Forum: Offtopic [philosophisch]Elternschaft als Beruf


von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Hallo,

auf Grund des Bevölkerungsrückganges und hohen Arbeitslosigkeit in 
Deutschland könnten man doch auf die Idee kommen 
Vater+Mutter=Familienunternehmen ;) Man könnte einfach das Kindergeld 
erhöhen: 400 €/Kind. Also Elternschaft als Beruf, Eltern mit einer 
bestimmten Anzahl an Kindern brauchen keiner weiteren Erwerbstätigkeit 
nachgehen.

Nun ist aber die Frage: Ob das logisch richtig ist?

Grundsätzlich steht ja der Gedanke dahinter, dass eine Person eine 
bestimmte Wirtschaftsleistung bereitstellt und einen Überschuss 
erwirtschaftet. Wenn man aber Kinder bekommt, die genau dies später tun, 
dann multipliziert sich der Effekt. Aber noch besser wäre es, wenn diese 
auch noch Kinder hätten usw. Wohl gemerkt, die Berufs-Eltern gehen 
ansonsten keine Erwerbstätigkeit nach.

Der Punkt ist nämlich, dass die Berufs-Eltern nicht unmittelbar am 
Wertschöpfungsprozess teilnehmen. D. h. diejenigen, die einem anderen 
Beruf nachgehen, müssen auch das produzieren, was die Berufs-Eltern und 
deren Kinder konsumieren.

Der Arbeiter/Leistungserbringer argumentiert nun, die Berufs-Eltern 
seien faul, sie würden sich auf dem Rücken der Gesellschaft durchfüttern 
lassen. Sie würden keine Leistung erbringen, denn die Kinder seien ja 
schließlich später auch Produzent und Konsument und müssten für sich 
selbst sorgen.

Die Berufs-Eltern argumentieren genau mit dem Gegenteil. Ihre Kinder 
würden ja ein Mehrfaches ihrer Leistung erbringen, da es ja mehr Kinder 
als Eltern sind. Der mehr erzeugte Überschuss würde sogar den Bedarf der 
Berufs-Eltern um ein Vielfaches übersteigen. Da die Kinder auch Kinder 
haben usw., sei die Wirtschaftsleistung der Berufs-Eltern quasi um den 
Faktor unendlich höher als die des Arbeiters/Leistungserbringers. 
Demnach müssten Berufs-Eltern auch angemessen entlohnt werden im 
Vergleich zum Arbeiter.

Da der Lohn auch Anreiz ist, würde ein entsprechend hoher 
Lohn/Kindergeld der Berufs-Eltern zu möglichst vielen Kindern führen. Je 
mehr Kinder pro Eltern, um so geringer ist ja die von einem Kindern in 
Zukunft zu erstellende Leistung, welche die jeweiligen Eltern in der 
Vergangenheit konsumiert haben. Außerdem ist ein enorm hohes 
Wirtschaftswachstum durch Bevölkerungswachstum möglich.

Wer hat bei der Argumentation recht? - Der Arbeiter oder die 
Berufs-Eltern?

Kann der letzte Absatz so stimmen? ;)

von Uhu U. (uhu)


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Stefan Helmert schrieb:
> auf Grund des Bevölkerungsrückganges und hohen Arbeitslosigkeit in
> Deutschland könnten man doch auf die Idee kommen
> Vater+Mutter=Familienunternehmen ;)

Geschäftsgegenstand: Produktion von Arbeitslosen.

von Icke ®. (49636b65)


