Jeder Mensch hat einen Vater. Zwei Großväter. Vier Urgroßväter. Und so weiter. Die Zahl verdoppelt sich also mit jeder Generation. Wenn wir aber z.B. 32 Generationen zurückgehen (das sind nur knapp 800 Jahre), dann hat jeder Mensch 2^32 Ur^32-Großväter. Das wären knapp 4,3 Milliarden. Im Jahr 1200 gab es aber weltweit nur ca. 375 Millionen Menschen. Kennt jemand die Erklärung?
Malignes Melanom schrieb: > Die Zahl verdoppelt sich also mit jeder Generation. Nach deiner Rechnung haben meine 5 Kinder 10 Omas und 10 Opas.
Hast du berücksichtigt dass Geschwister die selben Großeltern haben?
Andreas M. schrieb: > Hast du berücksichtigt dass Geschwister die selben Großeltern haben? Geschwister haben sogar die selben Eltern! Die selben Großeltern haben Cousins und Cousinen, usw.
Malignes Melanom schrieb: > Kennt jemand die Erklärung? Wenn einige ihre Cousine n-ten Grades heiraten reduziert sich die Anzahl Vorfahren...
Malignes Melanom schrieb: > Kennt jemand die Erklärung? Die Geschwister verschleiern das Problem nur. Du stellst dir gerade (vereinfacht) einen Baum vor: o o o o o o o Ahnen \ / \ / \ / \ / \ / \ / o o o o o o \ / \ / \ / \ / \ / o o o o o \ / \ / \ / \ / o o o o \ / \ / \ / o o o \ / \ / o o \ / o Kind In Wirklichkeit ist es aber ein "netzartiger Schlauch", wo jeder mit jedem verwandt ist (was problemlos sogar mit Einzelkindern funktioniert): o o o o o o Ahnen \ / \ / \ / \ / \ / \ / o o o o o o / \ / \ / \ / \ / \ / \ o o o o o o \ / \ / \ / \ / \ / \ / o o o o o o / \ / \ / \ / \ / \ / \ --> mit links verbunden o o o o o o wie ein Gewebeschlauch \ / \ / \ / \ / \ / \ / o o o o o o / \ / \ / \ / \ / \ / \ o o o o o o \ / \ / \ / \ / \ / \ / o o o o o o Kinder Dort sind quasi links die Ahnen und rechts die Kinder: http://www.techflex.org/Geflechtschlaeuche/Over-expanded
Malignes Melanom schrieb: > Kennt jemand die Erklärung? Früher hatten die Familien nicht nur ein oder zwei Kinder. 10 oder mehr waren durchaus üblich. Befruchtungsspezialisten wie z.B. Dschingis Khan haben gleich mal ein paar hundert in die Welt gesetzt. Und in dünn besiedelten Regionen soll es auch vorkommen, daß Papa und Opa dieselbe Person sind. So relativiert sich das...
Lothar Miller schrieb: > In Wirklichkeit ist es aber ein "netzartiger Schlauch", wo jeder mit > jedem verwandt ist (was problemlos sogar mit Einzelkindern > funktioniert): > o o o o o o Ahnen > \ / \ / \ / \ / \ / \ / > o o o o o o > / \ / \ / \ / \ / \ / \ > o o o o o o > \ / \ / \ / \ / \ / \ / > o o o o o o > / \ / \ / \ / \ / \ / \ --> mit links verbunden > o o o o o o wie ein Gewebeschlauch > \ / \ / \ / \ / \ / \ / > o o o o o o > / \ / \ / \ / \ / \ / \ > o o o o o o > \ / \ / \ / \ / \ / \ / > o o o o o o Kinder Nach deiner Ahnenstruktur hat jede Person zwei Halbgeschwister und mit beiden jeweils ein Kind. Da, wo du herkommst, scheint es ziemlich rund zuzugehen :D
Yalu X. schrieb: > Nach deiner Ahnenstruktur hat jede Person zwei Halbgeschwister und mit > beiden jeweils ein Kind. Offenbar hätte ich mein >>> (vereinfacht) nicht in Klammern setzen dürfen. Und eine ausgeschlafene Verwandtschaftstafel als ASCII-Grafik war mir doch zuviel... > Nach deiner Ahnenstruktur hat jede Person zwei Halbgeschwister und mit > beiden jeweils ein Kind. Das mit der Verwandtschaft ist mir sowieso ein immerwährendes Rätsel. Yalu X. schrieb: > Da, wo du herkommst, scheint es ziemlich rund zuzugehen :D Vereinfacht gesagt, ja... ;-)
Lothar Miller schrieb: > Offenbar hätte ich mein >>>> (vereinfacht) > nicht in Klammern setzen dürfen. Ich dachte das "vereinfacht" bezöge sich nur auf die Baumstruktur, der du dann den (meinem ursprünglichen Verständnis nach nicht vereinfachten) Geflechtschauch entgegengehalten hast :) Lothar Miller schrieb: >> Da, wo du herkommst, scheint es ziemlich rund zuzugehen :D > Vereinfacht gesagt, ja... ;-) Das stimmt ja auch. Das obige Paradoxon lässt sich letztendlich nur mit massiver Inzucht (im engeren wie im weiteren Sinn) erklären.
