterscheiden bzw. dafür gibt es gängige Ausdrücke. Wie sieht es damit aus, wenn ich sie nach Komplexität unterscheiden möchte? Ich meine das im folgenden Sinn: Geringe Komplexität: Operationsverstärker, Shift-Register etc. Hohe Komplexität: Transceiver, Speicher, Mikrocontroller etc. Viele Grüße, Daniel
Gibts schon, oder genauer, gab es schon. Bei den Logik-ICs unterschied man zwischen SSI, MSI und LSI (Small, Medium, Large Scale Integration). Interessiert hatte das allerdings schon damals niemanden. Zumal das LSI von damals aus heutiger Sicht eher zu Pico Scale Integration wird.
PS: Das hat man offenbar wirklich jenseits von VLSI weitergeführt: http://de.wikipedia.org/wiki/Integrationsgrad
GLSI - wer sich das wohl ausgedacht hat! Die zitierten Personen (Tannenbaum, Autoren des TTL-Kochbuchs) bestimmt nicht.
Wow wow, das oben erwähnte TTL-Buch aka The TTL Data Book For Design Engineers ist als PDF online! zB hier http://computer-refuge.org/bitsavers/pdf/ti/_dataBooks/The_TTL_Data_Book_For_Design_Engineers_2ed_1981.pdf Die Terminologie dort geht aber nur bis maximal LSI :-)
Pink Shell schrieb: > GLSI - wer sich das wohl ausgedacht hat! Das ist doch wie mit den Frequenzbereichen: HF - Hochfrequenz VHF - Verdammt hohe Frequenz UHF - Unverschämt hohe Frequenz SHF - Schweinisch hohe Frequenz EHF - Eklig hohe Frequenz Was auch immer danach kommt. :-)
Jörg Wunsch schrieb: > Pink Shell schrieb: >> GLSI - wer sich das wohl ausgedacht hat! > > Das ist doch wie mit den Frequenzbereichen: > > HF - Hochfrequenz > VHF - Verdammt hohe Frequenz > UHF - Unverschämt hohe Frequenz > SHF - Schweinisch hohe Frequenz > EHF - Eklig hohe Frequenz > > Was auch immer danach kommt. :-) Irgendwann gehen einem die Buchstaben aus... Gruss Harald
Jörg Wunsch schrieb: > HF - Hochfrequenz > VHF - Verdammt hohe Frequenz > UHF - Unverschämt hohe Frequenz > SHF - Schweinisch hohe Frequenz > EHF - Eklig hohe Frequenz > > Was auch immer danach kommt. :-) THF - Tatsächlich hohe Frequenz http://en.wikipedia.org/wiki/Radio_spectrum
A. K. schrieb: >> Was auch immer danach kommt. :-) > > THF - Tatsächlich hohe Frequenz Oder Traumhaft hohe Frequenz. ;-)
Jörg Wunsch schrieb: > A. K. schrieb: >>> Was auch immer danach kommt. :-) >> THF - Tatsächlich hohe Frequenz > Oder Traumhaft hohe Frequenz. ;-) Nee, tödlich hohe Frequenz ^^
Pink Shell schrieb: > GLSI - wer sich das wohl ausgedacht hat! > > Die zitierten Personen (Tannenbaum, Autoren des TTL-Kochbuchs) bestimmt > nicht. Das ist ja fast schon so schlimm wie die Bezeichnung von Bildschirmauflösungen. Es fing an mit VGA. Dann kam Super VGA. Inzwischen sind wir bei Monstern wie WUXGA+ (Wide Ultra Extended Graphics Array) angelangt. Ob Q nun quarter oder quad bedeutet, scheint wohl auch nur mäßig wichtig zu sein...
Lukas K. schrieb: > Bildschirmauflösungen. Es fing an mit VGA. Davor gab es mindestens schon CGA,MDA,EGA
Harald Wilhelms schrieb: > Irgendwann gehen einem die Buchstaben aus... WHF - wahnsinnig hohe Frequenz IHF - irrwitzig hohe Frequenz NHF - noch höhere Frequenz LHF - lächerlich hohe Frequenz (engl. RF - ridiculous frequency)
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Harald Wilhelms schrieb: >> Irgendwann gehen einem die Buchstaben aus... > > WHF - wahnsinnig hohe Frequenz Nach "W" gibts nur noch drei weitere Buchstaben... :-) Gruss Harald
Hallo, ich muss ehrlich sagen, dass nur die ersten vier Beiträge bedingt hilfreich waren, da mir die Bezeichnung der Integrationsdichten bereits bekannt war, sie jedoch keine genaue Aussage über die Funktionalität eines ICs treffen. Ich kann ja auch ein paar Millionen Opamps in einen IC packen, habe dann irgendwas im Bereich ELSI und dennoch ist er in seiner Funktion recht beschränkt. Alle weiteren Beiträge waren dann eher weniger hilfreich bis überflüssig, von daher sollten wir das Thema dann jetzt einfach sein lassen. Gruß, Daniel
Daniel, das hier oft so, dass Threads ins Offtopic abdriften. Manchmal ist es lustig, manchmal giftet man sich an. Brauchst ja nicht weiter lesen...
Naja, was soll man hier auch antworten... Oben versucht sich der TO in der Einteilung von ICs in "Komplexitätsklassen" und unterstellt z. B. pauschal, dass ein Speicher eine höhere "Komplexität" (was auch immer das sein mag) besitzt als ein Shift Register. Im letzten Posting spricht er dann allerdings plötzlich von der "Funktionalität" eines ICs - auch hier ohne jegliche Definition. Frage an den TO: Wann ist ein IC "komplex" bzw. "funktional"? Wenn geklärt ist, was der TO nun eigentlich wissen will, kommen wir hier vielleicht auch sinnvoll weiter...
Daniel H. schrieb: > Ich kann ja auch ein paar Millionen Opamps in einen > IC packen, habe dann irgendwas im Bereich ELSI und dennoch ist er in > seiner Funktion recht beschränkt. Grundsätzlich hilft hier zumindest für Digitallogik die Terminologie aus dem FPGA-Design, da hat man ja auch verschiedene Schichten: 1. Transistor-Level (einzelner Transistor, einzelnes Grundbauteil, beschrieben durch physikalischen Aufbau) 2. Gate-Level (einzelnes Gate, einzelne Grundschaltung, z.B. AND oder Opamp, beschrieben durch einen Schaltplan aus Einzeltransistoren) 3. Block-Level (einzelne Funktion aus mehreren Gates, z.B. Register oder Addierer, Beschrieben als Schaltbild aus mehreren Gates) 4. Register-Transfer-Level (Prozessor, Protokoll-IC, Beschrieben als Blockschaltbild aus Logikblöcken und Registern) 5. System-Level (fliessende Abgrenzung zum Register-Transfer-Level, beschrieben als Blöcke mit kompletter Funktion sowie ihrer Interaktion, z.B. in Form eines Instruktionssatzes)
Daniel H. schrieb: > Ich kann ja auch ein paar Millionen Opamps in einen > IC packen, habe dann irgendwas im Bereich ELSI und dennoch ist er in > seiner Funktion recht beschränkt. > Nicht zwangsläufig. Du kannst auch ein integriertes Anlogrechenwerk versuchen und die Auassichten sind nicht schlecht. Allerdings auch das Risiko eines Fiaskos, da sehr komplexe Ansprüche. Namaste
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