Forum: Offtopic http://www.freieenergie24.com/


von Erwin M. (nobodyy)


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Ich habe auch mal solche Rectennas gebaut, aber auch direkt unter 
Hochspannungsleitungen und mit einem Fahrrad als Antenne waren 
bestenfalls wenige Mikrowatt erreichbar.
Die mehrere hundert Watt, die man für die Versprochene Einsparung von 50 
% beim Stromverbrauch damit haben soll sind mindestens um den Faktor 
eine Million übertrieben und das Handy-Laden in dem Video dort ist nur 
ein Fake.

BTW: Hier ein Rectenna-Plan von mir:

     Antenna, e. g. 1 m wire, a steel wardrobe, ...
        |
        |
---|>|--*--|>|--- 2 Schottky Diodes (one for every half wave)
|       |       | e. g. BAT 43
|       |       |
|      ,V       |
|       -       | Low capacity Suppressor diode for overvoltage protection
|       A'      | e. g. CDDFN2-T5.0LC
|       |       |
|       |       |
|       |       |
|       |       |
*--|>1--*--|>1--* 2 Zener Diodes
|       |       | (for voltage limitation and very assymetric waves)
|       |       | e. g. ZPD 2,7V
|       |       |
*---||--*--||---* 2 Film Capacitors
|       |       | e. g. MKS2 1,0µF
|       |       |
*---|[]-*--|[]--* 2 Electrolytic capacitors
|       |       | e. g. NHG-R 470µF10V105C
|               |
|      GND      | GND: E. g. a protective earth conductor; GND can also be at
|               |      out(-) or out(+)
|               |
out(-)          out(+)

Für kurze Messungen kann man natürlich auf die Schutzdioden verzichten.
Und bei Stromausfall ist die Leistung gleich null, weil dann die Antenne 
praktisch nix einfangen kann.
Theoretisch könnte man auch aus einem Blitzableiter die Luftelektrizität 
nutzen, aber das liefert im Normalfall auch nur Mikrowatt oder 
kurzzeitig ein paar Megawatt.

von El Patron B. (bastihh)


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Ähmm.. wie dumm darf man sein?!

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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von Simon K. (simon) Benutzerseite


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Ist das jetzt Schleichwerbung? Trollerei?

Übrigens hätte das nix mit freier Energie (im Sinne von "die Energie 
kommt aus dem nichts") zu tun, da auch diese Energie bei den 
Rundfunksendern erst mal in Elektromagnetische Wellen umgewandelt werden 
müssen. Und das, man staune, mit ganz herkömmlichen Saft aus der 
Steckdose.

von Erwin M. (nobodyy)


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Übrigens habe ich auch mal nachgemessen was man denn beim Autofahren mit 
einem Schleifkontakt (Stahlseil) und dem Auto als Antenne nutzen kann, 
aber das war auch nur im Bereich von Mikrowatt - was bei einer 
Motorleistung im Bereich von dutzenden Kilowatt vernachlässigbar ist.

von Ben _. (burning_silicon)


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Die Idee mit dem Anzapfen der Verluste einer Hochspannungsleitung hatte 
hier wohl jeder schon.

Meine Überlegegung war das elektrostatische Feld einer 380kV-Leitung 
anzuzapfen. Das ist immerhin stark genug um bei Dunkelheit eine 
Leuchtstoffröhre deutlich glimmen zu lassen und wenn ein Trucker seinen 
Container-Auflieger unter sowas parkt wird er beim Ein- oder Aussteigen 
Freude haben.

380kV und sagen wir 10 Meter Höhe (zwischen den Masten meistens viel 
weniger) macht eine Feldstärke von 38kV/m, und das ist schon eine ganze 
Menge. Wenn der Aufbau zum Abgreifen des Feldes etwas höher sein darf 
als ich - sagen wir 2,5 Meter - sind das fast 100kV, die man zwischen 
zwei Platten (oder einer oberen Platte und einer Erdung) abgreifen kann. 
Bei entsprechender Größe der oberen Platte müßte da auch ein nutzbarer 
Strom entstehen. Wenn man diesen nun gleichrichtet müßte man rein 
theoretisch eine unbelastete Gleichspannung zwischen 100..140kV 
erhalten. Mit Verlusten usw. kommt man vielleicht auf 50kV. Mein bislang 
ungelöstes Problem ist nun, wie bekomme ich aus 50kV mit ein paar µA 
sagen wir 12V mit ein paar mA raus. Wie müßte ein 50kV->12V Schaltregler 
aussehen?

von Icke ®. (49636b65)


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Ben _ schrieb:

> Meine Überlegegung war das elektrostatische Feld einer 380kV-Leitung
> anzuzapfen. Das ist immerhin stark genug um bei Dunkelheit eine
> Leuchtstoffröhre deutlich glimmen zu lassen und wenn ein Trucker seinen
> Container-Auflieger unter sowas parkt wird er beim Ein- oder Aussteigen
> Freude haben.

