In Wikipedia under Längsregler http://de.wikipedia.org/wiki/Spannungsregler#Lineare_Regler Steht so was: "Ein weiterer Nachteil ist der benötigte minimale Spannungsabfall zwischen Eingang und Ausgang: Neben Ube ist auch ein Spannungsabfall über Rv notwendig, um den Strom für die Zenerdiode Dz und den Basisstrom für Q zu liefern. Das heißt, die Eingangsspannung muss mindestens um diese Spannung größer sein als die Ausgangsspannung, um einen sicheren Reglerbetrieb zu gewährleisten. Eine deutliche Verbesserung kann erzielt werden, wenn Rv durch einen pnp-Transistor Q2 ersetzt wird. Der Emitter von Q2 wird an den Kollektor von Q und der Kollektor von Q2 an die Kathode von Dz geschaltet. Rv wird dann zwischen Basis von Q2 und Anode von Dz geschaltet. Durch diese Konstantstromquelle kann eine minimale UCE von etwa 1 V und ein begrenzter Kurzschlussstrom erreicht werden, der nicht viel höher ist als der maximale geregelte Laststrom. Durch diesen zusätzlichen Transistor kommt die Schaltung einem Low-Drop-Regler sehr nahe." Ich habe versucht so eine verbeserte Schaltung zu simulieren, aber da stimmt was nicht. Würde diese Schaltung funktionieren oder nicht?
Sunny schrieb: > Ich habe versucht so eine verbeserte Schaltung zu simulieren, aber da > stimmt was nicht. Dann zeig doch deine Schaltung/Simulationsfile einfach mal, statt den halben Wiki-Artikel zu kopieren.
Hier ist es. Es läuft schon, nachdem ich den wiederstand von R1 erhöht habe. Aber er scheint mir bischen zu gross.
Fuer einen Lowdrop verwendet man einen PNP, dann faellt erst man die Ube von oben weg.
Mich interessiert ob diese Schaltung tatsächlich "einen begrenzter Kurzschlussstrom erreicht, der nicht viel höher ist als der maximale geregelte Laststrom." Und ob es Sinn macht diesen zusätzlichen PNP transistor hinzufügen.
Sunny schrieb: > Mich interessiert ob diese Schaltung tatsächlich "einen begrenzter > Kurzschlussstrom erreicht, der nicht viel höher ist als der maximale > geregelte Laststrom." Prinzipiell jein. Unter der Annahme einer konstanten Eingangsspannung fließt ein konstanter Basisstrom in Q2. Unter der weiteren Annahme einer konstanten (zeitlich und thermisch) Stromverstärkung von Q2 und Q1, ergeben sich ein konstanter Kollektorstrom von Q2 (= Basisstrom von Q1) und somit auch ein konstanter Ausgangsstrom. Allerdings sind da ganz schön viele Annahmen drin. Und was viel einschneidender ist: die Stromverstärkung ist stark exemplarabhängig. Man müßte also R1 für jede Kombination von Transistoren neu berechnen. > Und ob es Sinn macht diesen zusätzlichen PNP transistor hinzufügen. Nein. Low Drop Spannungsregler baut man anders. Man nimmt z.B. einen PNP als Stellglied und dreht den um (Emitter zum Eingang). Allerdings ist so eine Schaltung schwer stabil zu bekommen. Vor allem wenn die Last variabel ist. XL
Ich habe auch gemerkt dass, man für jede Eingangsspannung den Resistor R1 new berechnen muss. Wieso steht dann in Wiki, dass eine deutliche Verbesserung erzielt werden kann.
Sunny schrieb: > Wieso steht dann in Wiki, dass eine deutliche Verbesserung erzielt > werden kann. Weil bei Wikipedia jeder schreiben darf, was er gerade für richtig hält. Die Idee ist, daß Fehler von aufmerksamen Lesern gefunden und korrigiert werden. Leider funktioniert das in der Praxis nicht besonders gut, weil Löschtrolle, Sockenpuppen, Lobbyisten und anderes Gesocks die wenigen vernünftigen Autoren verprellen... XL
Sunny schrieb: > Ich habe auch gemerkt dass, man für jede Eingangsspannung den Resistor > R1 > new berechnen muss. > > Wieso steht dann in Wiki, dass eine deutliche Verbesserung erzielt > werden kann. Einige Schaltungen funktionieren nur, wenn man sie mit ICs baut. Innerhalb von ICs lassen sich z.B. verhältnismäßig einfach zwei Transistoren mit fast identischen Daten einbauen. Wenn man dann versucht, die gleiche Schaltung mit diskreten Bauelementen nachzubauen, funktioniert das nicht mehr. Gruss Harald
> Hier ist es.
Die Schaltung ist Unsinn.
Man baut nichts, welches auf die begrenzte Stromverstärkung eines
Transistor setzt.
Wenn schon, dann einen Stromspiegel für die Z-Diode.
Und zur Strombegrenzung die übliche Foldback-Schaltung.
+ ---+-----+----NPN--+--R--+---
E| |E | E | |E
>|-+-|< | +----|<
| | | | |
+--+ +-----+---------+
| |
R ZD
| |
---+-----+------- GND
Nur low drop ist das noch lange nicht. Immerhin ein schöne
Spielzeug zum simulieren.
Sunny schrieb: > Die übliche Foldback-Schaltung ist auch nicht so gut. Was MaWin da gezeichnet hat, ist auch kein Fold Back sondern einfach nur eine Strombegrenzung. Kennzeichen einer Fold-Back-Schaltung ist, daß der Kurzschlußstrom geringer ist als der maximale Ausgangsstrom bei normaler Funktion. Wenn man das als U/I Kennlinie darstellt, dann ist die Kurve beim Übergang zum Kurzschlußbetrieb tatsächlich rückläufig (zurück gefaltet). XL
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