wurde anfang August vor amerikanischem Fachpublikum am Berkeley's Nuclear Engineering Department angekündigt: http://www.youtube.com/watch?v=5UT2yYs5YJs&noredirect=1 Läuft in Deutschland eigentlich noch was in Richtung Thorium Technologie oder ist das von politischer Seite endgültig untersagt worden ? Immerhin hatten wir schon vor 30 jahren einen 300MW Kugelhaufenreaktor auf Thoriumbasis in Hamm Uentrop, leider mit nicht unerheblichen Überraschungen im Betrieb .
dferd d. schrieb: > Läuft in Deutschland eigentlich noch was in Richtung Thorium Technologie > oder ist das von politischer Seite endgültig untersagt worden ? Da muss man nichts politisch untersagen. Das Thema Kernkraft ist so unbeliebt und die Kostenrisiken irgendwelcher Bauten mit ihren Genehmigungsverfahren sind derart hoch, dass auf absehbare Zeit kein Unternehmen bereit ist, hierzulande in neue Kernkraft Geld reinzustecken. Egal auf welcher technischen Basis.
Naja, so würd ich das nicht sagen. Es gibt Milliarden-Forschungsprogramme, unter anderem finanziert von der EU: http://de.wikipedia.org/wiki/Generation_IV_International_Forum Da sind deutsche Firmen und Forschungseinrichtungen ganz vorne mit dabei. Und die laufen unbeirrt weiter.
Naja das mit dem flüssigen Natrium ist so eine Sache... Wahrscheinlich werden sie mit Salz nach ein paar Betriebsjahren ähnliche Überraschungen erleben. Die Franzosen hatten sowas mit 1.200MW in Betrieb (Creys-Malville Superphenix) bis sie gemerkt haben, daß es mehr Probleme als Nutzen im Vergleich zu Leichtwasserreaktoren gibt. Der THTR-300 in Hamm-Uentrop war nicht mit Natrium oder Salz gekühlt, sonderen ein CO2-gekühlter Kugelhaufenreaktor. Im Prinzip keine schlechte Idee, solange sich keine Kugeln verklemmen und dann brechen. Das zweite Problem mit "neuartigen" Reaktortypen hatten wir in Kalkar. Der SNR-300 sollte ein natriumgekühlter 320MW-Reaktor werden, heute ists eine der größten Investitionsruinen Deutschlands, genutzt als Freizeitpark. Aktuell bauen wohl nur die Russen an sowas rum, im Kernkraftwerk Belojarsk läuft ein natriumgekühlter 600MW-Reaktor (an dem auch die Chinesen interessiert sind) und ein zweiter mit 800MW ist im Bau.
A. K. schrieb: > Da muss man nichts politisch untersagen. Das Thema Kernkraft ist so > unbeliebt und die Kostenrisiken irgendwelcher Bauten mit ihren Nun jammer doch nicht, Altmeier arbeitet doch schon eifrig am Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Austieg aus dem Ausstieg. Puh, ich hoffe ich hab mich nicht verzählt... > Genehmigungsverfahren sind derart hoch, dass auf absehbare Zeit kein > Unternehmen bereit ist, hierzulande in neue Kernkraft Geld > reinzustecken. Egal auf welcher technischen Basis. Wenn ich das richtig verstanden habe, will RWE nicht nur hier sondern weltweit aus dem Neubau von AKW aussteigen. Dass machen die sicher nicht, weil sie plötzlich ihre grüne Ader entdeckt haben, das werden die knallhart durchgerechnet haben.
Man sollte die Chinesen diesbezueglich nicht beneiden. Denn die haben noch ein paar unbewohnte Milionen Quadratkilometer zum Verschlunzen. Ober glaubens zumindest. Oder verhalten sich zumindest so.
Wenns nach dem Knall nur bei denen bleiben würde hätte ich nichts dagegen... Meiner Meinung nach hört die Sicherheit eines Atomkraftwerkes heute genau da auf, wo irgendwelche BWLer sie möglichst gewinn-optimiert betreiben wollen.
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