Ein Rätsel hoppla Betreff zu kurz

OP Persönliche Seite #2814323
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Jeder Mensch hat einen Vater. Zwei Großväter. Vier Urgroßväter. Und so 
weiter. Die Zahl verdoppelt sich also mit jeder Generation.

Wenn wir aber z.B. 32 Generationen zurückgehen (das sind nur knapp 800 
Jahre), dann hat jeder Mensch 2^32 Ur^32-Großväter. Das wären knapp 4,3 
Milliarden. Im Jahr 1200 gab es aber weltweit nur ca. 375 Millionen 
Menschen.

Kennt jemand die Erklärung?
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2814463
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Malignes Melanom schrieb:
> Kennt jemand die Erklärung?
Die Geschwister verschleiern das Problem nur.
Du stellst dir gerade (vereinfacht) einen Baum vor:
 o   o   o   o   o   o   o  Ahnen
  \ / \ / \ / \ / \ / \ /
   o   o   o   o   o   o
    \ / \ / \ / \ / \ /
     o   o   o   o   o
      \ / \ / \ / \ /
       o   o   o   o
        \ / \ / \ /
         o   o   o
          \ / \ /
           o   o
            \ /
             o              Kind

In Wirklichkeit ist es aber ein "netzartiger Schlauch", wo jeder mit 
jedem verwandt ist (was problemlos sogar mit Einzelkindern 
funktioniert):
 o   o   o   o   o   o      Ahnen
  \ / \ / \ / \ / \ / \ /
   o   o   o   o   o   o
  / \ / \ / \ / \ / \ / \
 o   o   o   o   o   o
  \ / \ / \ / \ / \ / \ /
   o   o   o   o   o   o
  / \ / \ / \ / \ / \ / \   --> mit links verbunden
 o   o   o   o   o   o          wie ein Gewebeschlauch
  \ / \ / \ / \ / \ / \ /
   o   o   o   o   o   o
  / \ / \ / \ / \ / \ / \
 o   o   o   o   o   o
  \ / \ / \ / \ / \ / \ /
   o   o   o   o   o   o     Kinder

Dort sind quasi links die Ahnen und rechts die Kinder:
http://www.techflex.org/Geflechtschlaeuche/Over-expanded
#2814666
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Malignes Melanom schrieb:

> Kennt jemand die Erklärung?

Früher hatten die Familien nicht nur ein oder zwei Kinder. 10 oder mehr 
waren durchaus üblich. Befruchtungsspezialisten wie z.B. Dschingis Khan 
haben gleich mal ein paar hundert in die Welt gesetzt. Und in dünn 
besiedelten Regionen soll es auch vorkommen, daß Papa und Opa dieselbe 
Person sind. So relativiert sich das...
Moderator #2814737
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Lothar Miller schrieb:
> In Wirklichkeit ist es aber ein "netzartiger Schlauch", wo jeder mit
> jedem verwandt ist (was problemlos sogar mit Einzelkindern
> funktioniert):
>  o   o   o   o   o   o      Ahnen
>   \ / \ / \ / \ / \ / \ /
>    o   o   o   o   o   o
>   / \ / \ / \ / \ / \ / \
>  o   o   o   o   o   o
>   \ / \ / \ / \ / \ / \ /
>    o   o   o   o   o   o
>   / \ / \ / \ / \ / \ / \   --> mit links verbunden
>  o   o   o   o   o   o          wie ein Gewebeschlauch
>   \ / \ / \ / \ / \ / \ /
>    o   o   o   o   o   o
>   / \ / \ / \ / \ / \ / \
>  o   o   o   o   o   o
>   \ / \ / \ / \ / \ / \ /
>    o   o   o   o   o   o     Kinder

Nach deiner Ahnenstruktur hat jede Person zwei Halbgeschwister und mit
beiden jeweils ein Kind.

Da, wo du herkommst, scheint es ziemlich rund zuzugehen :D
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2814758
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Yalu X. schrieb:
> Nach deiner Ahnenstruktur hat jede Person zwei Halbgeschwister und mit
> beiden jeweils ein Kind.
Offenbar hätte ich mein
>>> (vereinfacht)
nicht in Klammern setzen dürfen. Und eine ausgeschlafene 
Verwandtschaftstafel als ASCII-Grafik war mir doch zuviel...

> Nach deiner Ahnenstruktur hat jede Person zwei Halbgeschwister und mit
> beiden jeweils ein Kind.
Das mit der Verwandtschaft ist mir sowieso ein immerwährendes Rätsel.

Yalu X. schrieb:
> Da, wo du herkommst, scheint es ziemlich rund zuzugehen :D
Vereinfacht gesagt, ja...  ;-)
Moderator #2814778
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Lothar Miller schrieb:
> Offenbar hätte ich mein
>>>> (vereinfacht)
> nicht in Klammern setzen dürfen.

Ich dachte das "vereinfacht" bezöge sich nur auf die Baumstruktur, der
du dann den (meinem ursprünglichen Verständnis nach nicht vereinfachten)
Geflechtschauch entgegengehalten hast :)

Lothar Miller schrieb:
>> Da, wo du herkommst, scheint es ziemlich rund zuzugehen :D
> Vereinfacht gesagt, ja...  ;-)

Das stimmt ja auch. Das obige Paradoxon lässt sich letztendlich nur mit
massiver Inzucht (im engeren wie im weiteren Sinn) erklären.
#2814810
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Icke ®. schrieb:
> Früher hatten die Familien nicht nur ein oder zwei Kinder. 10 oder mehr

Vorsicht, früher war die Überlebensquöte nicht knapp 1, sondern deutlich 
weniger. Diejenigen, die nicht das reproduktive Alter erreichen, können 
nicht als *eltern auftauchen.

Yalu X. schrieb:
> Das obige Paradoxon lässt sich letztendlich nur mit
> massiver Inzucht (im engeren wie im weiteren Sinn) erklären.

Nicht unbedingt. Mit jeder Generation, die zwischen einem Individuum und 
einem Vorfahren liegt, nehmen dessen Gene im Genom des Individuums um 
die Hälfte ab. Irgendwann ist eben das Doppelte von fast nichts - das 
bei einem den Eltern des Individuums gemeinsamen Vorfahren ins Spiel 
kommt - auch nicht viel und man kann nicht mehr von Inzucht reden.
Moderator #2815128
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>> Das obige Paradoxon lässt sich letztendlich nur mit
>> massiver Inzucht (im engeren wie im weiteren Sinn) erklären.
>
> Nicht unbedingt. Mit jeder Generation, die zwischen einem Individuum und
> einem Vorfahren liegt, nehmen dessen Gene im Genom des Individuums um
> die Hälfte ab. Irgendwann ist eben das Doppelte von fast nichts - das
> bei einem den Eltern des Individuums gemeinsamen Vorfahren ins Spiel
> kommt - auch nicht viel und man kann nicht mehr von Inzucht reden.

Also sozusagen wie bei der Homöopathie? ;-)

Diese "homöopathische" Inzucht meinte ich übrigens oben mit "Inzucht im
weiteren Sinn", die keum vermeidbar und auch nicht verwerflich ist.
#2815866
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Malignes Melanom schrieb:
> Jeder Mensch hat einen Vater. Zwei Großväter. Vier Urgroßväter. Und so
> weiter. Die Zahl verdoppelt sich also mit jeder Generation.
>
> Wenn wir aber z.B. 32 Generationen zurückgehen (das sind nur knapp 800
> Jahre), dann hat jeder Mensch 2^32 Ur^32-Großväter. Das wären knapp 4,3
> Milliarden. Im Jahr 1200 gab es aber weltweit nur ca. 375 Millionen
> Menschen.
>
> Kennt jemand die Erklärung?

Das ist wohl der http://de.wikipedia.org/wiki/Ahnenverlust

bye uwe

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