Hallo,
ich habe mir in LTspice einen Synchrongleichrichter gebastelt (siehe
Anhang). Wie muss ich die Komparatoren beschalten, dass sie etwas später
die Mosfets ansteuern? Beim Nulldurchgang kommt es so noch zu sehr hohen
Stromspitzen und somit zu Verlusten.
Gruß
Nochwas. Der Ausdruck Synchrongleichrichter kombiniert synchron und
Gleichrichter. Welcher Teil, resp welche Funktionalitaet ist der
Gleichrichter, welcherTeil ist synchron - synchron zu was ? dann : wie
steuert man einen FET an, und wie von einem Komparator?
Es soll eine Wechselspannung mit ca.20V Amplitude gleichgerichtet
werden. Anlaufen soll der Gleichrichter über die Bodydioden der Fets.
Synchron, weil die gegenüberliegenden Fets synchron angesteuert werden.
Wieso gehen die Komparatoren so nicht?
suji schrieb:> Wieso gehen die Komparatoren so nicht?
Weil die einen Pullup brauchen. Komparatoren können klassischerweise nur
Strom "sinken" aber nicht "sourcen", weil sie einen
Open-Collector-Ausgang haben. Die Steigende Flanke ist also durch die
Belastung der Gates auch mit Widerstand nicht gerade schnell.
Mach dir mal über jeweils einen einfachen Gatetreiber Gedanken. Ans Gate
der Mosfets würde ich übrigens ein V_GS von nicht mehr als 10..15V
lassen. Manche Mosse mögen das nicht so...
Es reicht, bis zum V_GS für den geforderten RDS_on zu fahren. Alles
darüber ist nur unnütze Ladung auf den Gates, die beim Um- bzw.
Ausschalten wieder "runter" muss.
mfg mf
Vielen Dank. Die Schaltung werde ich mir mal zur Brust nehmen. Ein
Mittelabgriff steht mir aber leider nicht zur Verfügung. Aber die
Treiberschaltung hilft mir schonmal weiter.
Ich habe jetzt mal die Treiberschaltung aus der PDF genommen und einen
Einweggleichrichter gebaut. Passt das so?
Ich kann allerdings nicht über die Spannungsteiler die Schaltschwellen
anpassen.
Ist der LT1001 ein Komparator oder eigentlich ein Operationsverstärker?
Nur bevor ich weiter auf dem Pullup rumreite...
mf
PS: Hat sich erledigt. Ein anständiger Gatetreiber sieht trotzdem anders
aus. Hier gehts zwar nur um 2kHz, aber immerhin.
Mini Float schrieb:>> Wieso gehen die Komparatoren so nicht?>> Weil die einen Pullup brauchen. Komparatoren können klassischerweise nur> Strom "sinken" aber nicht "sourcen", weil sie einen> Open-Collector-Ausgang haben.
Der LTC1441 besitzt aber einen Push-Pull Ausgang und keinen
Open-Kollektor/Drain. Dennoch hätte der Komparator nicht funktioniert,
da er bei 20V wohl in Rauch aufgegangen wäre. Er verträgt nämlich nur
12V maximal.
LG Christian
Das Problem der geplanten Anwendung sind die Rueckwirkungen. Wenn man so
ein Ding selbstgefuehrt aufbaut, dann ist es eigenlich kein
Synchrongleichrichter mehr. Wenn die gleichzurichtende Quelle genuegend
Streuinduktivitaet hat, und man zum falschen Zeitpunkt schaltet, dann
wird Spannung vorgetaeuscht, die eigentlich gar nicht vorhanden ist.
Auch wenn die Spannung ueber dem Fet im selbstleitenden Fall hoechstens
die Diodenspannung ist.
Weshalb soll der Gleichrichter selbstgefuehrt laufen ? Was ist die
Anwendung ?
Netzgleichrichtung mit weniger Verlusten ?
Was ist die alternative zu selbstgeführt?
Anwendung ist eine drahtlse Energieübertragung. Die stark schwankende
induzierte Wechselspannung (max 25V, ca. 2kHz) soll möglichst
verlustfrei gleichgerichtet werden.
Moin,
suji schrieb:> Der alte> Elektor-Aufbau funktioniert nicht und der neue ist für Trafos mit> Mittelabgriff.
wieso soll der Alte nicht funktionieren? Du darfst ihn nur nicht mit
Komparatoren aufbauen. Allerdings kann man den vereinfachen. Da bei
einer Brücke immer zwei Gleichrichterfunktionen in Reihe sind, können
zwei Opamps eingespart werden.
Grüße Krangel
>Meinst du damit dass man die gegenüberliegenden Fets gleichzeitig
ansteuern kann?
Zeichne doch mal das Timing der Ansteuerung auf, mit realen oder
theoretischen Signalen. Ah. Das haette ja die Simulation zeigen muessen.
So was von muehsam.
Mir ist das durchaus bewusst dass die gleichzeitig angesteuert werden.
Irgendeinen Grund wird es aber gegeben haben warum der Herr Schubert das
nicht gemacht hat.
So wie im Anhang zu sehen werden die unteren beiden Fets nicht richtig
angesteuert. Da werden nur die Bodydioden zur Gleichrichtung genutzt.
Die oberen beiden funktionieren.
Moin,
IC1A und 1B weglassen, Gate von T1 ganz nach unten an Drain T4,T2,R8A
und Gate von T2 nach oben an Drain T1,T3,R5A.
Du hast in deiner Simulation den Ausgangskondensator nicht
angeschlossen!
Grüße Krangel
Vielen Dank. Das funktioniert soweit ganz gut. Nur verstehe ich noch
nicht ganz wie der hohe Strom zu Stande kommt. Das hat was mit der
Ansteuerung von M4 zu tun. Lasse ich diese Weg, verschwinden die
Stromspitzen.
Den Ausgangskondensator habe ich erstmal rausgelassen.
Der LT1001 ist ein OpAmp. Vergiss das. OpAmps sollte man nicht als
Komparatoren verwenden. Er hat eine GBW von 0.8MHz und eine Slewrate von
0.25V/us. Neben anderen Unpaesslichkeiten.
Die ganze Schaltung ist Murks.
Hi,
der Ausgangskondensator ist notwendig da die OpAmps mit der
Ausgangsspannung versorgt werden.
Der Spannungsteiler am Eingang der OpAmps entspricht nicht dem Original.
Grüße Krangel