Hallo allerseits, ich werde demnächst in eine eigene Wohnung ziehn.Deswegen wollte ich hier nachfragen was eigentlich heutzutage notwendig ist, um DSL (+ vielleicht ISDN) in Betrieb zu nehmen. Vor über 10 Jahren hab ich das (noch als Kind) im Elternhaus eingerichtet. Damals musste man mit der Amtsleitung in den Splitter. Von dem ging es dann einmal ins NTBA und einmal ins DSL Modem. An letzterem hing dann der Router bzw PC. Naja, ich bin da nicht mehr ganz up-to-date weil ich das Zeugs nie wieder anrühren musste. Was braucht man den heutzutage noch alles an Geräten? Ich habe gehört das gibts jetzt alles in einem. Sogar mit Router, als Fritzbox (eierlegende Wollmilchsau). Stimmt das? Ist dann wirklich kein weiteres Gerät notwendig? Ich würd gerne vorher schon mal bisl planen, vor allem in Bezug auf verlegte Netzwerk- und Telefonleitungen (Wohnung befindet sich noch im Bau). Vielleicht kann mich da ja mal jemand aufklären? Viele Grüße, lex
Geld, Nerven, Zeit, die HW ist überschabar, die providerwahl eher nicht und ebenso die Hürden bis der Spass in trockenen Tüchern ist.
le x. schrieb: > Damals musste man mit der Amtsleitung in den Splitter. Von > dem ging es dann einmal ins NTBA und einmal ins DSL Modem. An letzterem > hing dann der Router bzw PC. Router und Modem sind mittlerweile oft integriert, so ist es jedenfalls bei der Fritzbox. Je nach Telephonnetzbetreiber ist die Kombination Splitter/NTBA nach wie vor aktuell, manche aber liefern auch ein Kombinationsgerät aus. Ein Splitter ist nur erforderlich, wenn auch "normale" Telephonie betrieben werden soll, und ein NTBA ist nur erforderlich, wenn diese "normale" Telephonie statt POTS ISDN nutzt. Da viele Telephonanschlüsse mittlerweile VoIP nutzen, können hier Splitter und NTBA entfallen, die sind dann nicht mehr erforderlich und der (dann meist vom Telephonieanbieter gelieferte) Router kommt direkt an die "Amts"leitung. Also: Wird zuverlässige Telephonie gewünscht (also POTS oder ISDN), so sind Splitter und gegebenenfalls NTBA immer noch erforderlich.
Danke euch für eure schnellen Antworten. Also zu VoIP hab ich mir noch keine Gedanken gemacht. Muss mir das wohl mal irgendwo in Aktion anschaun. Bei ISDN wüsst ich nicht was mir das in einem 1(-2) Personenhaushalt für Vorteile bringt,fällt wohl auch weg. Primäres Kommunikationsgerät ist eigentlich eh mein Handy. Werde momentan auch so gut wie nie aufn Festnetz angerufen (außer von meinen unverbesserlichen Eltern :-)). Viele Grüße, lex
le x. schrieb: > Was braucht man den heutzutage noch alles an Geräten? Nichts. Du machst einen Vetrag mit Deinem Provider. Dann kriegst Du ein Päckchen mit Zeugs und schließt alles an. Peter
Das hab ich mir fast gedacht. Aber wenn ich ein bestimmtes Gerät will, zB diese Fritzbox mit NAS- und Cloudfunktion. Kann mir das auch der Provider gegen Aufpreis liefern? Wenn ich mir das selbst kaufe, dann liegt ja der (wohl auch nicht kostenlose) Router vom Provider dumm rum... Grüße, lex
le x. schrieb: > Kann mir das auch der Provider gegen Aufpreis liefern? Das musst Du Deinen Provider fragen - nicht uns. Einige (wie 1&1) bieten gegen geringen Aufpreis auch leistungsfähigere Fritzboxen als das Basismodell an.
le x. schrieb: > Bei ISDN wüsst ich nicht was mir das in einem 1(-2) Personenhaushalt für > Vorteile bringt,fällt wohl auch weg. Wenn aus dem "-2" dann wirklich "2" werden, kannst du zumindest noch telefonieren, wenn der zweite Kanal "dauerbesetzt" ist. ;-) Ich weiß nicht, wie das mittlerweile aussieht. Als ich das letzte Mal geguckt habe, kostete eine ISDN-Leitung mit DSL gerade mal einen symbolischen Euro pro Monat mehr als eine POTS + DSL. > Primäres Kommunikationsgerät ist eigentlich eh mein Handy. Dann sind deine Qualitätsansprüche an Telefonie schon so weit runtergeschraubt, dass du dir bedenkenlos auch das billigste VoIP leisten kann. Das ist dann ungefähr genauso schlecht wie GSM. Mit sauberen, rausch- und aussetzfreien 3,2 kHz Bandbreite, wie man sie bei ISDN bekommt, hat das natürlich alles nichts zu tun. Ich empfinde es jedenfalls nach wie vor als Graus, mit Leuten telefonieren zu müssen, die ein Mobiltelefon mit seiner miserablen Gesprächsqualität als Feststandorttelefon missbrauchen.
