µC mit schnellen Analog-Interfaces, Radio-Interfaces etc.

OP (Firma: dm2sh) #2773741
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Hallo,

es nervt doch, wenn man irgend ein digitales programmierbares IC wie 
einen µC oder FPGA hat, der zwar 1000e digitale Schnittstellen hat, die 
man nicht braucht, aber für ein analoges Interface ist wieder ein extra 
IC nötig. Ich habe daher mal gesucht, was es so sinnvolles gibt:

Das Ding scheint recht schnelle DACs und ADCs zu haben, mit guter 
Auflösung:
http://www.st.com/internet/com/TECHNICAL_RESOURCES/TECHNICAL_LITERATURE/DATASHEET/DM00037051.pdf

Das hier ist auch recht brauchbar:
http://www.atmel.com/Images/doc8077.pdf

Das scheint ein guter SDR-SoC zu sein:
http://web.itu.edu.tr/~pazarci/rtv/MC13260PB.pdf

Was habt ihr noch so in der Richtung gefunden?
Gast #2774434
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Hallo Stefan,

der STM ist halt ein uC mit ADC/DAC. Das gips wie Sand am Meer bei den 
üblichen UC Herstellern, auch in verschiedenen Cores. Da sticht der 
ATMEL nicht heraus.

Wenn Du mehr als die üblichen AD/DA Wandler brauchst könntest DU bei 
verschiedenen Herstellern nach dem Stichwort "CODEC" schauen. Was suchts 
Du denn als "analoges Inetrface"?

Im übrigen gibts zum STM auch ein Board "Stm Discovery Cortex M4".
Und Stm hat jetzt ein Derivat mit SigmaDelta ADC angekündigt.

Grüße
Gast #2774456
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Hallo Stefan,

hab mir den MC13260 angesehen. Das geht eher in die Richtung 
GSM/GPRS/UMTS SoC. SoC dürfe dabei heißen, dass man zwei Dies in einem 
Chip unetrbringt da beide Teile (Digital, RF) doch in zu 
unterschiedlichen Prozessen herstellt werden als dass der jeweils andere 
Teil vernünftig zu realisieren ist. Die Lösung mit mehreren Dies auf 
einem Chip ist auch nicht neu und hat so seine Risiken. Deswegen sind 
viele Hersteller den Weg gegangen das weiterhin in getrennten 
Komponenten anzubieten. Nur bei TI habe ich einmal eine Lösung gesehen 
bei der SDR bis fast ganz vorne (RF) durchgängig digital war, da waren 
aber auch AD Konverter >1GHz drinnen. War meines Wissens auch nur eine 
Studie.

Grüße
OP (Firma: dm2sh) #2777443
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Also die schnellen ADC und DAC waren nur als alternative zum kompletten 
SDR-SoC, da dann nur noch Mischer und LO ergänzt werden müssen.

Ich sehe nur immer wieder dass die Funk-ICs für 433 MHz ein bisschen 
billig gemacht sind: nur ein Träger und auch nur FSK oder OOK. Das 
Interface ist auch ziemlich dumm SPI und man muss noch das Senden per 
Befehl explizit ein- und ausschalten.

Cool wäre halt so ein IC, dass quasi ein ein-Chip-USRP mit integriertem 
Computer ist. Also Frequenzbereich von 0 - 6 GHz einstellbar dann 
Bandbreite 200 MHz und 24 Bit-ADC/DAC, natürlich 12-Antennen-MIMO. 
Integrierter FPG, RF-Frontend, Tuner, Antenna-Mataching, DSP-Kerne, ein 
paar Schnittstellen.
-> Das ist zwar übertrieben. Mich interessiert aber mal was es so alles 
in der Richtung gibt.

Warum soll man immer mehrer Chips einsetzen und warum sind die 
Schnittstellen gerade da, wo es kompliziert wird. Es gibt tolle TX-DACs 
bei ti. Nur muss man halt 100e LVDS-Leitungen zum FPGA führen. Soll doch 
der FPGA das gleich drin haben.
Gast #2777474
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Hi

>Cool wäre halt so ein IC, dass quasi ein ein-Chip-USRP mit integriertem
>Computer ist. Also Frequenzbereich von 0 - 6 GHz einstellbar dann
>Bandbreite 200 MHz und 24 Bit-ADC/DAC, natürlich 12-Antennen-MIMO.
>Integrierter FPG, RF-Frontend, Tuner, Antenna-Mataching, DSP-Kerne, ein
>paar Schnittstellen.

Wenn man damit Geld verdienen könnte gäbe es so etwas.

