Ströme berechnen

#2791161
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Hallo,

ich brauche Hilfe und würde mich freuen, wenn es mir jemand erklären 
könnte.
Ich habe folgendes Schaltbild und der Operationsverstärker hat eine 
Eingangstrom von 1μA und ich brauche den Spannungsabfall an Rx.
gegeben ist Rx, Ro, R1, R2 und Uo.
Ich denke mal ich brauche den Strom der über Rx und Ro fließt? Aber wie 
kann ich die berechnen?

Wäre für Hilfe sehr dankbar.
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Gast #2791208
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Hallo.
der Widrstand in einen OP ist fast unendlich Groß,deshalb der kleine 
Strom. Ds heißt Sie können  in weglassen...berechne einfach den 
Spannngsteiler Rx und R0....zu Spass kannst den Strom rausrechnen aber 
Sie werden sehen fast nichts ändert sich...1 OP regel: Der 
Eingangswiderstand ist nahezu unendlich..oder als solcher anzusehen...2 
Regel: Die Eingänge sind immer bestrebt auf selben Level zu sein(+ und 
_)--bis auf spezielle Schaltungen...Man tut qausi so  als der OP gar 
nicht dawäre...und seine Spannungsteiler  einfach berechnen..
Moderator #2791298
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Da gibt es viele Möglichkeiten:

- Du kannst bspw. die Knotenpunktgleichung für den Knoten zwischen R0
  und Rx aufstellen und nach dem Spannungspotential auflösen.

- Du kannst auch U0 zusammen mit dem Spannungsteiler aus R0 und Rx als
  nichtideale Spannungsquelle ansehen, die mit dem Eingangsstrom des
  Opamp belastet wird.

- ...
#2791309
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Die Lösung ist ganz einfach.

1. Spannung am +Eingang als Funktion von U0 und Eingangsstrom Ip des 
+Eingangs mittels Überlagerungsverfahren berechnen.

2. Die Spannung am -Eingang als Funktion von Ua und Eingangsstrom Im des 
-Eingangs mittels Überlagerungsverfahren berechnen.

3. Da wir die Leerlaufverstärkung als unendlich annehmen dürfen, ist die 
Spannung am -Eingang gleich der Spannung am +Eingang.
Deshalb setzen wir einfach die Gleichung aus 1. gleich der Gleichung aus 
2. Das Ganze dann nach Ua auflösen und fertig ist die Laube.


1. Ip in Richtung Opampeingang hinein.
U+ = U0*Rx/(Ro+Rx) -Ip*R0*Rx/(R0+Rx)

2. Im in Richtung Opampeingang hinein.
U- = Ua*R1/(R1+R2) - Im*R1*R2/(R1+R2)

3.
U- = U+

Ua*R1/(R1+R2) - Im*R1*R2/(R1+R2) = U0*Rx/(Ro+Rx) -Ip*R0*Rx/(R0+Rx)

Ua = (R1+R2)/R1 * [ U0*Rx/(Ro+Rx) -Ip*R0*Rx/(R0+Rx) +Im*R1*R2/(R1+R2) ]

Ua = (1+R2/R1) * [ U0*Rx/(Ro+Rx) -Ip*R0*Rx/(R0+Rx) +Im*R1*R2/(R1+R2) ]
----------------------------------------------------------------------

Beim richtigen Opamp ist der Biasstrom Ip und Im unterschiedlich. Die 
Differenz dieser Ströme nennt sich Offset-Bias-Strom.
Gast #2791342
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Jenny schrob:
>ich brauche den Spannungsabfall an Rx.
>gegeben ist Rx, Ro, R1, R2 und Uo.

Hast Du die Werte von den Widerständen und die Höhe der Spannung?

