http://www.golem.de/news/bioprinting-modern-meadow-druckt-schnitzel-1208-93895.html Ob es dann auch Discount-Tintenpatronen geben wird und Refill-Stationen? :> Wird mein Copy-Shop um die Ecke dann zum Schnitzelimbiss? :D
Ein weiterer Schritt der Industrie dem Kunden endlich das schnittfeste Wasser zu verkaufen.
Läubi .. schrieb: > dem Kunden endlich das schnittfeste > Wasser zu verkaufen. Es gibt ganze EU-Länder, die das sehr erfolgreich schon lange tun: Holland und das, was von dort anstelle von Gemüse exportiert wird ...
Jetzt weiß ich warum Golem so'n Drecksladen ist.. Laut den Kommentaren treiben sich da zu 95% Veganer rum...
klingt gut (eigentlich klingt es nach 1. April) aber egal: man könnte vermutlich einen teil z.b. durch pflanzliche fette und Eiweiße ersetzen.. ich sehe da kein Problem (geschmacklich, Konsistenz müsste natürlich passen, was aber eher zu bezweifeln ist..)
Auch mein Billiglaserdrucker kann Schnitzel produzieren. Man muss dazu nur sehr dünnes Papier einlegen. duck und wech ;-)
Yalu X. schrieb: > Auch mein Billiglaserdrucker kann Schnitzel produzieren. > > Man muss dazu nur sehr dünnes Papier einlegen. Leg doch mal ein dünnes Stück Schnitzelfleisch ein und teste, ob es in der Fixiereinheit gar wird.
Dann werden werden wir wohl den vierten Aggregatzustand von Wasser kaufen -oder drucken- können. Neben der hölländischen Tomate. Allerdings bin ich mal auf die Patronenpreise gespannt. Ob es dann auch billige Refill-Tankstellen geben wird? "Ich hätte gerne 4 Patronen Schinkenschnitzel, ach, und 2 Patronen halb und halb aus dem Angebot in rosa bitte"
Also ich sag mal: Sobald bei Aldi ein Kodak-Schnitzel liegt und es ist günstiger als das andere dort liegende Schnitzel werden es die Leute KAUFEN.
Irgendwann kann sich der geneigte AMI dann auch eine Frau ausdrucken. Motto: "Wenn's dir nicht passt, geh. Ich druck mir halt 'ne neue Frau aus." :-)
Gabs da nicht mal das "Don't call it Schnitzel" zum Toasten? Das war so 5-7mm dick, das Fleisch(imitiat?) selbst nur 2mm. Sollte doch bequem zwischen die Fixierwalzen passen.
Jörg P. R. schrieb: > Irgendwann kann sich der geneigte AMI dann auch eine Frau ausdrucken. Wenn sie nicht mehr genehm ist: "Ab in die Pfanne, Schnitzel"
Georg A. schrieb: > Gabs da nicht mal das "Don't call it Schnitzel" zum Toasten? Das war so > 5-7mm dick, das Fleisch(imitiat?) selbst nur 2mm. Sollte doch bequem > zwischen die Fixierwalzen passen. Toasties heisst das Wunderzeug wenn ich mich nicht irre.
Die Frage wird sein, ob sich die Größenbezeichnung dann auch ändern wird oder ob man z. B. folgende Umrechnung nimmt: XXL = A4 XL = A5 L = A6 M = A7 S = A8 XS = A9 Bei McD wird es dann nicht mehr den Big Mac geben sondern den A6-Mac.
Ich habe irgendwie nicht das Gefühl, dass jemand hier den Artikel wirklich gelesen hat. Es geht darum, per 3D-Drucker lebende - in vitro gezüchtete Fleisch-Zellen - anzuordnen, so dass sie anschliessend zusammenwachsen. Also entsteht echtes Fleisch. Es geht nicht darum, irgenwelchen billigen Ersatzdreck zu fabrizieren. Wenn man so quasi beliebige Sorten und Formen erstellen kann, ohne das ganze Barbarentum, was alles so mit Massentierhaltung und industrieller Landwirtschaft eihergeht, bin ich positiv interessiert. Ich finde die Idee zumindst faszinierend, wenn ich auch glaube, dass sie noch lange bis zur "Serienreife" brauchen wird, wenn sie nicht vorher von der sicher nicht amüsierten Schlachtvieh-Mafia weggekauft, -gelkagt oder sabotiert wird - denn Lebensmittel sind ein Milliardenmarkt, den man sich sicher nicht gerne streitig machen lässt. Beginnen wird es mit Verläumdung ...
Frank Esselbach schrieb: > Ich habe irgendwie nicht das Gefühl, dass jemand hier den Artikel > wirklich gelesen hat. > > Es geht darum, per 3D-Drucker lebende - in vitro gezüchtete > Fleisch-Zellen - anzuordnen, so dass sie anschliessend zusammenwachsen. > Also entsteht echtes Fleisch. Nun ja, Fleisch ist die Muskelmasse zuvor getöteter Tiere. Ob du da nen Muskel zusammenbringst... Es ist eher Fleisch, wie man es auch zur Hauttransplantation in Petrischalen züchtet. > Es geht nicht darum, irgenwelchen billigen > Ersatzdreck zu fabrizieren. Preislich schon. Wenn sie es hinkriegen, dass es wie ein 20$-T-Bone-Steak aussieht, dann wollen sie dafür auch knapp 20$ dafür haben. Wobei das "echte" Steak dann ne deutlich geringere Gewinnspanne haben dürfte. > Wenn man so quasi beliebige Sorten und Formen erstellen kann, ohne das > ganze Barbarentum, was alles so mit Massentierhaltung und industrieller > Landwirtschaft eihergeht, bin ich positiv interessiert. Also, ich finds jetzt auch nicht sooo tragisch - zumal man uns heute ja schon zusammengepuzzletes Fleisch als großen Brocken anbietet. Andere Forscher fordern, dass wir Insekten als Eiweislieferanten in Betracht ziehen - klingt auch erst komisch, könnte aber mal ernst werden. > Ich finde die Idee zumindst faszinierend, wenn ich auch glaube, dass sie > noch lange bis zur "Serienreife" brauchen wird, wenn sie nicht vorher > von der sicher nicht amüsierten Schlachtvieh-Mafia weggekauft, -gelkagt > oder sabotiert wird - denn Lebensmittel sind ein Milliardenmarkt, den > man sich sicher nicht gerne streitig machen lässt. Beginnen wird es mit > Verläumdung ... Zum Glück ist es auch noch nicht gar so weit...
Frank Esselbach schrieb: > Wenn man so quasi beliebige Sorten und Formen erstellen kann, ohne das > ganze Barbarentum, was alles so mit Massentierhaltung und industrieller > Landwirtschaft eihergeht, bin ich positiv interessiert. ACK > Ich finde die Idee zumindst faszinierend, wenn ich auch glaube, dass sie > noch lange bis zur "Serienreife" brauchen wird, wenn sie nicht vorher > von der sicher nicht amüsierten Schlachtvieh-Mafia weggekauft, -gelkagt > oder sabotiert wird - denn Lebensmittel sind ein Milliardenmarkt, den > man sich sicher nicht gerne streitig machen lässt. Beginnen wird es mit > Verläumdung ... Das dürfte eher spannend werden... Die großen Lebensmittelkonzerne (Mars, Nestle, Unilever, Kraft und viele andere) dürften mit Sicherheit auch daran interessiert sein. Allerdings dürften die jetzigen "Größen" kein Interesse daran haben das Geräte wie http://creativemachines.cornell.edu/node/194 (bzw. Fab@Home und andere) und deren verbesserte Nachfolger bei den Kunden stehen und sie damit überflüssig gemacht würden...
Zu den Insekten siehe auch hier: http://www.sueddeutsche.de/wissen/nahrungsmittel-mehlwuermer-zur-mahlzeit-1.1306727 Vielleicht läuft das ganze auch so, dass die Insekten verarbeitet werden zu einer "Proteinmasse", und dann wieder geformt werden. Viele Leute haben ja heute Ihr Fleisch ohnehin gerne "viereckig" udn aus der Kühltruhe, also bitte so, dass man nicht sieht, dass das mal ein Tier war. Naja und ein Wiener Würstchen, gefüllt mit so einer Masse (oder beigemischt) wird geräuchert wahrscheinlich nicht sooo anders schmecken. Ich glaube, der Ekel rührt eher daher, dass die Leute das Gefühl haben, die essen Augen, Fühler, irgendwas kratziges, irgendwelche Stachel.. Was Insekten eben so an sich haben. Wenn man das umgeht, hat die Sache 'ne Chance. Heuscheckenplage? Jetzt drehen wir den Spieß mal um!
kann man Insekten günstiger herstellen, als Puten/Hühner? halte ich für unwahrscheinlich..
Rainer Unsinn schrieb: > Ich glaube, der Ekel rührt eher daher, ... daß sich die Leute heute vieles (noch) nicht vorstellen können. Zum einen das Geschmack was relatives ist und im Kindesalter geprägt wird. Warum sollte man sich nicht an "künstliche" Lebensmittel gewöhnen und sie mögen können? Zum anderen das prinzipiell Kopien aller noch so "biologischen" Lebensmittel möglich sind. Ist alles nur eine definierte Ansammlung von Molekülen. Und denen wohnt kein unkopierbarer Lebensgeist inne :) Aber egal, es wird SO ODER SO zur Weiterentwicklung unserer Ernährungsgrundlagen kommen, im Interesse der Ressourcen unseres Planeten, unserer Gesundheit und unseres Geschmacks !
>im Interesse der Ressourcen unseres >Planeten, unserer Gesundheit und unseres Geschmacks ! amen (und im Interesse der unschuldigen Tiere ;-) )
Robert L. schrieb: > kann man Insekten günstiger herstellen, als Puten/Hühner? > > halte ich für unwahrscheinlich.. Na es wird wohl niemand größere Käfige, Bodenhaltung oder ähnliches für glückliche INsekten einfordern.. ? Und so ein Huhn hat Federn, Knochen, Innereien.. Der Proteingehalt wird bei Insekten evtl. pro lebendgewicht sogar höher sein.. wer weiß das genauer?
Dennis S. schrieb: > Warum sollte man sich nicht an "künstliche" Lebensmittel gewöhnen > und sie mögen können? Da meinst, so wie sich die Leute an Gurken und Tomaten aus Holland gewöhnt haben? An Aufbackbrötchen und Analogkäse? http://www.youtube.com/watch?v=z5IqO88eEzw&feature=related
>Analogkäse
was sich die Leute immer über Analogkäse aufregen, versteh ich sowieso
nicht
gegen Analogbutter hat auch keiner was, ....
geschmacklich ist natürlich beides "Katastrophe"...
Robert L. schrieb: > was sich die Leute immer über Analogkäse aufregen, versteh ich sowieso > nicht > > gegen Analogbutter hat auch keiner was, .... Meinst du mit Analogbutter etwa Margarine? Pfui Deifel, dann doch noch lieber Analogkäse (obwohl ich auch den um jeden Preis zu meiden versuche) ;-)
Magarine wird doch inzwischen auch durch Analog-Magarine ersetzt. Nennt sich dann Streichfett (d.h. geringerer Fettanteil etc.) Auf vielen Magarinebechern steht darum gar nicht mehr Magarine drauf, siehe Rama. Das kennt jeder als "Magarine" muss also keiner mehr draufschreiben, ist aber nur noch ein Streichfett.
Dave B. schrieb: > Magarine wird doch inzwischen auch durch Analog-Magarine ersetzt. Nennt > sich dann Streichfett (d.h. geringerer Fettanteil etc.) > Auf vielen Magarinebechern steht darum gar nicht mehr Magarine drauf, > siehe Rama. Das kennt jeder als "Magarine" muss also keiner mehr > draufschreiben, ist aber nur noch ein Streichfett. Und ich hab nun gedacht, Margarine SEI schon so was wie Analog-Butter! Wenn selbst das Surrogat schon durch ein noch billigeres und schäbigeres ersetzt wird...
Frank Esselbach schrieb: > Wenn man so quasi beliebige Sorten und Formen erstellen kann, ohne das > ganze Barbarentum, was alles so mit Massentierhaltung und industrieller > Landwirtschaft eihergeht, bin ich positiv interessiert. Ginge natürlich auch, wenn man sein Fleisch nicht zu Spottpreisen im Discounter kaufen würde, dann wären vernünftige haltebedingungen auch wieder für jeden rentabel und es müssten nicht jedes Jahr unzähliche Bauern aufhören, während der Rest seine Betriebe immer mehr industrialisiert. Aber Geiz ist halt geil, ich weiß. Michael K-punkt schrieb: > Wenn selbst das Surrogat schon durch ein noch billigeres und schäbigeres > ersetzt wird... Beliebt ist auch, Butter oder Margerine mit Wasser zu strecken, das ganze wird dann sogar noch teuer als Kalorienreduziert verkauft (schmeckt aber wie zu erwarten ekelhaft). Oder letztens erst gesehen, aufgeschäumter Streichkäse. Damit fällt eben nicht auf, dass die Packung wesentlich weniger enthält als die Konkurrenz. Nun, bis man merkt, dass eine Packung ziemlich schnell leer ist.
vn nn schrieb: > Ginge natürlich auch, wenn man sein Fleisch nicht zu Spottpreisen im > Discounter kaufen würde, dann wären vernünftige haltebedingungen auch > wieder für jeden rentabel und es müssten nicht jedes Jahr unzähliche > Bauern aufhören, während der Rest seine Betriebe immer mehr > industrialisiert. Aber Geiz ist halt geil, ich weiß. Dann musst Du aber auch die ganze Welt, nicht nur die Deutschen, davon überzeugen. Auch die Armen: Esst lieber kein Fleisch, wenn Ihr Euch nur das billigere leisten könnt. Und auch die Bauern selbst: Wolltest Du nie länger in den Urlaub fahren und jeden Tag in der Woche viele Stunden arbeiten, um Dein Vieh so "vernünftig" zu halten? Wer will denn schon noch freiwillig Bauer sein ohne Industrialisierung, bitte?
Rainer Unsinn schrieb: > Dann musst Du aber auch die ganze Welt, nicht nur die Deutschen, davon > überzeugen. Auch die Armen: Esst lieber kein Fleisch, wenn Ihr Euch nur > das billigere leisten könnt. Ordentliche Haltebedingungen und Einnahmen unterhalb der Ausgaben lassen sich nun mal nicht verbinden. Rainer Unsinn schrieb: > Und auch die Bauern selbst: Wolltest Du nie länger in den Urlaub fahren > und jeden Tag in der Woche viele Stunden arbeiten, um Dein Vieh so > "vernünftig" zu halten? Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Massenviehhaltung bringt unterm Strich nicht recht viel mehr Freizeit. Eigene Erfahrung. Rainer Unsinn schrieb: > Wer will denn schon noch freiwillig Bauer sein ohne Industrialisierung, > bitte? Man merkt, du lebst in der Großstadt. Aber stimmt, was gibt es schöneres, als ständig (oft nur noch auf Pump) weiter ausbauen zu müssen, nur um nicht alles zu verlieren? Aber Hauptsache die Milch ist billiger als das Mineralwasser, dann ist alles gut.
vn nn schrieb: > Ordentliche Haltebedingungen und Einnahmen unterhalb der Ausgaben lassen > sich nun mal nicht verbinden. Naja, es gibt eben eine Nachfrage und ein Angebot unterhalb Deiner Vorstellungen. Du möchtest die Nachfrageseite verändern. Das wird im Kleinen funktionieren, aber ich denke nicht im Großen. vn nn schrieb: > Man merkt, du lebst in der Großstadt. Aber stimmt, was gibt es > schöneres, als ständig (oft nur noch auf Pump) weiter ausbauen zu > müssen, nur um nicht alles zu verlieren? Aber Hauptsache die Milch ist > billiger als das Mineralwasser, dann ist alles gut. Sachte, ich hab auch schon auf dem Dorf gewohnt und Kartoffeln von Hand aufgelesen. Immerhin hatten wir einen Siebkettenroder ausgeliehen und mussten sie nicht auch noch aus der Erde hacken -> wir waren industrialisiert! Und weil die nächste Generation eben lieber auf einen Knopf drücken will auf ihrem iIrgendwas, deshalb wird es Massentierhaltung und Technisierung weiter geben. Ich denke, der "kleine" Bauer, der Dir vorschwebt, ist ein romantisches Auslaufmodell. Ich find es auch schade, aber es ist die Richtung, meiner Meinung nach. Es liegt auch daran, denke ich, dass viel weniger Leute als früher selber kochen, und sich nicht sie Bohne interessieren, was da so auf ihrem Burger oder der Pizza drauf ist.. Und was die Freizeit in der Landwirtschaft angeht, ist es doch logisch, dass es bei mehr Leuten, die sich die Arbeit teilen, mehr Flexibilität und somit mehr Möglichkeiten für Freizeit besteht.. Einfach weil man die Arbeit effektiver organisieren kann. Aber es gibt eine kritische Größe, die man dafür überschritten haben muss. Gab es auch alles schon, hieß "LPG" .. über die Effektivität lässt sich streiten :-)
Rainer Unsinn schrieb: > Naja, es gibt eben eine Nachfrage und ein Angebot unterhalb Deiner > Vorstellungen. Du möchtest die Nachfrageseite verändern. Das wird im > Kleinen funktionieren, aber ich denke nicht im Großen. Letztens kam ne Sendung über Bio-Rinder, die PRO TIER eine Weidefläche von 1 Hektar zur Verfügung haben. Mich freut es natürlich für die Tiere und die Leute, die sich 50€/kg für ein Steak leisten können. Wenn wir jedoch ALLE hier in D NUR noch Fleisch von Hektar-Rindern essen wollten.... wäre das allein aufgrund der Vielzahl der Menschen schlichtweg unmöglich. Ähnliches dürfte für Hühner gelten. Wenn wir nur freilaufende glückliche Hühner hätten... wäre es ziemlich eng in unseren Vorgärten.
Michael K-punkt schrieb: > Rainer Unsinn schrieb: > >> Heuscheckenplage? Jetzt drehen wir den Spieß mal um! > > Der ist gut...! Naja wenn man so die anderen Spezies anhört, so sehen die die Menschheit schon lange als Plage an, von ein paar Kollaborateuren wie Hunden und Katzen und noch ein paar den Menschen nützlichen Idioten (so genannten Nutztieren) abgesehen. Namaste
Winfried J. schrieb: > Naja wenn man so die anderen Spezies anhört, so sehen die die Menschheit > schon lange als Plage an, von ein paar Kollaborateuren wie Hunden und > Katzen und noch ein paar den Menschen nützlichen Idioten (so genannten > Nutztieren) abgesehen. > > Namaste Vor einiger Zeit lief der Film "Auch Marsmenschen haben Hunger", englischer Film mit Untertiteln "The food chain" ist wohl der Originaltitel. Leider habe ich nur nen VHS-Mitschnitt, als DVD hab ich das Teil noch nicht gesehen. Skuril, gruselig, humorvoll - ein herrlicher Film.
Michael K-punkt schrieb: > Letztens kam ne Sendung über Bio-Rinder, die PRO TIER eine Weidefläche > von 1 Hektar zur Verfügung haben. Mich freut es natürlich für die Tiere > und die Leute, die sich 50€/kg für ein Steak leisten können. Ein Hektar pro Rind ist natürlich grober Schwachfug, da die Tiere letztenendes viel Enger auf einem Fleck stehen werden, aber so ist es eben mit Vorschriften durch Leute, die keine Ahnung von Viehhaltung haben. 50€/kg Rinderfilet hingegen wäre durchaus angemessen, dann wären Bauern auch bei vernünftigen Haltebedingungen überlebensfähig. Während alle anderen Preise laufend steigen, sollen die Nahrungsmittelpreise immer weiter fallen. Und dann über die bösen Bauern jammern, die die Tiere unter bedenklichen Bedingungen halten und mit billigstfutter mästen. Michael K-punkt schrieb: > Wenn wir jedoch ALLE hier in D NUR noch Fleisch von Hektar-Rindern essen > wollten.... wäre das allein aufgrund der Vielzahl der Menschen > schlichtweg unmöglich. Dann landet eben nicht jeden Tag Fleisch als Hauptspeise auf dem Teller. Ist noch gar nicht so lange her, dass es keinen Fleischüberschuss gab, dass Nahrungsmittel tatsächlich noch etwas kosteten. Dann wurden die Preise gedrückt, und jetzt sind wir dort, wo wir sind: Die Qualität muss zugunsten der Quantität nachlassen, damit man überleben kann (trotz Subventionen). Rainer Unsinn schrieb: > Naja, es gibt eben eine Nachfrage und ein Angebot unterhalb Deiner > Vorstellungen. Du möchtest die Nachfrageseite verändern. Das wird im > Kleinen funktionieren, aber ich denke nicht im Großen. Dass der fette deutsche Michel jeden Tag seine 300 Gramm Fleisch sehen will, am liebsten zum Nulltarif, ist mir bewusst. Ändert nichts daran, dass das falsch ist, und er sich gar nicht erst über Massentierhaltung zu beschweren hat, denn seine Konsumgewohnheit hat sie verursacht. Ein Euro mehr für Fleisch aus vernünftiger Haltung, ein paar Cent mehr für Milch (muss nicht mal Bio sein)? Nein, da greifen wir lieber zum Sonderangebot, das billiger als Mineralwasser ist. Der Bauer kann vom Erlös grade mal so seine Unkosten decken, aber was solls? Sehen wir uns lieber "We feed the world" an und regen uns über die (von jedem einzelnen Konsumenten verursachte) moderne Landwirtschaft auf, dann ist auch was fürs Gewissen getan. Rainer Unsinn schrieb: > Sachte, ich hab auch schon auf dem Dorf gewohnt und Kartoffeln von Hand > aufgelesen. Immerhin hatten wir einen Siebkettenroder ausgeliehen und > mussten sie nicht auch noch aus der Erde hacken -> wir waren > industrialisiert! Du vergleichst Äpfel mit Birnen, Maschinen zur Arbeitserleichterung haben erstmal nichts mit Intensivstlandwirtschaft zu tun. Rainer Unsinn schrieb: > Und weil die nächste Generation eben lieber auf einen Knopf drücken will > auf ihrem iIrgendwas, deshalb wird es Massentierhaltung und > Technisierung weiter geben. Wäre kein Problem, auch Massentierhaltung wäre grundsätzlich zu guten Bedingungen möglich. Aber dann kostet das Fleisch eben einen Euro mehr, oder die ganzen Zwischenhändler müssen eben ein Auto fahren, das eine Klasse kleiner ist. Will halt keiner. Lieber über die Haltebedingungen schimpfen, das geht leichter. Rainer Unsinn schrieb: > Ich denke, der "kleine" Bauer, der Dir > vorschwebt, ist ein romantisches Auslaufmodell. Du weißt schlecht, was mit vorschwebt. Auch wenn 50-80 Stück Vieh nach heutigen Maßstäben tatsächlich eher klein ist. Rainer Unsinn schrieb: > Und was die Freizeit in der Landwirtschaft angeht, ist es doch logisch, > dass es bei mehr Leuten, die sich die Arbeit teilen, mehr Flexibilität > und somit mehr Möglichkeiten für Freizeit besteht.. Einfach weil man die > Arbeit effektiver organisieren kann. Aber es gibt eine kritische Größe, > die man dafür überschritten haben muss. Ja, Freizeit bringt viel, wenn man sich keinen Urlaub leisten kann. Nebenbei steigt die Freizeit mit der Betriebsgröße nicht zwingend. Irgendwie muss man die Kredita abbezahlen, was dank Dumpingpreisen Einsatz fast rund um die Uhr erfordern kann. Ich kannte einen Milchbauern mit über 300 Kühen, Freizeit kennt er seit zehn Jahren nicht mehr, sein halber Grund gehört mittlerweile der Bank, weil einem Großabnehmer seine Milch drei Cent zu teuer war. Jetzt darf er zu den üblichen Marktpreisen verkaufen, was leider Kostendeckend gerade so möglich ist. Und das, wo er bei der Haltung schon spart wo es nur geht.
vn nn schrieb: > Ja, Freizeit bringt viel, wenn man sich keinen Urlaub leisten kann. > Nebenbei steigt die Freizeit mit der Betriebsgröße nicht zwingend. > Irgendwie muss man die Kredita abbezahlen, was dank Dumpingpreisen > Einsatz fast rund um die Uhr erfordern kann. Ich kannte einen > Milchbauern mit über 300 Kühen, Freizeit kennt er seit zehn Jahren nicht > mehr, sein halber Grund gehört mittlerweile der Bank, weil einem > Großabnehmer seine Milch drei Cent zu teuer war. Jetzt darf er zu den > üblichen Marktpreisen verkaufen, was leider Kostendeckend gerade so > möglich ist. Und das, wo er bei der Haltung schon spart wo es nur geht. Was Du da beschreibst, ist einfach der Kapitalismus. Der gilt nunmal hier gerade, ein bischen abgefedert durch Subventionen. Da muss man nichts schönreden - fressen und gefressen werden. Der da oben zählt zu den Letzteren. Die Bank wird das Land später einem Großen verkaufen, bei dem derjenige dann angestellt arbeiten kann (vielleicht).
Rainer Unsinn schrieb: > Was Du da beschreibst, ist einfach der Kapitalismus. Der gilt nunmal > hier gerade, ein bischen abgefedert durch Subventionen. Da muss man > nichts schönreden - fressen und gefressen werden. Der da oben zählt zu > den Letzteren. Nein. Kapitalismus hat grundsätzlich erstmal wenig mit gezieltem Preisdumping, damit sich auch ja jeder Fleisch im Überfluss leisten kann, zu tun. Denn profitiert hat im Endeffekt keiner, nicht mal der Kunde, denn der darf nun die Bauern über Subventionen am Leben erhalten.
vn nn schrieb: > Denn profitiert hat im Endeffekt keiner, nicht mal der > Kunde, denn der darf nun die Bauern über Subventionen am Leben erhalten. Doch, profitiert hat die Bank (für die er sich abgekämpft hat) und der Große, der einen lästigen Konkurrenten weniger hat. Und was Du Dumping nennst, ist einfach der Preiskampf. Gekämpft wird mit dem Profit als Ziel. Dass das Fleisch relativ billig wird dadurch, ist eine Folge, nicht das Ziel.
Rainer Unsinn schrieb: > und der > Große, der einen lästigen Konkurrenten weniger hat. Von welchem großen sprichst du? Welche Konkurrenz? Meinst du, der eine bringt sein Vieh nicht an, nur weil sein Nachbar auch Rinder hat? Rainer Unsinn schrieb: > Und was Du Dumping > nennst, ist einfach der Preiskampf. Gekämpft wird mit dem Profit als > Ziel. Dass das Fleisch relativ billig wird dadurch, ist eine Folge, > nicht das Ziel. Falsch. Die niedrigen Preise wurden durch den Staat und die EU mithilfe Subventionen erreicht, die sind kein Ergebnis der freien MArktwirtschaft und schon gar nicht eines Preiskampfes untereinander, denn so ziemlich alle Bauern, ob groß oder klein, kämpfen für fairere Preise. Manche sollten ihre Erfahrungen aus anderen Branchen nicht auf den Agrarbereich umsetzen versuchen. Schließlich werden/wurden andere Branchen auch nicht so stark subventioniert, dass der Erlös geringer als die Aufwendungen sein darf.
