Forum: Offtopic Bürsten-Motoren in Reihe schalten?


von Uhu U. (uhu)


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Spricht was dagegen, kleine Gleichstrom-Bürsten-Motoren in Reihe zu 
schalten?

von Martin K. (maart)


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Ja.

von Uhu U. (uhu)


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Was?

von Martin K. (maart)


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Blockiert einer der Motoren, oder wird stärker belastet, dann drehen die 
anderen schneller.
Was hast Du denn vor?

von Uhu U. (uhu)


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Ich bin nur am Trägkeitsmoment interessiert, die Motoren sollen leer, 
oder evtl. mit je einer kleinen Schwungmasse gegenläufig laufen, um die 
Präzession zu kompensieren.

von Ben _. (burning_silicon)


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Also besonders präzise wird das nicht.

Bei Bahn-Fahrmotoren war es lange Zeit völlig normal, die 
Reihenschlußmotoren eines Drehgestells in Reihe zu schalten. Aus dieser 
Möglichkeit (in Verbindung mit der normalen Parallelschaltung) ergab 
sich eine einfache und verlustarme Verdopplung der Fahrstufen. Die alten 
Stadtbahner der Berliner S-Bahn hatten zwei permanent in Reihe 
geschaltete Fahrmotoren pro Drehgestell.

Allerdings reden wir da nicht gerade von Präzesionsantrieben, sondern 
von mehreren Megawatt Leistung und tonnenweise Zugkraft.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Ben _ schrieb:
> Bei Bahn-Fahrmotoren war es lange Zeit völlig normal, die
> Reihenschlußmotoren eines Drehgestells in Reihe zu schalten.

Da ist das auch in Ordnung, weil die Motoren mechanisch gekoppelt sind.

Um aber bei zwei unabängig voneinander laufenden, wenig belasteten
Motoren ungefähr die gleiche Drehzahl zu erhalten, müssen die Motoren
mit der gleichen Spannung betrieben, also parallelgeschaltet werden.

Schalte einfach mal zwei Motoren in Reihe und bremse den den ersten ganz
leicht ab. Er wird durch die geringe Belastung fast zu Stillstand
kommen, während der zweite Motor fast doppelt so schnell wird. Je nach
Motorparametern bleibt der erste Motor evtl. auch dann noch langsam,
wenn die Belastung wegfällt. Dann muss der zweite Motor abgebremst
werden, um den ersten wieder auf Touren zu bringen. Man kann mit dieser
Anordnung lustige Spielchen treiben :)

von Ben _. (burning_silicon)


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Die Bahn hat bei solchen Anordnungen das gleiche Problem wenn die 
mechanische Kopplung durch Schleudern verlorengeht. Wenn das unbemerkt 
passiert kann die Drehzahl der durchdrehenden Achse so weit ansteigen, 
daß es die Rotorwicklung zerlegt. Diese rastet dann meistens in der 
Statorwicklung ein und in der Folge fliegt jede Menge Kupferschrott 
durch den Motor...

von U. B. (Gast)


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"Kleine Gleichstrombürstenmotoren" sind i.d.R. permanenterregt, haben 
also Nebenschlusscharakteristik.

Reihenschlussmaschinen haben ganz anderes Verhalten.

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