>Daraus folgt, dass wenn ich für L = 10µH und C = 10µF eine Grenzfrequenz
>von 15,9 kHz bekomme, richtig soweit???
Ja, folgt aus der bekannten Thomsonformel.
>Das heißt um einen Pi-Filter mit 15,9 kHz aufzubauen muss ich zwei C mit
>je 10µF parallel und dazwischen ein L mit 10µH hängen oder?
Nein, der erste Cap hat darauf keinen Einfluß. Das ergibt sich nur aus
der Spule und dem zweiten Cap.
>Zur zweiten Frage: Welche Dämpfung habe ich bei so einem Pi- Filter pro
>Dekade im Internet finde ich irgendwie verschiedenen Angaben 40dB oder
>60 dB und wie kann man sich das herleiten???
Ein LC-Filter ist ein Filter zweiter Ordnung. Bei 20dB/Dekade pro
"Ordnung" macht das insgesamt 40dB/Dekade. Herleiten tust du das, wie
bei jeder anderen Schaltung, also mit Maschen- und Knotenregel die
Diffgleichung aufstellen und mit harmonischem Ansatz lösen, wenn du dich
in der Frequenzdomäne tummelst.
Wozu braucht es dann den ersten Cap?? Damit das Filter von beiden Seiten
eine niedrige Impedanz nach Masse bekommt. Das erhöht die Filterwirkung
eingangsseitg, weil da jetzt zusätzlich noch ein Entkoppelcap nach Masse
sitzt. Um die Filterwirkung der Gesamtanordnung berechnen zu können, muß
man natürlich die Quellimpedanz kennen.
Außerdem schließt der Eingangssap die Induktivität längere Zuleitungen
kurz, sodaß eine unerwünschte Serienimpedanz mit der Spule
unwahrscheinlich wird. Deswegen sollte man Pi-Filter immer kompakt
aufbauen.