Synchrongleichrichter LTspice

Gast #2822769
Lesenswert?

Hallo,
ich habe mir in LTspice einen Synchrongleichrichter gebastelt (siehe 
Anhang). Wie muss ich die Komparatoren beschalten, dass sie etwas später 
die Mosfets ansteuern? Beim Nulldurchgang kommt es so noch zu sehr hohen 
Stromspitzen und somit zu Verlusten.

Gruß
Angehängte Dateien:
Gast #2823249
Lesenswert?

Nochwas. Der Ausdruck Synchrongleichrichter kombiniert synchron und 
Gleichrichter. Welcher Teil, resp welche Funktionalitaet ist der 
Gleichrichter, welcherTeil ist synchron - synchron zu was ? dann : wie 
steuert man einen FET an, und wie von einem Komparator?
Gast #2823485
Lesenswert?

Es soll eine Wechselspannung mit ca.20V Amplitude gleichgerichtet 
werden. Anlaufen soll der Gleichrichter über die Bodydioden der Fets. 
Synchron, weil die gegenüberliegenden Fets synchron angesteuert werden. 
Wieso gehen die Komparatoren so nicht?
#2823544
Lesenswert?

suji schrieb:
> Wieso gehen die Komparatoren so nicht?

Weil die einen Pullup brauchen. Komparatoren können klassischerweise nur 
Strom "sinken" aber nicht "sourcen", weil sie einen 
Open-Collector-Ausgang haben. Die Steigende Flanke ist also durch die 
Belastung der Gates auch mit Widerstand nicht gerade schnell.

Mach dir mal über jeweils einen einfachen Gatetreiber Gedanken. Ans Gate 
der Mosfets würde ich übrigens ein V_GS von nicht mehr als 10..15V 
lassen. Manche Mosse mögen das nicht so...

Es reicht, bis zum V_GS für den geforderten RDS_on zu fahren. Alles 
darüber ist nur unnütze Ladung auf den Gates, die beim Um- bzw. 
Ausschalten wieder "runter" muss.

mfg mf
#2823833
Lesenswert?

Mini Float schrieb:
>> Wieso gehen die Komparatoren so nicht?
>
> Weil die einen Pullup brauchen. Komparatoren können klassischerweise nur
> Strom "sinken" aber nicht "sourcen", weil sie einen
> Open-Collector-Ausgang haben.

Der LTC1441 besitzt aber einen Push-Pull Ausgang und keinen 
Open-Kollektor/Drain. Dennoch hätte der Komparator nicht funktioniert, 
da er bei 20V wohl in Rauch aufgegangen wäre. Er verträgt nämlich nur 
12V maximal.

LG Christian
Gast #2830100
Lesenswert?

Das Problem der geplanten Anwendung sind die Rueckwirkungen. Wenn man so 
ein Ding selbstgefuehrt aufbaut, dann ist es eigenlich kein 
Synchrongleichrichter mehr. Wenn die gleichzurichtende Quelle genuegend 
Streuinduktivitaet hat, und man zum falschen Zeitpunkt schaltet, dann 
wird Spannung vorgetaeuscht, die eigentlich gar nicht vorhanden ist. 
Auch wenn die Spannung ueber dem Fet im selbstleitenden Fall hoechstens 
die Diodenspannung ist.

Weshalb soll der Gleichrichter selbstgefuehrt laufen ? Was ist die 
Anwendung ?
Netzgleichrichtung mit weniger Verlusten ?
Gast #2830145
Lesenswert?

Was ist die alternative zu selbstgeführt?
Anwendung ist eine drahtlse Energieübertragung. Die stark schwankende 
induzierte Wechselspannung (max 25V, ca. 2kHz) soll möglichst 
verlustfrei gleichgerichtet werden.
Gast #2830193
Lesenswert?

Moin,
suji schrieb:
> Der alte
> Elektor-Aufbau funktioniert nicht und der neue ist für Trafos mit
> Mittelabgriff.
wieso soll der Alte nicht funktionieren? Du darfst ihn nur nicht mit 
Komparatoren aufbauen. Allerdings kann man den vereinfachen. Da bei 
einer Brücke immer zwei Gleichrichterfunktionen in Reihe sind, können 
zwei Opamps eingespart werden.
Grüße Krangel
Gast #2831323
Lesenswert?

>Meinst du damit dass man die gegenüberliegenden Fets gleichzeitig
ansteuern kann?

Zeichne doch mal das Timing der Ansteuerung auf, mit realen oder 
theoretischen Signalen. Ah. Das haette ja die Simulation zeigen muessen. 
So was von muehsam.
Gast #2831369
Lesenswert?

Mir ist das durchaus bewusst dass die gleichzeitig angesteuert werden. 
Irgendeinen Grund wird es aber gegeben haben warum der Herr Schubert das 
nicht gemacht hat.

So wie im Anhang zu sehen werden die unteren beiden Fets nicht richtig 
angesteuert. Da werden nur die Bodydioden zur Gleichrichtung genutzt. 
Die oberen beiden funktionieren.
Angehängte Dateien:
Gast #2831506
Lesenswert?

Moin,

IC1A und 1B weglassen, Gate von T1 ganz nach unten an Drain T4,T2,R8A 
und Gate von T2 nach oben an Drain T1,T3,R5A.

Du hast in deiner Simulation den Ausgangskondensator nicht 
angeschlossen!
Grüße Krangel

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren