Markus Müller schrieb:> Einen blöden Stuhl und ein Bauhaus werden die sicher nicht wagen zu> drucken.
immer noch besser als "muttis raute der macht", "ihr wunderschöndes
antlitz", "ihr üppiges dekollté"...
Noch prügelt ihr auf dem Putin rum, weil er diese Punkerinnen hat
inhaftieren lassen.
In spätestens 2 Jahren werdet ihr ihm dankbar sein, dass er euch vor dem
Euro gerettet haben wird, wenn er die ganze EU für ein Taschengeld
freikauft mit seinen Gasmilliarden!
Marek N. schrieb:> In spätestens 2 Jahren werdet ihr ihm dankbar sein, dass er euch vor dem> Euro gerettet haben wird, wenn er die ganze EU für ein Taschengeld> freikauft mit seinen Gasmilliarden!
Ersetze "freikauft" durch "einkauft". Ja, und dann wird in der Schule
wieder russisch als Pflichtfach gelehrt.
Timm Thaler schrieb:> Was soll das auf dem 10DM-Schein sein? Eine Gulliotine?
Das zielt wohl eher auf einen gewissen Gutenberg ab, der hier den
Buchdruck mit beweglichen Lettern erfunden haben soll und mit dem
Nachdruck verfassungsfeindlicher Literatur berühmt wurde. ;)
Ach, und der 500er ist dann die Hommage an die deutsche
Automobilindustrie. ;-)
Ich würde ja statt des Stuhls - wenn wir schon die Reihe fortsetzen -
die Erfindung des Herrn Gödel vorschlagen. Nochmal ;-)
Johannes M. schrieb:> Timm Thaler schrieb:>> Was soll das auf dem 10DM-Schein sein? Eine Gulliotine?>> Sieht eher nach einer Presse für den Buchdruck aus.
Das sind die Geldpressen der Zentralbanken.
Timm Thaler schrieb:> Ich würde ja statt des Stuhls - wenn wir schon die Reihe fortsetzen -> die Erfindung des Herrn Gödel vorschlagen.
Welchen Gödel meinst du? Den österreichischen Mathematiker? Aber was hat
der denn erfunden (nicht ge-funden, das hat er vieles)?
Yalu X. schrieb:> Welchen Gödel meinst du? Den österreichischen Mathematiker? Aber> was hat der denn erfunden (nicht ge-funden, das hat er vieles)?
Da haben wir ja dann auch schon das erste Problem warum er nicht auf dem
50 Mark Schein kann!
Wir hatten schon einmal einen Österreicher auf einem deutschen
Geldschein, Deutsches Geld war damals in unseren Nachbarländern dann
sehr unbeliebt...
Ist der kanadische Dollar nicht auch so kunterbunt?
Die hatten aber letztens auch Probleme als die neusten Exemplare mit
einer Polymer-Beimischung hergestellt wurden, die war dann, wie
unerwartet, nicht ganz so Temperatur-resistent/stabil wie erwünscht.
Edit: Doch wohl eine Übertreibung:
http://articles.marketwatch.com/2012-07-19/commentary/32731410_1_plastic-currency-plastic-bills-bank-notes
Ich nehm alles zurück und behaupte das Gegenteil
Yalu X. schrieb:> Welchen Gödel meinst du? Den österreichischen Mathematiker? Aber was hat> der denn erfunden (nicht ge-funden, das hat er vieles)?
Wobei Gödel doch hauptsächlich umgekehrt herausgefunden hat, dass
manches Heissersehnte niemals von jemandem gefunden oder erfunden werden
kann.
Yalu X. schrieb:> Naja, wenn du den Artikel aufmerksam gelesen hast, wirst du bemerkt> haben, dass Göbels guter Ruf im Lauf der Zeit deutlich nachgelassen hat.
Wenn Du den Artikel gelesen hast, wirst Du unten einen Absatz entdeckt
haben, dass Glühlampen nur mit langer Wendel funktionieren. Ich werd mal
meine NV-Halogenlampen wegwerfen, gehen eh nicht. Den rechtlichen Kram
kann ich nicht prüfen, aber unbelegten Behauptungen, die ich als
Schwachsinn einschätzen kann machen den Artikel insgesamt nicht
vertrauenserweckender.
Du kannst ja mal einen Ami fragen, wer das Telefon auf dem 20DM-Schein
erfunden hat.
Witzig finde ich, dass sich Geschichte doch wiederholt: Früher Göbel und
Edison, heute Samsung und Apple. ;-)
Find ich richtig gut gemacht, diese "D-Mark-Designstudie".
Dank der dämlichen EU-Bürokraten haben wir ja nichts Konkretes auf den
Euro-Scheinen, sondern nur abstrakte Bauwerke die so direkt nirgends
existieren. Schade drum.
Timm Thaler schrieb:> Wenn Du den Artikel gelesen hast, wirst Du unten einen Absatz entdeckt> haben, dass Glühlampen nur mit langer Wendel funktionieren. Ich werd mal> meine NV-Halogenlampen wegwerfen, gehen eh nicht.
Haben deine Glühlampen tatsächlich noch einen Kohlefaden? Dann würde ich
sie nicht wegschmeißen, da sie sicher wertvoll sind ;-)
> Den rechtlichen Kram kann ich nicht prüfen, aber unbelegten> Behauptungen, die ich als Schwachsinn einschätzen kann machen den> Artikel insgesamt nicht vertrauenserweckender.
Den Artikel hast du ins Spiel gerbracht ;-)
Ich kann die Richtigkeit der im Artikel genannten Fakten auch nicht
einschätzen. Aber warum sollte man den Behauptungen eines Einzelnen
(Göbel) mehr Glauben schenken?
Falls er tatsächlich schon 25 Jahre vor Edison mit Kohlefadenlampen
herumexperimentiert hat, hat er eben den Fehler gemacht, sie niemandem
im Detail gezeigt zu haben (dann hätte es Zeugen gegeben) und alle seine
Prototypen weggeschmissen zu haben.
Aber letztendlich ist die Diskussion um Göbel/Edison ziemlich überflüs-
sig, da es dabei ja nicht um die Erfindung der Glühlampe an sich geht
(die gab es wohl nachweislich schon früher), sondern um eine spezielle
Ausprägung davon, nämlich die mit einem Kohlefaden aus Bambus im Vakuum,
die heute sowieso keine Bedeutung mehr hat.
Somit ist es natürlich genauso ein Unfug, Edison als den Erfinder der
Glühlampe darzustellen. Er hat sie aber immerhin marktreif gemacht, und
das bestreitet wohl kaum jemand.
> Du kannst ja mal einen Ami fragen, wer das Telefon auf dem 20DM-Schein> erfunden hat.
Oder den Computer ...
Ja, ein Problem bei den ganzen Erfindungen ist folgendes:
Man kann jedem Erfinder des Geräts X seine Erfindung absprechen, indem
man X einfach so definiert, dass der Erfindung eine wichtige Eigenschaft
von X fehlt :)
Yalu X. schrieb:> Aber letztendlich ist die Diskussion um Göbel/Edison ziemlich überflüs-> sig, da es dabei ja nicht um die Erfindung der Glühlampe
Der Witz dahinter ist doch, dass auf dem neuen DM-Schein eine Glühlampe
drauf wäre. Glühlampe! EU! Alles klar?
Winfried J. schrieb:> Ihr seid euch aber schon über die komplexen Folgen eines solchen> Schrittes im Klaren?
Das ist so typisch deutsch: Bedenkenträger. Nichts wagen, nur Vollkasko.
Andi $nachname schrieb:> Winfried J. schrieb:>> Ihr seid euch aber schon über die komplexen Folgen eines solchen>> Schrittes im Klaren?>> Das ist so typisch deutsch: Bedenkenträger. Nichts wagen, nur Vollkasko.
Willkommen in Deutschland - Dem Land der Überversicherungen und
Fahrradhelmen...
Basti Benassi schrieb:> Andi $nachname schrieb:>> Winfried J. schrieb:>>> Ihr seid euch aber schon über die komplexen Folgen eines solchen>>> Schrittes im Klaren?>>>> Das ist so typisch deutsch: Bedenkenträger. Nichts wagen, nur Vollkasko.>> Willkommen in Deutschland - Dem Land der Überversicherungen und> Fahrradhelmen...
Und Steuergesetze! Bei den Versicherungen und Steuergesetzen sind wir
Weltmeister. Bei den Fahrradhelmen weiß ich es nicht, aber es wäre
wirklich naheliegend.
"Das ist verboten!"
Ich war eher nicht auf der Vollkaskoschiene sondern habe die
außenpolitischen Perspektive Deutschlands für den Fall eines
Alleinganges im Auge gehabt. Aber bitte wer ein isolitiertes Deutschland
im Zentrum Europas für das Allheilmittel hält ...
Man könnte ja schon mal die zu erwartenden Entwicklungen ausmalen.
ein Blick in die Vergangenheit kann da helfen. Sicherlich, es gibt neue
Aspekte, aber auch alte Konstellationen sind deutlich absehbar.
Ich machs mal kurz. Für mich ist H.K. nie ein Sympathieträger gewesen,
aber mit seiner Politik der festen Verankerung Deutschlands innerhalb
Europas und dem Vorantreiben innereuropäischer zusammenarbeit hat er für
seine Zeit bis auf den heutigen Tag dafür sorge getragen, dass es für
Deutschland keinen notwendigkeit militärischen Auseinandersetzungen mit
seinen näheren und ferneren Nachbarn gab. Die gemeinsame Währung war
ein Preis den zu zahlen Ddeutschland vor einer tiefgreifenden Rrezession
durch Isolation schon vor 15 Jahren bewahrte. Die Versäumnisse
(notwendigen Dämpfungen) bei nicht durchsetzbaren bzw ungewollten
sozialen Flankierungsmaßnahmen fallen uns heute in Form einer
überschwingenden Sprungantwort, konkret Währungseinbruch und
Zerfallstendenz auf die Zehen und stärken die ewig gestrigen
Europagegener, welche ihr nationalistisches Süpple köcheln wollen.
Richtiger wäre nachzuholen was dazumal versäumt wurde. Die Fehler der
Wiedervereinigung Deutschlands wurden 1 zu 1 kopiert und schlagen
proportional zu Buche, in des Wortes wahrstem Sinn.
Hier gilt es den Hebel anzusetzen und nicht die Uhr zurückzudrehen. Aber
das erforderte etwas mehr Mut als von der CSU u Co. zu erwarten ist
entsprechend kleinlich deren Forderungen nach der Rückkehr zur DM.
Soviel zu Vollkasko und Mut zur Veränderung
Namaste
Winfried J. schrieb:> und dem Vorantreiben innereuropäischer zusammenarbeit hat er für> seine Zeit bis auf den heutigen Tag dafür sorge getragen, dass es für> Deutschland keinen notwendigkeit militärischen Auseinandersetzungen mit> seinen näheren und ferneren Nachbarn gab.
Das haben Schröder/Fischer/Scharping auch ohne Notwendigkeit geändert -
schon vergessen?
Winfried J. schrieb:> Ich war eher nicht auf der Vollkaskoschiene
Bist du aber. Das liest man auch aus allen deinen weiteren Argumenten.
> sondern habe die> außenpolitischen Perspektive Deutschlands für den Fall eines> Alleinganges im Auge gehabt.
Es gibt noch andere EU-Mitglieder, die keinen Euro haben. Das scheint
dir noch nicht aufgefallen zu sein! Es ist dir wohl auch entgangen, dass
es Länder gibt, die nicht in der EU sind und die trotzdem höhere
BNE-Zuwachsraten, geringere Arbeitslosigkeit, höheres pro-Kopf-Einkommen
als wir haben.
> Aber bitte wer ein isolitiertes Deutschland> im Zentrum Europas für das Allheilmittel hält ...
Dann ist die Schweiz auch schwer isoliert im Zentrum Europas.
> Man könnte ja schon mal die zu erwartenden Entwicklungen ausmalen.
Bedenkenträger!
> ein Blick in die Vergangenheit kann da helfen.
Du bist halt ein ewig Gestriger! Ich schau nach vorn und ziehe nicht
dauernd Vergleiche mit der Vergangenheit.
> Sicherlich, es gibt neue> Aspekte, aber auch alte Konstellationen sind deutlich absehbar.
Bedenkenträger!
> Ich machs mal kurz. Für mich ist H.K. nie ein Sympathieträger gewesen,> aber mit seiner Politik der festen Verankerung Deutschlands innerhalb> Europas und dem Vorantreiben innereuropäischer zusammenarbeit hat er für> seine Zeit bis auf den heutigen Tag dafür sorge getragen, dass es für> Deutschland keinen notwendigkeit militärischen Auseinandersetzungen mit> seinen näheren und ferneren Nachbarn gab.
Die Schweiz hatte auch keine militärischen Auseinandersetzungen, hat das
der Kohl wohl auch erreicht?
Wenn ich deutscher König wäre würde ich aus sämtlichen weltlichen
Vereinigungen austreten, NATO, EU, Euro-Währung, alles weg. Totale
(politische) Unabhängigkeit. Sämtliche fremden Militärs würde ich aus
dem Land verweisen und die Buntewehr aus sämtlichen Ländern abziehen
(und sie dann auch verkleinern). Deutschland gehört für mich
uneingeschränkt neutral.
> Die gemeinsame Währung war> ein Preis den zu zahlen Ddeutschland vor einer tiefgreifenden Rrezession> durch Isolation schon vor 15 Jahren bewahrte.
Hast du Fieber?
> Die Versäumnisse> (notwendigen Dämpfungen) bei nicht durchsetzbaren bzw ungewollten> sozialen Flankierungsmaßnahmen fallen uns heute in Form einer> überschwingenden Sprungantwort, konkret Währungseinbruch und> Zerfallstendenz auf die Zehen
Hat irgendein Leser in dem Thread das verstanden?
> und stärken die ewig gestrigen> Europagegener, welche ihr nationalistisches Süpple köcheln wollen.
Klar, Beispiel Schweiz und Liechtenstein. Die bösen Europagegner mit
ihren nationalen Alleingangsüppchen.
> Soviel zu Vollkasko und Mut zur Veränderung
Du hast deine Position tapfer verteidigt, alter Mann.
Winfried J. schrieb:> Man könnte ja schon mal die zu erwartenden Entwicklungen ausmalen.> ein Blick in die Vergangenheit kann da helfen.
Und beim Blick in die Vergangenheit sieht mann dass sich
alle Vielvölkerstaaten prächtig entwickelt haben und
alle friedlich und glücklich miteinander leben..
wie in Ex Jugoslawien und UDSSR?
>bis auf den heutigen Tag dafür sorge getragen, dass es für>Deutschland keinen notwendigkeit militärischen Auseinandersetzungen mit>seinen näheren und ferneren Nachbarn gab.
Ähh.. in wievielen Kriegen haben wir seitdem mitgemischt?
und in wievielen vorher?
Nur mal so am Rande; In der Schweiz bin ich fast täglich unterwegs und
hin und wieder im FL. (15 min mit dem Auto) bis zur "Grenze" ich weiss
also ziemlich gut in beiden Ländern Bescheid und wenn ich über den Rhy
fahre 5 min von mir entfernt, dann fahre ich in "Meine kleine DDR"
(etwas eigen und kontrollwütig).
Und die Schweizer sind alles andere als glücklich über die
Stützungskäufe der Schweizer Notenbank mit denen sich die Schweizer
gegen einen zu starken Franken wehren müssen, wollen sie noch etwas
exportieren oder im eigenen Land produziertes sich noch leisten können.
Denn im Moment spekuliert die Halbe Welt darauf, dass sie es aufgeben
und der Franken den Euro fallen lässt. So sind sie im Dilemma. Die
Stützung des Euro kostet sie Unsummen. Sie aufzugeben ein Vielfaches.
Das übrige Gezeter kommentiere ich mal nicht, ist mir zu dumm.
Namaste
Andi $nachname schrieb:> Deutschland gehört für mich uneingeschränkt neutral.
Hier stimmen wir überein was das Militärische angeht. aber
wirtschaftlich kann d. sich das schlicht nicht leisten. wie auch die
schweiz es sich nicht leisten kann.
FL ist ein ganz anderes Thema der Fürst und sein Sohn haben gerade dem
Volk klargemacht, dass sie ihre sieben sachen Packen und Li verlassen
würden, mit allen Konsequenzen, für den Statshaushalt (der Fürst
finanziert die Kommunen und das Land zum grösten teil mit Zuschüssen zu
deren Haushalt da nur 4 % Quellensteuer erhoben werden) würde eine
Volksentscheid sein Vetorecht beschneiden.
Die Wähler waren diesmal klug genug ihm die Stange zu halten und den
Querulanten eine gehörige Abfuhr zu erteilen. Immerhin ist das
Fürstenhaus der Welt grösster Reisproduzent und es gibt kaum ein
größeres Unternehmen in der näheren und weiteren Umgbung in welchem
nicht Fürstengeld steckt.
Der Fürst leistet sich ein Volk, welches seiner Hoheit international
Immunität garantiert.
Der deutsche Kaiser und seine Nachfahren und Vasallen jedoch
konnten/können und wollten/wollen sich einen derart großzügigen Umgang
mit dem dt. Volk nicht leisten. Weshalb seit Bismark und schon zuvor die
Dinge gelaufen sind wie sie liefen.
Namaste
Andi $nachname schrieb:> Wenn ich deutscher König wäre würde ich aus sämtlichen weltlichen> Vereinigungen austreten, NATO, EU, Euro-Währung, alles weg. Totale> (politische) Unabhängigkeit.
Von Gegnern umringt zu sein ist auf Dauer nicht gut fürs Geschäft. Die
Schweiz ist da kein Vergleich, weil klein und harmlos. Deutschland
hingegen ist der dickste Brocken in Europa und ohne Einbindung in etwas
wie die EU würden sich etliche Nachbarn vor allem in einer Sache einig
sein: gegen die Deutschen.
Dass diese klassisch nachbarlichen Reflexe in den letzten Jahrzehnten
kaum eine Rolle spielten ist primär der EU und anderen internationalen
Integrationen wie der NATO zu verdanken. Selbstverständlich ist diese
Situation keineswegs, wie sich anno 1990 deutlich zeigte, als Mitterand
kurzzeitig die historische Allianz Frankreich-Polen gegen Deutschland
wiederaufleben lassen wollte, bis Bush Senior die Situation klärte.
Um solche Sorgen und Allianzen zu vermeiden müsstest du dein Deutschland
wieder in die vorpreussische Zeit zurück führen, in der es so viele
unabhängige Deutschlands gab, dass man vor denen keine Angst haben
musste.
Der Kleine hat Angst vor dem Grossen, mag den irgendwie nicht so recht.
Das ist schwer zu vermeiden. Da kannst der Grosse sich noch so friedlich
gebärden, der Kleinere wird dahinter finstere Motive erblicken.
Andi $nachname schrieb:> Deutschland gehört für mich uneingeschränkt neutral.
Mit dieser Maxime vor gut 2 Jahrzehnten hätten wir wohl heute noch
alliierte Vorbehaltsrechte in Deutschland. Soviel zur Unabhängigkeit.
A. K. schrieb:> Andi $nachname schrieb:>> Deutschland gehört für mich uneingeschränkt neutral.>> Mit dieser Maxime vor gut 2 Jahrzehnten hätten wir wohl heute noch> alliierte Vorbehaltsrechte in Deutschland. Soviel zur Unabhängigkeit.
Ich vermute, dass es die "Vorbehaltsrechte" nur deshalb gab, damit wir
weder der einen noch der anderen Seite als signifikante
Kriegsunterstützung dienen. Wenn man aber alles neutral gestaltet, die
Buntewehr deutlich reduziert, man sich aus allen militärischen Dingen
raushält, wovon sollten uns dann Vorbehaltsrechte abhalten?
A. K. schrieb:> Andi $nachname schrieb:>> Wenn ich deutscher König wäre würde ich aus sämtlichen weltlichen>> Vereinigungen austreten, NATO, EU, Euro-Währung, alles weg. Totale>> (politische) Unabhängigkeit.>> Von Gegnern
Klar, alles Gegner!
> Die> Schweiz ist da kein Vergleich, weil klein und harmlos.
So harmlos, dass sich der deutsche Staat vom schweizerischen
Finanzsystem geschädigt fühlt.
> Deutschland> hingegen ist der dickste Brocken in Europa und ohne Einbindung in etwas> wie die EU würden sich etliche Nachbarn vor allem in einer Sache einig> sein: gegen die Deutschen.
Du meinst dann fallen Polen, Österreich, Frankreich und Co. in einem
gemeinsamen Krieg in Deutschland ein?
Gerade weil wir die Dicksten sind müssten wir einen guten Ausgleichspart
zum Rest in Europa sein können. Neutral im Zentrum, für niemanden vor
den Karren zu spannen.
> Dass diese klassisch nachbarlichen Reflexe in den letzten Jahrzehnten> kaum eine Rolle spielten ist primär der EU und anderen internationalen> Integrationen wie der NATO zu verdanken.
Du kennst den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität nicht.
> Selbstverständlich ist diese> Situation keineswegs, wie sich anno 1990 deutlich zeigte, als Mitterand> kurzzeitig die historische Allianz Frankreich-Polen gegen Deutschland> wiederaufleben lassen wollte, bis Bush Senior die Situation klärte.
Quelle? (ich möchte sowas selber lesen und nicht von Laien gewertet udn
gewichtet bekommen)
> Um solche Sorgen und Allianzen zu vermeiden müsstest du dein Deutschland> wieder in die vorpreussische Zeit zurück führen, in der es so viele> unabhängige Deutschlands gab, dass man vor denen keine Angst haben> musste.
Schon wieder so ein gestern-Vergleicher.
Andi $nachname schrieb:> Ich vermute, dass es die "Vorbehaltsrechte" nur deshalb gab, damit wir> weder der einen noch der anderen Seite als signifikante> Kriegsunterstützung dienen.
Die gab es, weil niemand den Deutschen über den Weg traute. Egal wie
demokratisch geläutert sie daherkamen.
Eine Politik, wie sie dir vorschwebt, würde die Ängste über einen
deutschen Sonderweg mit unabsehbaren Konsequenzen automatisch wieder
aufleben lassen.
> Wenn man aber alles neutral gestaltet, die> Buntewehr deutlich reduziert, man sich aus allen militärischen Dingen> raushält, wovon sollten uns dann Vorbehaltsrechte abhalten?
