Moin, weiß jemand, wie handelsübliche Zeckensprays "funktionieren"? Hintergrund: War im stark Zeckengefährdetem Gebiet und will meine dunkle Jeans jetzt noch etwas genauer absuchen. Habe nur Angst, dass die die kleinen Sauger übersehe, oder das sie dahin flitzen, wo ich grad nicht gucke. Sie sollen ja sogar die Waschmaschine überleben können. Und bis zu einigen Wochen warten können, bis sie etwas passendes finden. Deshalb die Frage, wie das Zeckenspray wirkt, und ob man die Hose ggf. damit einsprühen kann (auf der Packung steht nur etwas von "Haut einsprühen"). Tötet das Spray die Zecken, vertreibt es sie nur, oder hat es eine betäubende Wirklung? Wie kommt die Wirkdauer Zusatnde? Liegt es daran, dass sich das Zeug verflüchtigt, oder zersetzt es sich auf der Haut? Grüße, Toadie
Toadie R. schrieb: > Moin, > > weiß jemand, wie handelsübliche Zeckensprays "funktionieren"? Ich nicht, aber die Zeitschrift Test hat die vor einiger Zeit getestet. Hinweise müsstest Du im INet finden können. Gruss Harald
Toadie R. schrieb: > Tötet das Spray die Zecken, vertreibt es sie nur, oder hat > es eine betäubende Wirklung? Welche Präparate meinst du? Authan & Co.? - die töten nicht, sondern irritieren nur die Geruchsrezeproren, mit denen die Biester ihre Opfer finden und sorgen so dafür, daß sie das Weite suchen. Damit die Hose einzusprühen ist Unsinn. Diese Mittel müssen auf die Haut und verdunsten im günstigsten Fall innerhalb einiger Stunden. (Im ungünstigen Fall werden sie durch Schweiß, Regen etc. viel früher weggespült und wirken dann nicht mehr.) Es gibt spezielle Insektizide, mit denen man Kleider einsprühen kann. Diese Mittel sind sehr wirksam - die Viecher (nicht nur Zecken, sondern alle Insekten, Spinnen und Milben) verrecken in kurzer Zeit nach Kontakt mit vergifteten Gegenständen - und bleiben es auch ca. 6 Wochen lang, sofern die Klamotte nicht naß wird. Nach meiner Erfahrung sind solche Mittel aber nicht nötig, wenn man verhindert, daß einem die Biester in die Hosenbeine krabbeln können und dafür gesorgt wird, daß verirrte Exemplare nicht nachträglich den Weg vom Kleidungsstück auf die Haut finden können. > oder das sie dahin flitzen, wo ich grad nicht gucke. Flitzen tun die nicht. Das sind Milben, die sich sehr gemächlich bewegen, das aber ziemlich ausdauernd. Die Gefahr, so ein Biest wegen seiner Langsamkeit auf dunklem Untergrund zu übersehen, ist aber relativ groß. > Sie sollen ja sogar die Waschmaschine überleben können. Den 60°-Waschgang überleben sie sicher nicht. Als ich noch mit einfachen Jeans in Zeckengebieten unterwegs war, habe ich die Hose am nächsten Tag einfach zusammengewickelt und im Drucktopf auf hoher Druckstufe 10 Minuten autoklaviert. Das hat keine Zecke überlebt. Eine andere Möglichkeit ist bügeln. Seit einigen Jahren trage ich in Wald und Wiesen eine Nylon-Hose mit Gummiabschluß an den Hosenbeinen, die zudem auch noch insektenabweisend ausgerüstet ist. Seither habe ich mir keins von den Biestern mehr eingefangen. Allerdings hat diese Hose einen großen Nachteil: wenn es sehr heiß ist, kommt es zum Hitzestau, der locker mit einem Kreislaufkollaps enden kann, wenn man nicht aufpaßt. (Man schwitzt wie blöd, aber der Schweiß kann nicht verdampfen und kühlt daher nicht.)
Man kann auch warten, bis die Zecke eine bestimmte Größe erreicht hat. Dann ist sie besser zu erkennen: http://www.dr-miller.com/Witze/Zecke.jpg Ich ging für mich im Wald spazieren und das nicht mal auf allen Vieren, bis daß ich dann nach Hause kam und Kamm oder 'ne Bürste nahm. Auf einmal merk ich an der Stirne: Da sticht mir etwas in die Birne Ich denk: Wer macht sowas -zu welchem Zwecke? Da fällt mir ein: das ist 'ne Zecke! Ich nehme also die Pinzette (wovon ich gern 'ne klein're hätte) Ich pack das Biest in dem Genick und drehe langsam, Stick für Stick (das war schlesisch...) Das Tier ist voll mit meinem Blut, die Stirn wird dick -mir passt kein Hut Ich zerquetsche diese Blutkonserve bevor ich's aus dem Fenster werfe. So'n Krepel sticht Dich in den Wanst, was Du nicht bemerken kannst, denn er macht die Stelle taub und sitzt im Wald im Eichenlaub. Hier gibt es was für DIN zu normen: Die Zecke hat zu kleine Formen! Alles über einen halben Meter heißt nicht mehr Zecke, heißt nun Peter Die Zeckenform auf Wald und Wiese die heißt ab heute: Anneliese In diesem Sinne Paul
Paul Baumann schrieb: > die heißt ab heute: Anneliese Ingrid ist ja bereits für andere Dinge besetzt...
