Forum: Offtopic Was ist für DSL nötig?


von Le X. (lex_91)


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Hallo allerseits,

ich werde demnächst in eine eigene Wohnung ziehn.Deswegen wollte ich 
hier nachfragen was eigentlich heutzutage notwendig ist, um DSL (+ 
vielleicht ISDN) in Betrieb zu nehmen.

Vor über 10 Jahren hab ich das (noch als Kind) im Elternhaus 
eingerichtet. Damals musste man mit der Amtsleitung in den Splitter. Von 
dem ging es dann einmal ins NTBA und einmal ins DSL Modem. An letzterem 
hing dann der Router bzw PC.

Naja, ich bin da nicht mehr ganz up-to-date weil ich das Zeugs nie 
wieder anrühren musste.

Was braucht man den heutzutage noch alles an Geräten? Ich habe gehört 
das gibts jetzt alles in einem. Sogar mit Router, als Fritzbox 
(eierlegende Wollmilchsau).

Stimmt das? Ist dann wirklich kein weiteres Gerät notwendig?

Ich würd gerne vorher schon mal bisl planen, vor allem in Bezug auf 
verlegte Netzwerk- und Telefonleitungen (Wohnung befindet sich noch im 
Bau).

Vielleicht kann mich da ja mal jemand aufklären?

Viele Grüße,
lex

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Geld, Nerven, Zeit, die HW ist überschabar, die providerwahl eher nicht 
und ebenso die Hürden bis der Spass in trockenen Tüchern ist.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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le x. schrieb:
> Damals musste man mit der Amtsleitung in den Splitter. Von
> dem ging es dann einmal ins NTBA und einmal ins DSL Modem. An letzterem
> hing dann der Router bzw PC.

Router und Modem sind mittlerweile oft integriert, so ist es jedenfalls 
bei der Fritzbox. Je nach Telephonnetzbetreiber ist die Kombination 
Splitter/NTBA nach wie vor aktuell, manche aber liefern auch ein 
Kombinationsgerät aus.

Ein Splitter ist nur erforderlich, wenn auch "normale" Telephonie 
betrieben werden soll, und ein NTBA ist nur erforderlich, wenn diese 
"normale" Telephonie statt POTS ISDN nutzt.

Da viele Telephonanschlüsse mittlerweile VoIP nutzen, können hier 
Splitter und NTBA entfallen, die sind dann nicht mehr erforderlich und 
der (dann meist vom Telephonieanbieter gelieferte) Router kommt direkt 
an die "Amts"leitung.

Also: Wird zuverlässige Telephonie gewünscht (also POTS oder ISDN), so 
sind Splitter und gegebenenfalls NTBA immer noch erforderlich.

von Le X. (lex_91)


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Danke euch für eure schnellen Antworten.

Also zu VoIP hab ich mir noch keine Gedanken gemacht. Muss mir das wohl 
mal irgendwo in Aktion anschaun.

Bei ISDN wüsst ich nicht was mir das in einem 1(-2) Personenhaushalt für 
Vorteile bringt,fällt wohl auch weg.

Primäres Kommunikationsgerät ist eigentlich eh mein Handy. Werde 
momentan auch so gut wie nie aufn Festnetz angerufen (außer von meinen 
unverbesserlichen Eltern :-)).

Viele Grüße,
lex

von Peter D. (peda)


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le x. schrieb:
> Was braucht man den heutzutage noch alles an Geräten?

Nichts.

Du machst einen Vetrag mit Deinem Provider.
Dann kriegst Du ein Päckchen mit Zeugs und schließt alles an.


Peter

von Le X. (lex_91)


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Das hab ich mir fast gedacht.

Aber wenn ich ein bestimmtes Gerät will, zB diese Fritzbox mit NAS- und 
Cloudfunktion.
Kann mir das auch der Provider gegen Aufpreis liefern? Wenn ich mir das 
selbst kaufe, dann liegt ja der (wohl auch nicht kostenlose) Router vom 
Provider dumm rum...

Grüße,
lex

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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le x. schrieb:
> Kann mir das auch der Provider gegen Aufpreis liefern?