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Die "Produktion" von Kindern kompensiert natürlich nicht den 
Erwerbsausfall des betreuenden Elternteils. Die Gesellschaft muß das 
schon mittragen. Da es bis vor wenigen Jahrzehnten trotzdem funktioniert 
hat, kann es kein Problem sein. Im Gegenteil, die kinderfeindliche 
Politik und die zeitgeistlichen Tendenzen ("erstmal Karriere", "Kinder 
nerven") haben zu Mangel an Nachwuchs und dramatischer Vergreisung der 
Gesellschaft geführt. Die Auswirkungen sind bereits deutlich zu spüren. 
Die umgekehrte Alterspyramide bringt das Rentensystem langsam aber 
sicher zum Kippen.
Ein anderes, ökonomisch atraktiveres Modell hatten wir in der DDR. Beide 
gehen arbeiten und die Sprosse werden in Kindergärten/-tagesstätten 
betreut, die nicht schon Stunden vor Arbeitszeitende dichtmachen. Kostet 
die Gesellschaft um Größenordnungen weniger als Berufseltern.

von Daniel V. (danvet)


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Icke ®. schrieb:
> Die "Produktion" von Kindern kompensiert natürlich nicht den
> Erwerbsausfall des betreuenden Elternteils. Die Gesellschaft muß das
> schon mittragen. Da es bis vor wenigen Jahrzehnten trotzdem funktioniert
> hat, kann es kein Problem sein. Im Gegenteil, die kinderfeindliche
> Politik und die zeitgeistlichen Tendenzen ("erstmal Karriere", "Kinder
> nerven") haben zu Mangel an Nachwuchs und dramatischer Vergreisung der
> Gesellschaft geführt. Die Auswirkungen sind bereits deutlich zu spüren.
> Die umgekehrte Alterspyramide bringt das Rentensystem langsam aber
> sicher zum Kippen.
> Ein anderes, ökonomisch atraktiveres Modell hatten wir in der DDR. Beide
> gehen arbeiten und die Sprosse werden in Kindergärten/-tagesstätten
> betreut, die nicht schon Stunden vor Arbeitszeitende dichtmachen. Kostet
> die Gesellschaft um Größenordnungen weniger als Berufseltern.

Noch früher war es mal so, dass die Großeltern noch bei den Kinder 
gewohnt haben (oder umgekehrt?) und die Kindererziehung von allen 
übernommen wurden. Oder man hat die Kinder einfach mit zur Arbeit 
genommen (aufs Feld). Das wär doch was ... ;-)

Da jeder seine eigene Wohnung haben möchte, bzw. evtl. berufsbedingt 
haben muss, wird die Kindererziehung (oder eher deren Unterbringung) 
schwieriger.

Alles wird individueller und egozentrischer. Deswegen wird in Zukunft 
jeder für seine eigene Rente sorgen müssen. Ein Glück wenn man im Alter 
Kinder hat, die für einen Sorgen !?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Stefan Helmert schrieb:
> Eltern mit einer
> bestimmten Anzahl an Kindern brauchen keiner weiteren Erwerbstätigkeit
> nachgehen.

Das würdest du freiwillig tun?

Ich nicht, meine Frau auch nicht.

von Robert L. (lrlr)


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>auf Grund des Bevölkerungsrückganges und

aha
wiki sagt da was anderes:
Bevölkerungsentwicklung   ▲ +0,13 % (2010–2011)[5] pro Jahr

>hohen Arbeitslosigkeit in  Deutschland

es ist wohl eher eine der niedrigsten Weltweit..


und warum berufs ELTERN

das sollen die MÜTTER machen, am besten in gruppen (3 mütter mit 30 
kindern) (die Männer sollen arbeiten, so wie sich das gehört)

von wem die Kinder dann sind, wäre auch egal, da findet sich schon 
jemand..
;-)

von Robert L. (lrlr)


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>> Eltern mit einer
>> bestimmten Anzahl an Kindern brauchen keiner weiteren Erwerbstätigkeit
>> nachgehen.


>Das würdest du freiwillig tun?

>Ich nicht, meine Frau auch nicht.

er sprach von einer gewissen Anzahl (die müsste wohl so um die 10 sein, 
sonst macht es kaum Sinn)

DU willst also trotz 10 Kinder noch arbeiten,
das kann schon sein, nur KÖNNEN würdest du nicht ;-)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Robert L. schrieb:
> (die müsste wohl so um die 10 sein,
> sonst macht es kaum Sinn)

Der entsprechende Beruf nennt sich dann "Kindergärtner (m/w)".