Danke Jörg! Aer bevor wir uns falsch verstehen: wenn ich daheim bin benutze ich meist das Festnetz zum raustelefonieren. Ich selbst werde allerdings fast nur auf dem Handy angerufen, denn meine Daheim-Zeiten sind doch sehr unregelmäsig. Ein ordentlicher Festnetzanschluss gehört auch für mich nach wie vor zum Haushalt dazu. Auch wenn er wohl um einiges seltener benutzt wird wie in den 90ern :)
Eine FritzBox ist definitiv empfehlenswert. Da braucht man sonst keine Kästchen mehr und das Teil kann praktisch alles: Splitter, DSL-Router, WLAN-Router, Switch, UMTS-Fallback, VoIP, NTBA, ISDN->analog, Anrufbeantworter, DECT Basisstation, Faxe empfangen und an eine Emailadresse schicken, Faxe versenden, NAS, USB-Drucker im Netzwerk verfügbar machen, VPN-Server Es gibt sogar ein WLAN-Telefon von denen: Fritz!Mini Auch sind deren Kiste relativ sicher, was man von vielen anderen Herstellern nicht sagen kann. Und relativ einfach einzurichten. http://www.zdnet.de/magazin/41559084/wpa2-geknackt-wie-der-neue-wlan-hack-funktioniert.htm
le x. schrieb: > Ein ordentlicher Festnetzanschluss gehört auch für mich nach wie vor zum > Haushalt dazu. Auch wenn er wohl um einiges seltener benutzt wird wie in > den 90ern :) Dann bleibt dir als Provider eigentlich nur die Telekom oder ein Reseller, der einen Telekomanschluss vermarktet. Die anderen verkaufen dir zwar einen analogen Telefonanschluss, realisieren das aber über VoIP. Das gilt übrigens auch für ISDN. Da bekommst du keinen NTBA sondern der Router (vom Provider) stellt das ISDN-Signal bereit. Wenn du übrigens einen anderen als den vom Provider bereitgestellten Router nutzen willst, solltest du den vorher fragen oder dich besser im I-Netz schlau machen. Ich nutze hier Alice und da funktioniert nur deren Router. Die Fritzbox findet das DSL-Signal, kann aber keine Verbindung aufbauen. Vermutlich haben die eine MAC-Filterung drin.
Jens PICler schrieb: > Ich nutze hier Alice und da funktioniert nur deren > Router. Jo, oder deren Modem, das man dann an einen Router ohne integriertes DSL Modem anschliesst (Router mit WAN Buchse). Wie gut der Service bei Problemen ist, erfährt man leider immer erst nach Vetragsabschluss und Anschalttermin.
Matthias Sch. schrieb: > Wie gut der Service bei > Problemen ist, erfährt man leider immer erst nach Vetragsabschluss und > Anschalttermin. Vor dem Anschalttermin hat man ja normalerweise auch keine Probleme mit dem Anschluss :)
le x. schrieb: > Vielleicht kann mich da ja mal jemand aufklären? Auf keinen Fall den Brief mit den Zugangsdaten wegwerfen. Sonst bist Du am Arsch... http://www.youtube.com/watch?v=TP_Pe0qNEBc
Jens PICler schrieb: >> Ein ordentlicher Festnetzanschluss gehört auch für mich nach wie vor zum >> Haushalt dazu. Auch wenn er wohl um einiges seltener benutzt wird wie in >> den 90ern :) > Dann bleibt dir als Provider eigentlich nur die Telekom oder ein > Reseller, der einen Telekomanschluss vermarktet. Das stimmt so nicht. Laut c't gibt es "echte analoge oder ISDN-Telefonanschlüsse standardmäßig nur noch bei der Telekom sowie den Lokal- und Regionalanbietern. Woanders muss man dafür extra bezahlen, etwa bei Hansenet" "Dafür bekommt der Kunde einen Telefonanschluss mit seit Jahrzehnten ausgereifter Technik, der spürbar zuverlässiger funktioniert als eine VoIP-Variante an wackligen DSL-Leitungen und obendrein bei Stromausfall seinen Dienst nicht quittiert. Die Angebote der Telekom sind deshalb teurer, aber auch höherwertig als die vieler Wettbewerber." Quelle: http://www.heise.de/artikel-archiv/ct/2011/9/90
Alexander Schmidt schrieb: > Eine FritzBox ist definitiv empfehlenswert. Da braucht man sonst keine > Kästchen mehr und das Teil kann praktisch alles: > Splitter, DSL-Router, WLAN-Router, Switch, UMTS-Fallback, VoIP, NTBA Nein. Weder Splitter noch NTBA sind in einer Fritzbox enthalten.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Nein. Weder Splitter noch NTBA sind in einer Fritzbox enthalten. Stimmt, ist bei ganz neuen NGN-Anschlüssen (VoIP) aber wohl auch nicht mehr nötig.
Das schrieb ich schon am Freitag. Zuverlässige Telephonie ist aber was anderes.
Reinhard S. schrieb: >> Wie gut der Service bei >> Problemen ist, erfährt man leider immer erst nach Vetragsabschluss und >> Anschalttermin. > > Vor dem Anschalttermin hat man ja normalerweise auch keine Probleme mit > dem Anschluss :) Das sollte man meinen, ist aber nicht so. Bei mir hat es Monate gedauert, bis die Herrschaften von Alice und der Telekom den Anschluss meines neuerworbenen Hauses gefunden haben, trotz ausfürlichster Beschreibung des von der Stadt geänderten Strassennamens. Da sich Alice nicht in der Lage sah, mit der Telekom eine Einigung zu erzielen, musste ich dann schliesslich zum lila T wechseln, die mir dann erstmal nen Router mit UMTS Stick überlassen haben. Die Bauabteilung der Telekom rief dann einen Monat später an und fragte, wann sie denn buddeln kommen sollten. Ich habe dann von der bereits vorhandenen Dose erzählt (wie schon Monate früher) und plötzlich konnten sie die schon mit Prüfstrom bestromten Drähtchen in der Vermittlungsstelle zusammenhalten.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.