Praktikumszeugnis bewerten

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2807007
Lesenswert?

Eher 2, weil auch eigentlich "unnötige" Floskeln mit aufgenommen wurden. 
So die Glückwünsche am Ende. Aber eine Floskel wie zufriedenstellendes 
Lernverhalten regt zum Nachdenken an und legt eine 3 nahe...

Ich würde das insgesamt so interpretieren: der Mann ist gut und könnte 
noch einiges mehr, wenn er nicht so faul wäre.
Gast #2807014
Lesenswert?

Bin kein Experte würde aber auf 3+ tippen. In dem etwas verhaltenen Text 
sticht der Satz "Die Arbeitsqualität lag stets weit über den 
Anforderungen" so raus, dass ich ihn so deuten würde "Die 
Arbeitsquantität lag stets weit unter den Anforderungen".

Aber vielleicht meldet sich noch ein Profi

Gruß
Gast #2807293
Lesenswert?

Ich wette, dass nicht mal 50% der Personaler wirklich diese 
Kaffeesatzleserei in den Arbeitszeugnisformulierungen betreiben, wie das 
immer (im Internet) behauptet wird. Um irgendwelche Formulierungen da 
ein staatsexamenähnliches Brimborium zu veranstalten, halte ich für 
totalen Blödsinn.

Wenn dann noch die Raterei losgeht, was möglicherweise genau gegenteilig 
gemeint sein könnte usw., dann ist eh alles zu spät...

Man muss auch immer überlegen, wer oftmals die Zeugnisse schreibt. Das 
macht doch bei Praktikanten in der Regel irgendeine Sekretärin, die 
bestenfalls vom Praktikumsbetreuer die groben Rahmendaten zur Tätigkeit 
bekommt. Als ob sich da irgendwer stundenlang hinsetzt und ausgefeilte, 
zweideutig oder gar gegenteilig gemeinte Formulierungen aus dem Hut 
zaubert...kann mir keiner erzählen. Ein Praktikantenzeugnis entsteht 
100%ig in 5-10 Minuten.
Gast #2807300
Lesenswert?

PostMortem schrieb:
> Ich wette, dass nicht mal 50% der Personaler wirklich diese
> Kaffeesatzleserei in den Arbeitszeugnisformulierungen betreiben, wie das
> [...]
> zaubert...kann mir keiner erzählen. Ein Praktikantenzeugnis entsteht
> 100%ig in 5-10 Minuten.

Da kann ich dir nur Recht gegben.. Wobei ich bei 100%ig ein wenig 
vorsichtiger wäre. Aber hier laufen halt die "Experten" rum ;)
Gast #2808641
Lesenswert?

GGG schrieb:
> Es gibt dafür extra Floskel-Software. Der Personaler tippt die Noten in
> die dafür vorgesehenen Felder ein und voila - fertig ist das Zeugnis.

True story. Und ein normaler Chef wählt überall die besten Noten aus, da 
es ihm ja nichts bringt den Studenten schlecht zu bewerten - er wird ihn 
ja entweder eher nie wiedersehen oder wenn doch dann braucht er sein 
eigenes Zeugnis nicht lesen.

Total sinnlos, aber was will man machen.
#2808879
Lesenswert?

In Anlehnung an diverse Kommentare hier, würde ich mir über die Floskeln 
mal eine detaillierte Erklärung durchlesen wollen. Ich habe gegen Ende 
des Studiums das Fachpraktikum in den USA absolviert und das 
Praktikumszeugnis wurde knüppelehrlich formuliert. Der Manager setzte 
sich hin, zog ohne Beachtung irgendeiner politischen Etiquette vom Leder 
und schrumpfte den Entwurf auf die begrenzt vorhandenen Zeilen des 
Vordruckes zurecht. Keine Verschlüsselung. Er schrieb, was er dachte und 
sagte bloß, er dürfe nichts laut Gesetz Diskriminierendes schreiben in 
bezug auf Nationalität, Hautfarbe, Alter etc.

Kann daher jemand einmal schreiben, wie z.B. zu Floskeln wie "zeigte 
eine voll zufriedenstellende Lern- und Arbeitsweise" die besseren und 
schlechteren Varianten aussehen würden und woran ein Uneingeweihter 
erkennen kann, was eigentlich gemeint ist?!?

Das wäre mal interessant zu wissen.
#2809091
Lesenswert?

ibo schrieb:
> Könntet ihr es mal bewerten bitte :D

Meiner bescheidenen Meinung nach hast du zu viel gelabert und mit den
Kollegen rum geklönt und die Arbeitsergebnisse ließen auch zu Wünschen
übrig. (harmonisches Betriebsklima ist da wohl der Brüller).
Lass es nachbessern oder vergiss es. Nutzen wird dir der Wisch so
nicht viel, eher das Gegenteil. Die Arbeitswelt ist nun mal grausam.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren