Hallo, ich habe im Keller eines Hauses einen ONT-B gefunden, welcher nicht mehr in Betrieb ist. Es ist keine Karte mehr in den Kartenslots eingesteckt und die Kabel zu den Telefonen und Datendosen sind auch durchgeschnitten und teilweise abmontiert. Nur die Glaserfasern und die 110 V Fernspeisung sind noch ganz ordentlich und unbeschädigt verlegt. Sie verlassen irgendwo im Keller das haus und gehen zu einem anderen Gebäude (Glasfaserrring) oder zur Vermittlungstelle. Da das ganze ja sowieso nicht mehr in Betrieb ist, hat die Telekom ja sicher nichts dagegen, wenn man sich sowas mal ausleiht. Es gibt ja billige Adapter für Ethernet auf Glasfaser (die hoffentlich passen). Aber wo kommt die Faser denn nun auf der anderen Seite raus? Da gibt es doch sicher einen Plan, wo alle verlegten Kabel eingezeichnet sind? Wie kommt man an den Plan ran?
Stefan Helmert schrieb: > Aber wo kommt die Faser denn nun auf der anderen Seite raus? Einfach mal dran ziehen. :-) > Da gibt es > doch sicher einen Plan, wo alle verlegten Kabel eingezeichnet sind? Hast du jemals solche Telekommunisten bei der Arbeit beobachtet? Die Frage: "Wohin geht eigentlich dieses Adernpaar?" verursacht regelmäßig Schweißausbrüche und — wenn sie ernst gemeint war — hektische Betriebsamkeit. ;-) Ich würde da nicht drauf wetten, dass dir jemand, ohne einen Verifikations-Messeinsatz zu initiieren, da mit Sicherheit sagen kann, wo das andere Ende ist.
Glasfaserkabel ist nicht gleich Glasfaserkabel - es gibt meilenweite Unterschiede in der Bandbreite/Eignung zB wegen Dämpfung, Wellenlängenbereich, Typ (Multimode/Monomode...), und insbesondere Dispersion. Übrigens lässt sich auch bei Glasfaser das eine oder andere über die Implementierung reflektometrisch ermitteln :) Ich gehe davon aus es ist http://de.wikipedia.org/wiki/HYTAS - Kram ... das weicht von der heutigen Vorstellung von einem breitbandigen LAN/MAN ein wenig ab.
Mit OFDM/OWDM und langen Symboldauern könnte man da wohl nichts machen zwecks Datenrate?
Die Frage ist jetzt aber nicht wirkl. ernst gemeint? Auf der Plastikkiste sollte doch zumindest eine Leitungsbezeichnung oder Kennung stehen! Damit rufst du beim Prüfplatz (OSP) an und die sagen dir dann an der GF-Auskunft wo in welcher OLD das andere Ende zu suchen wäre. Nur ob du daran kommst muß man wohl echt bezweifeln.
OWDM? Meinst du DWDM/CDWM? Das stellt erst recht sehr hohe Anforderungen an die Strecke, und selbst wenn du da auch an etwas älteres Equipment drankommst - ich wäre da vorsichtig, die optischen Gesamtleistungen sind da z.T. sehr hoch und könnten ggf die Glasfaser (und deine Augen ohnehin) beschädigen wenn sich irgendeine Fehlstelle dadurch erhitzt (Stichwort Fibre-Fuse-Phänomen). Das würde die Telekom garantiert nicht mit Humor nehmen.
Andy D. schrieb: > OWDM? Meinst du DWDM/CDWM? Nein, OWDM wegen der evtl. Mehrwegeausbreitung in einer Multimode-Faser. Ich vermute es wird der Telekom egal sein, was mit der Faser gemacht wird. Vmtl. wird sie nicht mehr in Betrieb genommen, egal, was man bestellt.
Also wenn an Deiner Faser ein METRO- oder sogar Weitverkehrsnetz, welches 10 GBit/s, 40 GBit/s, oder 112 GBit/s mit höherwertigen Modulationsformaten überträgt, dann hilft Dir der Ethernet-zu-Glasfaseradapter nicht mal beim Empfangen von Daten, geschweige denn bei einer Kommunikation. Ausserdem: Falls die Faser zu einem Netz im Betrieb führt, tritt infrarote Lasertrahlung aus der Faser aus! Vorsicht! Wenn Du Leistung einkoppelst, ist das delikate Konstrukt aus Sendern, Verstärkern und Empfängern leicht zu stören! Entschuldige, in mir kommt bei sowas auch der Entdeckertrieb hoch, aber in diesem Fall: Besser Finger von lassen.
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