Hallo, ich bin zurzeit daran eine Solarheizung für Sitzpolster zu entwickeln. Zusammen mit einem Spezialisten haben wir die Auslegung der Zellen gemacht. Wir werden monokristalline Wafer von SunPower mit einer Nominalspannung von 0.55V und 5.5A Strom nehmen. Er sagte mir, dass es am besten ist, wenn man die Zellen in Serie schaltet. Weshalb ist eine Serieschaltung besser als eine Parallelschaltung? Die Heizung ist eine Stoffmatte mit 3.6 Ohm Widerstand (30x30cm). Stimmt es, dass für das Heizen möglichst viel Ampere nötig ist? Wenn ja, damm müsste man aber eine Parallelschaltung der Zellen machen... Wer kann mir helfen?!?
Hallo, ist dein Vertrauen in deinen Spezialisten so schwach, dass du hier nachfragst? Warum stellst du diese Frage nicht demjenigen der dir erklärt hat, das eine "Serienschaltung" das Richtige ist? Gruß Peter
Moin, zum Heizen braucht man Energie, ob diese durch Serienschaltung oder Parallelschaltung bereitgestellt wird ist Wurst. MfG
Vertrauen ist gut, rechnen geht auch. Such Dir die Formel für das Ohmsche Gesetz und für die elektrische Leistung. Falls Google wieder kaputt ist: Ohmsches Gesetz: R = U/I Leistung: P = U*I Wodurch wird Wärme erzeugt? Ja: Leistung Der Rest ist einfache Mathematik.
Grundsätzlich ist die Leistung entscheidend und nicht der Strom. Leistung = Spannung x Strom. Bei 0,55 Volt worden wegen der 3,6 Ohm nur ca 0,15 Ampere fliessen können, die Solarzelle ist also prktisch im "Leerlauf". Um die 5,5 A der Solarzelle nutzen zu können muss man aber ca 20 V haben => 36 Stück in Reihe.
Hallo, ich bin kein Fachmann was Solarzellen angeht, aber: >Stimmt es, dass für das Heizen möglichst viel Ampere nötig ist? Nein, die Leistung ist entscheidend, also Spannung mal Strom. >Wenn ja, damm müsste man aber eine Parallelschaltung der Zellen machen... Nein, s.o.. >Weshalb ist eine Serieschaltung besser als eine Parallelschaltung? Wie gesagt, ich kenne mich mit Solarzellen nicht so gut aus, aber ich vermute man kann sie nicht so einfach parallel schalten, sondern müsste sie über Dioden o.ä. voneinander entkoppeln. Gruß, Alex P.S.: >Zusammen mit einem Spezialisten... Der hätte dir diese Fragen sicher auch beantworten können.
simon simon schrieb: > Die Heizung ist eine Stoffmatte mit 3.6 Ohm Widerstand (30x30cm). > Stimmt es, dass für das Heizen möglichst viel Ampere nötig ist? Bei gegebenem und konstantem Widerstand: Ja. Denn laut P=I²*R geht der Strom sogar quadratisch in die Haizleistung ein. > Wenn ja, damm müsste man aber eine Parallelschaltung der Zellen machen... Nein, denn die Ursache für den Strom ist die Spannung. Das sieht man an der Formel P=U²/R. Also muss bei konstantem Widerstand die Spannung erhöht werden. Nur das kann man nämlich willentlich machen, ein Strom ergibt sich dann...
Bleibt aber schon ein bisschen die Frage offen, wie clever ein solchen "Spezialist" ist, wenn er Aussagen wie simon simon schrieb: >für das Heizen möglichst viel Ampere nötig ist? tätigt, falls du das denn von ihm gehört hast. Gruss Gordon
gordon51freeman schrieb: > falls du das denn von ihm gehört hast. Das wird er schon vom Spezialisten gehoert haben, aber bei den Vorkenntnissen vermute ich mal, dass der Spezialist noch gar einige Worte drumherum benutzt hat, die dem TO aber zu kopliziert erschienen. Wer noch nicht mal das Ohmsche Gesetz kennt... fonsana
vielen Dank für die Antworten. So wie ich das sehen, wird eine Parallelschaltung von verschiedenen Zellen eine Beschädigung dieser auslösen, da dann zuvielstrom durch sie fliessen kann. Ich habe im Anhang ein Layout für eine mögliche Verkabelung. Ist dies elektrotechnisch möglich? Da ich die Berechnungen ändern muss, da das Zellenlayout anders wird, möchte ich zuerst einen Vorschlag ausarbeitet, bevor ich das dem Solartyp schicke. Im Anhang, wenn ich das richtig sehe, braucht es hier Dioden. Stimmt das?
Zur Info. Der Widerstand ist immer konstant 3.6 Ohm. Hier ist es aktualisiert.
simon simon schrieb: > Zusammen mit einem Spezialisten haben wir die Auslegung der > Zellen gemacht. Auf welchem Fachgebiet ist dieser Spezialist denn Spezialist? Kaninchenzucht? Wer Rennfahrer werden will, muß zumindest wissen, wo Gas, Bremse und Kupplung sind. Empfehlung: Ein Minimum an elektrotechnischen Grundlagen lernen und dann nochmal fragen.