Robert L. schrieb:
> und warum berufs ELTERN
>
> das sollen die MÜTTER machen

Warum die?  Die könnten genauso gut erwarten, dass es lieber die Väter
tun, und sie dafür normal arbeiten dürfen.  Abgesehen von der Stillzeit
gibt es nichts, warum Frauen biologisch dafür prädestiniert wären.

von Robert L. (lrlr)


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>Abgesehen von der Stillzeit
>gibt es nichts,

stillen dürfen die natürlich nicht, sollen ja kinder bekommen..


>Abgesehen von der Stillzeit
>gibt es nichts, warum Frauen biologisch dafür prädestiniert wären.

doch (ich weiß nicht,warum sich das manche nicht eingestehen wollen ;-)) 
dadurch dass sie andauernd schwanger wären, würden sie immer Monatelang 
NICHT arbeiten gehen,
das ist (egal welchen job man hat) nicht so wirtschaflich, als wenn die 
männer arbeiten und die frauen kinder aufziehen würden

von Uhu U. (uhu)


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Jörg Wunsch schrieb:
> Der entsprechende Beruf nennt sich dann "Kindergärtner (m/w)".

Kinder ausjäten...

von Daniel V. (danvet)


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Robert L. schrieb:
>>Abgesehen von der Stillzeit
>>gibt es nichts,
>
> stillen dürfen die natürlich nicht, sollen ja kinder bekommen..
>
>
>>Abgesehen von der Stillzeit
>>gibt es nichts, warum Frauen biologisch dafür prädestiniert wären.
>
> doch (ich weiß nicht,warum sich das manche nicht eingestehen wollen ;-))
> dadurch dass sie andauernd schwanger wären, würden sie immer Monatelang
> NICHT arbeiten gehen,
> das ist (egal welchen job man hat) nicht so wirtschaflich, als wenn die
> männer arbeiten und die frauen kinder aufziehen würden

Wobei du ja implizit suggerierst, dass Kinder erziehen/aufziehen mit 
einem dicken Bauch einfacher geht, als zu arbeiten...

edit: ach ja, noch nicht mal Stillen müssen die Mütter, entweder man 
lässt das Stillen ganz, oder pumpt die Milch ab (und die Männer 
"Stillen" per Flasche ) :-)

von Robert L. (lrlr)


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>Wobei du ja implizit suggerierst, dass Kinder erziehen/aufziehen mit
>einem dicken Bauch einfacher geht, als zu arbeiten...

nein,  ich impliziere dass sie VON GESETZES WEGEN nicht DÜRFEN.. (also 
arbeiten  kurz vor, während oder nach der Geburt...)

aber Kinder erziehen, verbietet ihnen keiner..

von Daniel V. (danvet)


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Robert L. schrieb:
>>Wobei du ja implizit suggerierst, dass Kinder erziehen/aufziehen mit
>>einem dicken Bauch einfacher geht, als zu arbeiten...
>
> nein,  ich impliziere dass sie VON GESETZES WEGEN nicht DÜRFEN.. (also
> arbeiten  kurz vor, während oder nach der Geburt...)
>
> aber Kinder erziehen, verbietet ihnen keiner..

Also gut rechnen wir mal:

Laut Mutterschutzgesetz sind das insgesamt 14 Wochen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mutterschutzgesetz

Wobei die ersten 6 Wochen auch nur dann anfallen, wenn die Mutter es 
möchte.

Wie oft passiert sowas? Hm... 1,4 mal im Leben einer Frau
http://de.wikipedia.org/wiki/Bev%C3%B6lkerungsr%C3%BCckgang

Wo ist jetzt das Problem?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Daniel V. schrieb:
> Wie oft passiert sowas? Hm... 1,4 mal im Leben einer Frau

Naja, er stellt sich ja so eine Art "Gebär-Stellvertreter für die
Gesellschaft" vor, wie mir's scheint: einzelne Paare "dürfen" dann
mal 10 Kinder aufziehen und bekommen dann dafür von weiteren 3...5
kinderlosen Paaren ihren Unterhalt finanziert.

