Forum: Offtopic TV-Verarsche hoch 10


von Wolf N. (piefke)


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Nee, nee, hatte eben mal den TV am Schreibtisch an und auf Schrott1 
(sorry, heisst SAT1) geschaltet. Eine sog. "Talk-Show" (Annica Hansen) 
läuft da eben.

Herrschaften, so etwas primitiv Gestelltes mit miesen Schauspielern habe 
ich selbst noch nicht in den USA gesehen. Dagegen gehört ja die 
Blöd-Zeitung zur Weltliteratur.

Ich bin erschüttert.......und sprachlos.

von A. $. (mikronom)


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Wolf Trescher schrieb:
> Nee, nee, hatte eben mal den TV am Schreibtisch an und auf Schrott1
> (sorry, heisst SAT1) geschaltet. Eine sog. "Talk-Show" (Annica Hansen)
> läuft da eben.
>
> Herrschaften, so etwas primitiv Gestelltes mit miesen Schauspielern habe
> ich selbst noch nicht in den USA gesehen. Dagegen gehört ja die
> Blöd-Zeitung zur Weltliteratur.
>
> Ich bin erschüttert.......und sprachlos.

Was erwartest du zu der Tageszeit, an der nur Arbeitslose, 
HartzIV-Empfänger und Hausfrauen zu Hause sind?

von Bernd F. (metallfunk)


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Was willst du.

Meine Generation mußte sich noch mit Altgriechisch und dem
großen Latinum rumquälen.

Ovid und Schiller waren keine Fremdwörter.

Heute gibt es Turboabitur in 8 Jahren. Beim Jauch fällt dann
schonmal auf, daß heutige Abiturienten nur noch rudimentäres
Allgemeinwissen haben.

Hier beim "Frühstücksfernsehen" wird ein Klientel befriedigt,
die auch die " Neue Post " spannend finden.

Also, was soll's, sich darüber aufzuregen.
Jedes Land hat das Programm, daß es verdient.

( Die Schelte gegen die Öffentlich-Rechtlichen ist da manchmal nicht
angebracht.)

von A. $. (mikronom)


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Bernd Funk schrieb:
> Was willst du.

Dir die Frage stellen, ob dein Ursprungsbeitrag auch eine Frage enthält! 
Ansonsten ist dein Beitrag einfach nur sinnlos, genauso sinnlos wie du 
dich über dieses Unterschichten-TV aufregst.

von Timm T. (Gast)


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Bernd Funk schrieb:
> Heute gibt es Turboabitur in 8 Jahren.

Einspruch! Hab in Thüringen Abi mit der 12. gemacht, und trotzdem das 
kleine Latrinum. Hilft nem 1-Euro-Jobber, wenn er die Gräser im 
Straßengraben, die er abmähen soll, mit der korrekten lateinischen 
Endung versehen kann.

Dass euch das eine Jahr Schauspielunterricht so fehlt, gibt mir 
allerdings zu denken...

von Michael S. (technicans)


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Dann schau dir mal abends um Mitternacht auf dem KIKA-Kanal
Bernd das Brot an, vor allem wenn der sein Quiz macht, wenn es um
den Buchstaben 'o' im Wort "Brot" geht. Nicht nur, das es IMMER
das gleiche ist, es ist auch immer gleich blöd. Einzige Positive
daran ist, das es so öde ist, das man davon sofort einschläft.

von Andreas M. (elektronenbremser)


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Timm Thaler schrieb:
> das
> kleine Latrinum

8 Jahre, und dann ´nen Abschluß für´s Klo :-))

von Bernd F. (metallfunk)


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Andreas M. schrieb:
> Timm Thaler schrieb:
>> das
>> kleine Latrinum
>
> 8 Jahre, und dann ´nen Abschluß für´s Klo :-))

Ähm. Kleines Latinum? ( Latrinum! :)

von Bernd F. (metallfunk)


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Das Allgemeinwissen kommt mittlerweilen zu kurz.

Dazu gehört das geschichtliche Wissen, um die Entstehung des
dritten Reiches, aber genauso das Wissen, daß man Marmor nicht mit
Säure putzt.

Dazu gehört, daß man die Funktion des Schutzleiters schon im
Physikuntericht lernt, und daß man weiß, das die 
Kurvengrenzgeschwindigkeit beim Auto nur vom Fahrzeuggewicht abhängt.

von Rick M. (rick-nrw)


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Wolf Trescher schrieb:
> Nee, nee, hatte eben mal den TV am Schreibtisch an und auf Schrott1
> (sorry, heisst SAT1) geschaltet. Eine sog. "Talk-Show" (Annica Hansen)
> läuft da eben.
>
> Herrschaften, so etwas primitiv Gestelltes mit miesen Schauspielern habe
> ich selbst noch nicht in den USA gesehen. Dagegen gehört ja die
> Blöd-Zeitung zur Weltliteratur.
>
> Ich bin erschüttert.......und sprachlos.

Was erwartest Du um diese Zeit bei diesem Sender für ein Programm?

Ein Diskussion über Schiller oder einen römischen Dichter, der seit 2000 
Jahren Humus ist?
Wer sollte sich das um diese Uhrzeit auf diesem Sender anschauen?

Also die leichte, ganz leichte Kost, bei der man nicht nachdenken 
braucht, sich der Geist in einem Zustand befindet, als hätte man 20 
Schlaftabletten genommen.
Man muss nur dafür sorgen, dass sich der Geist während der Werbung auf 
kritiklose Aufnahmefähigkeit stellt.

Vor 15 Jahren gab es nachmittags mal Talkshows, die waren noch halbwegs 
unterhaltsam, das was jetzt läuft reicht bestenfalls als Geräuschkulisse 
beim Kochen.

Arte und 3SAT (nicht SAT1) werden langsam zu meinen Lieblingssendern, 
ich glaube, ich werde alt.

von Bernd F. (metallfunk)


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Rick McGlenn schrieb:

> Arte und 3SAT (nicht SAT1) werden langsam zu meinen Lieblingssendern,
> ich glaube, ich werde alt.

Da geht es dir wie mir. :)

von Joachim .. (joachim_01)


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>und daß man weiß, das die Kurvengrenzgeschwindigkeit beim Auto nur vom 
>Fahrzeuggewicht abhängt.
Und vom Radius...

von Bernd F. (metallfunk)


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Joachim ... schrieb:
>>und daß man weiß, das die Kurvengrenzgeschwindigkeit beim Auto nur vom
>>Fahrzeuggewicht abhängt.
> Und vom Radius...

Aber auf keinen Fall von der Breite der Reifen :)

von Weingut P. (weinbauer)


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Bernd Funk schrieb:
> Joachim ... schrieb:
>>>und daß man weiß, das die Kurvengrenzgeschwindigkeit beim Auto nur vom
>>>Fahrzeuggewicht abhängt.
>> Und vom Radius...
>
> Aber auf keinen Fall von der Breite der Reifen :)

theoretisch :o)

ja, fand ich damals auch witzig als mein Physiklehrer postuliere, die 
Reifenbreite hätte nix mit der Haftung und dem Vortrieb zu tun.

Gegenfrage ... was macht der gewitzte Landmann wenn er kurzfristig mehr 
Traktion mit seiner Zugmaschine braucht? Hä?

Er lässt Luft raus und vergrößert damit die Auflagefläche.

Habs probiert, hilft tatsächlich.

Das sollte eigentlich ne Aufnahmeprüfung für Bauer sucht Frau werden ... 
wenn wir schon beim Müll-TV sind.
In dem Zusammenhang, bei mir läuft fast nur noch Tagesschau24.

von Bernd F. (metallfunk)


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Das ist ein Sonderfall, weil hier der feuchte Acker das System
begrenzt.

Ansonsten gilt immer noch der einfache Versuch aus dem
Physikuntericht:  ( Brett- Ziegelstein- Federwaage )
Flach, Seite und Hochkant .

Solltest du mittlerweilen eine Möglichkeit gefunden haben,
die Physik zu überlisten ? :)

von Wilhelm F. (Gast)


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Bernd Funk schrieb:

> und daß man weiß, das die
> Kurvengrenzgeschwindigkeit beim Auto nur vom Fahrzeuggewicht abhängt.

