Aufbau einer Zündung (mit Zündkerze + Zündspule)

Gast #2843180
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Hallo!

Vorab:
Ich bin Maschinenbau-Ingenieur und mein Elektronikwissen hat somit seine 
Grenzen ...

Ziel:

Es soll in der Zündkerze ein Funke entstehen (2 mal pro Sekunde wäre 
ausreichend).

Vorgehen:

Wie man in der angehängten Datei sieht habe ich mir schon Gedanken 
gemacht, wie man die automatische Unterbrechung realisieren könnte.
Ich dachte an ein Relais das als Öffner fungiert und sich selbstständig 
zurücksetzt. Da Relais ja mechanische Bauteile sind und somit eine 
relativ begrenzte Lebensdauer haben möchte ich dieses gerne verzögern.
Ich denke ein Zeitrelais mit Rückfallverzögerung wäre hier das richtige 
um keinen längerdauernden Kurzschluss zu erzeugen.

Ich habe auch schon von einer Realisierung mittels Multivibrator 
gelesen, da ich jedoch, wie schon erwähnt, nicht so tief in der Materie 
stecke, wollte ich den aus meiner Sicht einfacheren Weg über ein Relais 
gehen.



Ist die Schaltung wie skizziert funktionstüchtig und ist das mit dem 
Zeitrelais eine gute Idee?
Falls ja, was für eine Kapazität sollte der Kondensator haben, um so 
wenig Leistung wie möglich aus dem System zu ziehen, jedoch für eine 
ausreichende Verzögerung für das Relais zu sorgen?

Vielen Dank schon mal!

Lieber Gruß

Jonas
Angehängte Dateien:
Gast #2843190
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Jonas, es gab hier mal eine Weile den Hans Lüthi, der 
Hochspannungsversuche auch mit Moped- und KFz-Zündspulen machte.

Leider war mein Rechner kürzlich vom Virus befallen, und ich habe die 
Internet-Favoriten nicht mehr zur Hand.

Es gibt Schaltungen mit Impulsformern wie dem einfachen NE555, und nach 
geschalteten Leistungstransistoren. Im Internet gibt es auf jeden Fall 
Schaltungen und auch Bilder zu den Funken an Zündspulen.

Such doch einfach über die Suchmaschine mal nach "Zündspule". Das könnte 
schon helfen.
Gast #2843198
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wenns eine KFZ Zündspule ist darf sie nicht zu lange "aufgeladen" werden 
(dwell time) sonst wird sie zu heiss.
Bei aktuellen Zündspulen sind das ein paar msec.
d. h. für dich, Zündspule 10msec ein, dann aus = spratzel, halbe sekunde 
warten wieder 10msec ein usw.
Es gibt Zündspulen, die im Kerzenstecker integriert sind und auch die 
Elektronik eingebaut haben, die kannst du mit beliebigen Wischerrelais 
ansteuern.
Gast #2843207
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Vielen Dank für die konstruktiven Beiträge!
Das ging ja wirklich fix!

Ich dachte mir schon, dass das mit dem Relais keine dauerhafte Lösung 
ist und werde mich genauer mit dem Thema Transistoren/FET 
außeinandersetzen.

Die Sache mit dem 2 mal pro Sekunde hat sich dann auch erledigt.
Das war nur angedacht, um das Relais zu schonen.

Im Motorrad funkt es ja auch um die 100 mal pro Sekunde und die dort 
erreichte Lebensdauer kann sich ja durchaus sehen lassen.
Gast #2843235
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Jonas schrieb:

> Ich dachte mir schon, dass das mit dem Relais keine dauerhafte Lösung
> ist und werde mich genauer mit dem Thema Transistoren/FET
> außeinandersetzen.

Du kannst einen einfachen Relaisunterbrecher bauen, quasi ne astabile 
Kippstufe mit Relais. Damit zerstört man in Experimenten immerhin keine 
enpfindlichen Halbleiter.

Für den Anfänger.

Im Auto war bis in die 1980-er Jahre auch nur ein simpler mechanischer 
Unterbrecherkontakt drin. Es gab aber dort auch schon einen Kondensator, 
der den Zündfunken verlängerte. Wenn der defekt war, lief die Karre 
nicht mehr. Meistens war er nach ein paar Jahren durchgeschlagen, und 
hatte inneren Kurzschluß.

Transistoren/FET:

Auf Modeerscheinungen wie FET besser als Bipolar lasse ich mich übrigens 
niemals ein. Manchmal habe ich besonders hier im Forum den Eindruck, daß 
ein FET hoch gepriesener wird. Beide haben ihre Berechtigungen.
Gast #2843401
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Auf Modeerscheinungen wie FET besser als Bipolar lasse ich mich übrigens
> niemals ein. Manchmal habe ich besonders hier im Forum den Eindruck, daß
> ein FET hoch gepriesener wird. Beide haben ihre Berechtigungen.

Besser wäre der FET schon um die Zündspule zu schalten. Bei jenseits von 
150W die KFZ-Zündspulen ziehen, ist die Verlustleistung einfach 
geringer. Die Autobauer setzen schliesslich auch auf FETs.
Ich habe mich beim Prototyp meiner Batteriezündung bewußt für zwei 
Bipolartransistoren in Darlingtonschaltung entschieden. Mir war die 
Spannungsfestigkeit wichtiger, ich wollte nicht schon bei den ersten 
Tests die Transistoren braten. Und siehe da, die Dinger leben immer 
noch!

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