Elternschaft gewissermaßen als Ware ...

von Uhu U. (uhu)


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Daniel V. schrieb:
> Laut Mutterschutzgesetz sind das insgesamt 14 Wochen.
> http://de.wikipedia.org/wiki/Mutterschutzgesetz

Der Kommunistische Bund Westdeutschland, Ortsgruppe Marburg hat in den 
1970ern mal eine wahrhaft revolutionäre Forderung gestellt:

  Ein Jahr Mutterschutzurlaub vor und nach der Geburt.

von Daniel V. (danvet)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Daniel V. schrieb:
>> Laut Mutterschutzgesetz sind das insgesamt 14 Wochen.
>> http://de.wikipedia.org/wiki/Mutterschutzgesetz
>
> Der Kommunistische Bund Westdeutschland, Ortsgruppe Marburg hat in den
> 1970ern mal eine wahrhaft revolutionäre Forderung gestellt:
>
>   Ein Jahr Mutterschutzurlaub vor und nach der Geburt.

Stell dir vor, die hätten damals nur 14 Wochen gefordert. Da wär ja nix 
übrig geblieben ;-)

von Marek N. (Gast)


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Am besten auch noch was Mutterkreuz wieder einführen.

von Peter F. (toto)


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Wat is denn Philosophie? Laut Huxley:

Schlechte Gründe dafür zu finden, woran man aus anderen schlechten
Gründen glaubt, das ist Philosophie.

Der scheiß Staat hat sich aus unserem Leben raus zu halten, das führt 
immer nur in der Merde. Empirisch tausendfach bestätigt, wie viele 
Regeln oder Zückerchen wollt ihr Wixxer für den Menschenpark denn noch 
aufstellen?

von Purzel H. (hacky)


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Die ganze Idee ist bescheuert. Denn dann haben die Lowperformer die 
Kinder, und die was taugen sterben aus. Es geht, zumindest hier schon in 
diese Richtung. Akademiker haben kaum mehr Kinder. Ich auch nicht. Denn 
das Fehlerrisiko ist viel zu hoch. Die Frau geht und als Mann ist man 
aufm Existenzminimun, die ersparte Huette ist auch weg.
Wahrscheinlich glauben die Nichtakademiker eher, dass sie die Statistik 
ueberlisten koennen.

von Peter F. (toto)


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Zwei von Drei schrieb:
> Die ganze Idee ist bescheuert. Denn dann haben die Lowperformer die
> Kinder, und die was taugen sterben aus. Es geht, zumindest hier schon in
> diese Richtung. Akademiker haben kaum mehr Kinder. Ich auch nicht. Denn
> das Fehlerrisiko ist viel zu hoch. Die Frau geht und als Mann ist man
> aufm Existenzminimun, die ersparte Huette ist auch weg.
> Wahrscheinlich glauben die Nichtakademiker eher, dass sie die Statistik
> ueberlisten koennen.


Geh mir nicht auf den Sack mit deiner Sarrazin Lowperformer Rabulistik. 
Wer ist denn Lowperformer? Wer schafft denn Werte? Deine Highperformer 
von, ich sags mal allgemein, "Finanzmafia". Oder der deutsche, oder 
türkische Gemüsehändler?

MfG

von Icke ®. (49636b65)


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Zwei von Drei schrieb:

> diese Richtung. Akademiker haben kaum mehr Kinder. Ich auch nicht.

Mangelnde Sozialkompetenz spielt bei der Auslese auch eine Rolle. Zu 
schlau zum Überleben.

> Die Frau geht und als Mann ist man aufm Existenzminimun

Ein Mitglied der Intelligenzlerschicht sollte in der Lage sein, einen 
Ehevertrag aufzusetzen. Dann läßt sich der Schaden zumindest begrenzen.

von Dave B. (gaston)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Der Kommunistische Bund Westdeutschland, Ortsgruppe Marburg hat in den
> 1970ern mal eine wahrhaft revolutionäre Forderung gestellt:
>
>  Ein Jahr Mutterschutzurlaub vor und nach der Geburt.