Normalerweise sind die Eingänge von Operationsverstärkern doch so
hochohmig, daß man Ro und Rx als unbelasteten Spannungsteiler ansehen 
kann,
wenn die Widerstände im Verhältnis dazu niederohmiger sind.
Dann könnte man sich die Sache einfach machen und sagen:

Urx=Rx*(Uo/(Ro+Rx))

MfG Paul
#2791396
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Helmut S. schrieb:
> Die Lösung ist ganz einfach.
>
> ....
>
> Ua = (1+R2/R1) * [ U0*Rx/(Ro+Rx) -Ip*R0*Rx/(R0+Rx) +Im*R1*R2/(R1+R2) ]
> ----------------------------------------------------------------------
>
> Beim richtigen Opamp ist der Biasstrom Ip und Im unterschiedlich. Die
> Differenz dieser Ströme nennt sich Offset-Bias-Strom.

Ich habe mal noch das Bild zu der Berechnung angehängt. Man sieht darin 
die angenommene Richtung der Eingangsströme.
Angehängte Dateien:
#2791452
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Hallo,
vielen herzlichen Dank für die Antworten

Helmut S. schrieb:
> 1. Ip in Richtung Opampeingang hinein.
> U+ = U0*Rx/(Ro+Rx) -Ip*R0*Rx/(R0+Rx)


Zu dem Superpositionsprinzip habe ich eine Frage, weil das verstehe ich 
nicht so ganz.
Ich muss doch Ip=0 setzen und dann bekomme ich das U+ = U0*Rx/(Ro+Rx). 
Was muss ich als nächstes null setzen und wie komme ich auf diesen Term
-Ip*R0*Rx/(R0+Rx)?
#2791455
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Jenny Müller schrieb:
> Hallo,
> vielen herzlichen Dank für die Antworten
>
> Helmut S. schrieb:
>> 1. Ip in Richtung Opampeingang hinein.
>> U+ = U0*Rx/(Ro+Rx) -Ip*R0*Rx/(R0+Rx)
>
>
> Zu dem Superpositionsprinzip habe ich eine Frage, weil das verstehe ich
> nicht so ganz.
> Ich muss doch Ip=0 setzen und dann bekomme ich das U+ = U0*Rx/(Ro+Rx).
> Was muss ich als nächstes null setzen und wie komme ich auf diesen Term
> -Ip*R0*Rx/(R0+Rx)?

Da musst du die Spannungsquelle U0 durch einen Kurzschluss ersetzen.
Gast #2791473
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Superposition (oder Überlagerung genannt) heißt einfach nur:
-In einer Schaltung wird eine Quelle als aktiv gestzt, alle anderen 
Spannungsquellen durch Kurzschluß, alle anderen Stromquellen durch 
Unterbrechung ersetzt.
-Es werden nun die Spannungen / Ströme berechnet.
-Das gleiche erfolgt für die nächste Quelle.
-Usw. bis alle durch sind.
-Dann werden alle Ergebnisse "überlagert", fertig ist die Lösung.
(Gilt nur für lineare und eingeschwungene Größen)
Gast #2792030
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@Gert

Danke für den Link. Dort ist das sehr anschaulich erklärt. Nur habe ich 
den
Eindruck, daß man damit Rechnungen komplizierter macht, als sie 
tatsächlich
sind. Weiterhin wird es den meisten Leuten widerstreben, sich Spannungs-
quellen als kurzgeschlossen vorzustellen, denn noch ehe sie die Rechnung
beendet haben, ist die Spannung der Quelle so in die Knie gegangen, daß
sie sich nicht wieder davon erholt.

;-)

MfG Paul
Moderator #2793105
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Paul Baumann schrieb:
> Weiterhin wird es den meisten Leuten widerstreben, sich Spannungs-
> quellen als kurzgeschlossen vorzustellen

Wenn Spannungsquellen gedanklich kurzgeschlossen werden, führt das
unweigerlich zu einem rauchenden Kopf.

Werden hingegen Stromquellen gedanklich unterbrochen, funkt's im Kopf.

Anders als bei elektronischen Bauteilen ist jedoch für den Kopf beides
nicht nur unschädlich, sondern oft sogar leistungssteigernd :)

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