Bernd!!! Wenn du dir jetzt nicht mal selbst ein Ei gelegt hast! ;-)

Schau dir in Physik noch mal die Thematik zur Reibung an. OK, ich hatte 
es bis zum Abi nicht, aber an der FH dann um so mehr.



Ja, das waren noch Zeiten, mit Hans Meiser und Illona Christen ab 16 
Uhr. Die Kollegen versuchten, am Feierabend um 15:45 Uhr immer schnellst 
möglich nach Hause zu kommen.

Als ich vor Jahren noch TV hatte, interessierte mich am Ende noch sowas 
wie South Park mit etwas schmutzigem Humor. Sonst kaum noch was.

Am Wochenende rief mich ein Nachbar an, ob bei mir auch die Bildqualität 
so schlecht wäre. Dem konnte ich nichts sagen. Seit einiger Zeit werden 
hier im Haus monatlich von Monteuren die Kabel im Keller angepitscht, 
und irgend ein Kästchen montiert. Die Mieterfluktuation in einigen 
Wohnungen ist etwas hoch, und irgend ein Idiot bestellt schon mal DSL 
über Kabel, wo dann was an der Verkabelung manipuliert wird. Ob das ewig 
gut geht? Jetzt will der Mann mit dem höchsten Durchsetzungspotential 
der Eigentümergemeinschaft mal was unternehmen.

Das ist auch nicht schlecht, denn es besteht die Möglichkeit, daß ich ab 
01.01.13 auch TV anmelde, und mich gleich von der Zwangsgebühr für alle 
Bürger befreien lasse. Na ja, befreien lassen muß ich mich so oder so. 
Mit Hartz kann man keine 17€ im Monat für Bullshit ausgeben, den man gar 
nicht möchte, und nicht bestellt hat.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Bernd Funk schrieb:
> Joachim ... schrieb:
>>>und daß man weiß, das die Kurvengrenzgeschwindigkeit beim Auto nur vom
>>>Fahrzeuggewicht abhängt.
>> Und vom Radius...
>
> Aber auf keinen Fall von der Breite der Reifen :)

Nach der Schulphysik hängt die Kurvengrenzgeschwindigkeit auch nicht vom
Fahrzeuggewicht ab.

Die Realität sieht aber, wie so oft, etwas anders aus. Oder meinst du,
Rennautos hätten nur deswegen so breite Reifen, damit sich die Gummi-
industrie freut?

Zum ursprünglichen Thema:

Wolf Trescher schrieb:
> Herrschaften, so etwas primitiv Gestelltes mit miesen Schauspielern habe
> ich selbst noch nicht in den USA gesehen.

Gute Schauspieler sind bei den Zuschauern meistens bekannt und deswegen
nicht für solche Shows geeignet :)

von Bernd F. (metallfunk)


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Yalu X. schrieb:
> Bernd Funk schrieb:
>> Joachim ... schrieb:
>>>>und daß man weiß, das die Kurvengrenzgeschwindigkeit beim Auto nur vom
>>>>Fahrzeuggewicht abhängt.
>>> Und vom Radius...
>>
>> Aber auf keinen Fall von der Breite der Reifen :)
>
> Nach der Schulphysik hängt die Kurvengrenzgeschwindigkeit auch nicht vom
> Fahrzeuggewicht ab.
>
> Die Realität sieht aber, wie so oft, etwas anders aus. Oder meinst du,
> Rennautos hätten nur deswegen so breite Reifen, damit sich die Gummi-
> industrie freut?

Rennwagen würden schmale Reifen wegen ihrer Motorleistung und
den Superbremsen in Minuten zerstören.

Schneller durch die Kurven kämen die auch mit schmalen Reifen
nicht.

( Unberücksicht der aerodynamischen Hilfsmittel, die ab bestimmten
Geschwindigkeiten das Gewicht des Rennwagens auf Sattelschlepper-
größe bringen. )

Wo wir wieder am Anfang sind; das Gewicht entscheidet.

von A. $. (mikronom)


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Bernd Funk schrieb:
> Joachim ... schrieb:
>>>und daß man weiß, das die Kurvengrenzgeschwindigkeit beim Auto nur vom
>>>Fahrzeuggewicht abhängt.
>> Und vom Radius...
>
> Aber auf keinen Fall von der Breite der Reifen :)

Das ist falsch. Breitere Reifen haben eine größere Fläche und damit eine 
größere Verzahnungsfläche zwischen Reifen und Asphalt. Sowas lernt man 
eben nicht im Physikunterricht, heute genauso wenig wie vor 40 Jahren.

von A. $. (mikronom)


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Bernd Funk schrieb:
>> Die Realität sieht aber, wie so oft, etwas anders aus. Oder meinst du,
>> Rennautos hätten nur deswegen so breite Reifen, damit sich die Gummi-
>> industrie freut?
>
> Rennwagen würden schmale Reifen wegen ihrer Motorleistung und
> den Superbremsen in Minuten zerstören.
>
> Schneller durch die Kurven kämen die auch mit schmalen Reifen
> nicht.

Du hast es nicht verstanden: Schneller kann man mit breiteren Reifen 
fahren! Schmale Reifen haben weniger Verzahnung, damit auch weniger 
Haftung, verlieren also schneller als breite Reifen den nötigen 
Bodenkontakt. Zur Sicherheit weise ich vorab auch schon schon mal darauf 
hin, dass es um Haftreibung und nicht um Gleitreibung geht!

von Bernd F. (metallfunk)


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Andi $nachname schrieb:
> Bernd Funk schrieb:
>> Joachim ... schrieb:
>>>>und daß man weiß, das die Kurvengrenzgeschwindigkeit beim Auto nur vom
>>>>Fahrzeuggewicht abhängt.
>>> Und vom Radius...
>>
>> Aber auf keinen Fall von der Breite der Reifen :)
>
> Das ist falsch. Breitere Reifen haben eine größere Fläche und damit eine
> größere Verzahnungsfläche zwischen Reifen und Asphalt. Sowas lernt man
> eben nicht im Physikunterricht, heute genauso wenig wie vor 40 Jahren.

Doch, das lernst du im Physikuntericht.
Siehe Ziegelstein. :)

von Paul B. (paul_baumann)


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Eine große Auflagefläche und ein hohes Gewicht sind bei Fahrzeugen immer
gut. Schließlich hört man selten, daß eine Dampfwalze aus der Kurve
getragen wurde. (Wer sollte das auch machen -bei >20 Tonnen)

:-))

Zum ursprünglichen Thema fällt mir ein: Das Schlimme ist, daß es viele
alte Leute gibt, die diese TALG-Shows für bare Münze nehmen. Vielleicht
würde manch Einer munter, wenn der Titel lautete: "Betroffene Mütter
klagen an -Hilfe, mein Sohn hält sich für einen Teletubby!"

Darüber hinaus fördert diese Art von Sendungen den Alkoholismus, denn
einen solchen Stuss kann man nur im Suff ertragen.

MfG Paul

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Bernd Funk schrieb:
> Schneller durch die Kurven kämen die auch mit schmalen Reifen
> nicht.

Schneller nicht, aber langsamer ;-)

> ( Unberücksicht der aerodynamischen Hilfsmittel, die ab bestimmten
> Geschwindigkeiten das Gewicht des Rennwagens auf Sattelschlepper-
> größe bringen. )

Das Gewicht steigt durch die aerodynamischen Hilfsmittel nicht, nur die
Anpresskraft.

Es ist

Da taucht die Masse oder das Gewicht des Fahrzeugs nirgends auf,
zumindest, wenn man µ schulphysikmäßig als unabhängig von der
Anpresskraft annimmt.

von Bernd F. (metallfunk)


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Paul,

Wir müssen uns den Scheiß ja nicht anschauen.

( Ich habe da eh keine Zeit zu )

Schlimm finde ich, daß da Redakteure und Beteiligte auch noch
Geld kriegen.

von Bernd F. (metallfunk)


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Yalu X. schrieb:
> Bernd Funk schrieb:
>> Schneller durch die Kurven kämen die auch mit schmalen Reifen
>> nicht.
>
> Schneller nicht, aber langsamer ;-)
>
>> ( Unberücksicht der aerodynamischen Hilfsmittel, die ab bestimmten
>> Geschwindigkeiten das Gewicht des Rennwagens auf Sattelschlepper-
>> größe bringen. )
>
> Das Gewicht steigt durch die aerodynamischen Hilfsmittel nicht, nur die
> Anpresskraft.
>
> Es ist
>
>
>
> Da taucht die Masse oder das Gewicht des Fahrzeugs nirgends auf,
> zumindest, wenn man µ schulphysikmäßig als unabhängig von der
> Anpresskraft annimmt.

