Komischer Signalton im Telefon

OP #2849605
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Ich versuche seit einiger Zeit immer mal wieder eine bestimmte Nummer 
anzurufen, bekomme aber jedesmal nur diese dreistufige Tonleiter, wie 
man sie von Ansagen wie "Kein Anschlußunter dieser Nummer" kennt, nur 
kommt keine Ansage.

Ich habs mittlerweile über verschiedene Provider versucht - immer 
dasselbe.

Was bedeutet das?
Moderator Persönliche Seite #2849655
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Ich hab hier leider nur VoIP über eine Fritzbox.

Schlecht.  Wenn du mir die Nummer gibst, könnte ich es heute abend
zu Hause probieren, in der Hoffnung, dass der alte ISDN-Sniffer, den
ich in der Ecke stehen habe, noch geht.

> Früher® war die Post für sowas zuständig, aber heute?

Deine Telco, aber bei VoIP heißt das ja, das alles möglichst billich
sein soll, da ist kein Platz für irgendwas wie Service im Budget.
#2849740
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> Rufus Τ. Firefly schrieb:
>> Wer hat den noch

Ich ebenfalls, sowohl geschäftlich (Vodafone) als auch privat (T-Com). 
Geb ich freiwillig nicht her.

>>  und welcher Telephonanbieter bietet so etwas noch an?

Die Telekom auf jeden Fall. Vodafone nur bei hartnäckigem Nachhaken. Da 
muß man sehr aufpassen, denn die verkaufen an Unwissende gern 
VoIP-Anschlüsse mit "ISDN-Leistungsmerkmalen", nur weil die Easybox 
einen internen S0-Bus besitzt.
Persönliche Seite #2849775
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Jörg Wunsch schrieb:
> Rufus Τ. Firefly schrieb:
>> Setzt einen ISDN-Anschluss voraus.
>
> Ich. :)

Ich habe sowas auch, und will's nicht missen.

>
>> Wer hat den noch, und welcher
>> Telephonanbieter bietet so etwas noch an?
>
> Die Telekom.

Aber auch nur noch bei vorgehaltener Waffe. Die schaffen ISDN ab, in 
absehbarer Zeit auch bei Bestandskunden. Denen wird dann, wenn sie ihre 
ISDN-Hardware weiter nutzen wollen, ein VoIP-zu-ISDN-Gateway 
hingeknallt, wenn sie nicht aufpassen und darauf bestehen, einen echten 
ISDN-Anschluss zu behalten.

> Ich will ja auch einen Annschluss haben, der funktioniert. ;-)

Ich auch.
Moderator Persönliche Seite #2850808
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Timm Thaler schrieb:
> Früher hiess das "Ist Sowas Denn
> Nötig" und war eher das Zeichen, dass man aufgrund grandioser
> Fehlplanung (Glasfaser) keine Chance auf DSL hatte.

Naja, "Fehlplanung" ist eine reichliche Übertreibung.

Als das Glasfasernetz in einigen Experimentalstandorten gebaut worden
ist, hat noch kein Schwein auch nur ahnen können, dass es mal DSL
geben würde, also dass man über popelige Kupferdrähte nennenswert
mehr als die paar 100 kHz eines ISDN-Basisbandes übertragen könnte.

Insofern war es aus damaliger Sicht durchaus ein zukunftsweisendes
Experiment und keine "grandiose Fehlplanung".

Dass sich diese Situation dann umgekehrt hat, hatte zwei Ursachen:

. Die über die Glasfaser möglichen hohen Geschwindigkeiten hat man
  stets nur versucht, teuer als "Geschäftskundenleistung" zu
  vermarkten.  Es war ja nie ein Problem, über diese Fasern eine E1 zu
  bekommen (2 Mbit/s vollduplex), auch mehr wäre ganz sicher gegangen,
  aber dafür haben sie richtig viel Geld sehen wollen.  Die Preise für
  derartige Zugänge sind auch nie nennenswert gesenkt worden.

. Parallel wurde in eine Technologie wie ADSL nur im Hinblick auf die
  Kupferleitungen investiert, und die entsprechenden preiswerten
  Endgeräte gab's damit nur dafür.  Die von Haus aus viel schnelleren
  Glasfasern haben davon nicht profitiert.

Mittlerweile ist das aber Schnee von gestern.  Über die einstmals
stiefmütterlich behandelten Glasfasern, die dann plötzlich angeblich
ganz und gar rückschrittlich sein sollten, transportiert man nun auch
im Niedrigpreissegment 1,5 Gbit/s (GPON), denn so viel schaffen sie
locker.  Dieser Kuchen wird dann lokal auf ein Dutzend Hanseln
verteilt, die davon jeder 50/10 Mbit/s abbekommen können.
Asymmetrisch natürlich, denn Ordnung muss sein, symmetrische Zugänge
wollen natürlich nur Geschäftskunden haben, und die müssen dafür nach
wie vor ordentlich in die Tasche greifen.

Hat zumindest den Vorteil, dass das komplette Dutzend dieser Endkunden
auch wirklich VDSL bekommen kann.  Bei Kupferkabeln sind wohl in einem
dicken Kabelbündel nur einige wenige Adernpaare dafür benutzbar.
#2850923
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Für die Erstellung der Rufzeichen ist in den Telefonzentralen ein recht 
komplexes Modul zuständig.
Leider werden von diversen modernen Anbietern und vor allem von den VoIP 
Lösungen, die Protokolle gerade im Fall von Fehlern nur sehr rudimentär 
übertragen und/oder übersetzt. Es ist also ggf. Dein VoIP Umsetzer, der 
den (Fehler)?code der Gegenstelle nicht versteht.
Das kann z.B. schon alleine daran liegen, dass Dein VoIP der 
ISDN-Leitung ein Telefon vorgaukelt, die Gegenstelle aber als 
Multifunktionales Endgerät (tel/fax)konfiguriert ist.(oder umgekehrt) 
Sowas soll zwar nicht sein, ist aber bei VoIP leider ehr die Regel als 
die Ausnahme.
Früher konnte man sich darauf verlassen, das solche Kinderkrankheiten 
bald überwunden sein werden. Mancher kennt noch die schrillen Pfeiftöne 
aus dem Telefon, wenn der ISDN-AB-Umsetzer mal wieder aus dem Takt 
gekommen ist.
Heute ist es leider so, das die Hersteller immer neue Hardware 
rausbringen und den Benutzer im Regen stehen lassen. Statt Fehler zu 
beheben, bringen die Firmware-Updates immer neue Fehler mit sich.
Siemens Gigaset DX600 / DX800 und Fritz!box sind die besten Beispiele 
dafür.
Ich habe gerade massive Probleme bei mehr als 200 Kunden, weil bei der 
Fritz!box 7390 seit dem letzten Update, das endlich viele fehlende 
Funktionen in die Box einpflegte, die angeschlossenen Faxgeräte nicht 
mehr funktionieren. Von AVM gibt es dazu natürlich wieder mal keine 
Unterstützung.
Gast #2850943
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Lothar Miller schrieb:
> Es war schon immer nicht schlecht, mehrere Kommunikationswege zu
> haben.

Dafür reicht aber eine reine Analogleitung mit aufgesetztem DSL auch 
aus.

Bekannte hatten eine Voip von Arcor mit 3 Nummern, da war immer noch ein 
Analogkanal im Hintergrund. Wenn die Voip-Funktion nicht ging - was eine 
Zeitlang recht häufig vorkam, nutzt das Modem den Analogkanal. 
Dummerweise war der von Arcor auf Preselection geschaltet und es kamen 
ordentlich Kosten dazu.

Jetzt haben die Call+Surf IP von der Telekom mit ebenfalls 3 Nummern. Da 
alle Telefone am Modem hängen, weiss ich nicht ob da noch ein 
Analogkanal dabei ist, müsste ich mal ausprobieren, ob ein Telefon auch 
direkt hinterm Splitter geht. Wäre für den Fall Modem kaputt schon 
hilfreich.

Mir reicht ein Kanal + DSL völlig. Aber meine Töchter sind auch noch 
nicht vierzehn... ;-)
Moderator Persönliche Seite #2851053
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Timm Thaler schrieb:
> Mir reicht ein Kanal + DSL völlig. Aber meine Töchter sind auch noch
> nicht vierzehn... ;-)

Deine Frau telefoniert gar nicht? ;-)

Allein, wenn ich mir ansehe, wie oft es passiert, dass mal beide
Erwachsene gleichzeitig telefonieren, lohnt sich der 2. Kanal schon
(zumal er ja praktisch nichts kostet, ich glaube mich zu erinnern,
dass es 1 EUR/Monat mehr sind gegenüber POTS+DSL).  Die Kinder kommen
auch langsam in ein Alter, wo sie etwas gesprächiger am Telefon
werden.
OP #2851245
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Tex Avery schrieb:
> Für die Erstellung der Rufzeichen ist in den Telefonzentralen ein recht
> komplexes Modul zuständig.

Mittlerweile habe ich eine Spur: wenn ich die Vorwahl mitwähle, dann 
gehts. An der Vorwahleinstellung in der FB 7270 kanns nicht liegen, denn 
Sipgate läßt da keine Einstellungen zu.

Bei einem dritten Provider kommt eine Ansage, die Nummer sei nicht 
vergeben und wenn ich die Vorwahl mit wähle, kommt das Freizeichen. (Bei 
dem habe ich als Wahl-Präfix 00 49 0 <ortsvorwahl> eingetellt.)

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