Theorie: Ersatzschaltbild berechnen und (vermutlich) feststellen, daß 
der Wellenwiderstand viel zu hoch ist, um nutzbare Ströme fließen zu 
lassen. Außer du ziehst eine kilometerlange Strippe parallel. Nebenbei, 
die 380kV liegen zwischen zwei Leitern des Systems an, nicht gegen Erde.

Praxis: Wenn an einer (spannungsfreien) Hochspannungsleitung gearbeitet 
wird, die parallel zu einer im Betrieb befindlichen verläuft, muß zwecks 
Personenschutz geerdet werden, da ansosnten tatsächlich für Menschen 
gefährliche Stromstärken auftreten können. Aber, siehe Theorie, nur wenn 
die Leitungen über weite Entfernungen parallel verlaufen.

Als Lehrling habe ich u.a. in einem Umspannwerk gearbeiet und mußte 
unter den Sammelschienen durchlaufen (110kV, Abstand Kopf-Leiter ca. 
2-3m). Die Kollegen hielten sich vor Lachen den Bauch, weil ich mich 
beim ersten Mal vor Schreck auf den Boden warf, weil sich eine kleine 
Entladung zwischen Ohr und Leitung bildete. Das ziept ein wenig, ähnlich 
wie bei statischen Entladungen, ist aber völlig harmlos.

von Ben _. (burning_silicon)


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Komisch, ich bin am örtlichen Umspannwerk schon unter den 
380kV-Leitungen durch, mehr als 4-5 Meter ist man da mit dem Kopf auch 
nicht von den Seilen weg und mir hat nichts an den Ohren geziept...

Wenn an einer Hochspannungsleitung gearbeitet wird, verläuft die 
meistens auf langer Strecke parallel zu der voll unter Dampf stehenden 
auf der anderen Mastseite. Da wachsen geringe kapazitive und induktive 
Effekte mit jedem Meter in der Summe zu gefährlicher Größe heran. 
Außerdem sind die mechanischen Elemente der (geöffneten) Schalter immer 
noch sehr nahe am anderen Kontakt dran, näher als Du mit Deiner 
Free-To-Me-Energy-Lösung da dran darfst. Hinzu kommt die Gefahr eines 
weit entfernten Blitzeinschlags in die Leitung, der sich durch diese 
ausbreiten würde. Oder jemand schaltet die Leitung fälschlicherweise 
wieder ein. Deswegen wird sie an mehreren Stellen geerdet. (idR. an 
beiden Endstellen in den Umspannwerken und an der Arbeitsstelle selbst)

von Guido C. (guidoanalog)


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Hallo,

Ben _ schrieb:
> Meine Überlegegung war das elektrostatische Feld einer 380kV-Leitung
> anzuzapfen.

Lass in diesem Fall den Begriff "statisch" lieber weg.

Mit freundlichen Grüßen
Guido

von Uhu U. (uhu)


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Ben _ schrieb:
> mir hat nichts an den Ohren geziept...

Hast du noch Hornhaut aus der Schulzeit an den Ohren?

von Ulrich S. (voodoofrei)


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Erwin Meyer schrieb:
> Die mehrere hundert Watt, die man für die Versprochene Einsparung von 50
> % beim Stromverbrauch damit haben soll sind mindestens um den Faktor
> eine Million übertrieben und das Handy-Laden in dem Video dort ist nur
> ein Fake

Was hast du denn erwartet? Rosa Elefanten?

http://psiram.com/ge/index.php/Rudi_Schubert

von Ben _. (burning_silicon)


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> Lass in diesem Fall den Begriff "statisch" lieber weg.
Haarspalterei.

> Hast du noch Hornhaut aus der Schulzeit an den Ohren?
Nöö, brauch ich nicht mehr. :)

von Guido C. (guidoanalog)


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Hallo,

Ben _ schrieb:
> Haarspalterei.

Nein, es war ein freundlicher Hinweis von mir.

Mit freundlichen Grüßen
Guido

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