MfG Spess
#2777487
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@Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)

>Warum soll man immer mehrer Chips einsetzen und warum sind die
>Schnittstellen gerade da, wo es kompliziert wird. Es gibt tolle TX-DACs
>bei ti. Nur muss man halt 100e LVDS-Leitungen zum FPGA führen. Soll doch
>der FPGA das gleich drin haben.

Ingenieurwesen heißt, mit vorhandenen Mitteln anstehende Probleme lösen.
Nach der eierlegenden Wollmilchsau plärren nur die Unfähigen.
Und wir leben ja nun weiß Gott in einer Zeit, wo technologische 
Innovation explosionsartig über uns herein bricht, nicht immer mit 
angenehmen Nebenwirkungen. Denk mal drüber nach, was von 10 oder 20 
Jahren technologisch machbar war und zu welchem Preis?
OP (Firma: dm2sh) #2777910
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Falk Brunner schrieb:
> Nach der eierlegenden Wollmilchsau plärren nur die Unfähigen.

Ja, genau so ist es. Aber sieh es mal so: Auch die Unfähigen, wie ich 
oder du haben dann eine Chance. ;)

Zwei Chips brauchen halt mehr Platz als einer. Die Datenleitungen 
zwischen ADC/DAC und FPGA haben auch Abstrahlung.

Wie soll man klassischer Technik hohe Datenraten und aufwendige 
Funktionen auf kleinstem Raum (smartdust) realisieren?
Gast #2777984
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spess53 schrieb:
> Wenn man damit Geld verdienen könnte gäbe es so etwas.

Falk Brunner schrieb:
> Und wir leben ja nun weiß Gott in einer Zeit, wo technologische
> Innovation explosionsartig über uns herein bricht, nicht immer mit
> angenehmen Nebenwirkungen. Denk mal drüber nach, was von 10 oder 20
> Jahren technologisch machbar war und zu welchem Preis?

Hallo Kollegen,

ich hab das ein paar Jahre (> 10) in der Industrie mitgemacht inclusive 
Technologiemanagement. Was sich in der Zeit im GSM Markt getan hat ist 
wirklich unglaublich. ABER: Was "der Markt" nicht aufgesogen hat das hat 
sich nicht etabliert. Also wurde genau das realisiert was eben auch 
kostentechnsich Sinn gemacht hat. Nichtsdestotrotz wurde schon vor über 
10 Jahren an SDR rumgebastelt und dem sind wir heute sicherlich deutlich 
nächer (Hab das nicht mehr so genau im Fokus).

Stefan: Ich denke was Du anreisst ist durchaus ein real existeriender 
Ansatz der in der Zukunft villeicht einmal zum tragen kommt. Wir reden 
dabei aber wirklich von Technologietreibern und von Vorfeldthemen die - 
für mein Empfinden - noch nicht im Markt ankommen. Zumindest noch nicht 
für den Preis den der Markt dafür verlangen kann.

Und bedenke: Die Halbleiterhersteller machen ganu das was sich rechnet. 
Ein Singlechipper macht nur soweit Sinn als er auf dem Prozess auch 
machbar ist mit vernünftiger Ausbeute und Größe. Wenn Du dann nach einem 
Singlechipper schreist (das haben wir auch gemacht) dann kostet Dich das 
eben vielleicht 25-50% mehr weil der Halbleiterprozess dafür ineffektiv 
ist und das als Zweichipper eben weniger kostet.

Die andere frage ist latürnich: Wer zahlt soche Vorfeldthemen. EIN 
potentiell kräftiger Kunde oder mehrere?

....

Grüße
Gast #2778013
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Stefan Helmert schrieb:
> Cool wäre halt so ein IC, dass quasi ein ein-Chip-USRP mit integriertem
> Computer ist. Also Frequenzbereich von 0 - 6 GHz einstellbar dann
> Bandbreite 200 MHz und 24 Bit-ADC/DAC, natürlich 12-Antennen-MIMO.
> Integrierter FPG, RF-Frontend, Tuner, Antenna-Mataching, DSP-Kerne, ein
> paar Schnittstellen.
> -> Das ist zwar übertrieben. Mich interessiert aber mal was es so alles
> in der Richtung gibt.

Da gibts nix. Braucht auch schlicht und ergreifend niemand, außer jemand 
der maximalen Pfusch betreibt. Das sind so eingeschränkte 
Nutzungsbereiche dafür gibt es keine tausend Abnehmer im Jahr. 
Überflüssig zu sagen, dass gegenwärtige Technologieparameter 
"All-in-one"-IC Lösungen erschweren. Ganz zu schweigen vom Preis den man 
für sowas bezahlt.

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