MikeB schrieb:
> Die Netzteile stammen generationstechnisch aus den 80er Jahren.
> Gaaaaanz weit hinten im Speicher hab ich noch was mit Gleichrichter und
> zwei Kondensatoren aber ich krieg das nicht mehr aufgerufen ... :-)
Der Siebelko am Eingang (heute Zwischenkreiskondensator) besteht aus
zwei Elementen in Reihe, die bei 220 V über einen Brückengleichrichter
gespeist werden. Bei 110 V verbindet man den Neutralleiter mit der
Mittelanzapfung, dadurch verwandelt sich die Topologie in einen
Spannungsverdoppler.
Du brauchst also immer ein 220 V-Netzteil, dass man auf diese Weise auch
mit 110 V betreiben kann. Umgekehrt geht nicht, bzw es muss erstmal
umdimensioniert werden.
Später kamen die Dinger mit automatischer Umschaltung. Die haben es vom
Prinzip her genauso gemacht, aber anhand der Primärspannungsamplitude.
Das hat nicht immer geklappt, und so haben sich die Dinger irgendwann
selbst eliminiert.
Dann kamen die Weitbereichsnetzteile. Die sind so ausgelegt, dass sie
mit minimaler Pulsbreite 260 V abkönnen und bei 100% duty cycle landet
man dann irgendwo zwischen 60 und 110 V. Im Prinzip gilt das für jedes
Netzteil, d.h. ein normales 230 V-Ladegerät kann durchaus in USA
funktionieren. Muss aber nicht.
Heute haben wir PFC. Da sind die Netzteile zweiteilig. Erst ein Boost
Converter, der die Primärspannung auf 450 V hochstellt und dabei
versucht, mit dem Strom demm Netzsinus zu folgen. Danach ein normales
Schaltnetzeil, das mit konstanten 450 V= gespeist wird.