Sicher hast du recht.

Vereinfacht ist der Traktor bei Tempo 20 schneller um den
Parcour als der Formelwagen. :)

Das Eigengewicht ist aber keine vernachlässigbare Größe.

Grüße Bernd

von Pink S. (pinkshell)


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Aber warum haben dann die Formel-1-Renner so breite Reifen? Es muss ja 
einen gewaltigen Vorteil haben in Sinne von erhöhter Bodenhaftung, denn 
breite Reifen haben ja auch eine Menge Nachteile: Gewicht, Rollreibung, 
Luftwiderstand, ungefederte Masse,...

von Bernd F. (metallfunk)


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Pink Shell schrieb:
> Aber warum haben dann die Formel-1-Renner so breite Reifen? Es muss ja
> einen gewaltigen Vorteil haben in Sinne von erhöhter Bodenhaftung, denn
> breite Reifen haben ja auch eine Menge Nachteile: Gewicht, Rollreibung,
> Luftwiderstand, ungefederte Masse,...

Habe ich schon geschrieben.

Die extreme Motorleistung und Bremswirkung würde schmale Reifen
verdampfen.

Die haben auch so schon das Problem, 20 Runden durchzuhalten.

von J.-u. G. (juwe)


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Bernd Funk schrieb:
> Doch, das lernst du im Physikuntericht.
> Siehe Ziegelstein. :)

Der Ziegelstein, der über eine Unterlage rutscht (Gleitreibung), ist 
aber etwas völlig anderes, als der Reifen der über die Straße rollt. 
Solange der Wagen nicht driftet, gibt es nämlich keine nennenswerte 
Relativbewegung zwischen Straße und Reifenauflagefläche.

Da sich der Reifen, wie schon geschrieben, mit der Straße quasi 
"verzahnt", um die Führungskräfte zu übertragen, hat die Größe der 
Auflagefläche einen Einfluß auf die maximal möglichen 
Seitenführungskräfte.

Bernd Funk schrieb:
> Die extreme Motorleistung und Bremswirkung würde schmale Reifen
> verdampfen.

Warum sollte die Reifenbreite bei Vortriebs- und Bremskräften wichtig 
sein, und bei Seitenführungskräften nicht?

von A. $. (mikronom)


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Bernd Funk schrieb:
> Doch, das lernst du im Physikuntericht.
> Siehe Ziegelstein. :)

Du hast es eben einfach nicht begriffen. Du kennst ja nicht mal den 
Unterschied zwischen Gleit- und Haftreibung! Bilde dich erst mal fort, 
bevor du mit fundierten Falschwissen rumprahlst.

Edith: Und denke bitte nicht, dass man bei Galileo etwas vernünftiges 
lernen könnte!

von Bernd F. (metallfunk)


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J.-u. G. schrieb:

>
> Der Ziegelstein, der über eine Unterlage rutscht (Gleitreibung), ist
> aber etwas völlig anderes, als der Reifen der über die Straße rollt.
> Solange der Wagen nicht driftet, gibt es nämlich keine nennenswerte
> Relativbewegung zwischen Straße und Reifenauflagefläche.

Beim Rennwagen bist du immer kurz vor der Gleitreibung.
( Sonst fährst du zu langsam )
>
> Da sich der Reifen, wie schon geschrieben, mit der Straße quasi
> "verzahnt", um die Führungskräfte zu übertragen, hat die Größe der
> Auflagefläche einen Einfluß auf die maximal möglichen
> Seitenführungskräfte.
>

>
> Warum sollte die Reifenbreite bei Vortriebs- und Bremskräften wichtig
> sein, und bei Seitenführungskräften nicht?

Hier geht es doch nur um Temperaturen, die du dem Gummi zumuten
kannst.

Ich streite doch nicht ab, daß es Gummimischungen gibt, die sich
bei optimalen Temperaturen besser mit dem Asphalt verbinden,
als unsere Sommerreifen.

Darum geht es doch nicht.
Ein PKW wird jedem LKW hinten reinrauschen, wenn der eine
Vollbremsung macht.

Bei Tempo 80 spielt nur die Reibung zwischen Gummi und
Asphalt eine Rolle. Und das Fahrzeuggewicht.

von A. $. (mikronom)


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Bernd Funk schrieb:
> Beim Rennwagen bist du immer kurz vor der Gleitreibung.

Und deswegen meinst du man könnte es mit Gleitreibung vergleichen?

> Hier geht es doch nur um Temperaturen, die du dem Gummi zumuten
> kannst.

Quatsch mit Sahne! Aber was darf man von deinen Physikkenntnissen auch 
schon mehr erwarten?

von J.-u. G. (juwe)


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Bernd Funk schrieb:
> Beim Rennwagen bist du immer kurz vor der Gleitreibung.

"Kurz vor der Gleitreibung" ist aber physikalisch etwas anderes als 
Gleitreibung.

> Hier geht es doch nur um Temperaturen, die du dem Gummi zumuten
> kannst.

Ja, die Erwärmung ist doch aber nur vom Betrag der zu übertagenden 
Kräfte abhängig. Ein Flächenelement der Reifenauflagefläche kann doch 
gar nicht unterscheiden, ob es Vortriebs-, Brems- oder Zentrifugalkräfte 
sind, die es von seinem Asphaltgegenpart trennen wollen.

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Nun gebe ich auch noch meinen Senf dazu.
Erstens ist Privatfernseh für mich nur "Blöd-TV".
Tatsächlich bin ich auch im "Mittelalter" wo ich arte und 3sat sehe, 
aber für ÖR noch zu jung bin. ;-)
Zweitens wenn man den Sturz an der Hinterachse z.b. Formel 1 verändert, 
kann man auch höhere Geschwindigkeiten fahren. Ich hatte mal einen 3'er 
BMW Bj. 1976. E21 (Noch bevor Hakan BMW für sich entdeckt hatte) Den 
habe ich Tiefergelegt und bedingt durch die Bauart der Hinterachs, hatte 
sich der Sturz so verändert, dass man damit "Kurvenkönig" werden konnte. 
Das alles mit 195er Reifen. War schon eine tolle Zeit. (schwelg)

von D. I. (Gast)


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deswegen gucke ich gerne

http://fernsehkritik.tv

Die Talkshow von der du sprichst ist einfach komplett geskriptet, man 
hat einen neuen Tiefstand im Niveau-Limbo erreicht.

von Basti M. (counterfeiter)


Angehängte Dateien:

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Hier mal noch mit Überhöhung, damits nicht zu einfach wird...

kA, von wem das ist... oxidiert noch in meinem Studiumsordner rum ;)


Zum TV... am besten nicht einschalten ;) Tagesschau reicht aus und mal 
nen gute Spielfilm... aber der guckt sich auch besser ohne Werbung von 
DVD...

von Timm T. (Gast)


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Bernd Funk schrieb:
> Ein PKW wird jedem LKW hinten reinrauschen, wenn der eine
> Vollbremsung macht.

Ist schon klar. Mach doch mal VOR einem LKW eine Vollbremsung und teste, 
wer den längeren Bremsweg hat.

von Bernd F. (metallfunk)


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So geht das mit dem Reifen.

Die Auflagefläche kommt da nicht vor.
http://www.elsenbruch.info/ph11_down/OHP_Haftreibung_beim_Autoreifen.pdf

Timm,
Wenn vor dir ein neuer Lkw vom Daimler, der leer ist, eine
Vollbremsung hinlegt, hast du mit deinem Pkw keine Chance.

( Siehe Formel )

von Timm T. (Gast)


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Bernd Funk schrieb:
> hast du mit deinem Pkw keine Chance

Kommt ja wohl auf den Abstand und meine momentane Tiefschlafphase an.

Gab mal eine Idee, bei einer Vollbremsung automatisch vor die LKW-Räder 
Matten auszurollen (am LKW befestigt natürlich), die eine deutlich 
höhere Gleitreibung als die Rollreibung der Räder haben und damit den 
Bremsweg extrem verkürzen könnten. Weiss aber nicht, was draus geworden 
ist.

Leute, die Masse des Fahrzeugs hat überhaupt keinen Einfluss auf den 
Bremsweg. Denn wie wir alle in der Fahrschule gelernt haben: Bremsweg = 
(Geschwindigkeit / 10) ^ 2

Da kommt keine Masse drin vor! Und die Prüfungsfragen zu Fahrschule 
werdet ihr doch nicht ernsthaft in Frage stellen, sonst MPU!

von Dave B. (gaston)


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Bei den Privaten ist fast alles tagsüber was nicht aus dem Ausland 
zugekauft wurde "geskriptet" bzw. "Personen und Handlungen frei 
erfunden". Nur was mit Tieren ist meist nicht so stark geskriptet.

von Frank Norbert Stein *. (franknstein)


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Dave B. schrieb:
> Bei den Privaten ist fast alles tagsüber was nicht aus dem Ausland
> zugekauft wurde "geskriptet"

Hat doch der TE bereits zu Anfang geschrieben:

Wolf Trescher schrieb:
> so etwas primitiv Gestelltes mit miesen Schauspielern

By the way: Ist schon spassig, der Threat hat im Titel was von 
TV-Niveau, aber rumgelabert wird hautsächlich über Fahrphysik....

Edit: Habe mir eben mal diesen Annica-Hansen-Schrott angesehen.
Welch ein  M Ü L L, grausam, wofür sich die auftretenen Witzfiguren für 
ein paar Euros vergewaltigen lassen.

von Frank Norbert Stein *. (franknstein)


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von Uwe R. (aisnmann)


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Timm Thaler schrieb:
> Bernd Funk schrieb:
>> hast du mit deinem Pkw keine Chance
>
> Kommt ja wohl auf den Abstand und meine momentane Tiefschlafphase an.
>
> Gab mal eine Idee, bei einer Vollbremsung automatisch vor die LKW-Räder
> Matten auszurollen (am LKW befestigt natürlich), die eine deutlich
> höhere Gleitreibung als die Rollreibung der Räder haben und damit den
> Bremsweg extrem verkürzen könnten. Weiss aber nicht, was draus geworden
> ist.

Habe das auch im Hinterkopf. Das muss vor etwa 10 Jahren aktuell gewesen 
sein.

Im prinzip wird ein Stueck Foerderband aufgerollt und vor den Raedern 
des Sattelaufliegers befestigt. Im Bremsfall wurde die Rolle abgerollt 
und das erste Rad fuhr drueber und zack, war das Band voll abgerollt und 
der Sattelzug schlingerte auf dem Foerderband rum.
Das denke ich ist das Hauptproblem, die fehlende Lenkbarkeit. Sekundaer 
ist dann das die Huette immer zurecht geschleppt werden muss um das 
abzubauen und es sich daher nur fuer Notbremsungen eignet wenn alle 
anderen Optionen ausfallen, also eher automatisch betaetigt wie ein 
Airbag. Ausserdem ist die Nutzlast ne viertel Tonne weniger, wenn ich 
mich recht erinnere.

Die Summe scheint es zu sein, das das in der Versenkung verschwunden 
ist.

bye uwe

von A. $. (mikronom)


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Timm Thaler schrieb:
> Gab mal eine Idee, bei einer Vollbremsung automatisch vor die LKW-Räder
> Matten auszurollen (am LKW befestigt natürlich), die eine deutlich
> höhere Gleitreibung als die Rollreibung der Räder haben

LKW bremsen durch Rollreibung? Oh je, auch du outest dich gerade als 
physikalischer Tiefflieger.

> Denn wie wir alle in der Fahrschule gelernt haben: Bremsweg =
> (Geschwindigkeit / 10) ^ 2

Wenn ich mal einen soooo langen Bremsweg (100 Meter bei 100 km/h) 
brauche gebe ich freiwillig meinen Führerschein ab. Verspochen!

Überhaupt: Geschwindigkeit zum Quadrat ergibt Länge?

von D. I. (Gast)


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Andi $nachname schrieb:
> Wenn ich mal einen soooo langen Bremsweg (100 Meter bei 100 km/h)
> brauche gebe ich freiwillig meinen Führerschein ab. Verspochen!
>
> Überhaupt: Geschwindigkeit zum Quadrat ergibt Länge?

Das ist eine Faustregel...

von A. $. (mikronom)


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D. I. schrieb:
> Andi $nachname schrieb:
>> Wenn ich mal einen soooo langen Bremsweg (100 Meter bei 100 km/h)
>> brauche gebe ich freiwillig meinen Führerschein ab. Verspochen!
>>
>> Überhaupt: Geschwindigkeit zum Quadrat ergibt Länge?
>
> Das ist eine Faustregel...

... aus einer Zeit, als an Autos die Bremse mit einer Kurbel bedient 
worden ist?

Wenn ich bei 100 km/h mit einem Bremsweg von 100 Metern rechnen soll, 
dann bin ich entweder stockbesoffen oder mein Auto ist hoffnungslos 
kaputt. 30 Meter Reaktionsweg kommen dann ja extara noch dazu! Warum das 
eine Faustregel sein soll, die ich auch noch beachten sollte, hat sich 
mir in über 20 Jahren Führerscheinnutzung immer noch nicht erschlossen.

von Timm T. (Gast)


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Andi $nachname schrieb:
> LKW bremsen durch Rollreibung? Oh je, auch du outest dich gerade als
> physikalischer Tiefflieger.

Im Normalfall will ich das doch hoffen. Dürfte sonst ziemlich Ärger mit 
dem Chef wegen der ständig abgewetzten Profile geben.

Bei einer Notbremsung dürfen die Räder schonmal blockieren, dann erhöhen 
die Matten einfach die Gleitreibung zusätzlich. Aber wie schon 
festgestellt, scheint das System nicht interessant zu sein.

von A. $. (mikronom)


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Timm Thaler schrieb:
> Andi $nachname schrieb:
>> LKW bremsen durch Rollreibung? Oh je, auch du outest dich gerade als
>> physikalischer Tiefflieger.
>
> Im Normalfall will ich das doch hoffen.

LKW bremsen mit Rollreibung? Cool, das ergibt dann Bremswege von 
geschätzt 1.000 Metern bei Tempo 80.

> Dürfte sonst ziemlich Ärger mit
> dem Chef wegen der ständig abgewetzten Profile geben.

Deswegen soll die Rollreibung so klein wie möglich sein, auch im 
Interesse des Spritverbrauchs. Wie du einen LKW mit ROLLreibung im 
Gefahrenfall damit bremsen willst scheinst du aber selber noch nicht zu 
wissen. Gelle (das liegt nämlich daran, dass du Rollreibung immer nicht 
verstanden hast)!

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Andi $nachname schrieb:
> Wenn ich bei 100 km/h mit einem Bremsweg von 100 Metern rechnen soll,
> dann bin ich entweder stockbesoffen oder mein Auto ist hoffnungslos
> kaputt.

... oder die Straße ist abschüssig, oder es regnet, oder es liegt etwas
Sand oder Laub auf der Straße ...

(die Liste kann nahezu endlos fortgesetzt werden)

Ich glaube, es ist ganz gut, wenn man den Fahrschülern nicht die unter
idealen Bedingungen ermittelten Bremswege aus den Autozeitschriften als
typische Werte verkauft. Viele unterschätzen den Brems- und den Anhalte-
weg trotz dieser etwas pessimistischen Faustregel, sonst dürfte es keine
Auffahrunfälle geben.

von Vn N. (wefwef_s)


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Andi $nachname schrieb:
> LKW bremsen mit Rollreibung? Cool, das ergibt dann Bremswege von
> geschätzt 1.000 Metern bei Tempo 80.

Nun, Gleitreibung ist es eher weniger, wenn seit den 90ern verfügen LKW 
über ABS.

von John D. (Gast)


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vn nn schrieb:
> Andi $nachname schrieb:
>> LKW bremsen mit Rollreibung? Cool, das ergibt dann Bremswege von
>> geschätzt 1.000 Metern bei Tempo 80.
>
> Nun, Gleitreibung ist es eher weniger, wenn seit den 90ern verfügen LKW
> über ABS.

Hier hat Andi $nachname durchaus einmal Recht! Ein LKW bremst (so er 
keine Wirbelstrom- oder Motorstaubremse einsetzt) natürlich mit 
Gleitreibung.

Rollreibung ist was ganz anderes...

von Vn N. (wefwef_s)


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Es geht hier um die Reibung zwischen Reifen und Straße, nicht zwischen 
Scheibe und Backe.

von John D. (Gast)


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Das ist dann aber Haftreibung...

von A. $. (mikronom)


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Yalu X. schrieb:
> Viele unterschätzen den Brems- und den Anhalte-
> weg trotz dieser etwas pessimistischen Faustregel, sonst dürfte es keine
> Auffahrunfälle geben.

Das liegt wohl eher daran, dass man nicht weiß, dass diese Deppen nur 10 
Meter hinter dem Vordermann fahren, und sie zusätzlich glauben, es sind 
100 Meter oder es gibt keinen Grund für den Vordermann jetzt doch zu 
bremsen. Die Faustformel ist jedenfalls für den Ars*h! Frag mal 10 Leute 
in deinem Bekanntenkreis (vielleicht nicht gerade 
Führerscheinfrischlinge), ob sie wissen, wie lang laut Faustformel der 
Bremsweg bei Tempo 70 ist. So lang wie die dann überlegen würde die 
Karre nicht mal rollen!

BTW: Der Sicherheitsabstand zum Vordermann kann deutlich kürzer sein als 
man denkt, es reicht eigentlich aus, wenn die Reaktionszeit in den 
Abstand passt.

von A. $. (mikronom)


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vn nn schrieb:
> seit den 90ern verfügen LKW
> über ABS.

Genau, vor allem die russischen LKW auf den Autobahnen. Die fahren ja 
auch gern mit Slicks, da ist die Verzahnung mit dem Asphalt besser.

Wer Ironie findet darf sie behalten.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Andi $nachname schrieb:
> BTW: Der Sicherheitsabstand zum Vordermann kann deutlich kürzer sein als
> man denkt, es reicht eigentlich aus, wenn die Reaktionszeit in den
> Abstand passt.

Solche Trugschlüsse führen dazu, dass aus gewöhnlichen Unfällen
Massenkarambolagen werden.

von Bernd F. (metallfunk)


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http://www.nano-world.org/frictionmodule/content/0200makroreibung/?lang=de

Gar nicht so einfach, die Sache mit der Reibung.

von Dave N. (Firma: Geknechteter Pennäler) (schueler-bubi)


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Ich begreife euch nicht !!!

WAS HAT IRGENDWELCHER REIFENQUATSCH MIT DEM THREAD ZU TUN ???

Macht doch einen eigenen Thread über Diskussionen dieser Thematik auf !
Schon komisch, dass sich selbst ein Moderator wie Yalu sich hier 
verliert.

Zumindest ein Moderator sollte doch wenigstens daran interessiert sein, 
dass ein begonnener Thread themengebunden weiter verfolgt wird und nicht 
in etwas Nichtbezogenes abgleitet.

Möchte die Moderation Chaos ?
JA / NEIN ?

von Bernd F. (metallfunk)


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Warum?

Müllfernsehen ist so uninteressant, da will niemand ein
Wort drüber verlieren.

von Dave N. (Firma: Geknechteter Pennäler) (schueler-bubi)


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Bernd Funk schrieb:
> Müllfernsehen ist so uninteressant, da will niemand ein
> Wort drüber verlieren.

Blödsinn, dann hier nicht mehr antworten und etwas Eigenes kreieren. 
Kann doch nicht soooo schwer sein, oder doch ???

von John D. (Gast)


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Und? Kommt da noch was? Wo ist jetzt dein Beitrag, der den Thread wieder 
auf den - dMn - richtigen Weg bringt? Immerhin scheint dir das Thema 
"Unterschichten-TV" ja sehr am Herzen zu liegen...

von Bernd K. (bmk)


Angehängte Dateien:

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Hier mal ein sinnvoller Beitrag zum Thread.....

von Bernd F. (metallfunk)


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Bernd K. schrieb:
> Hier mal ein sinnvoller Beitrag zum Thread.....

Wunderbar.  :)

von Michael K. (charles_b)


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Bernd Funk schrieb:

> Bei Tempo 80 spielt nur die Reibung zwischen Gummi und
> Asphalt eine Rolle. Und das Fahrzeuggewicht.

Sehr wahrscheinlich ist die Reibungskraft zwischen Gummi und Asphalt 
gemeint. Die wird proportional zur Masse sein. Ebenso proportional zur 
Masse ist aber die gesamte Kraft, die zum Bremsen notwendig ist.

Die Masse-Story ist daher reine Trollerei.

von Michael K. (charles_b)


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Andi $nachname schrieb:

> BTW: Der Sicherheitsabstand zum Vordermann kann deutlich kürzer sein als
> man denkt, es reicht eigentlich aus, wenn die Reaktionszeit in den
> Abstand passt.

Stimmt, wenn man nur nah genug drann ist, kann der Vordermann auf dem 
kurzen Stück nicht soooo sehr langsamer geworden sein und der Aufprall 
fällt geringer aus.

Ich achte daher darauf, dass ich so nah rankomme, dass ich durch die 
beiden Stoßstangen ein Band mit Klettverschluss ziehen kann - dazwischen 
ein Polster und fertig ist die Sache : kein Auffahrunfall mehr möglich.

Wenn alle Stoßstange an Stoßstange fahren würden, wäre die Unfallquote 
wg. Auffahrunfällen quasi Null.

von Weingut P. (weinbauer)


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Michael K-punkt schrieb:
> Andi $nachname schrieb:
>
>> BTW: Der Sicherheitsabstand zum Vordermann kann deutlich kürzer sein als
>> man denkt, es reicht eigentlich aus, wenn die Reaktionszeit in den
>> Abstand passt.
>
> Stimmt, wenn man nur nah genug drann ist, kann der Vordermann auf dem
> kurzen Stück nicht soooo sehr langsamer geworden sein und der Aufprall
> fällt geringer aus.
>
> Ich achte daher darauf, dass ich so nah rankomme, dass ich durch die
> beiden Stoßstangen ein Band mit Klettverschluss ziehen kann - dazwischen
> ein Polster und fertig ist die Sache : kein Auffahrunfall mehr möglich.
>
> Wenn alle Stoßstange an Stoßstange fahren würden, wäre die Unfallquote
> wg. Auffahrunfällen quasi Null.

das nennt sich dann Stau (oder Parkplatz) und ist vor allem die maximale 
Nutzung der Fahrbahn ... so viele Fahrzeuge wie im Stau bekommt man 
sonst nie auf den Streckenkilometer ;o)
Nur am Stauende kanns kitzlig werden :o)

von Wilhelm F. (Gast)


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Michael K-punkt schrieb:

> Die Masse-Story ist daher reine Trollerei.

Wo es um Fahrzeugmasse geht, ist gelegentlich bei Schienenfahrzeugen. Im 
Fach Konstruktionselemente Maschinenbau hatte ich mal eine 
Klausuraufgabe, die Motorleistung einer Dampflok so zu berechnen, daß 
die Räder nicht durch drehen.

Jetzt kann mich schon wieder jemand klatschen, weil ich mich für 
Dampftechnik interessiere. Aber das war im E-Technik-Studium, und man 
mußte es ja auch bestehen.

von Timm T. (Gast)


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John Drake schrieb:
> Das ist dann aber Haftreibung...

Haftreibung ist es nur bei stehendem Fahrzeug.

Und natürlich ist bei Rollreibung die Reibung zwischen Rad und Straße 
gemeint. Und natürlich ist das auch beim Bremsen Rollreibung, solange 
das Rad nicht blockiert. Die Bestimmung des Reibungskoeffizienten ist 
nur bei Rollreibung nicht so simpel wie im Physikunterricht, da auch 
Schlupf, Geschwindigkeit, Deformierung... einfließen.

von Frank P. (mauz)


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Timm Thaler schrieb:
> Haftreibung ist es nur bei stehendem Fahrzeug.

"Ich glaube nicht, Tim"

von Bernd F. (metallfunk)


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Michael K-punkt schrieb:
> Bernd Funk schrieb:
>
>> Bei Tempo 80 spielt nur die Reibung zwischen Gummi und
>> Asphalt eine Rolle. Und das Fahrzeuggewicht.
>
> Sehr wahrscheinlich ist die Reibungskraft zwischen Gummi und Asphalt
> gemeint. Die wird proportional zur Masse sein. Ebenso proportional zur
> Masse ist aber die gesamte Kraft, die zum Bremsen notwendig ist.
>
> Die Masse-Story ist daher reine Trollerei.

Hallo Michael,
das kann man rechnen.

a: Beschleunigung/ Verzögerung
F: Bremskraft ( am Reifen)
M. Masse Fahrzeug
g: Erdbeschleunigung
K. Reibungswert Reifen/ Fahrbahn

a = F/M , F = M  g  k

a = g * k

Die Masse ist für Verzögerung / Bremsweg nicht relevant.
Das Fahrzeuggewicht schon.

von Timm T. (Gast)


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Frank P. schrieb:
> "Ich glaube nicht, Tim"

Es geht hier auch um Physik, nicht um Kirche. Was gibt es da zu glauben.

Wenn es steht, ist es Haftreibung. Wenn es rutscht, ist es Gleitreibung. 
Wenn es rollt, ist es Rollreibung. Allgemein gilt µh > µg >> µr, einige 
Ausnahmen wie PTFE, wo µh = µg.

Preisfrage: Warum sind Dampfloks beim Anfahren eines Zuges mitunter erst 
kurz rückwärts gefahren, dann vorwärts.

von Michael K. (charles_b)


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Bernd Funk schrieb:

>
> Die Masse ist für Verzögerung / Bremsweg nicht relevant.
> Das Fahrzeuggewicht schon.

Das ist ja wirklich interessant, ist doch "Gewicht" eine Größe, die man 
in der Physik eher vermeidet und korrekterweise von der entspechenden 
Gewichtskraft spricht. Und dann sind halt hier auf Erde Masse und 
Gewichtskraft ziemlich starr miteinander verbunden, über g.

Insofern interessiert es mich brennend, wo wohl das Fahrzeugewicht ins 
Spiel kommt, wenn die Masse schon als nicht relevant aussortiert wurde.

von Uwe R. (aisnmann)


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Timm Thaler schrieb:
> Frank P. schrieb:
>> "Ich glaube nicht, Tim"
>
> Es geht hier auch um Physik, nicht um Kirche. Was gibt es da zu glauben.
>
> Wenn es steht, ist es Haftreibung. Wenn es rutscht, ist es Gleitreibung.
> Wenn es rollt, ist es Rollreibung. Allgemein gilt µh > µg >> µr, einige
> Ausnahmen wie PTFE, wo µh = µg.

Zwischen Reifen und Strasse herrscht immer Haftreibung. Ausser das Rad 
gleitet, das soll es ja aber nicht.
Guck mal handtellergrosse Kontaktflaeche an, wie diese sich relativ zur 
Fahrbahn bewegt.

Auf Grund der Verzahnung mit dem Belag und dem Erfindungsreichtum der 
Gummiindustrie ist auch hier die Gleitreibung bei gewissen (haeufigen) 
Bedingungen gleich oder groesser der Haftreibung.

Da das bei den Bremsscheiben nicht der Fall ist, bleiben die Raeder 
mitunter aprupt stehen.

> Preisfrage: Warum sind Dampfloks beim Anfahren eines Zuges mitunter erst
> kurz rückwärts gefahren, dann vorwärts.

Weil hier Stahl auf Stahl Haftreiben soll, und nicht Gummi auf Asphalt.

Die Rollreibung zwischen Fahrzeug und Strasse ist uninteressant, weil 
die durch Antrieb und Bremse dauernd beeinflusst wird. Nagut, auf Split 
spielt sie ne gewisse Rolle ;o))

bye uwe

von Uwe R. (aisnmann)


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Andi $nachname schrieb:
> Timm Thaler schrieb:
>> Gab mal eine Idee, bei einer Vollbremsung automatisch vor die LKW-Räder
>> Matten auszurollen (am LKW befestigt natürlich), die eine deutlich
>> höhere Gleitreibung als die Rollreibung der Räder haben
>
> LKW bremsen durch Rollreibung? Oh je, auch du outest dich gerade als
> physikalischer Tiefflieger.
>
>> Denn wie wir alle in der Fahrschule gelernt haben: Bremsweg =
>> (Geschwindigkeit / 10) ^ 2
>
> Wenn ich mal einen soooo langen Bremsweg (100 Meter bei 100 km/h)
> brauche gebe ich freiwillig meinen Führerschein ab. Verspochen!
>
> Überhaupt: Geschwindigkeit zum Quadrat ergibt Länge?

Geschwindigkeit zum Quadrat ergibt kinetische Energie. Diese ist bei 180 
(ueber den Daumen) doppelt so hoch wie bei 140, daher auch der doppelt 
so lange Bremsweg.

Wie lang ist denn nun der Bremsweg bei Tempo 100?

bye Uwe

von Uwe R. (aisnmann)


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Michael K-punkt schrieb:
> Bernd Funk schrieb:
>
>>
>> Die Masse ist für Verzögerung / Bremsweg nicht relevant.
>> Das Fahrzeuggewicht schon.

> Insofern interessiert es mich brennend, wo wohl das Fahrzeugewicht ins
> Spiel kommt, wenn die Masse schon als nicht relevant aussortiert wurde.

Urspruenglich gings doch um die Kurzengrenzgeschwindigkeit, Bernd, wieso 
hast du den Faden verloren?

Da ist sicher das Problem die Schwerpunktveraenderung bei Zuladung, was 
beim Bremsen aber kaum ne Rolle spielen duerfte.

bye uwe

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Dave Trescher schrieb:
> Ich begreife euch nicht !!!
>
> WAS HAT IRGENDWELCHER REIFENQUATSCH MIT DEM THREAD ZU TUN ???

Indirekt schon.

Dass die Fernsehsendung mit Frau Hansen nicht das alleroberste geistige
Niveau erreicht, darüber sind sich hier wohl alle einig, womit die Frage
des Thread-Eröffners beantwortet sein dürfte, zumal er ja

- gar keine Frage stellte,
- auch sonst keinerlei Hinweise darauf lieferte, was er mit seinem
  Beitrag überhaupt bezwecken wollte, und
- sich seither nicht wieder zu Wort gemeldet hat.

In so einem Fall ist es legitim, sozusagen der Pflicht die Kür folgen zu
lassen und dem ursprünglichen Thema eine erweiterte Interpretation zu
geben.

Also wurde darüber diskutiert, ob solche Sendungen in der Lage sind, in
irgeneiner Form Allgemeinwissen zu vermitteln, als Beispiel wurde die
Kurvengrenzgeschwindigkeit eines Autos angeführt. Aus den vielen
widersprüchlichen Aussagen zu dem Thema ist zu entnehmen, dass Frau
Hansens Sendung, zumindest was die Vermittlung von Allgemeinwissen
betrifft, noch Verbesserungspotential hat.

Was ist denn deine Meinung zu der Sendung? Aus deinen beiden einzigen
Beiträgen kann ich nichts dazu entnehmen. Oder hast du deine Meinung
vielleicht schon mehrfach kundgetan, und wir wissen nur nicht, dass die
betreffenden Beiträge von dir sind? ;-)

von Dave B. (gaston)


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Paah, Gummimatten zur Bremsverbesserung.
Richtige Fahrzeuge verwenden Bremssand, wenns gut läuft verpufft die 
Reibungshitze nicht einfach, sondern macht noch schöne Funken oder sogar 
bissl Glitzerglass aus schnödem Sand.

von Hannes L. (hannes)


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Timm Thaler schrieb:
> Preisfrage: Warum sind Dampfloks beim Anfahren eines Zuges mitunter erst
> kurz rückwärts gefahren, dann vorwärts.

Uwe R. schrieb:
> Weil hier Stahl auf Stahl Haftreiben soll, und nicht Gummi auf Asphalt.

Nööö...