Das musst Du Deinen Provider fragen - nicht uns. Einige (wie 1&1) bieten 
gegen geringen Aufpreis auch leistungsfähigere Fritzboxen als das 
Basismodell an.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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le x. schrieb:
> Bei ISDN wüsst ich nicht was mir das in einem 1(-2) Personenhaushalt für
> Vorteile bringt,fällt wohl auch weg.

Wenn aus dem "-2" dann wirklich "2" werden, kannst du zumindest noch
telefonieren, wenn der zweite Kanal "dauerbesetzt" ist. ;-)

Ich weiß nicht, wie das mittlerweile aussieht.  Als ich das letzte
Mal geguckt habe, kostete eine ISDN-Leitung mit DSL gerade mal einen
symbolischen Euro pro Monat mehr als eine POTS + DSL.

> Primäres Kommunikationsgerät ist eigentlich eh mein Handy.

Dann sind deine Qualitätsansprüche an Telefonie schon so weit
runtergeschraubt, dass du dir bedenkenlos auch das billigste VoIP
leisten kann.  Das ist dann ungefähr genauso schlecht wie GSM.

Mit sauberen, rausch- und aussetzfreien 3,2 kHz Bandbreite, wie man
sie bei ISDN bekommt, hat das natürlich alles nichts zu tun.  Ich
empfinde es jedenfalls nach wie vor als Graus, mit Leuten telefonieren
zu müssen, die ein Mobiltelefon mit seiner miserablen Gesprächsqualität
als Feststandorttelefon missbrauchen.

von Le X. (lex_91)


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Danke Jörg!

Aer bevor wir uns falsch verstehen: wenn ich daheim bin benutze ich 
meist das Festnetz zum raustelefonieren. Ich selbst werde allerdings 
fast nur auf dem Handy angerufen, denn meine Daheim-Zeiten sind doch 
sehr unregelmäsig.

Ein ordentlicher Festnetzanschluss gehört auch für mich nach wie vor zum 
Haushalt dazu. Auch wenn er wohl um einiges seltener benutzt wird wie in 
den 90ern :)

von Alexander S. (esko) Benutzerseite


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Eine FritzBox ist definitiv empfehlenswert. Da braucht man sonst keine 
Kästchen mehr und das Teil kann praktisch alles:
Splitter, DSL-Router, WLAN-Router, Switch, UMTS-Fallback, VoIP, NTBA, 
ISDN->analog, Anrufbeantworter, DECT Basisstation, Faxe empfangen und an 
eine Emailadresse schicken, Faxe versenden, NAS, USB-Drucker im Netzwerk 
verfügbar machen, VPN-Server
Es gibt sogar ein WLAN-Telefon von denen: Fritz!Mini

Auch sind deren Kiste relativ sicher, was man von vielen anderen 
Herstellern nicht sagen kann. Und relativ einfach einzurichten.
http://www.zdnet.de/magazin/41559084/wpa2-geknackt-wie-der-neue-wlan-hack-funktioniert.htm

von Jens P. (picler)


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le x. schrieb:
> Ein ordentlicher Festnetzanschluss gehört auch für mich nach wie vor zum
> Haushalt dazu. Auch wenn er wohl um einiges seltener benutzt wird wie in
> den 90ern :)

Dann bleibt dir als Provider eigentlich nur die Telekom oder ein 
Reseller, der einen Telekomanschluss vermarktet. Die anderen verkaufen 
dir zwar einen analogen Telefonanschluss, realisieren das aber über 
VoIP. Das gilt übrigens auch für ISDN. Da bekommst du keinen NTBA 
sondern der Router (vom Provider) stellt das ISDN-Signal bereit. Wenn du 
übrigens einen anderen als den vom Provider bereitgestellten Router 
nutzen willst, solltest du den vorher fragen oder dich besser im I-Netz 
schlau machen. Ich nutze hier Alice und da funktioniert nur deren 
Router. Die Fritzbox findet das DSL-Signal, kann aber keine Verbindung 
aufbauen. Vermutlich haben die eine MAC-Filterung drin.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Jens PICler schrieb:
> Ich nutze hier Alice und da funktioniert nur deren
> Router.

