... folgende Punkte zuträfen: - Die Arbeit ist anspruchsvoll und es muss geklotzt werden - Die Firma bietet kostenlos Frühstück, Mittagessen und Abendessen, wobei letzteres in Eigengebrauchsmengen mit nach Hause genommen werden darf - Die Firma bietet einen kostenlosen Wäsche-/Bügelservice Die Diskussion kam gestern Abend mit einem Kommilitonen auf, wobei wir diskutiert haben wie wichtig uns solche Zugaben wären und wieviel extra Arbeitszeit sie uns wert wären. Wäre schön wenn sich sowohl Familienväter als auch Singles zu Wort melden würden :) Also ich persönlich wäre im Moment froh darüber von profanem Haushaltskram verschont zu werden.
D. I. schrieb: > Also ich persönlich wäre im Moment froh darüber von profanem > Haushaltskram verschont zu werden. Und was spricht dagegen eine Haushaltshilfe anzustellen (was du im günstigestem Fall als Haushaltsnahe Deinstleistung steuerlich geltend machen kannst) anstatt in der Firma abzuhängen?
@ D. I. (grotesque) >- Die Arbeit ist anspruchsvoll und es muss geklotzt werden Das ist zu allgemein. Wenn damit gemeint ist interessant, dann vielleicht. Aber das auch nur punktuell für ein paar Wochen. >- Die Firma bietet kostenlos Frühstück, Mittagessen und Abendessen, >wobei letzteres in Eigengebrauchsmengen mit nach Hause genommen werden >darf >- Die Firma bietet einen kostenlosen Wäsche-/Bügelservice Was sind denn das für Glasperlengeschäfte? So hat man damals auch die Indianer um ihr Land betrogen. >Die Diskussion kam gestern Abend mit einem Kommilitonen auf, wobei wir >diskutiert haben wie wichtig uns solche Zugaben wären und wieviel extra >Arbeitszeit sie uns wert wären. Dann rechnet mal und denkt nach. Und dann rechnet mal nicht mathematisch, sondern physiologisch/psychiologisch. Ab einem bestimmten Punkt wird die Arbeitsbelastung expontentiell, damit sinkt u.a. auch die Effizinenz exponentiell. Von Lebensqualität ganz zu schweigen.
D. I. schrieb: > - Die Firma bietet kostenlos Frühstück, Mittagessen und Abendessen, > wobei letzteres in Eigengebrauchsmengen mit nach Hause genommen werden > darf > > - Die Firma bietet einen kostenlosen Wäsche-/Bügelservice Hört sich an wie "oben bei Mutti". Den ganzen Service hab ich zu Hause auch, das nennt sich "Ehefrau" =8P.
Das ist ne Milchmädchenrechnung. Wenn länger gearbeitet werden muß, sinkt die Effizienz. Oder es sind Arbeiten, wo man nicht denken muß. Frag mal Leute, die kurz vor einer Messe noch ne Software fertig gestellt haben. Die haben danach alles wieder in die Tonne gekloppt und nochmal neu angefangen. Durch den Streß und die sinkende Konzentration war das Ergebnis so buggy, daß es wirklich nur für die Presentation getaugt hat. Wenn der Chef den Entwickler länger arbeiten lassen will, dann muß dieser eben Pausen einlegen (am PC surfen oder spielen). Das Gehirn ist kein Motor, wo man einfach nur Gas geben muß, damit es schneller läuft. Es gibt Länder, wo die Arbeitszeiten länger sind, aber die schaffen trotzdem nicht mehr. Peter
Nein! Mir ganz egal was die bieten, ich will und werde keine 50 Stunden pro Woche arbeiten. Dafür nehme ich auch ein gewöhnliches Gehalt in Kauf. Mein jetziger Arbeitgeber hat eine Stempeluhr, ich möchte nie wieder etwas anderes haben. Und wenn ich aus der Bude rausgehe, dann bin ich weder telefonisch noch per E-Mail erreichbar. Aber: D. I. schrieb: > Die Diskussion kam gestern Abend mit einem Kommilitonen auf, Ihr seid noch jung. Ich habe viel mit Studierenden zu tun und die fragen oft, was sie nach dem Studium machen sollen. Denen sage ich immer, sie sollen sich mal über einen begrenzten Zeitraum so richtig verheizen lassen. Wagt mal was! In eurem Alter verkraftet man sowas viel besser als wenn man später als ü40 oder so gilt. Am besten bei großen Unternehmen, zum Beispiel bei Wirtschaftsberatungsgesellschaften wie Deloitte, PWC & Co., die machen ja auch viel Technologieberatung. Von dort aus kann man dann auch wunderbar in ein Arbeitsverhältnis zu einem ihrer Mandanten wechseln. Das ist gern gesehen und wird unterstützt. Nach drei Jahren wird man da regelrecht vor die Enscheidung gestellt, weiter wie bisher, Spezialisierung oder neuer Job. Abraten würde ich dir aber von kleinen Klitschen oder traditionell-konservativen KMU, da sind Überstunden oft eher Not als Tugend und man hat nicht unbedingt eine Aussicht, später kürzer treten zu können. Wer im Vorstellungsgespräch mit "Das will ich jetzt mal zwei Jahre machen und dann kucken wie es weitergeht." kann da oft gleich aufstehen und den Ciao machen. Ihr Jungspunde habt im Regelfall keine Familie, dann nutzt die Chance, wenn die Rahmenbedingungen gut sind! Geht längere Zeit ins Ausland. Macht einen Job, bei dem ihr zwei Mal pro Woche um die Welt fliegt und wo ihr 200 Tage pro Jahr im Hotel übernachtet. Nach einigen Jahren könnt ihr euch dann entscheiden, ob ihr weiter auf der Überholspur leben wollt oder ob es jetzt auch etwas langsamer gehen kann. Spätestens wenn Kinder da sind gibt es Einschränkungen und 40jährige, die sich wie 25 benehmen, sind nicht gerade hoch angesehen. Also macht es jetzt, denn später geht es nicht mehr! Das muss natürlich auch richtig gut vergütet sein! Überstunden nur deshalb zu schrubben, weil man es erwartet, solltet ihr nicht. Deshalb immer im Hinterkopf behalten: Ein Licht, dass doppelt so hell brennt, brennt nur halb so lang. > Wäre schön wenn sich sowohl Familienväter als auch Singles zu Wort > melden würden :) Als Vater habe ich keinen Bock auf Überstunden. Ich bin auch kein Mann der froh ist, dass er eine Möglichkeit hat 80 Stunden pro Woche seinen "Hausdrachen" nicht sehen zu müssen. Bei vielen Männern denke ich, die gehen nur deshalb pro Woche so lang arbeiten, weil sie dann ihrer Alten so lang wie möglich aus dem Weg gehen können. Ich bin gern zu Hause und verbringe gern viel Zeit mit meiner Familie, das möchte ich nicht mehr missen. Überstunden? Nein danke, die sollen die Jungen machen. > Also ich persönlich wäre im Moment froh darüber von profanem > Haushaltskram verschont zu werden. So ein Job ist keine Entscheidung bis zur Rente! Das kann man später auch noch ändern. BTW: Frauen rate ich immer, sie sollen nie versuchen eine Beziehung mit einem Mann anfangen, der nicht seine eigene Wäsche macht. Oft wissen sie das aber selber. Icke ®. schrieb: > D. I. schrieb: > >> - Die Firma bietet kostenlos Frühstück, Mittagessen und Abendessen, >> wobei letzteres in Eigengebrauchsmengen mit nach Hause genommen werden >> darf >> >> - Die Firma bietet einen kostenlosen Wäsche-/Bügelservice > > Hört sich an wie "oben bei Mutti". Den ganzen Service hab ich zu Hause > auch, das nennt sich "Ehefrau" =8P. Man muss sie nicht heiraten, damit sie einem die Wäsche und das Essen macht. ;-) Das Upgrade Freundin -> Ehefrau ist ja nicht ganz ohne Nebenwirkungen. http://lustich.de/witze/maenner-frauen/upgrade-einer-frau/
Andi $nachname schrieb: > Man muss sie nicht heiraten, damit sie einem die Wäsche und das Essen > macht. ;-) Das Upgrade Freundin -> Ehefrau ist ja nicht ganz ohne > Nebenwirkungen. Nun ja, die App samt Nebenwirkungen ist eh schon lange auf dem System installiert. Geändert hat sich nur der Dateiname. Und ich kann sie jetzt steuerlich geltend machen ;-)
D. I. schrieb: > Die Firma bietet kostenlos Frühstück, Mittagessen und Abendessen, +10 Stunden vergütet? Dann kann man das Angebot des Arbeitgebers ja annehmen, aber wenn es ein Vergütungsersatz wäre, dann natürlich nicht, denn da hätte der Arbeitgeber ja einen unberechtigten Mehrwert, dann wäre das nur Bauernfängerei.