Ich dachte eine Schwangerschaft pendelt sich so auf 9 Monate ein ;)

Die hatten ja lustige Ideen damals, schon mal ein viertel Jahr vor der 
möglichen Empfängnis in den Mutterschutz gehen.

von Robert L. (lrlr)


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>Intelligenzlerschicht

er redet aber von "Lowperformer/Higperformer"

das hat mit Intelligenz ja nichts zu tun...
(also den vererbten Teil, und um das geht es ja hier)

oder glaubt jemand ernsthaft, die Leute in den 3. Welt Ländern wären 
mehr/weniger intelligent..

von Purzel H. (hacky)


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Ich hab mich etwas unglucklich ausgedrueckt. Akademiker bedeutet nicht 
highperformer. Ich selbst kenne Lowperformer-Akademiker. Die haben's 
nach dem Studium auf n'guten Job geschaft und denken nun's das sei's. 
Durch geschicktes Schnorren faellt es kaum einem auf.
Der Mittelstand hat vielleicht 1-2 Kinder, und greift hin und wieder auf 
die Grosseltern zurueck, kommen aber sonst zurecht.
Lowperformer sind die, die wesentlich mehr Kinder haben, wie sie selbst 
dafuer aufkommen koennen. Das Sozialamt bezahlt ja die Differenz.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Na ehrlich,

ich wollte erst gar nichts dazu schreiben aber bevor die Sozialphobiker 
und Missantropen hier die Oberhand gewinnen gebe ich zu bedenken, dass 
viele Kinder zu zeugen zuerstmal auch soziale Probleme schafft, bevor 
welche gelöst werde können. siehe entwicklungen in China seid Mao.

Außerdem  erscheint das Modell "Berufseltern" nur zu neuen Neiddebatten 
zu taugen und recht menschenunwürdig. Auf der anderen Seite  ist der 
Homo Ökonomicus nicht sozialer  eingestellt als der homo Konsumikus.

Das Geheimnis des sozialen Erfolges sollte wohl eher im dynamischen 
Gleichgewicht zu finden sein.

Klar sollte jeder entsprechend seiner individuellen Lebensbedürfnisse 
sein Leben gestalten können und dürfen. Aber das bedeutet Toleranz und 
ökonomische Grundlagen zu schaffen für alle Formen des Zusammenlebens.

Und hier ist das Versagen der Politik der letzten Jahrzehnte zu 
verorten. In der Missachtung sozialer Leistungen für die Gesellschaft 
zugunsten ökonomischer Vorteile für die Eliten oder was sich dafür hält.

Namaste

von Lasst mich A. (ich_bin_durch)


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Für ein Kind vollzeit da zu sein heißt noch lange nicht das es eine gute 
Erziehung bekommt. Das beweisen schon unsere bildungsfernen Schichten. 
Kaum einer kommt von dort auf einen hohen Bildungsabschluss und das ist 
nicht nur die Schuld vom Staat.

Ich würde eine Art Erziehungslizenz einführen. Da wird dann alle sechs 
Monate überprüft ob die Erzieher überhaupt wissen was für die 
Entwicklung der Kinder im jeweiligen Altersabschnitt gut und richtig 
ist. Z.B. wie helfe ich meinem Kind bei den täglichen Hausaufgaben, 
welche Nahrung braucht das Kind im jeweiligen Entwicklungsstadium ect. 
Wer den Test nicht schafft verliert die Lizenz (und noch viel schlimmer: 
das Geld). Kostenlose Betreuungsplätze müssen dafür jedoch angeboten 
werden.

