Hallo, ich habe einen kleinen Linux-ssh-Server zu Hause, den ich
normalerweise mit ssh erreichen kann (ich benutze Putty) - momentan kann
ich den nicht erreichen, aber ich weiß nicht, ob hier eine Firewall dran
schuld ist oder das Gerät selber.
Gibt es irgend einen öffentlichen Server oder sowas, wo ich mal mit ssh
nach außen gucken kann, ob das geht?
Oder kann ich anderweitig den Fehler eingrenzen? Das Teil läuft hinter
meinem Router zu Hause, mit Port forwarding auf Port 22..
Einfacher Test ob eine TCP-Verbindung irgendeiner Art überhaupt
grundsätzlich möglich ist:
telnet Zieladresse Portnummer
Wenn keine TCP-Verbindung möglich ist, weil dort niemand lauscht oder
irgendein Filter oder eine Firewall es verwirft, dann kommt sowas wie:
[C:\]telnet 1.2.3.4 22
Verbindungsaufbau zu 1.2.3.4...Es konnte keine Verbindung mit dem Host
hergestellt werden, auf Port 22: Verbinden fehlgeschlagen
Wenn eine TCP-Verbindung grundsätzlich aufgebaut werden kann, dann gibts
statt dessen eine Telnet-Session, die sich bei einem SSH-Server
beispielsweise so meldet:
SSH-1.99-OpenSSH_4.4
es muss wohl eine Firewall sein, leo.uberspace.de antwortet auch nicht.
Ping brauch ich nicht testen, denn den hab ich auf meinem Router nicht
zugelassen..
so wird es wohl sein. Ich hab gerade putty auf meinem Handy
installiert.. ist zwar furchtbares Mäusekino - ein Fall für die
Lupenbrille, aber ich kann mich anmelden.. danke.
Wenn ich durch dei Firewall durch wollte, brauchte ich wohl einen Tunnel
mit hppts - kann das die kleine Raspberry Pi (mein "Server") am anderen
Ende? Wenn ja - wie?
Wenn schon, dann 443 (HTTPS). Wenn die Firewall von der schnüffelnden
Sorte ist, dann wundert die sich sonst über den unpassenden Inhalt. Mit
Proxyzwang nützt das aber auch nichts.
Sollte die Firewall SPI (Stateful Packet Inspection) nutzen, wird das
Umlegen auf einen anderen Port nichts nützen.
Wenn es nach dem Verlegen auf einen anderen Port funktioniert, sollte
die IT Abteilung vielleicht noch einmal nachschulen;-)
Meistens denken die sich jedoch etwas dabei wenn bestimmte Dinge
gesperrt werden und das Umgehen der FW kann durchaus zu Konsequenzen
führen.
Wenn du das bei mir machst hast du erst ein fröhliches Gespräch mit mir,
dann mit deinem Vorgesetzten und morgen eins bei der Agentur für Arbeit.
SSH und andere Spielereien sind im Firmennetz nicht ohne Grund gesperrt.
Mach sowas außerhalb der Arbeitszeit über den
Mobiltelefon/Tablet/Netbook unter Verwendung des Mobilfunknetzes.
ChinaScope schrieb:> Wenn du das bei mir machst hast du erst ein fröhliches Gespräch mit mir,> dann mit deinem Vorgesetzten und morgen eins bei der Agentur für Arbeit.
Das funktioniert aber nur wenn der entsprechende Mitarbeiter vorher eine
entsprechende Einweisung bekommen und möglichst ein diesbezügliches
Dokument unterschrieben hat.
Der Test, ob es auch dann nicht funktioniert, ist für mich durchaus
interessant und hat auch mit meiner Arbeit zu tun.. ;-)
Also ChinaScope, nicht gleich die Allmachtsfantasien hochfahren.. (Naja
ok vielleicht arbeitest Du in einer Bank und es gibt so eine Einweisung
/ Dokument wie oben erwähnt) Ich könnte ja ein eigenes Gerät mitgebracht
haben und das Netzwerkabel vom Firmen-PC kurz rausziehen.. oder wie hast
Du das abgesichert?
@roehre: Ist nicht der Punkt. Es ist mit schnüffelnden Firewalls
möglich, SSH Traffic auf HTTPS Ports (oder anderen) zu erkennen. Nur
muss diese Erkennung weder zwangsläufig vorhanden noch eingeschaltet
sein.
Wenn das Netz wirklich auf Sicherheit konzipiert ist, dann schaffst du
es mit einer unbekannten Mac-Adresse sowieso nur ins Logfile, nicht aber
ins Netz.
Also ich kann einfach in der IT-Abteilung anrufen und um Freigabe
bitten...
Ok, solange die Begründung nicht lautet: will mir hier nen TB Por*nos
saugen
Die machen da auch nur ihren Job, und für den Großteil hat es auch Sinn
was da gemacht wird, und den Rest kann man über entsprechende Filter
freigeben...
roehre schrieb:> Also ChinaScope, nicht gleich die Allmachtsfantasien hochfahren.. (Naja> ok vielleicht arbeitest Du in einer Bank und es gibt so eine Einweisung> / Dokument wie oben erwähnt) Ich könnte ja ein eigenes Gerät mitgebracht> haben und das Netzwerkabel vom Firmen-PC kurz rausziehen.. oder wie hast> Du das abgesichert?
Das mit der Bank war ne Beleidigung ;-)
Nein, es geht in diesem Fall bzw. Netzwerk um Patientendaten. Da sind
entsprechende Vereinbarungen natürlich vorhanden und die Mitarbeiter
entsprechend geschult.
Ich kenne Deine MAC-Adresse nicht, also mag ich sie nicht ;-) Ein
unbekanntes Gerät im Netzwerk fällt auf.
Abgesehen davon hab ich keine Allmachtsfantasien, ich will nur meine
Ruhe und keinen Ärger. Manche Arbeitgeber reagieren da aber sehr
empfindlich drauf, man kann sich mit sowas also unnötigen Stress
einhandeln bis hin zu Abmahnung und Kündigung einhandeln. Und das muss
meiner Meinung nach einfach nicht sein.
Warum fragst du nicht einfach deine IT wegen dem Port? "Rasperry PI"
könnte ein guter Einstiegspunkt für ein nettes Gespräch bei nem Kaffee
sein. Normalerweise geht da unter Kollegen schon irgendeine Lösung.
Falls das "böse" Admins sind bzw. keine Möglichkeit besteht wäre
vielleicht ne Shell über Web, d.h. Port 80 oder besser 443, möglich.
Gibt entsprechende Applets die sowas bieten, Webmin hat sowas auch
dabei.