Spricht was dagegen, kleine Gleichstrom-Bürsten-Motoren in Reihe zu schalten?
Blockiert einer der Motoren, oder wird stärker belastet, dann drehen die anderen schneller. Was hast Du denn vor?
Ich bin nur am Trägkeitsmoment interessiert, die Motoren sollen leer, oder evtl. mit je einer kleinen Schwungmasse gegenläufig laufen, um die Präzession zu kompensieren.
Also besonders präzise wird das nicht. Bei Bahn-Fahrmotoren war es lange Zeit völlig normal, die Reihenschlußmotoren eines Drehgestells in Reihe zu schalten. Aus dieser Möglichkeit (in Verbindung mit der normalen Parallelschaltung) ergab sich eine einfache und verlustarme Verdopplung der Fahrstufen. Die alten Stadtbahner der Berliner S-Bahn hatten zwei permanent in Reihe geschaltete Fahrmotoren pro Drehgestell. Allerdings reden wir da nicht gerade von Präzesionsantrieben, sondern von mehreren Megawatt Leistung und tonnenweise Zugkraft.
Ben _ schrieb: > Bei Bahn-Fahrmotoren war es lange Zeit völlig normal, die > Reihenschlußmotoren eines Drehgestells in Reihe zu schalten. Da ist das auch in Ordnung, weil die Motoren mechanisch gekoppelt sind. Um aber bei zwei unabängig voneinander laufenden, wenig belasteten Motoren ungefähr die gleiche Drehzahl zu erhalten, müssen die Motoren mit der gleichen Spannung betrieben, also parallelgeschaltet werden. Schalte einfach mal zwei Motoren in Reihe und bremse den den ersten ganz leicht ab. Er wird durch die geringe Belastung fast zu Stillstand kommen, während der zweite Motor fast doppelt so schnell wird. Je nach Motorparametern bleibt der erste Motor evtl. auch dann noch langsam, wenn die Belastung wegfällt. Dann muss der zweite Motor abgebremst werden, um den ersten wieder auf Touren zu bringen. Man kann mit dieser Anordnung lustige Spielchen treiben :)
Die Bahn hat bei solchen Anordnungen das gleiche Problem wenn die mechanische Kopplung durch Schleudern verlorengeht. Wenn das unbemerkt passiert kann die Drehzahl der durchdrehenden Achse so weit ansteigen, daß es die Rotorwicklung zerlegt. Diese rastet dann meistens in der Statorwicklung ein und in der Folge fliegt jede Menge Kupferschrott durch den Motor...
"Kleine Gleichstrombürstenmotoren" sind i.d.R. permanenterregt, haben also Nebenschlusscharakteristik. Reihenschlussmaschinen haben ganz anderes Verhalten.
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