Michael S. schrieb: > D. I. schrieb: >> Die Firma bietet kostenlos Frühstück, Mittagessen und Abendessen, > > +10 Stunden vergütet? Dann kann man das Angebot des Arbeitgebers ja > annehmen, aber wenn es ein Vergütungsersatz wäre, dann natürlich > nicht, denn da hätte der Arbeitgeber ja einen unberechtigten Mehrwert, > dann wäre das nur Bauernfängerei. Vergess den geldwerten Vorteil für den Arbeitnehmer nicht!
Lebenserwartung in Deutschland grob etwa 28.000 Tage. Jeden Tag davon in der Firma ist verloren. Egal wieviel Geld es dafür gibt, das ist die bittere Wahrheit. Daher: Gerade soviel arbeiten, dass man sich den Lebensstandart den man haben möchte, leisten kann. Sich dabei nicht zu viel von Werbung und Trends beeinflussen lassen. Wenn man jung ist, sieht man das alles nicht. Da findet man es geil, mit cooler Technik zu spielen und anspruchsvolle Probleme zu lösen. Doch das (ältere) Management bzw. die Eigentümer hauen sich nicht ständig die Abende um die Ohren... Warum nur, warum nur? Was bringt es, sich von der ganzen Kohle eine schicke Designer-Wohnung in schicker Wohnlage zu leisten, wenn man nach den 50-Stunden-Wochen seine Zeit nur noch vor der Glotze oder mit anderem teurem Spielzeug "vertreiben" muss, weil man ausgelaugt ist? Von dem ganzen Glanz und Gloria bleibt nichts, aber überhaupt gar nichts erhalten. Das löst sich alles in Luft auf, und später im Leben bleibt davon nichts übrig. Dafür sind andere an eurer Arbeitskraft und Leistungsbereitschaft reich geworden, haben ihre Freizeit gehegt und gepflegt... Viel Spaß beim verheiratet sein mit der Company!
wenn mir die Arbeit Spaß mache würde, die Kollegen klasse sind, die Ziele realistisch sind, die Arbeitsumgebung (Räumlichkeiten Ausstattung, ...) spitze, ... Wenn es dazu kostenfrei was zu futtern gibt prima. In einer Beschreibung einer kleinen Firma stand, sogar mal etwas von Dusche, wenn es abends mal länger wird, ... . Wie sind die 50 Stunden verteilt? Mo-Fr. je 10 Stunden Mo-Sa. 5x9 Stunden + Samstags 5 Mo-Do. 12-1 3Stunden 45h/Woche Durchschnittsarbeitszeit + 5h/Woche Pause + 10h/Woche Fahrzeit ist man 60h/Woche+ aus dem Haus. Als Kommilitone, sprich Student ist das eine recht theoretische Frage. Eine Zeit lang, 1-2 Jahre ist das da oben sicher geil. Wenn private Kontakte und Termine (zB.: 1.Freitag im Monat 20 Uhr Treffen mit Freunden) regelmäßig nicht wahr genommen werden können, ist das nicht gut.
Unbekannt Unbekannt schrieb: > Wenn man jung ist, sieht man das alles nicht. Da findet man es geil, mit > cooler Technik zu spielen und anspruchsvolle Probleme zu lösen. Doch das > (ältere) Management bzw. die Eigentümer hauen sich nicht ständig die > Abende um die Ohren... Ich weiß nicht, wie alt du bist oder ob dir eine Laus über die Leber gebrettert ist, aber eventuell solltest du deine Ausdrucksweise zügeln. Du stellst die Jungen Menschen hier als dämlich hin, dabei ist das Verhalten, was du anprangerst ziemlich genau das, was der Jobmarkt verlangt. Wenn du Älter bist und schon ein Weilchen im Unternehmen, dann kann man das so halten, wie du das tust. Aber wenn du Jung bist und in irgendeine Branche "einsteigen" möchtest, dann musst du eben zeigen, was du kannst, sonst wird das eben nichts. Wenn du beim Vorstellungsgespräch auf die Frage "Wären Sie bereit auch mal Überstunden zu kloppen...?" sagen würdest "Nein, denn jede Stunde Arbeit mehr ist verschwendete Lebenszeit", dann würden dich die Herren vermutlich sofort gehen lassen, um sich zu "beraten" ;-) Davon mal abgesehen, finde ich, dass man sowas auch mal gemacht haben muss. Und in Jungen Jahren kann man sowas halt noch psychisch und körperlich ab. Ohne das erlebt zu haben, weiß man doch später gar nicht, dass Vielarbeiten auf lange Zeit eben nicht gut ausgeht für Leib und Seele.
Unbekannt Unbekannt schrieb: > Viel Spaß beim verheiratet sein mit der Company! Wenn die Company dafür die Nutten stellt, bin ich dabei. Andi $nachname schrieb: > Vergess den geldwerten Vorteil für den Arbeitnehmer nicht! Die paar Lebensmittel machen kaum den Gegenwert von 1-2 Arbeitsstunden/Wo. aus. Da ist nix mit geldwerten Vorteil, weil den nämlich der Arbeitgeber hat, sonst würde er das ganze auch nicht machen.
@ Simon K. (simon) Benutzerseite >Du stellst die Jungen Menschen hier als dämlich hin, Das sind sie bisweilen auch. Wenn gleich es eher Unwissenheit und Naivität ist, die Grenzen sind fließend. > dabei ist das >Verhalten, was du anprangerst ziemlich genau das, was der Jobmarkt >verlangt. Das heißt noch lange nicht, dass es gut ist. >Wenn du Älter bist und schon ein Weilchen im Unternehmen, dann kann man >das so halten, wie du das tust. Jain. Auch in der Situation gibt es genügend Dämliche. >Aber wenn du Jung bist und in irgendeine Branche "einsteigen" möchtest, >dann musst du eben zeigen, was du kannst, sonst wird das eben nichts. Das kann man auch problemlos bei einer 40 Stunden Woche. >Wenn du beim Vorstellungsgespräch auf die Frage "Wären Sie bereit auch >mal Überstunden zu kloppen...?" sagen würdest "Nein, denn jede Stunde >Arbeit mehr ist verschwendete Lebenszeit", dann würden dich die Herren >vermutlich sofort gehen lassen, um sich zu "beraten" ;-) Mag sein, aber der Punkt ist ein ganz anderer. Man darf sich nicht für dumm verkaufen lassen und untertänigst in den Staub werfen. >Davon mal abgesehen, finde ich, dass man sowas auch mal gemacht haben >muss. Und in Jungen Jahren kann man sowas halt noch psychisch und >körperlich ab. Ohne das erlebt zu haben, weiß man doch später gar nicht, >dass Vielarbeiten auf lange Zeit eben nicht gut ausgeht für Leib und >Seele. Jain. Man muss nicht jeden Fehler selber machen, um daraus zu lernen. Überstunden kommen von allein, denen muss man nicht hinterher laufen. Aber sowas ist nur für kurze Zeit (ein paar Wochen!) OK, danach wird es Ausbeutung und Verheizen.
