Hallo, ich studiere Regenerative Energietechnik. Mitten im Sommerloch ist bei uns im Studentenkreis eine Diskussion entstanden und zwar sind wir uns nicht ganz einig was eigentlich "Dezentrale Energieversorgung" ist. Na ja nicht ganz, es ist klar dass Blockheizkraftwerke, Mikrogasturbinen, Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen und andere Technologien DEZENTRALE Einspeiser sind. Aber wo ist hier die Grenze? Speziell im Bezug auf größere Windkraftanlagen oder Parks, insbesondere Offshorewindparks die Ihre Energie ins Hochspannungsnetz einspeisen und über lange Transportwege zum Verbraucher gelangen. Die Meinungen gehen bei uns weit auseinander von natürlich bis hin dass der Begriff nicht klar definiert ist. Was meint Ihr dazu? Wäre nett hier einige Meinungen zu bekommen, Danke!
Andreas B. schrieb: > was ist eigentlich "Dezentrale Energieversorgung"? Nun, da es in D nicht nur ein einziges Kraftwerk zur Versorgung des ganzen Landes gibt, haben wir auf jeden Fall eine dezentrale Energieversorgung. Ob es in anderen Ländern, wie z.B. Luxemburg oder Andorra anders ist, weiss ich jetzt nicht. :-) Gruss Harald
Bei Andorra könnte ich mir vorstellen, daß die vielleicht gar keine eigene Energieversorgung haben ... selbst ein kleines Kraftwerkchen hätte da gar keinen Platz.
> Aber wo ist hier die Grenze?
Analog zur Grenze von hell oder dunkel, laut oder leise, schwer oder
leicht, klein oder groß, etc.
Die Grenze von ZENTRALER/DEZENTRALER Energieversorgung. Ich behaupte mal dass ein 200 MW Offshorepark kein Dezentraler Energieerzeuger/Versorger ist. Da werden mir die meisten zustimmen oder?
Bin zwar kein Energietechniker, aber meines Wissens ist das Stromnetz in Deutschland doch so ausgelegt/gewachsen (damals), dass die zentralen großen Kraftwerke ihre Energie abtransportieren können. Einige große Quellen und viele kleine Senken. Der Lastfluss ist klar, zwischen Quelle und Senke kann man messen und alles heile Welt. Als dezentrale Kraftwerke verstehe ich die, die in dieser Sichtweise eigentlich an der Stelle einer Senke stehen. Da kommen dann ja auch die etwas unklaren Lastflüsse ins Spiel die das klassiche Weltbild verdrehen. Andreas B. schrieb: > Die Grenze von ZENTRALER/DEZENTRALER Energieversorgung. Ich behaupte mal > dass ein 200 MW Offshorepark kein Dezentraler Energieerzeuger/Versorger > ist. Da werden mir die meisten zustimmen oder? Aus dem Bauch raus denke ich das auch. Vor allem ist die Einspeisestruktur, also das Netz, ja wieder explizit dafür ausgelegt dass der Offshorepark eine Quelle darstellt. Für Herr Mayer und seine Photovoltaikanlage werden eher seltener neue Leitungen gelegt ;-)
Guten Morgen, meiner meinung nach speisen dezentrale Quellen in das 230/400V oder 20kV Netz ein. Dies limitiert die Leistung auf ca. 5MW. Alles darüber ist Zentral Versorgung. Grüße Paul
Dezentral wird größtenteils da verbraucht, wo es erzeugt wird. Wobei jetzt wieder über den Anteil diskutiert werden darf... ;-)
Das wäre auch equivalent zu meiner Beschreibung. Denn 230/400V und 20kV sind Orts/Regionale Netze. Und damit wäre auch wieder die Begrenzung der Leistung sehr einfach. Denn diese Netzte haben sehr begrenzte Kapaziäten.
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