So ist zumindest sichergestellt das ein gewisses Niveau eingehalten 
wird. Wenn die Erziehung unter dem Niveau liegt bringt das der 
Gesellschaft überhaupt nichts.

von Peter F. (toto)


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Lasst mich Arzt schrieb:
> Für ein Kind vollzeit da zu sein heißt noch lange nicht das es eine gute
> Erziehung bekommt. Das beweisen schon unsere bildungsfernen Schichten.
> Kaum einer kommt von dort auf einen hohen Bildungsabschluss und das ist
> nicht nur die Schuld vom Staat.
>
> Ich würde eine Art Erziehungslizenz einführen. Da wird dann alle sechs
> Monate überprüft ob die Erzieher überhaupt wissen was für die
> Entwicklung der Kinder im jeweiligen Altersabschnitt gut und richtig
> ist. Z.B. wie helfe ich meinem Kind bei den täglichen Hausaufgaben,
> welche Nahrung braucht das Kind im jeweiligen Entwicklungsstadium ect.
> Wer den Test nicht schafft verliert die Lizenz (und noch viel schlimmer:
> das Geld). Kostenlose Betreuungsplätze müssen dafür jedoch angeboten
> werden.
>
> So ist zumindest sichergestellt das ein gewisses Niveau eingehalten
> wird. Wenn die Erziehung unter dem Niveau liegt bringt das der
> Gesellschaft überhaupt nichts.

Und wer bestimmt was gut und richtig ist? Lebensborn 2.0?
Dass dieses kranke Gedankengut nie ausstirbt, kein Wunder dass die 
Deutschen keine Lust haben Kinder in so ein krankes Umfeld zu setzen....

MfG

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Peter Funke schrieb:

> Und wer bestimmt was gut und richtig ist? Lebensborn 2.0?
> Dass dieses kranke Gedankengut nie ausstirbt, kein Wunder dass die
> Deutschen keine Lust haben Kinder in so ein krankes Umfeld zu setzen....
>
> MfG

Etwas Sinngleiches ging mir auch durch den Kopf. Gut, dass du die 
richtigen Worte fandest.
 Übrigens sind die Scientologen auch auf so  einem Pfad unterwegs. Wer 
also seine Persönlichkeit an den berühmten Nagel hängen will und die 
seiner Kinder gleich mit, dem ist zu helfen. Wohin es führt. ...

Namaste

von Uwe R. (aisnmann)


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Peter Funke schrieb:
> Zwei von Drei schrieb:
>> Die ganze Idee ist bescheuert. Denn dann haben die Lowperformer die
>> Kinder, und die was taugen sterben aus. Es geht, zumindest hier schon in
...
> Geh mir nicht auf den Sack mit deiner Sarrazin Lowperformer Rabulistik.
> Wer ist denn Lowperformer? Wer schafft denn Werte? Deine Highperformer
> von, ich sags mal allgemein, "Finanzmafia". Oder der deutsche, oder
> türkische Gemüsehändler?

Du legst Ihm ja den Gemuesehaendler regelrecht in den Mund, und regst 
dich dann darueber auf. Das ist doch Quatsch. Vor allem wenn du es mit 
der Finanzmaffia vergleichst. Das sind Aepfel mit Birnen verglichen.

Das ist wie der Vergleich zwischen dem Bannkundenberater und dem ... was 
weiss ich, Es gibt offenbar keine Entsprechung zum Finanzmaffiosi in der 
Gemuesehandlerbranche.

Ich persoenlich zaehle zum Lowperformer den, der oft nicht die Boecke 
hat zum Arbeiten UND sich fuer nix interessiert UND 2 linke Haende hat 
(ohne Linkshaender zu sein). Hier in der Gegend wohnen viele 
Lowperformer, ist ne richtige Lowperformergegend.

Neulich sah ich Sylvester Stallone auf ner Treppe sitzend, Bier 
trinkend. Der hatte nen ganzen Beutel Bier dabei, etwa ab 14:00 Uhr. 
Jedenfalls sagte er das er Sylvester Stallone waere, und das sagte er 
jedem der vorbei lief. Selbst laufen konnte er nur noch eingeschraenkt, 
immerhin, er ist nicht hingefallen. Das war allerdings nicht hier in der 
Gegend, sondern in Halle aufm Marktplatz, wo wir Dienstlich was zu tun 
hatten.
Das war ein Lowperformer, ganz eindeutig.

bye uwe

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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@Stefan Helmert,

warum beteiligst du dich eigentlich nicht an der von dir angezettelten 
Diskusion?

von Uwe R. (aisnmann)


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Lasst mich Arzt schrieb:
> Für ein Kind vollzeit da zu sein heißt noch lange nicht das es eine gute
> Erziehung bekommt. Das beweisen schon unsere bildungsfernen Schichten.
> Kaum einer kommt von dort auf einen hohen Bildungsabschluss und das ist
> nicht nur die Schuld vom Staat.

Naja, nicht jeder braucht nen hohen Bildungsabschluss. Es muss ja auch 
Leute geben die die Strassenbahn fahren weil sie nen ruhigen Job wollen 
ohne staendig das Hirn zermartern zu muessen (wenn man das Nachdenken 
als zermartern wahrnimmt). Und irgendwer muss auch die Kippen an der 
Haltestelle wegkehren und die Werbeschilder aufhaengen...

> Ich würde eine Art Erziehungslizenz einführen.

Manchmal denke ich das auch, allerdings hat die Erziehung im Prinzip 
immer hauptsaechlich in der Hand der Lainen gelegen. Wie auch ne 
demokratische Wahl immer in der Hand der Laien liegt. Wie willst du das 
also bewerkstelligen?

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Lasst mich Arzt schrieb:
> Ich würde eine Art Erziehungslizenz einführen. Da wird dann alle sechs
> Monate überprüft ob die Erzieher überhaupt wissen was für die
> Entwicklung der Kinder im jeweiligen Altersabschnitt gut und richtig
> ist.

Nun muß ich mich doch noch einschalten.

Dass kannst du gleich , sogar am Wochenende, haben.
Rufe einfach anonym das Jugendamt an und sage denen das die Kinder von 
Familie XXX schlecht behandelt werden. Du hast Spaß und Hausbesuche bis 
die Kinder 18 Jahre alt sind.
Hat eine "liebe" Nachbarin von uns gemacht. Der "Schweinskopf" ist fett, 
faul und gefräßig und hat nur einen verzogenen Prinzen und meint dann 
andere GRUNDLOS  anzuschei..en. Hat sie schon mit mind. vier Familien 
gemacht.
Zu uns kommt nun wöchentlich so eine Sozialvo..e und will uns (45) sagen 
was gut für Kinder ist. Wenn wir unsere Kinder nicht so lieben würden, 
würde ich der Tante die Faust auf's Auge knallen und ihr die Kinder 
(vier an der Zahl) in die Hand drücken und wir hätten vor dem Pack 
unsere Ruhe.
Solange solche Methoden in unserem Lande herrschen, kann ich jeden nur 
abraten Kinder zu bekommen. Besser ist es doch mit 18 zum Arzt und E.er 
ab.
Lebenslang viel Steuern zahlen aber ruhig sein Leben leben. (Hätte ich 
das mit 18 gewusst). Sollen doch die hochgelehrten Sozialarbeiterinnen 
die Kinder kriegen.

von Robert L. (lrlr)


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>Jörg P. R.

so wie du schreibst, wunderst du dich, dass man dir jemanden vom 
Jugendamt  vorbei schickt .. ?

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Wenn du so eine mal erlebt hast, kommst du vielleicht auf den selben 
Gedanken. Meine älteste ist 16, und fühlt sich pudelwohl und wird 
studieren. Soviel zum Thema "Schlecht behandeln". Natürlich spielen beim 
schreiben auch Emotionen mit, die ich sonst nicht habe.

von Robert L. (lrlr)


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>Meine älteste ist 16, und fühlt sich pudelwohl und *wird*
>studieren.

WIRD studieren???, das kannst jetzt noch gar nicht wissen..

>Emotionen


die meinte ich gar nicht, sondern deinen Egoismus..

(nichts gegen ein gewisses maß an Selbstbewusstsein, aber ...)

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