/dev ist kein Interface, /dev ist lediglich eine Konvention. Nahezu alle
Unix-artigen legen ihre Geräteeinträge dort ab, was aber weder einen
technischen Grund hat noch Zwang ist.
Und natürlich sind das serielle Ports, wenn dem Geräteeintrag eine
entsprechende Hardware zugeordnet ist. Dateizugriff auf /dev/ttyS0
stellt eben die Programmierschnittstelle des seriellen Ports dar. So wie
unter DOS eben Dateizugriff auf COM1:, die beiden sind sich viel
ähnlicher als du denkst.
Auch unter DOS könnte sich ein serieller Gerätetreiber GNA7: nennen,
wenn er das wollte, und dennoch serielle Hardware zur Verfügung stellen.
Mit den /dev-Einträgen geht die Flexibilität eben noch einen Schritt
weiter und erzwingt nicht einmal einen bestimmten "magischen"
Dateinamen.
Ob es sich bei einem Eintrag in /dev um einen seriellen Port handelt,
ist freilich nicht verlässlich herauszufinden, daher auch die
Namenskonvention "/dev/ttyIRGENDWAS<n>", damit das etwas vorhersagbar
wird. Ist unter DOS nicht grundsätzlich anders, ausser das halt alle
Treiberhersteller freiwillig ihre seriellen Ports COM<n> nennen.