>Wenn die Company dafür die Nutten stellt, bin ich dabei. Halleluja, es gibt also doch ein Mittel, sogar dich zur Arbeit zu motivieren. In diesem Falle legst du nicht mal Wert auf Respekt des AG dir gegenüber? Das ist doch sonst deine Standardausrede. >Da ist nix mit geldwerten Vorteil Mußt du eigentlich in jedem Beitrag klarstellen, daß du absolut keine Ahnung hast: http://www.lohn-info.de/sachbezug_verpflegung.html Einfach mal an Dieter Nuhr denken: http://video.google.de/videoplay?docid=763949850889929695
Michael S. schrieb: > Andi $nachname schrieb: >> Vergess den geldwerten Vorteil für den Arbeitnehmer nicht! > > Die paar Lebensmittel machen kaum den Gegenwert von 1-2 > Arbeitsstunden/Wo. > aus. Da ist nix mit geldwerten Vorteil, weil den nämlich der Arbeitgeber > hat, sonst würde er das ganze auch nicht machen. Der Arbeitgeber hat einen Aufwand bzw. betrieblichen Aufwand und damit Gewinnminderung. Der Arbeitnehmer darf kostenlos essen und darf kostenlos einen Wäsche/Bügelservice in Anspruch nehmen, den der Arbeitgeber zahlt (und steuerlich geltend macht). Da kannst du aber Wetten darauf abschließen, dass die Finanzämter den Arbeitnehmern da einen geldwerten Vorteil in den Steuerbescheid reindonnern, wenn sie das erfahren!
Falk Brunner schrieb: > @ Simon K. (simon) Benutzerseite > >>Du stellst die Jungen Menschen hier als dämlich hin, > > Das sind sie bisweilen auch. Wenn gleich es eher Unwissenheit und > Naivität ist, die Grenzen sind fließend. Hehe na gut, das ist wohl wahr! >> dabei ist das >>Verhalten, was du anprangerst ziemlich genau das, was der Jobmarkt >>verlangt. > > Das heißt noch lange nicht, dass es gut ist. Das habe ich so auch nicht gesagt. Allerdings hat man relativ selten eine Wahl. >>Aber wenn du Jung bist und in irgendeine Branche "einsteigen" möchtest, >>dann musst du eben zeigen, was du kannst, sonst wird das eben nichts. > > Das kann man auch problemlos bei einer 40 Stunden Woche. Klar. Das kann man auch mit weniger als 40 Stunden pro Woche, wie ich dir bestätigen kann. Aber man muss eben auch am Anfang der Karriere mal Opfer bringen, wenn man (zwangsweise) nicht durch Qualifikation auf dem Lebenslauf Punkten kann. >>Davon mal abgesehen, finde ich, dass man sowas auch mal gemacht haben >>muss. Und in Jungen Jahren kann man sowas halt noch psychisch und >>körperlich ab. Ohne das erlebt zu haben, weiß man doch später gar nicht, >>dass Vielarbeiten auf lange Zeit eben nicht gut ausgeht für Leib und >>Seele. > > Jain. Man muss nicht jeden Fehler selber machen, um daraus zu lernen. "Fehler" halte ich für übertrieben. Klar, wenn man nicht weiß, wann Schluss ist (und das gibts tatsächlich oft, ala Burn-Out Syndrom), ist das was Anderes. Das hat aber dann eben nix mehr mit den "Jungen Personen" zu tun, worüber es dem Kollegen da oben ging. Ich finde es völlig legitim in Jungen Jahren mal richtig herum zu kommen und sich auch in kompliziertere Problemstellungen einzuarbeiten. Da kann man andererseits nämlich auch eine Menge bei lernen.