Icke ®. schrieb: > Früher hatten die Familien nicht nur ein oder zwei Kinder. 10 oder mehr Vorsicht, früher war die Überlebensquöte nicht knapp 1, sondern deutlich weniger. Diejenigen, die nicht das reproduktive Alter erreichen, können nicht als *eltern auftauchen. Yalu X. schrieb: > Das obige Paradoxon lässt sich letztendlich nur mit > massiver Inzucht (im engeren wie im weiteren Sinn) erklären. Nicht unbedingt. Mit jeder Generation, die zwischen einem Individuum und einem Vorfahren liegt, nehmen dessen Gene im Genom des Individuums um die Hälfte ab. Irgendwann ist eben das Doppelte von fast nichts - das bei einem den Eltern des Individuums gemeinsamen Vorfahren ins Spiel kommt - auch nicht viel und man kann nicht mehr von Inzucht reden.
Uhu Uhuhu schrieb: > Yalu X. schrieb: >> Das obige Paradoxon lässt sich letztendlich nur mit >> massiver Inzucht (im engeren wie im weiteren Sinn) erklären. > > Nicht unbedingt. Mit jeder Generation, die zwischen einem Individuum und > einem Vorfahren liegt, nehmen dessen Gene im Genom des Individuums um > die Hälfte ab. Irgendwann ist eben das Doppelte von fast nichts - das > bei einem den Eltern des Individuums gemeinsamen Vorfahren ins Spiel > kommt - auch nicht viel und man kann nicht mehr von Inzucht reden. Also sozusagen wie bei der Homöopathie? ;-) Diese "homöopathische" Inzucht meinte ich übrigens oben mit "Inzucht im weiteren Sinn", die keum vermeidbar und auch nicht verwerflich ist.
Yalu X. schrieb: > Also sozusagen wie bei der Homöopathie? ;-) Im Prinzip ja, nur eben mit dem Verdünnungsfaktor 2. > und auch nicht verwerflich ist. Na ja, um Moral gehts dabei eigentlich nicht...
Malignes Melanom schrieb: > Jeder Mensch hat einen Vater. Zwei Großväter. Vier Urgroßväter. Und so > weiter. Die Zahl verdoppelt sich also mit jeder Generation. > > Wenn wir aber z.B. 32 Generationen zurückgehen (das sind nur knapp 800 > Jahre), dann hat jeder Mensch 2^32 Ur^32-Großväter. Das wären knapp 4,3 > Milliarden. Im Jahr 1200 gab es aber weltweit nur ca. 375 Millionen > Menschen. > > Kennt jemand die Erklärung? Das ist wohl der http://de.wikipedia.org/wiki/Ahnenverlust bye uwe
Man muß nur das richtige Stichwort kennen... Nach Lektüre des Artikels weiß ich jetzt, warum der Hochadel trotz schwerer geistiger Degeneration immer in der Lage ist, den Überblick über seine Ahnen zu behalten...
Der Uhuuuu.. lebt ja immer noch, und klugscheissert, wie man das kennt, aus google Wissen heraus. guude ts
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