1. Weniger Fleischkonsum wäre bzw. ist für mich kein Problem. 2. Ob ein Fleisch wirklich BIO ist, kann ich als Laie nur schwer feststellen. Nur weil es TEUER war, muss das nicht heißen, dass es BIO ist. Es kann ja sein, dass hinter dem Tresen eifrig die Industrieware nachgelegt wird. (hatte ich schon vor 20 Jahren auf dem Markt in Hannover erlebt, wo die sog. "Bio"-Eier aus genau den gleichen Pappkartons kamen wie die Metro-Eier...
vn nn schrieb: > Manche sollten ihre Erfahrungen aus anderen Branchen nicht auf den > Agrarbereich umsetzen versuchen. Schließlich werden/wurden andere > Branchen auch nicht so stark subventioniert, dass der Erlös geringer als > die Aufwendungen sein darf. Da hat er Recht. Ein subventionierter Markt kann keine realen Preise ausbilden. Das sieht man zur Zeit auch in der Fotovoltaik. Hier wird subventioniert, die Chinesen subventionieren. Dementsprechend ist der Preis im Keller. Und man kommt da jetzt natürlich nur sehr schwer wieder raus. Wir sind niedrige Lebensmittelpreise gewohnt und jede Erhöhung ist ganz, ganz schwierig durchzusetzen. Wenn man sich die Preise so anschaut... Milch kostet um die 45ct, meine ich, Butter gibt es für 75ct (ich kenne noch die Zeit um 1980, als das halbe Pfund bei knapp 2 DM lag), Mehl gibt es für 19ct das Kilo. Und überlegt man mal, wie hart noch vor 100 Jahren (oder auch jetzt noch in vielen Regionen Afrikas) die Leute für diese Dinge arbeiten mussten (an Fleisch war meist gar nicht zu denken), dann ist das schon irre. Die wichtigste Erfindung des Menschen ist in meinen Augen: der Traktor. Erst Du ihn sind wir überhaupt in der Lage, uns um andere Dinge zu kümmern als um das tägliche Überleben. Michael K-punkt schrieb: > 2. Ob ein Fleisch wirklich BIO ist, kann ich als Laie nur schwer > feststellen. Nur weil es TEUER war, muss das nicht heißen, dass es BIO > ist. Es kann ja sein, dass hinter dem Tresen eifrig die Industrieware > nachgelegt wird. (hatte ich schon vor 20 Jahren auf dem Markt in > Hannover erlebt, wo die sog. "Bio"-Eier aus genau den gleichen > Pappkartons kamen wie die Metro-Eier... Ja, das ist sicher ein Problem. Da iat es schon ein Vorteil, wenn man etwas ländlicher wohnt. Es gibt hier durchaus kleine Metzgereien, die nur regional einkaufen und deren Schlachtvieh man zwei Wiesen weiter aufwachsen sehen kann. So viel teurer ist das Fleisch dort gar nicht. Aber der Qualitätsunterschied ist schon sichtbar. Insbesondere geht das Fleisch in der Pfanne praktisch nicht ein. Wenn wir dort Hackfleisch kaufen, dann riecht das auch nicht unangenehm wie das, was man im Hit bekommt. Aber das sind eben alles kleine Mengen und wenn man da mittags hinkommt, ist das eine oder andere einfach schon ausverkauft. Damit muss man leben können. Aber grundsätzlich sollte man den Fleischkonsum schon einschränken und das geht durchaus gut. Wenn ich das bei uns so überschlage, sind gefühlt 3/4 der gekochten Mahlzeiten fleischfrei, Frühstück und Abendbrot enthalten noch weniger Fleisch - wir haben uns zu Nudel/Käsefans entwickelt :-) Übrigens sind die verschiedenen Sorten Vollkornbratlinge bei Aldi Süd (haben sie aber nicht immer) sehr lecker. Kann ich nur empfehlen :-) Gänzlich fleischfrei ernähren möchte ich mich nicht - dafür schmeckt es dann doch zu gut und zumindest beim Grillen will ich eine richtige Wurst und ein richtiges Stück Fleisch und keinen Ersatz ;-) Am besten ist es natürlich, wenn man Nachbarn mit Hühnern hat (ist bei meinen Eltern so). Im Tausch für die Küchenabfälle gibt es jeden Tag zwei frische Eier. Das nenn ich mal Recycling :-) Chris D.
Es gibt eine ganze Menge von Bauernhöfen mit Direktverkauf, auch im Umkreis von Großstädten. Man muss nur etwas danach suchen, was aber zumindest bei den Bio-Betrieben recht leicht ist, da die meisten von ihnen einem Verband (Bioland, Naturland, Demeter usw.) angehören, auf deren Webseiten Adresslisten zu finden sind. Auch bei den Nicht-Bio-Direktvermarktern kann man davon ausgehen, dass es sich nicht um "Agrarfabriken" handelt. Die Leute sind da mental etwas anders eingestellt, sonst würde nicht die Seniorbäuerin höchstpersönlich im Laden stehen ;-) Manche der Bauern haben sogar eine eigene Schlachterei, ansonsten kann man ja fragen, welchen lokalen Metzger er beliefert und dann wie Chris dort das Fleisch kaufen. Zur Qualität: Bio-Obst und -Gemüse hat den Ruf, nicht schön auszusehen und mit Würmern und anderen Schädlingen durchsetzt zu sein. Meist wird es auch nur als Handelsklasse II eingestuft. Meiner Erfahrung nach sehen die Produkte aber meistens nach HK I aus, und vor allem sind sie i.Allg. äußerst frisch, da sie keine langen Transportwege, Zwischenlagerungen u.ä. hinter sich haben. So bleibt bspw. eine Paprika vom lokalen Bio-Gärtner mindestens zwei Tage länger knackig als eine vom Supermarkt, auch wenn diese gerade erst in die Auslage gelegt wurde. Wenn man nachmittags zum Hühnerhof geht, bekommt man die Eier, die am Morgen (oder allenfalls vielleicht noch am Vortag) gelegt wurden. Man erkennt dies daran, dass sich in den Eiern noch keine Luftblase ausgebildet hat. Beim Fleisch kann ich das von Chris geschriebene bestätigen, und auch die Milch "direkt aus der Kuh" schmeckt mir besser als die Billigmilch aus dem Supermarkt. Und seit ich das Mehl direkt beim Müller kaufe, klappt's irgendwie mit dem Pizzateig und dem Brotbacken besser als mit dem Billigmehl aus dem Supermarkt. Bei letzterem scheint es des Öfteren Qualitätssprünge zu geben, mal funktioniert es besser, mal weniger gut. Wie Chris bereits geschrieben hat, bekommt man nicht immer alles, weil der Vorrat begrenzt und die Produktpalette saisonal unterschiedlich ist. Das kommt aber wie gesagt der Frische zugute. Außerdem macht das Kochen mehr Spaß, wenn die Zutaten auf diese Weise etwas "randomisiert" sind :) Preise: Die Preise der Direktvermarkter können meist nicht mit Aldi und den Eigenmarken der Supermarktketten mithalten. Wenn man aber Produkte gleicher Qualitätsstufe miteinander vergleicht (wo dies objektiv möglich ist) möglich ist, schneiden im Mittel die Direktvermarkter besser ab. Zudem ist es ein schönes Gefühl, nicht 30% des bezahlten Preises irgendwelchen Lebensmittelkonzernen in den Rachen zu schmeißen :) Bio-Fleisch vom Verbandsbauern oder -metzger ist generell fast doppelt so teuer wie konventionelles Fleisch aus dem Supermarkt. Das hängt einfach damit zusammen, dass die Tiere doppelt so lange leben, also auch doppelt so viel und teureres Futter fressen und nicht mit irgendwelchen Wachstumsbeschleunigern hochgepusht werden. Zudem bekommen sie mehr Stall- und vor allem auch Weidefläche zugestanden. Aber auch da ist mir mittlerweile Qualität lieber als Quantität. Zum Glück ist der Mensch ein Allesfresser, der nicht jeden Tag einen dicken Fetzen Fleisch auf dem Teller braucht. Ein kleines Problem bei den Direktvermarktern: Anders als im Supermarkt, wo man alle Lebensmitteleinkäufe auf einen Punkt konzentrieren kann, muss man seine Einkäufe auf mehrere Bauernhöfe verteilen, weil nicht jeder alles anbietet. Alle mit dem Auto abzuklappern kostet zum einen Sprit, zum anderen würde man damit den positiven Ökoeffekt von Bio- Produkten wieder zunichte machen ;-) Deswegen mache ich aus der Not eine Tugend und benutze zu diesem Zweck fast ausschließlich das Radl. Das kostet zwar Zeit, aber diese Zeit würde ich sonst vielleicht in einem miefigen Fitnessstudio verbringen, das obendrein noch einen Batzen Geld kostet, das ich dann doch lieber bspw. in gutes Fleisch anlege :) Im Supermarkt kaufe ich übrigens inzwischen fast nur noch Mineralwasser, Körperpflege- und Reinigungsmittel.
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