Simon K. schrieb: >>> dabei ist das >>>Verhalten, was du anprangerst ziemlich genau das, was der Jobmarkt >>>verlangt. >> >> Das heißt noch lange nicht, dass es gut ist. > Das habe ich so auch nicht gesagt. Allerdings hat man relativ selten > eine Wahl. Wenn man keinen gescheiten Job gelernt hat, man seit 2 Jahren in Hartz IV Bezug steckt und einem das Amt sagt, man müsse jetzt bei Callcenter Zockmichab als Callcenteragent arbeiten, ja dann hat man keine Wahl. Mit einem frisch abgeschlossenem (technischen) Studium hat man aber recht oft eine Wahl bei der Suche eines Jobs! Man darf sich nur nicht einreden lassen, dass es nur noch heute die Chance auf einen Job gibt und ab morgen ein weltweiter Einstellungsstopp verhängt wird. Da sind wir aber wieder bei den naiven und unerfahrenen Absolventen. >>>Aber wenn du Jung bist und in irgendeine Branche "einsteigen" möchtest, >>>dann musst du eben zeigen, was du kannst, sonst wird das eben nichts. >> >> Das kann man auch problemlos bei einer 40 Stunden Woche. > Klar. Das kann man auch mit weniger als 40 Stunden pro Woche, wie ich > dir bestätigen kann. Na siehst du, Quantität ist kein Zwangskriterium! > Aber man muss eben auch am Anfang der Karriere mal > Opfer bringen, Nein, muss man nicht. Man darf (und sollte) auch mal "Nein!" sagen. Opfer zu bringen muss auch nicht zwangsweise an der Quantität (Arbeitszeit pro Woche) festgemacht werden, wie du schon selber festgestellt hast. > wenn man (zwangsweise) nicht durch Qualifikation auf dem > Lebenslauf Punkten kann. Du redest von "am Anfang der Karriere" und ich gleichen Satz von fehlender Qualifikation. Sorry, aber wer nach einem Studium, es geht in diesem Thread um Studenten, keine gute Qualifikation hat, der sollte doch ernsthaft darüber nachdenken, lieber die Qualifikation zu verbessern (Master machen?), bevor er sich mit ich-muss-jetzt-endlich-arbeiten in einen unpassenden Job bei einen ausbeuterischen Arbeitgeber begibt. Seine Ausbildung sollte man erst mal ordentlich und vollständig abschließen, denn wenn man erst mal bei einem Job mit 50 oder 60 Stunden pro Woche angekommen ist wird einem die Lust an der möglicherweise berufsbegleitenden Weiter/Fortbildung gar nicht erst entstehen bzw. ganz schnell vergehen. Die Fehlqualifikation kann man dann gar nicht mehr richtig beheben. Die Praxistrimmung, die uns von der Wirtschaft bei akademischen Ausbildungen immer wieder gepredigt wird, ist für die Absolventen im Regelfall gar nicht so gut, wie es erscheint. Die Wirtschaft fährt total drauf ab, wenn naive Absolventen wie Arbeitsvieh eingehängt werden können, da können sie sich die Anlernphase sparen und der unfertig ausgebildete Arbeitnehmer hat im Arbeitsmarkt nur noch begrenzte Chancen zu wechseln, kann also billig und langfristig weiter beschäftigt werden. Ärzte sind auch nicht nach 3 oder 4 Jahren fertig ausgebildet, da sind 7 bis 12 Jahre Ausbildung voll und ganz akzeptiert. Warum sollen dann MINTler nach so kurzer Zeit schon arbeitsfertig sein? Nur weil die Wirtschaft nach Frischfleisch schreit? Also bitte erst die "Qualifikation auf dem Lebenslauf" aufbauen, bevor man sich halb fertig in die Praxis stürzt. > Ich finde es völlig legitim in Jungen Jahren mal richtig herum zu kommen > und sich auch in kompliziertere Problemstellungen einzuarbeiten. Da kann > man andererseits nämlich auch eine Menge bei lernen. Finde ich auch. Aber man sollte dabei immer noch als Mensch und Mitarbeiter und nicht als Sklave oder Werkzeug behandelt werden.
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