Forum: Offtopic Was wird hier gebaut?


von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Neulich fuhr ich an der A4 und da sind mir riesige künstlich 
hergestellte Berge aufgefallen:

http://maps.google.de/?ll=50.904765,9.990692&spn=0.022787,0.066047&t=h&z=15

und hier

http://maps.google.de/?ll=50.830581,9.970264&spn=0.022823,0.066047&t=h&z=15

Für was macht man sich solche mühe um so viel Erde zu bewegen?
Ich meine Berge her zu stellen, die 1km lang und sicher 400m hoch sind, 
das kostet doch unmengen an Geld.

Kohle wird hier auch nicht abgebaut, aber für was werden solch rießige 
Löcher in der Erde benötigt?
Und wieso ausgerechnet in der Nähe von Bad Hersfeld (Frankfurt)?

von Tino W. (despotie)


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Ich vermute dass es sich hier nicht um Erde handelt ;)

http://de.wikipedia.org/wiki/Kalisalz

Greetz Tino

von Vn N. (wefwef_s)


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von j. c. (jesuschristus)


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Rofl, Du weißt nicht, was eine Bergbauhalde ist? Eieiei...

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Ja, klar eine Bergbauhalde.

Aber so groß?

Normalerweise ist es doch so, dass unterirdisch irgend welche Gänge 
gemacht werden um Erze oder sonst was heraus zu holen. Irgendwann ist 
das Gestein abgebaut und dann muss der alte Schacht wieder verfüllt 
werden, also wird man gar nicht so viel über Tage hoch transportieren 
müssen, denn das Material geht gleich in stillgelegte Schächte.

In diesem gezeigten Beispiel müssen hunterte km Schächte, ja sogar ganze 
unterirdische Hallen existieren, denn woher sonst sollen diese unmengen 
an Steine kommen.

Ich bin jedenfalls froh nicht dort in der Nähe zu wohnen, denn die Erde 
wird in den nächsten Jahren garantiert nachgeben und es wird dadurch 
Schäden an den Häusern geben.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Markus Müller schrieb:
> In diesem gezeigten Beispiel müssen hunterte km Schächte, ja sogar ganze
> unterirdische Hallen existieren, denn woher sonst sollen diese unmengen
> an Steine kommen.

Kali- und Steinsalzabbau erzeugt in der Tat riesige unterirdische
Hallen.

> Ich bin jedenfalls froh nicht dort in der Nähe zu wohnen, denn die Erde
> wird in den nächsten Jahren garantiert nachgeben und es wird dadurch
> Schäden an den Häusern geben.

Sowas kann man auch ganz ohne Bergbau haben:

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/schmalkalden-ploetzlich-war-da-ein-loch/1972148.html

von Paul B. (paul_baumann)


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Das ist der sogenannte Monte-Kali. (Nicht meine Erfindung, die Leute
in der Umgebung nennen ihn so. Er besteht aus Natriumchlorid und ist
bei der Kaliförderung Abraum.

http://de.wikipedia.org/wiki/Monte_Kali

Wenn Du Dir das ganze mal aus der Nähe ansehen willst, empfiehlt es
sich, mal in Merkers in das Erlebnisbergwerk einzufahren.

In Thüringen gab es vor der Wiedervereinigung jede Menge Kalibergwerke,
z.B. Bleicherode, Bischofferode, Sonderhausen, Volkenroda etc. etc.

1993 hat es dann die sog. Treuhand geschafft, Alles kurz-und
klein zu schlagen, um die lästige Konkurrenz auszuschalten.
http://www.kalimuseum.de/revier/zeigebild.php?bild=1993_a.jpg

Das Thüringer Feld wurde danach von Hessen aus abgebaut.


MfG Paul

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Genau das wäre der richtige Berg um Fukushima zu zuschütten.

Erst mal 20m Aufschütten, dann 1m Bitumen um das ganze zu verkapseln, 
dann nochmals 20m drauf schütten und nochmals mit 1m Bitumen versiegeln 
und dann 200m nochmals oben drauf und gut ist.

von c. m. (Gast)


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Markus Müller schrieb:

> Aber so groß?

https://www.google.de/search?q=monte+scherbelino

gibt mehrere künstliche erhebungen.

von Uhu U. (uhu)


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Paul Baumann schrieb:
> 1993 hat es dann die sog. Treuhand geschafft

Veruntreuhand

von Paul B. (paul_baumann)


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@Uhu
Das sage ich Dir!
:-(
MfG Paul

von Michael S. (technicans)


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Markus Müller schrieb:
> Erst mal 20m Aufschütten, dann 1m Bitumen um das ganze zu verkapseln,
> dann nochmals 20m drauf schütten und nochmals mit 1m Bitumen versiegeln
> und dann 200m nochmals oben drauf und gut ist.

Aussichtslos, weil sich das Meer die Reaktoren mit einem
weiteren Zunami wieder zurück holen würde. Das Bitumen würde
das auch nicht verhindern, höchstens verzögern.

Können die Bergwerke als die zukünftigen Endlager gedacht sein?
Also das strahlende Zeug raus aus Gorleben und in Bad Hersfeld
wieder rein?

Wie Kalisalz sieht das aber nicht aus, eher wie Steinsalz oder Gips.
Wir hatten hier nämlich südlich von Hannover bei Ronnenberg
eine Kalihalde und die war nicht so weiß, eher schmutzig grau-braun
(was für Kali typisch ist). Bin schon lange nicht mehr in der Gegend
gewesen, aber ich glaube, der Berg wurde abgetragen und das Gelände
renaturiert.

von Kevin K. (nemon) Benutzerseite


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Wenns Tagebau ist, kann so eine Halde auch noch größer werden: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Sophienhöhe

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