3 Röhrenbeamer Umbau

OP #2771490
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Hi all!

Also ich wuerde gern wissen was Ihr von meinem haltet. Ich habe einen 3 
Sony Roehrenbeamer und moechte diesen umbauen.

Ich habe früher alte SW-Röhrenfernseher umgebaut in dem ich die 
Ablenkspule vom der Röhre abgezogen habe. Diese habe ich daneben 
montiert damit die Hochspannungsteil weiter funktiert. Dann habe ich 
eine zweite, baugleiche Ablecnkspule verwendet um den Elektronenstrahl 
zu steuern. Der Strahl hat natuerlich sofort ein Loch in die 
floureszierende Scheibe gebrannt.

Meine erste Frage an Euch was kommt dann da vorne dann raus: Elektronen? 
oder bleiben die im Glas stecken? bei SW- Röhren ist ja KEIN Gitter an 
der Frontseite.

NUn mein eigentliches Experiment
Ich wuerde nun gern so einen Beamer umbauen..... diese Röhren sind 
natuerlich voller Power. Manche dieser Röhren haben sogar eine 
Wasserkuehlung.
Ich hab mit einem Physiker geredet. Er meinte: stell blos keine 
Metallplatte davor sonst ensteht womöglich jede Menge Gammastrahlung.

also was haltet Ihr von diesem Experiment?
#2771541
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Wenn Du so was machen willst, richte das Teil lieber her, verkaufe es, 
und kauf Dir je nach Typ des Projektors, ein oder mehrere gute 
Physiklaboreinrichtungen. Gute Röhrenprojektoren sind begehrt. 
(schlechte aber nicht)

Ach ja ein Problem hast Du anscheinend übersehen. Elektronen werden 
recht schnell von der Luft aufgehalten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Betastrahlung

Schau Dir die Beschleunigungsspannung an. Wenn Du 100kV hast, bekommst 
Du eine Energie von 100keV. Das ginge laut der Tabelle in der Wikipedia 
durch 65cm Luft, wird aber schon von < 4mm Glas aufgehalten.

Nebenbei könntest Du mit solchen Sachen tatsächlich ein Kandidat für den 
Darwin Award werden. Besonders wenn da Gammastrahlung entsteht.
Gast #2772009
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Den Darwin Award wird man über die Strahlung eher nicht bekommen - das 
dauert zu lange und ist nicht eindeutig zuzuordnen. Die Chancen stehen 
besser über die Hochspannung.

Zur Elektronenbeugung: Das ist gar nicht so einfach, denn die 
Wellenlänge der Elektronen ist sehr klein, es sei denn man nutzt eine 
niedriger Energie. Da helfen einem die Teile aus dem Beamer kaum - das 
einzige wäre ggf. die Elektronen Quelle, aber die liefert jede normale 
Röhre genau so gut.

Es bleibt aber so oder so die Schwierigkeit das passende Hoch-Vakuum 
herzustellen, denn in Luft wird das nichts mit der Beugung. Da streut 
das Gas viel zu viel. Ein wirklicher Doppelspalt, und nicht nur Beugung 
mit Interferenz an er natürlichen Struktur ist noch mal deutlich 
schwieriger.
#2772048
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Schau mal auf seine ursprüngliche Frage, der will das "außerhalb" der 
Bildröhre machen. Sprich an der Luft. Deshalb fragt er ob die Elektronen 
durch das Glas gehen, oder dort stecken bleiben.

Was hier passieren wird ist dass er einen Röhrenprojektor, den er locker 
für mindestens 200 Euro verkaufen hätte können (vielleicht sogar für 
viel mehr) kaputt macht, und dabei noch sein Leben in Gefahr bringt.
Und das nur weil er Grundlagen der Physik nicht versteht.
OP #2772375
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Es ist schon klar das in der Luft eine gewisse Streung auftritt. Aber 
ausgehend von einem Bild das über photonen von der Mattscheibe ensteht, 
war die Uberlegung die Ablenkung(zeilen) über ein Audiosignal zu 
realisieren. Dadurch hat man dann die möglichkeit nicht gleich mit einer 
Eingebrannten MAttscheibe zu arbeiten. In der Praxis kann man sich dann 
an eine Punktförmiges auftreffen der Photonen naehern.  Dass dies mit 
Photonen funktionieren wird ist ja unumstritten.

Der Beamer liegt schon in der Werkstatt :) Wie gesagt lt Auskunft eines 
befreundeten Physikers ist eigentlich nur eine Metallplatte die in einem 
Winkel von 45  grad die davor liegt wirklich gefährlich, da dort 
Gammstrahlung rausgeschlagen werden koennte.

gruss ixl
#2772406
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Franz Xaver schrieb:
> Es ist schon klar das in der Luft eine gewisse Streung auftritt.

a) Hättest du den Wikipediaartikel zur Betastrahlung gelesen wüsstest 
Du, dass die Elektronen erst bei sehr viel höheren 
Beschleunigungsspannungen durch das Glas durch gehen. Ob da eine 
"durchgebrannte" Mattscheibe davor ist oder nicht ist egal. Du müsstest 
ein Loch ins Glas bohren. Zeichne das aber bitte auf, dass das dann bei 
der Darwin-Award Verleihung gezeigt werden kann.

b) Die Streuung an Luft ist schon so stark, dass Du damit wirklich 
nichts mehr machen kannst, besonders Dein Doppelspaltexperiment. Das 
funktioniert nur dann wenn Du wirklich möglichst kohärente "Wellen" 
hast, oder einen ordentlichen Teilchenstrahl.

Das ist selbst für Leute, die glasblasen können und sich mit der 
notwendigen Hochvakuumtechnik auskennen schon schwierig. An Luft wirst 
Du da nichts machen können.
#2772495
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Naja, frag mal einen Experimentalphysiker wie er die Luft aus seinem 
Elektronenmikroskop rausbekommt. Das ist nicht trivial, selbst wenn man 
die Pumpen hat. Und so wie sich der Vorposter anhört hat er weder die 
entsprechenden Pumpen, noch Ahnung von solchen Sachen. Er will ja einen 
Röhrenprojektor umbauen. Das ist nicht wirklich ein geeigneter 
Anfangspunkt.
Gast #2774164
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Franz Xaver schrieb:
> Dachte halt in diesem Forum finde ich ExpertInnen die kreativ was
> beitragen können. hmmmm, derweilen höre ich nur Sarkasmus raus, naja....

Nein, es ist einfach so, dass du etwas tun möchtest, das wirklich nicht 
geht. Da ist ein bisschen Sarkasmus von Experten ganz normal, ohne dass 
es böse gemeint ist ;-)

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