Icke ®. schrieb: > simon simon schrieb: >> Zusammen mit einem Spezialisten haben wir die Auslegung der >> Zellen gemacht. > > Auf welchem Fachgebiet ist dieser Spezialist denn Spezialist? > Kaninchenzucht? > > Wer Rennfahrer werden will, muß zumindest wissen, wo Gas, Bremse und > Kupplung sind. Empfehlung: Ein Minimum an elektrotechnischen Grundlagen > lernen und dann nochmal fragen. Sorry aber mit diesen Aussagen komme ich leider nicht weiter! Ich bin daran die Berechnungen zu studieren und zu verstehen. Hier sind Fragen meinerseits aufgetaucht, welche ich dann noch besprechen will. Deshalb poste ich hier meine Problemstellungen. Besten Dank für konstruktive Mithilfe.
simon simon schrieb: > Ich bin daran die Berechnungen zu studieren und zu verstehen. Wie deinen Posts zu entnehmen ist, fehlt dir elementares Grundwissen. Das mußt du dir zunächst aneignen, sonst wird das nix. Hier ist eine gute Anlaufstelle: http://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/index.htm
Hier ist es schon sehr gut erklärt: Beitrag "Re: Erklärung gesucht" Schaltet man 37 Zellen á 0,55 Volt zusammen, ergibt das eine Nennspannung von 37 * 0,55V = 20,35 Volt. Durch den 3,6 Ω Widerstand fließt somit ein Strom von: 20,35 V / 3,6 Ω = 5,65 A Das kommt den 5,5 A, die das Modul maximal liefert sehr nahe, daher ist der Betrieb hier optimal in Hinblick auf die (Heiz-)Leistung. simon simon schrieb: > Ich habe im Anhang ein Layout für eine mögliche Verkabelung. Ist dies > elektrotechnisch möglich? Möglich: Ja, Sinnvoll: Nein. Denn hier wird das oben beschriebene verletzt. 11 V / 3,6 Ω = 3,056 A und das wäre ungleich den 5,5 A, die die Zelle kann, somit blieben ca. 5,5 A - 3,1 A = 2,4 A ungenutzt. > Im Anhang, wenn ich das richtig sehe, braucht es hier Dioden. Stimmt > das? Wenn es zu Teilabschattungen kommen kann, dann auf jeden Fall. Frage: Um wie viele Sitzkissen geht es, und gibt es vor Ort keinen Netzanschluss? Das wäre deutlich günstiger. Falls es unbedingt mit der Sonne sein soll und nur tagsüber, dann wäre eine Solarthermieanlage günstiger.
Es gibt 6 Heizkissen. Da diese Kissen auf eine Sesselbahn kommen und die Heizung völlig unabhängig vom Strom sein soll, darf kein Netzstrom verwendet werden. Sonst wäre es viel einfacher... Was meinst du genau mit Teilabschattungen?
Mit Sonne zu heizen ist ok - aber dafür ausgerechnet einen Umweg über Strom zu nehmen wirkt wie ein Klassiker der Gattung "von hinten durch die Brust in Auge".
Für die Effizienz ist der Maximum Power Point (Punkt in der U/I Kennlinie bei dem maximale Leistung entnommen wird) ausschlaggebend. Dieser Punkt ist dem Datenblatt entnehmbar, wobei es eine Abhängigkeit von der Bestrahlungsintensität gibt. Gute Solarregler berücksichtigen dies. http://de.wikipedia.org/wiki/Maximum_Power_Point Gruß!
simon simon schrieb: > Es gibt 6 Heizkissen. Da diese Kissen auf eine Sesselbahn kommen und die > Heizung völlig unabhängig vom Strom sein soll, darf kein Netzstrom > verwendet werden. Existierende Heizkonzepte für Sesselbahnen funktionieren mit Netzstrom. Dort werden die Sitze nur während der Verweildauer in der Berg- und Talstation für einige Sekunden beheizt, dafür aber mit einigen Kilowatt. Die Sitze sind aus einem Material, das die Wärme gut speichert und somit reicht die Wärme für eine Fahrt von nur einigen Minuten aus. > Was meinst du genau mit Teilabschattungen? Wenn ein Teil der Solarzelle im Schatten liegt. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Solarmodul#Die_Freilauf-_oder_Bypass-Diode
Die Kennlinie eines Solarmoduls und eines Heizwiderstandes passen nicht gut zusammen. Wenn Du bei verschiedenen Einstrahlungen eine gut funktionierendes System haben willst brauchst Du einen DC/DC-Wandler der Dein Solarmodul an den Heizwiderstand anpaßt.
Fülle Expandierten Polystyrolschaum in die Sitzkissen, ob man dann noch eine Heizung braucht? ;) Vielleicht zusätzlich noch einen Infrarotstrahler der bei unbesetzten Sitz die Sitze für einige Sekunden vorheizt.
Alexander Schmidt schrieb: > Schaltet man 37 Zellen á 0,55 Volt zusammen, ergibt das eine > Nennspannung von 37 * 0,55V = 20,35 Volt. Durch den 3,6 Ω Widerstand > fließt somit ein Strom von: 20,35 V / 3,6 Ω = 5,65 A > Das kommt den 5,5 A, die das Modul maximal liefert sehr nahe, daher ist > der Betrieb hier optimal in Hinblick auf die (Heiz-)Leistung. Genau, im Juli zur Mittagszeit und ohne Wolken wirds vielleicht gerade so reichen. Gruss Harald
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