Uhu Uhuhu schrieb: > Paul Baumann schrieb: >> die heißt ab heute: Anneliese > > Ingrid ist ja bereits für andere Dinge besetzt... Ausserdem müsste die vorletzte Zeile dann so heissen: "Die Zeckenform auf Wald und Ried" Gruss Harald
Uhu Uhuhu schrieb: > oder das sie dahin flitzen, wo ich grad nicht gucke. > > Flitzen tun die nicht. Das sind Milben, die sich sehr gemächlich > bewegen, das aber ziemlich ausdauernd. Die Gefahr, so ein Biest wegen > seiner Langsamkeit auf dunklem Untergrund zu übersehen, ist aber relativ > groß. Doch, es gibt verschiedene Arten die sind richtig "schnell". Vor allem als Ad_ulte* Zecke. Ich habe einmal ziemlich blöd geschut wie eine mein Bein hochgeklettert ist, meine Freunde lachen heute noch über meine Panische Reaktion. Es gibt bei Zecken zwei verschiedene Arten wie sie an Ihre Opfer kommen, die einen warten und die anderen suchen ihre Opfer. Übriens wandern zur Zeit verschiedene Zeckenarten in Deutschland ein. Unter anderen auch jagende Arten. Auf Wikipedia steht einiges zu den Zecken. Und es gibt auch eine Doku wo gezeigt wird wie schnell die sein können. Habe ich aber bisher nicht auf Youtube entdeckt. Auf jeden Fall sind die Viehcher ähnlich Liebenswert wie ein Bandwurm. Wobei ich mal gelesen habe das Bandwürmer auch nützlich sen können. Aber das ist eine andere Geschichte... *sorry, wenn ich das Wort zusammenschreibe kommt eine Meldung das der Beitrag Spam enthalten würde.
Bernd T. schrieb: > Doch, es gibt verschiedene Arten die sind richtig "schnell". Vor allem > als Ad_ulte* Zecke. Na ja, das ist eine Frage von Einschätzungen. Ich pflege diese Viehcher mit anderen Spinnentieren zu vergleichen und da sind sie eben wirklich keine Rennautos. Sie sind eben so schnell, wie es sich für sie über Millionen von Jahren als günstig herausgestellt hat. > Es gibt bei Zecken zwei verschiedene Arten wie sie an Ihre Opfer kommen, > die einen warten und die anderen suchen ihre Opfer. Die Taktik ist immer dieselbe: sie warten irgenwo auf Grashalmen, oder auf dem Boden, bis sie ein Opfer riechen. Dann versuchen sie, auf den "fahrenden Zug" aufzuspringen, indem sie sich vom Grashalm abstreifen lassen, oder ein paar cm krabbeln, um den Braten zu erreichen. Aktiv ein Opfer zu suchen, sind sie definitiv zu klein und zu wenig mobil und die potentiellen Opfer zu groß. Ich habe mal am Baggersee beobachtet, wie eine Zecke eine Zauneidechse gekapert hat und dann versuchte, sich an deren Hals festzubeißen. Die Eidechse bemerkte es und kratzte das Biest mit einem einzigen Wischer des langen Fingers am Hinterfuß heraus und fraß es auf. Da freut sich der Eidechsen-Fan... > Und es gibt auch eine Doku wo gezeigt wird wie schnell die sein können. Die Geschwindigkeit ist im Bereich von einigen Zentimetern pro Minute - "flitzen" ist was anderes und den Vergleich mit einer kleinen Sprungspinne, die ihr Opfer aktiv anspringt und überwältigt, bestehen sie niemals - wozu auch, denn sie haben ihre eigene Strategie. Zudem ist ihre Maximalgeschwindigkeit stark von der Temperatur abhängig. > Auf jeden Fall sind die Viehcher ähnlich Liebenswert wie ein Bandwurm. Auch das ist eine Einschätzungsfrage, deren Antwort weder Zecken, noch Bandwürmer interessiert.
In Kentucky sind die Viecher in der 'hungrigen' Verison so groß wie Dein kleiner Fingernagel. Mal sehen ab wann die hier Jemand einschleppt und die heimisch werden. Dann wirds richtig unangenehm.
Haribohunter schrob: >In Kentucky sind die Viecher in der 'hungrigen' Verison so groß wie Dein >kleiner Fingernagel. Dazu passt folgendes Lied: http://www.youtube.com/watch?v=HmfhtqYndDk Schnucki, ach Schnucki fahr'n mer nach Kentucky... MfG Paul
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