Jo, oder deren Modem, das man dann an einen Router ohne integriertes DSL 
Modem anschliesst (Router mit WAN Buchse). Wie gut der Service bei 
Problemen ist, erfährt man leider immer erst nach Vetragsabschluss und 
Anschalttermin.

von Reinhard S. (rezz)


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Matthias Sch. schrieb:
> Wie gut der Service bei
> Problemen ist, erfährt man leider immer erst nach Vetragsabschluss und
> Anschalttermin.

Vor dem Anschalttermin hat man ja normalerweise auch keine Probleme mit 
dem Anschluss :)

von Timm T. (Gast)


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le x. schrieb:
> Vielleicht kann mich da ja mal jemand aufklären?

Auf keinen Fall den Brief mit den Zugangsdaten wegwerfen. Sonst bist Du 
am Arsch...

http://www.youtube.com/watch?v=TP_Pe0qNEBc

von Alexander S. (esko) Benutzerseite


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Jens PICler schrieb:
>> Ein ordentlicher Festnetzanschluss gehört auch für mich nach wie vor zum
>> Haushalt dazu. Auch wenn er wohl um einiges seltener benutzt wird wie in
>> den 90ern :)
> Dann bleibt dir als Provider eigentlich nur die Telekom oder ein
> Reseller, der einen Telekomanschluss vermarktet.

Das stimmt so nicht. Laut c't gibt es "echte analoge oder 
ISDN-Telefonanschlüsse standardmäßig nur noch bei der Telekom sowie den 
Lokal- und Regionalanbietern. Woanders muss man dafür extra bezahlen, 
etwa bei Hansenet"
"Dafür bekommt der Kunde einen Telefonanschluss mit seit Jahrzehnten 
ausgereifter Technik, der spürbar zuverlässiger funktioniert als eine 
VoIP-Variante an wackligen DSL-Leitungen und obendrein bei Stromausfall 
seinen Dienst nicht quittiert. Die Angebote der Telekom sind deshalb 
teurer, aber auch höherwertig als die vieler Wettbewerber."
Quelle: http://www.heise.de/artikel-archiv/ct/2011/9/90

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Alexander Schmidt schrieb:
> Eine FritzBox ist definitiv empfehlenswert. Da braucht man sonst keine
> Kästchen mehr und das Teil kann praktisch alles:
> Splitter, DSL-Router, WLAN-Router, Switch, UMTS-Fallback, VoIP, NTBA

Nein. Weder Splitter noch NTBA sind in einer Fritzbox enthalten.

von Alexander S. (esko) Benutzerseite


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Nein. Weder Splitter noch NTBA sind in einer Fritzbox enthalten.

Stimmt, ist bei ganz neuen NGN-Anschlüssen (VoIP) aber wohl auch nicht 
mehr nötig.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Das schrieb ich schon am Freitag. Zuverlässige Telephonie ist aber was 
anderes.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Reinhard S. schrieb:
>> Wie gut der Service bei
>> Problemen ist, erfährt man leider immer erst nach Vetragsabschluss und
>> Anschalttermin.
>
> Vor dem Anschalttermin hat man ja normalerweise auch keine Probleme mit
> dem Anschluss :)

Das sollte man meinen, ist aber nicht so. Bei mir hat es Monate 
gedauert, bis die Herrschaften von Alice und der Telekom den Anschluss 
meines neuerworbenen Hauses gefunden haben, trotz ausfürlichster 
Beschreibung des von der Stadt geänderten Strassennamens. Da sich Alice 
nicht in der Lage sah, mit der Telekom eine Einigung zu erzielen, musste 
ich dann schliesslich zum lila T wechseln, die mir dann erstmal nen 
Router mit UMTS Stick überlassen haben.
Die Bauabteilung der Telekom rief dann einen Monat später an und fragte, 
wann sie denn buddeln kommen sollten. Ich habe dann von der bereits 
vorhandenen Dose erzählt (wie schon Monate früher) und plötzlich konnten 
sie die schon mit Prüfstrom bestromten Drähtchen in der 
Vermittlungsstelle zusammenhalten.

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