TFT Netzteil geplatzt- Kondensator ?

OP #2737427
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Am gestrigen Tag ist ein Eizo L768 TFT-Monitor (Bj 2005) mit einem 
lauten Knall verstorben.

Hat auch die Sicherung rausgeschossen.

Jetzt habe ich den TFT obduziert und bin auf dei NT-Platine gestossen.
Dem Knall nach zu urteilen, hätte ich einen oder mehrere völlig 
zerfetzte Becher-Elkos erwartet - sieht aber eher unscheinbar aus.

Brandschäden habe ich im Prinzip nur an einem eher kleinen Bauteil 
entdecken können.
Es handelt sich im ein gelbes Teil mit 2 Beinchen , daß ich als 
Keramik-Kondensator identifizieren würde.

Ich habe auch einen Brocken von dem zertörten Teil gefunden - das ist 
beschriftet mit "22J" und darunter "1KV" und ganz unten "51".

Jetzt einfach ins Blaue gefragt: Kann ich es riskieren, das Bauteil zu 
wechseln, wenn ja was ist es für eins ?
Wie bereits beschrieben - das erkennbar defekte Bauteil ist in Kenntnis 
des Knalls eher unscheinbar klein.
#2737441
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>Wie bereits beschrieben - das erkennbar defekte Bauteil ist in Kenntnis
des Knalls eher unscheinbar klein.

Kommt drtauf an, was Du als Knall betrachtest

Besser ist aber, wenn Du mal ein Foto davon reinstellst, denn 22J und 
1KV und 51 können durchaus sinnvolle Angaben sein, die man aber ohne 
Bild schnell durcheinanderbringen kann (weil alle Nummern übliche Werte 
darstellen - zumindest 22 und 51 könnte man als pF interpretieren, und 
1KV als Kilovold, wobei KV eher kV sein müssste)
#2737444
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>Wie bereits beschrieben - das erkennbar defekte Bauteil ist in Kenntnis
des Knalls eher unscheinbar klein.

Kommt drtauf an, was Du als Knall betrachtest

Besser ist aber, wenn Du mal ein Foto davon reinstellst, denn 22J und 
1KV und 51 können durchaus sinnvolle Angaben sein, die man aber ohne 
Bild schnell durcheinanderbringen kann (weil alle Nummern übliche Werte 
darstellen - zumindest 22 und 51 könnte man als pF interpretieren, und 
1KV als Kilovolt, wobei KV eher kV sein müssste, wenn man exakt sein 
will)
#2737564
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Miss mal nach, ob der im Bild gezeigte Transistor noch okay ist. Der 
Netzgleichrichter kann bei sowas auch Schaden nehmen.

Solche Defekte knallen bei Schaltnetzteilen deswegen so stark weil oft 
ein Lichtbogen gezündet wird, der die gesamte Zwischenkreis-Energie 
verzehrt. Quasi eine Stoßentladung eines mit 330-400V geladenen 
Kondensators (der auch ein wenig Kapazität hat). Da brennen manchmal 
komplette Leiterzüge weg.
Gast #2738537
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Moin,

das zerstörte Teil könnte ein Varistor sein.
Der geht aber nicht einfach so in Rauch auf.
Ich tippe einmal darauf, dass der Gleichrichter defekt ist
und dadurch den Varistor mitnahm. Mess mal den Gleichrichter durch.

Gruß  Peter
#2738821
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Das Teil ist ein Kondensator 22pF/1000V. Es kann schon mal vorkommen, 
dass so einer explodiert. Schau mal nach, ob ein Pin davon an 
Erde/Chassis geht.
Befindet sich dieser C nach dem Gleichrichter, musst Du diesen auch 
durchprüfen. Ist der GL noch ganz, würde ich einfach den C ersetzen und 
mein Glück nochmals probieren. Interne Sicherung vorher ev. noch 
ersetzen.
Der abgebildete Transistor lässt sich leider eingelötet nicht so einfach 
testen. Selbst wenn er durchgeschlagen ist, ist das Gate oft noch 
isoliert.
Zudem gauckelt die Primärwindung im eingelöteten Zustand oft einen 
durchgeschlagenen Transistor vor.
#2738982
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Schau doch mal welcher Typ SMPS-Controller im Netzeil werkelt.In dessen 
Datenblatt findet sich garantiert eine Anwenderschaltung welche Hinweise 
auf die Beschaltung des Leistungstransistors liefert.Ich würde denken 
das der Kondensator 220pf bei 1kV Spannungsfestigkeit hat und am 
Kollektor des Leistungstransistors angeschlossen ist.
#2739897
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> Der abgebildete Transistor lässt sich leider eingelötet nicht
> so einfach testen. Selbst wenn er durchgeschlagen ist, ist das
> Gate oft noch isoliert.
Bullshit. Wenn bei so einem Netzteil der Schalttransistor abraucht, 
verrichtet die Zwischenkreiskapazität ein übles Hexenwerk in diesem. Da 
entladen sich 100-200µF mit 330-400V geladene Elkos ungebremst über eine 
sehr niederohmige Trafowicklung und den Rest vom Die des Transistors... 
was in diesem eine kleine Kernschmelze auslöst. Sehr oft knallt's dabei 
den Deckel vom Gehäuse weg, oder es reißt zumindest ein. Und ich hatte 
in vielen Jahren Bastelei an solchen Netzteilen noch keinen einzigen 
kaputten und mechanisch unbeschädigten Transistor, der nicht brav 0 Ohm 
oder andere krumme Werte zwischen allen drei Beinchen hatte. Oftmals 
sehr zum Ärgernis des Gate-Drivers, der dann beim Durchbrennen des FET 
ebenfalls ordentlich was vor die Fresse bekommen hat...

> Zudem gauckelt die Primärwindung im eingelöteten Zustand oft einen
> durchgeschlagenen Transistor vor.
Nochmals Bullshit. Es liegt nichts Niederohmiges parallel zur C-E bzw. 
D-S Strecke des Transistors. Wenn der Transistor hin ist messe ich da 
einen sauberen Durchgang, wenn er okay (oder zerrissen, offener Kontakt) 
ist messe ich da gar nichts bzw. die Kondensatoraufladung der 
Zwischenkreiskapazität in eine Richtung und bei intakten FETs die 
Substratdiode in der anderen.

@TE: Nimm einen guten 1kV Kondi, oder einen der noch mehr abkann. Das 
ist an dieser Stelle ein sehr stark impulsbelastetes Bauteil und sollte 
von guter Qualität und Haltbarkeit sein, damit es eben nicht 
zerplatzt...

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