Der Umstand, dass Sachverhalte von aussen mitunter anders aussehen als
von innen. Einige würden das beispielsweise als Vorstufe zu einer
näheren Anlehnung an Russland ansehen, ganz egal für wie absurd du
selbst als Deutscher das halten solltest.
Winfried J. schrieb:> Andi $nachname schrieb:>> Deutschland gehört für mich uneingeschränkt neutral.>> Hier stimmen wir überein was das Militärische angeht. aber> wirtschaftlich kann d. sich das schlicht nicht leisten.
Aber Billionenzahlungen an sanierungsbedürftige EU-Mitgleider können wir
uns leisten?
In meinem laienhaften VWL-Verständnis profitiert die deutsche
Exportindustrie extrem vom Euro, da Deutschland alles nur kein
ausgeglichenes Außenhandelsgleichgewicht hat. Der (innereuropäische)
Ausgleich kann nicht über die Währung erfolgen. Stattdessen muss der
Steuerzahler für Absteiger wie Griechenland zahlen. Würden wir uns den
Luxus des Euro nicht leisten (dann würde die DM härter werden) könnten
wir das Geld auch direkt an unsere Exportindustrie zahlen, leider lässt
sich das von der Politik und den Lobbyisten schlechter
argumentieren/begründen. Deshalb wundert es mich auch überhaupt nicht,
dass man in der Politik wie bescheuert am Euro festhält und ihn anbetet.
> wie auch die> schweiz es sich nicht leisten kann.
Die braucht sich nichts zu leisten, die müssen auch nichts an
Griechenland abdrücken!
> Immerhin ist das> Fürstenhaus der Welt grösster Reisproduzent
In der Liste
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/157871/umfrage/wichtigste-reisproduzenten-weltweit-2008/
fehlt Liechtenstein. Du kannst mir das sicher erklären.
Andi $nachname schrieb:> Klar, alles Gegner!
Um das in deinem Stil auszudrücken: Du kennst den Unterschied zwischen
Gegenwart und Zukunft nicht.
> Du meinst dann fallen Polen, Österreich, Frankreich und Co. in einem> gemeinsamen Krieg in Deutschland ein?
Mit schlechten Beziehungen exportiert es sich schlecht.
> Schon wieder so ein gestern-Vergleicher.
"Wer aus der Geschichte nicht lernt, der ist dazu verdammt sie zu
wiederholen."
A. K. schrieb:> Andi $nachname schrieb:>> Ich vermute, dass es die "Vorbehaltsrechte" nur deshalb gab, damit wir>> weder der einen noch der anderen Seite als signifikante>> Kriegsunterstützung dienen.>> Die gab es, weil niemand den Deutschen über den Weg traute. Egal wie> demokratisch geläutert sie daherkamen.
Was spricht gegen abrüsten des deutschen Militärs? Eurofighter? Brauchen
wir nicht! U-Boote? Brauchen wir nicht! Leopard? Brauchen wir nicht!
Für wen stellt eine Buntewehr ein Risiko dar, wenn sie quasi minimal ist
und über keinerlei schwere Kampfkraft verfügt?
> Eine Politik, wie sie dir vorschwebt, würde die Ängste über einen> deutschen Sonderweg mit unabsehbaren Konsequenzen automatisch wieder> aufleben lassen.
Bedenkenträger!
>> Wenn man aber alles neutral gestaltet, die>> Buntewehr deutlich reduziert, man sich aus allen militärischen Dingen>> raushält, wovon sollten uns dann Vorbehaltsrechte abhalten?>> Der Umstand, dass Sachverhalte von aussen mitunter anders aussehen als> von innen. Einige würden das beispielsweise als Vorstufe zu einer> näheren Anlehnung an Russland ansehen,
Uhhhh. Der Kommunismus droht! Das ist die Hauptallergie in der
westlichen Welt.
BTW: Bedenkenträger!
> ganz egal für wie absurd du> selbst als Deutscher das halten solltest.
Man sollte es einfach tun statt jegliche Veränderung totzureden. Aber
ich sags ja, alles Bedenkenträger und Vollkaskomentailtät.
A. K. schrieb:>> Du meinst dann fallen Polen, Österreich, Frankreich und Co. in einem>> gemeinsamen Krieg in Deutschland ein?>> Mit schlechten Beziehungen exportiert es sich schlecht.
Das ist ein gutes Arguement! Dann würde sich die Industrie auch endlich
mal wieder um den Binnenmarkt kümmern und nicht nur exportgeil sein. Bin
ich dafür!
Außerdem: Die Schweiz exportiert ja auch nichts, wegen ihrer
Unabhängigkeit ist sie böse und bei allen anderen Ländern verhasst.
>> Schon wieder so ein gestern-Vergleicher.>> "Wer aus der Geschichte nicht lernt, der ist dazu verdammt sie zu> wiederholen."
Bedenkenträger!
Andi $nachname schrieb:> Die braucht sich nichts zu leisten, die müssen auch nichts an> Griechenland abdrücken!
Um den Kurs zu halten besitzt die Schweizer Nationalbank im Verhältnis
zum Bruttoinlandsprodukt enorme Devisen in Euros. Diese Geschäfte
produzieren jährlich Milliardenverluste. Und wenn der Euro platzen
sollte, dann sieht die SNB ziemlich alt aus.
Andi $nachname schrieb:> Bedenkenträger!
Wenn dir dazu nichts sachlicheres einfällt ...
> Uhhhh. Der Kommunismus droht! Das ist die Hauptallergie in der> westlichen Welt.
Winnes Sprungantwort lässt Grüssen. ;-)
> "Wer aus der Geschichte nicht lernt, der ist dazu verdammt sie zu> wiederholen."
Tut sie doch gerade. Deutschland ist wieder an allem Schuld, obwohl wir
für die Schulden der halben EU aufkommen und unabhängig davon ob
Deutschland das gut tut oder nicht sind wir die bösen, weil wir möchten
das die Länder dann auch sparen, weshalb Merkel ja schonmal öfter Ziel
irgendwelcher (tlw böser) Karikaturen im Ausland ist obwohl wir denen
helfen. Da sag ich doch "Danke schön !!".
Deutschland hat sich zum Euro zwingen lassen (siehe Kohl und seine
Zusage die (alte) DM auzugeben zugunsten einer Einheitswährung damit
Deutschland sich wiedervereinigen kann), soll für alle aufkommen und ist
dennoch der Böse. Aber Deutschland profitiert ja sooooo extrem. Ich
kanns noch gar nicht fassen, aber was wäre gewesen wenn Deutschland
schon seit 1949 den Euro gehabt hätten ? Wir würden heute zum Mond
exportieren oder wie ?
Mal ehrlich, das Geschwurbel das Deutschland so extrem vom Euro
profitiert hat ist nicht mehr als heiße Luft. Deutschland ist
Wirtschaftlich stark weil es gute, innovative, langlebige Produkte
herstellt, und nicht weil es einer Kunstwährung angehört, die politisch
zudem noch fragwürdig ist. Das Label "Made in Germany" kommt nicht durch
den Euro bzw die DM !! Klar ist das angenehm ohne Wechseleien in zig
verschiedene Länder auf diesem Kontinent bezahlen zu können. Aber das
ist nicht das was Deutschland Wirtschaftlich stark gemacht hat. Und vllt
das wir ein wenig davon profitiert haben, aber der große Nutznießer sind
wir nicht. Und seien wir mal ehrlich : Eine gemeinsame Währung ohne (!!)
eine gemeinsame Politik, Amtssprache, Gesetzgebung (und leute die sich
daran halten), das nennt sich biblisch glaub ich Turmbau zu Babel. Jeder
macht sein eigenes Ding, und alle zahlen mit dem gleichen Geld. Wo ist
da der große Schritt Richtung vereintes Europa, wenn es nciht mal
Gesetze gibt nach denen Modalitäten und Zahlungen (einheitlich) geregelt
werden. Mal ganz abgesehen von der schwachsinnigen Tatsache das es den
Euro auch für Länder gilt die Wirtschaftlich nicht annähernd die
Kapazitäten haben wie Deutschland. Eine Euro-Währung wäre bestenfalls
für Länder sinnig die in etwa die gleiche Leistungsfähigkeit haben wie
D-Land. Dazu kann man dann ruhig die BeNeLux-Staaten, Frankreich,
ÖSterreich, Skandinavien, England, Spanien und Italien zählen. Danach
hörts aber rapide auf.
Um mal auf das eigentliche Thema zu kommen. Neue DM statt Euro ? Klingt
erstmal verlockend, funktioniert aber nur wenn wir ne gescheite
Regierung hätten. Ansonsten ist es nichts weiter als ne Währungsreform
in einer Krise. Und das Währungsreformen keine Langfristige Lösung sind
wenn die Kacke am Dampfen ist dürfte man an der hyperinflation der
1920'er Jahre gesehen haben. Und unserer Regierung ist ja alles zu
zutrauen, nur nicht das die gescheite Entscheidungen treffen.
Und jeder der mir erzählt "Deutschland ist doch außenpolitisch sooo
isoliert" .... Wenn man etwas gegen ein Land hat (meist ist es Neid
darauf das das betreffende Wirtschaftlich stark ist, Militärisch
überlegen oder sonstwas), dann lässt sich das auch nicht beheben wenn
dieses Land immer nur kuscht und sich selbst aufopfert. Und genau das
tun wir gerade.
Nur mal meine 2 Pfennig dazu ....
Zum Einen ist Europa nicht Euro ... dieses Gefasel
"scheitert der Euro dann scheitert Europa" is auch nix anderes
als "Volk ans Gewehr" ... Durchhalteparolen.
Nein, scheitert der Euro dann scheitern Banken, die Massen
an toxischen Papieren halten, die dann auf Null abgeschrieben
werden müssen, sonst nix.
Papiere, die Zinsen erbringen sollen und in der Vergangenheit
erbrachten.
Aber das passt der Bankenlobby natürlich nicht ins Konzept.
Es gab eine Zeit vor dem Euro, da funktionierte die Wirtschaft auch
wunderbar, ja, der Außenhandel war damals schwächer, dabei muss man aber
auch sehen, unser Außenhandelsüberschuss ist anderer Leute
Außenhandelsdefizit, wir leben parasitär, gerade von den Eurostaaten.
Wir verordnen den Nachbarn Schulden und saugen sie mit den
Zinsforderungen aus ... ist das eine friedliche Nachbarschaft?
Über die Summen, die in TARGET hängen und was aus denen mal werden wird
lass ich mich jetzt nicht aus.
Der Euro wird zunehmend ein Keiltreiber, eine Gefahr für die innere
Sicherheit der Eurozone. Schaut Euch doch mal an was da abgeht ...
Griechische Ärzte behandeln zum Teil nur noch gegen Bargeld, weil die
Krankenversicherung pleite ist. Tausende staatsbedienstete werden
abgebaut, dann dazu tausende Flüchtlinge die illegal zuwandern ...
Leute, da braucht es nur nen Funken und das Pulverfass geht hoch und was
haben wir dann? ???
Nee, das Trauerspiel beenden, besser jetzt als später. Ja mir ist schon
klar, das das im ersten Moment ne harte Kur würde ... Schengen müsste
wahrscheinlich ne Weile ausgesetzt werden, humanitäre Hilfen müssten
erbracht werden (Nahrungsmittel und Krankenversorgung muss gewährleistet
bleiben).
Wenn andere Euroländer aber mit in den Abgrund gezogen werden wird der
Aufschlag am Boden nur noch härter. Finnland hat ja eh schon keinen Bock
mehr auf Eurorettung.
>Zum Einen ist Europa nicht Euro ... dieses Gefasel>"scheitert der Euro dann scheitert Europa" is auch nix anderes>als "Volk ans Gewehr" ... Durchhalteparolen.
Ganz richtig !!
>Der Euro wird zunehmend ein Keiltreiber, eine Gefahr für die innere>Sicherheit der Eurozone.
Das sehe ich genauso. Das was uns als "notwendiges" Element für Frieden,
Stabilität und Wohlstand in Europa verkauft wird, hat sich mittlerweile
zum Gegenteil dessen entwickelt wofür es stehen soll. Fragt mal den
einen oder anderen Griechen was die über Deutschland denken.
Da wäre es besser gewesen früher aus dem Euro auszusteigen (bzw gar
nicht erst einsteigen) als das noch weiterzuführen und nachher
wohlmöglich doch wieder der Böse zu sein weil man ja sooo egoistisch
ist.
>Finnland hat ja eh schon keinen Bock mehr auf Eurorettung.
Da werden, wenn die Krise noch länger dauert (und das wird sie) noch
andere folgen. Und auch noch ganz andere Töne angeschlagen werden.
> Uhhhh. Der Kommunismus droht! Das ist die Hauptallergie in der> westlichen Welt.
Na wie gut das wir mit der Regelungs- und Verordnungswut der lieben
abgehobenen Eurokraten in Brüssel nur noch wenig tun müssen bis wir
kollektiv in der Planwirtschaft angekommen sind.
Aber kommunistische Tendenzen gibts ja nirgendwo in Europa. Jeder der
das denkt ist doch .... ach egal. Ich sag lieber nix mehr.
Bin jedenfalls mal gespannt wie dieses Theater zuende geht. Nen
positiven Ausgang erwarte ich allerdings nicht mehr.
Da sich die Argumente gerade beginnen, im Kreise zu drehen und zum
ursprünglichen Thema ohnehin alles nötige geschrieben worden ist,
beenden wir die Diskussion an dieser Stelle mal unter Hinweis auf
das "Politikverbot".