Ich habe auch mal solche Rectennas gebaut, aber auch direkt unter
Hochspannungsleitungen und mit einem Fahrrad als Antenne waren
bestenfalls wenige Mikrowatt erreichbar.
Die mehrere hundert Watt, die man für die Versprochene Einsparung von 50
% beim Stromverbrauch damit haben soll sind mindestens um den Faktor
eine Million übertrieben und das Handy-Laden in dem Video dort ist nur
ein Fake.
BTW: Hier ein Rectenna-Plan von mir:
Antenna, e. g. 1 m wire, a steel wardrobe, ...
|
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---|>|--*--|>|--- 2 Schottky Diodes (one for every half wave)
| | | e. g. BAT 43
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| ,V |
| - | Low capacity Suppressor diode for overvoltage protection
| A' | e. g. CDDFN2-T5.0LC
| | |
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| | |
| | |
*--|>1--*--|>1--* 2 Zener Diodes
| | | (for voltage limitation and very assymetric waves)
| | | e. g. ZPD 2,7V
| | |
*---||--*--||---* 2 Film Capacitors
| | | e. g. MKS2 1,0µF
| | |
*---|[]-*--|[]--* 2 Electrolytic capacitors
| | | e. g. NHG-R 470µF10V105C
| |
| GND | GND: E. g. a protective earth conductor; GND can also be at
| | out(-) or out(+)
| |
out(-) out(+)
Für kurze Messungen kann man natürlich auf die Schutzdioden verzichten.
Und bei Stromausfall ist die Leistung gleich null, weil dann die Antenne
praktisch nix einfangen kann.
Theoretisch könnte man auch aus einem Blitzableiter die Luftelektrizität
nutzen, aber das liefert im Normalfall auch nur Mikrowatt oder
kurzzeitig ein paar Megawatt.
Ist das jetzt Schleichwerbung? Trollerei? Übrigens hätte das nix mit freier Energie (im Sinne von "die Energie kommt aus dem nichts") zu tun, da auch diese Energie bei den Rundfunksendern erst mal in Elektromagnetische Wellen umgewandelt werden müssen. Und das, man staune, mit ganz herkömmlichen Saft aus der Steckdose.
Übrigens habe ich auch mal nachgemessen was man denn beim Autofahren mit einem Schleifkontakt (Stahlseil) und dem Auto als Antenne nutzen kann, aber das war auch nur im Bereich von Mikrowatt - was bei einer Motorleistung im Bereich von dutzenden Kilowatt vernachlässigbar ist.
Die Idee mit dem Anzapfen der Verluste einer Hochspannungsleitung hatte hier wohl jeder schon. Meine Überlegegung war das elektrostatische Feld einer 380kV-Leitung anzuzapfen. Das ist immerhin stark genug um bei Dunkelheit eine Leuchtstoffröhre deutlich glimmen zu lassen und wenn ein Trucker seinen Container-Auflieger unter sowas parkt wird er beim Ein- oder Aussteigen Freude haben. 380kV und sagen wir 10 Meter Höhe (zwischen den Masten meistens viel weniger) macht eine Feldstärke von 38kV/m, und das ist schon eine ganze Menge. Wenn der Aufbau zum Abgreifen des Feldes etwas höher sein darf als ich - sagen wir 2,5 Meter - sind das fast 100kV, die man zwischen zwei Platten (oder einer oberen Platte und einer Erdung) abgreifen kann. Bei entsprechender Größe der oberen Platte müßte da auch ein nutzbarer Strom entstehen. Wenn man diesen nun gleichrichtet müßte man rein theoretisch eine unbelastete Gleichspannung zwischen 100..140kV erhalten. Mit Verlusten usw. kommt man vielleicht auf 50kV. Mein bislang ungelöstes Problem ist nun, wie bekomme ich aus 50kV mit ein paar µA sagen wir 12V mit ein paar mA raus. Wie müßte ein 50kV->12V Schaltregler aussehen?
Ben _ schrieb: > Meine Überlegegung war das elektrostatische Feld einer 380kV-Leitung > anzuzapfen. Das ist immerhin stark genug um bei Dunkelheit eine > Leuchtstoffröhre deutlich glimmen zu lassen und wenn ein Trucker seinen > Container-Auflieger unter sowas parkt wird er beim Ein- oder Aussteigen > Freude haben. Theorie: Ersatzschaltbild berechnen und (vermutlich) feststellen, daß der Wellenwiderstand viel zu hoch ist, um nutzbare Ströme fließen zu lassen. Außer du ziehst eine kilometerlange Strippe parallel. Nebenbei, die 380kV liegen zwischen zwei Leitern des Systems an, nicht gegen Erde. Praxis: Wenn an einer (spannungsfreien) Hochspannungsleitung gearbeitet wird, die parallel zu einer im Betrieb befindlichen verläuft, muß zwecks Personenschutz geerdet werden, da ansosnten tatsächlich für Menschen gefährliche Stromstärken auftreten können. Aber, siehe Theorie, nur wenn die Leitungen über weite Entfernungen parallel verlaufen. Als Lehrling habe ich u.a. in einem Umspannwerk gearbeiet und mußte unter den Sammelschienen durchlaufen (110kV, Abstand Kopf-Leiter ca. 2-3m). Die Kollegen hielten sich vor Lachen den Bauch, weil ich mich beim ersten Mal vor Schreck auf den Boden warf, weil sich eine kleine Entladung zwischen Ohr und Leitung bildete. Das ziept ein wenig, ähnlich wie bei statischen Entladungen, ist aber völlig harmlos.
Komisch, ich bin am örtlichen Umspannwerk schon unter den 380kV-Leitungen durch, mehr als 4-5 Meter ist man da mit dem Kopf auch nicht von den Seilen weg und mir hat nichts an den Ohren geziept... Wenn an einer Hochspannungsleitung gearbeitet wird, verläuft die meistens auf langer Strecke parallel zu der voll unter Dampf stehenden auf der anderen Mastseite. Da wachsen geringe kapazitive und induktive Effekte mit jedem Meter in der Summe zu gefährlicher Größe heran. Außerdem sind die mechanischen Elemente der (geöffneten) Schalter immer noch sehr nahe am anderen Kontakt dran, näher als Du mit Deiner Free-To-Me-Energy-Lösung da dran darfst. Hinzu kommt die Gefahr eines weit entfernten Blitzeinschlags in die Leitung, der sich durch diese ausbreiten würde. Oder jemand schaltet die Leitung fälschlicherweise wieder ein. Deswegen wird sie an mehreren Stellen geerdet. (idR. an beiden Endstellen in den Umspannwerken und an der Arbeitsstelle selbst)
Hallo, Ben _ schrieb: > Meine Überlegegung war das elektrostatische Feld einer 380kV-Leitung > anzuzapfen. Lass in diesem Fall den Begriff "statisch" lieber weg. Mit freundlichen Grüßen Guido
Ben _ schrieb: > mir hat nichts an den Ohren geziept... Hast du noch Hornhaut aus der Schulzeit an den Ohren?
Erwin Meyer schrieb: > Die mehrere hundert Watt, die man für die Versprochene Einsparung von 50 > % beim Stromverbrauch damit haben soll sind mindestens um den Faktor > eine Million übertrieben und das Handy-Laden in dem Video dort ist nur > ein Fake Was hast du denn erwartet? Rosa Elefanten? http://psiram.com/ge/index.php/Rudi_Schubert
> Lass in diesem Fall den Begriff "statisch" lieber weg. Haarspalterei. > Hast du noch Hornhaut aus der Schulzeit an den Ohren? Nöö, brauch ich nicht mehr. :)
Hallo, Ben _ schrieb: > Haarspalterei. Nein, es war ein freundlicher Hinweis von mir. Mit freundlichen Grüßen Guido
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