Der Zug wird "zusammengedrückt" (das Spiel an den Kupplungen erhöht), 
damit die Lok nicht alle Waggons gleichzeitig in Bewegung setzen muss, 
sondern dies nacheinander tun kann. Denn der Übergang vom Stehen zum 
Rollen erfordert ein höheres Kraftmoment (Übergang von Haftreibung in 
Gleitreibung bzw. Rollreibung (je nach Bauart) in den Radlagern), dazu 
kommt noch die Massenträgheit. Wenn die ersten Wagen bereits rollen, 
hilft ihre "Schwungkraft" (Massenträgheit) beim "Losreißen" des jeweils 
nachfolgenden Wagens.

...

von Christian S. (wirres_zeug)


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Hannes Lux schrieb:
> Der Zug wird "zusammengedrückt" (das Spiel an den Kupplungen erhöht),
> damit die Lok nicht alle Waggons gleichzeitig in Bewegung setzen muss,
> sondern dies nacheinander tun kann. Denn der Übergang vom Stehen zum
> Rollen erfordert ein höheres Kraftmoment (Übergang von Haftreibung in
> Gleitreibung bzw. Rollreibung (je nach Bauart) in den Radlagern), dazu
> kommt noch die Massenträgheit. Wenn die ersten Wagen bereits rollen,
> hilft ihre "Schwungkraft" (Massenträgheit) beim "Losreißen" des jeweils
> nachfolgenden Wagens.

Könnte logisch klingen. Aber was machen dann Züge, wo der Triebwagen 
hinten anhängt, den Zug also schiebt??

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Christian S. schrieb:
> Könnte logisch klingen. Aber was machen dann Züge, wo der Triebwagen
> hinten anhängt, den Zug also schiebt??

Dasselbe: Erst ein wenig zurückfahren, damit sich die Waggons etwas
voneinander lockern, und dann wieder vorwärts, so dass die Waggons
nacheinander (beginnend mit dem letzten) in Bewegung gesetzt werden.

von Christian S. (wirres_zeug)


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Ja. Ok. Denkfehler. :-)

von Bernd F. (metallfunk)


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Yalu X. schrieb:
> Dave Trescher schrieb:
>> Ich begreife euch nicht !!!
>>
>> WAS HAT IRGENDWELCHER REIFENQUATSCH MIT DEM THREAD ZU TUN ???
>
> Indirekt schon.

Die gleichen Leute, die sich diese " Sendungen" reinziehen,
glauben halt auch, daß sie mit breiteren Reifen schneller
um die Kurve fahren können. :)

von A. $. (mikronom)


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Timm Thaler schrieb:
> Preisfrage: Warum sind Dampfloks beim Anfahren eines Zuges mitunter erst
> kurz rückwärts gefahren, dann vorwärts.

Weil das Pleulgestänge einer Dampflok nicht aus jeder Position in beide 
Richtungen "anfahren" kann.

von A. $. (mikronom)


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Bernd Funk schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>> Dave Trescher schrieb:
>>> Ich begreife euch nicht !!!
>>>
>>> WAS HAT IRGENDWELCHER REIFENQUATSCH MIT DEM THREAD ZU TUN ???
>>
>> Indirekt schon.
>
> Die gleichen Leute, die sich diese " Sendungen" reinziehen,
> glauben halt auch, daß sie mit breiteren Reifen schneller
> um die Kurve fahren können. :)

Kann man auch. Dass du das aber nicht weißt liegt daran, dass du dich in 
diesem Thread als einer mit ganz viel keine Ahnung zu erkennen gegeben 
hast.

von Hannes L. (hannes)


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Andi $nachname schrieb:
> Weil das Pleulgestänge einer Dampflok nicht aus jeder Position in beide
> Richtungen "anfahren" kann.

Doch, kann es...

Dafür sind bei Zweizylindertriebwerken (wie BR50) die Kurbelzapfen um 
90° versetzt, bei Dreizylindertriebwerken (wie BR44) um 120°. Aber als 
"Mikriger Nom" muss man das nicht wissen, wie so vieles Andere auch 
nicht, was Du hier so (in anderen Threads) von Dir gibst...

...

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Andi $nachname schrieb:
> Weil das Pleulgestänge einer Dampflok nicht aus jeder Position in beide
> Richtungen "anfahren" kann.

Eine etwas andere Erklärung findet sich hier:

http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/brainteaser-im-bewerbungsgespraech-a-820224.html

von Bernd F. (metallfunk)


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Andi $nachname schrieb:
> Bernd Funk schrieb:
>> Yalu X. schrieb:
>>> Dave Trescher schrieb:
>>>> Ich begreife euch nicht !!!
>>>>
>>>> WAS HAT IRGENDWELCHER REIFENQUATSCH MIT DEM THREAD ZU TUN ???
>>>
>>> Indirekt schon.
>>
>> Die gleichen Leute, die sich diese " Sendungen" reinziehen,
>> glauben halt auch, daß sie mit breiteren Reifen schneller
>> um die Kurve fahren können. :)
>
> Kann man auch. Dass du das aber nicht weißt liegt daran, dass du dich in
> diesem Thread als einer mit ganz viel keine Ahnung zu erkennen gegeben
> hast.

Du hast im Physikunterricht einfach nicht aufgepasst.


http://www.arstechnica.de/index.html?name=http://www.arstechnica.de/auto/differential/rad/seitenfuehrung.html

Hier eine recht gute Erklärung.

von Uwe R. (aisnmann)


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Hannes Lux schrieb:
> Timm Thaler schrieb:
>> Preisfrage: Warum sind Dampfloks beim Anfahren eines Zuges mitunter erst
>> kurz rückwärts gefahren, dann vorwärts.
>
> Uwe R. schrieb:
>> Weil hier Stahl auf Stahl Haftreiben soll, und nicht Gummi auf Asphalt.
>
> Nööö...
>
> Der Zug wird "zusammengedrückt" (das Spiel an den Kupplungen erhöht),
> damit die Lok nicht alle Waggons gleichzeitig in Bewegung setzen muss,
> sondern dies nacheinander tun kann. Denn der Übergang vom Stehen zum
> Rollen erfordert ein höheres Kraftmoment (Übergang von Haftreibung in
> Gleitreibung bzw. Rollreibung (je nach Bauart) in den Radlagern), dazu
> kommt noch die Massenträgheit. Wenn die ersten Wagen bereits rollen,
> hilft ihre "Schwungkraft" (Massenträgheit) beim "Losreißen" des jeweils
> nachfolgenden Wagens.

Und um dieses Losbrechmoment aufzubringen reicht die Traktion mitunter 
nicht aus, denke ich. Darauf wollte ich hinaus.
Ansonnsten denke ich das du recht hast ;o))

bye uwe

von Wilhelm F. (Gast)


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Uwe R. schrieb:

> Und um dieses Losbrechmoment aufzubringen reicht die Traktion mitunter
> nicht aus, denke ich. Darauf wollte ich hinaus.

Die moderneren Dampfloks sagen wir mal kurz vor dem WW2 konnte man schon 
aus jeder Lage heraus bewegen.

In meiner Kindheit 1965 fuhr ich auch noch mit dem Dampflok-Zug im 
Nahverkehr mit. Die Winkelstellungen des Antriebs spielten da keine 
Rolle mehr. Das Ding mußte weder rückwärts rollen, noch eine bestimmte 
Winkelstellung bekommen.

von Hannes L. (hannes)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> In meiner Kindheit 1965 fuhr ich auch noch mit dem Dampflok-Zug im
> Nahverkehr mit.

Im Nahverkehr (Personenverkehr) war das auch nie nötig.

Aber wenn die Lok einen schweren Güterzug am Haken hat, dann lohnt sich 
das Stauchen des Zuges vor dem Anfahren. Und das nicht nur bei 
Dampfloks, sondern auch bei modernen Diesel- und Elektro-Loks.

> Die Winkelstellungen des Antriebs spielten da keine
> Rolle mehr.

Spielte auch vorher keine Rolle. Selbst Stevensons Loks hatten bereits 
um 90° versetzt angebrachte Kurbelzapfen, was dafür sorgt, dass immer 
ein Kolben in der Lage ist, Kraft auf den Antrieb zu bringen.

> Das Ding mußte weder rückwärts rollen, noch eine bestimmte
> Winkelstellung bekommen.

Beides hat nichts miteinander zu tun.

...

von Wilhelm F. (Gast)


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Hannes Lux schrieb:

> Aber wenn die Lok einen schweren Güterzug am Haken hat, dann lohnt sich
> das Stauchen des Zuges vor dem Anfahren.

Wie stauchte man den Zug denn praktisch? Ich sah in Waggons nur mal, daß 
man die Wagenbremse manuell betätigen kann. An den Enden der Wagen gab 
es immer noch ein großes Rad, woran ein Schaffner drehen konnte. 
Gesehen, habe ich das aber nie. Meine Bahnreisen ab 1975 hatten auch 
keine Dampfloks mehr.

von (prx) A. K. (prx)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Wie stauchte man den Zug denn praktisch? Ich sah in Waggons nur mal, daß
> man die Wagenbremse manuell betätigen kann.

Wo ist das Problem? Waggonbremsen gab es schon früh:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bremse_(Eisenbahn)

von Hannes L. (hannes)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Wie stauchte man den Zug denn praktisch?

Die bei Güterzügen (noch) üblichen Schraubenkupplungen (Haken, 
Spannschloss würde der Elektriker sagen) werden nicht so stramm 
angezogen, dass die Puffer (gefedert) eingedrückt werden, sondern nur 
so, dass sich die Puffer noch nicht berühren. Das ergibt einige cm Spiel 
zwischen den Wagen. Die Endpunkte sind gestreckte Kupplung bzw. 
eingedrückte Puffer.

Bremst ein Zug ganz normal (alle Wagen druckluftgebremst), dann kommt er 
meist mit gestreckten Kupplungen zum Stehen. Muss er wieder anfahren, 
dann kämpft die Lokmasse (Reibungsgewicht) gegen die Masse des gesamten 
Zuges. Die angetriebenen Räder der Lok neigen zum Durchdrehen.

Nun kann der Lokführer die Lok ganz sachte rückwärts fahren lassen und 
damit die Wagen zusammenschieben (von gestreckten Kupplungen bis zu 
entlasteten Kupplungen und sich berührende Puffer), also den Zug 
stauchen. Fährt er dann wieder vorwärts an, dann reißt er alle Wagen 
zeitlich nacheinander los, muss also beim Anfahren immer nur einen Wagen 
zeitgleich losreißen. Bei jedem weiteren Wagen wirkt dann die sich 
inzwischen bewegende Masse der vorigen Wagen mit und entlastet die Lok.

Das kannst Du sogar mit der Modellbahn ausprobieren. Fahre mit einem 
längeren langgezogenen Zug an, da neigt die Lok zum Durchdrehen. Drücke 
diesen Zug vorher zusammen, dann schafft es die Lok ohne Durchdrehen 
recht leicht.

Z.B. schafft diese kleine von zwei Li-Zellen angetriebene 
Feldbahn-Diesellok ohne die Unterstützung durch die vorgespannte 
Dampflok
http://www.hanneslux.de/gbahn/Rudi0212/orig2/DSCN1174.JPG
den Zug (18 beladene Kipploren)
http://www.hanneslux.de/gbahn/Rudi0212/orig2/DSCN1177.JPG
nur dann aus dem Stand anzufahren, wenn der Zug zuvor durch kurzes 
Rückwärtsfahren gestaucht wurde.

Dazu muss der Zug aber schon eine gewisse Länge haben, bei 5 Waggons 
merkt die Lok davon noch nichts.

...

von Reinhard S. (rezz)


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Michael S. schrieb:
> Dann schau dir mal abends um Mitternacht auf dem KIKA-Kanal
> Bernd das Brot an, vor allem wenn der sein Quiz macht, wenn es um
> den Buchstaben 'o' im Wort "Brot" geht. Nicht nur, das es IMMER
> das gleiche ist, es ist auch immer gleich blöd. Einzige Positive
> daran ist, das es so öde ist, das man davon sofort einschläft.

Also ich find Bernd lustig :) Wobei man sich das natürlich nicht als 
Dauerschleife anschauen muss.

Aber man muss sich ja auch nicht Sa*1 anschauen :)

von D. I. (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
> Michael S. schrieb:
>> Dann schau dir mal abends um Mitternacht auf dem KIKA-Kanal
>> Bernd das Brot an, vor allem wenn der sein Quiz macht, wenn es um
>> den Buchstaben 'o' im Wort "Brot" geht. Nicht nur, das es IMMER
>> das gleiche ist, es ist auch immer gleich blöd. Einzige Positive
>> daran ist, das es so öde ist, das man davon sofort einschläft.
>
> Also ich find Bernd lustig :) Wobei man sich das natürlich nicht als
> Dauerschleife anschauen muss.
>
> Aber man muss sich ja auch nicht Sa*1 anschauen :)

Ja ich hoffe doch Michael S. hat das als Satire erkannt...

von M. S. (bugles)


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Bernd Funk schrieb:
> Was willst du.
>
> Meine Generation mußte sich noch mit Altgriechisch und dem
> großen Latinum rumquälen.
>
> Ovid und Schiller waren keine Fremdwörter.
>
> Heute gibt es Turboabitur in 8 Jahren. Beim Jauch fällt dann
> schonmal auf, daß heutige Abiturienten nur noch rudimentäres
> Allgemeinwissen haben.
>
> Hier beim "Frühstücksfernsehen" wird ein Klientel befriedigt,
> die auch die " Neue Post " spannend finden.
>
> Also, was soll's, sich darüber aufzuregen.
> Jedes Land hat das Programm, daß es verdient.
>
> ( Die Schelte gegen die Öffentlich-Rechtlichen ist da manchmal nicht
> angebracht.)


Jo, ihr konntet noch am Vogel-fußabdruck auf das Vögelchen schließen 
oder wußtet genau wie ein Pantoffeltierchen Nahrung aufnimmt. Fakt ist 
aber auch das wir heute eine unheimliche Streuung des Wissens haben - 
Sicher gab es in Ihrer Generation ein fundamentaleres, beständigeres 
Wissen allerdings oft ohne praktischen Nutzen(Latein, Vögelchen) und 
vorallem selten der Zeit angepasst. Wenn ich mich mit jüngeren 
Unterhalte staune ich immer Bauklötze wie sehr diese Menschen wissen was 
sie wollen und was Sie nicht wollen.

Wollte nur mal eine Lanze für die Jugend brechen ;-)

von Frank Norbert Stein *. (franknstein)


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Zum Thema:

Dieser Müll von der Tante auf SAT-Schrott scheint abgesetzt worden zu 
sein.

Zwischenzeitlich gabs was ähnliches mit so'nem bescheuerten Typen,
der mit seiner lächerlichen 3-Tagebart-Parodie wohl versuchte, männlich 
sein zu wollen.
Der ist nun auch weg, kein Verlust...

von (prx) A. K. (prx)


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Schaut ihr euch sowas an, oder wie kommt es dass ihr diese Sendung 
überhaupt bemerkt und sie vermisst wenn es sie plötzlich nicht mehr 
gibt? ;-)

von Dave B. (gaston)


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Die sind leider nicht abgesetzt sondern das waren 
Sendekonzept-Testwochen. Also jede Sendung für 1-2 Wochen ins Programm 
und wer am Schluß die beste Quote/Anerkennung hat darf den Sendeplatz 
dann irgendwann übernehmen. Den Mitarbeitern, die nicht Moderator sind 
ist das Prozedere wurscht da wohl im selben Studio mit der selben Crew 
gearbeitet wird, sind ja auch Einspieler und so fast identisch. Nur der 
Moderator wird getestet, der Rest steht ja fest und die Gäste sind ja 
auch aus der Retorte. Zumindest sah es bei fernsehkritik.tv so aus
Traurig aber wahr.

von Matthias L. (Gast)


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Ja, irgendwie muss der Pöbel doch abgelenkt werden, damit Mutti Merkel 
in Ruhe das Geld ruinieren kann...

Am Besten klappt das ja mit den überbezahlten Typen, die nem runden 
Stück Leder hinterherrennen. Aber das ununterbrochen scheint den Pöbel 
wohl auch nicht so richtig abzulenken...

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