Glättungskondensator, Schwingkreis?

Gast #2856150
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Hallo an alle,

Ich habe eine Spule unbekannter Induktivität hier, welche ich immer so 
zum Experimentieren als E-Magneten verwende, es ist eine hohle, 
vergossene Spule mit einem Aussendurchmesser von 6cm, einem 
Innendurchmesser von 3cm und einer Höhe von 8cm. Jetz wollte ich die 
Netzspannung natürlich gleichrichten, um einen EMagneten zu bekommen. 
Ich wollte einen 22uF Kondensator verwenden, da hab ich zwar dann ~45 V 
Restwelligkeit noch drin, aber es ist ja nicht so kritisch in dieser 
Anwendung. Bin aber grad beim Glättungskondensator ins Stutzen gekommen, 
wird der ganze Aufbau nicht dann als Kondensator + Induktivität zum 
Parallelschwingkreis?

Danke im Vorraus
#2856273
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Glätter9000 schrieb:
> Ich habe eine Spule unbekannter Induktivität hier

Glätter9000 schrieb:
> hohle, vergossene Spule

Glätter9000 schrieb:
> Jetz wollte ich die
> Netzspannung natürlich gleichrichten, um einen EMagneten zu bekommen.
> Ich wollte einen 22uF Kondensator verwenden

Du willst also eine Spule von der du nix weisst einfach so an 
gleichgerichtete und geglättete Netzspannung hängen?
Ich hoffe du weisst sicher, daß die Spule ausreichend isoliert ist.
Weisst du den Widerstand und den Strom der fließen wird?

Denk daran 230V können klein schwarz und hässlich machen.
Moderator Persönliche Seite #2856386
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Glätter9000 schrieb:
> Die Spule ist ja auch darauf ausgelegt, mit 230V gequält zu werden ;)

Vorsicht: Wechselspannung oder Gleichspannung?

Bei Wechselspannung begrenzt die Eigeninduktivität den maximal
fließenden Strom.  Wenn du sie jetzt mit Gleichspannung beaufschlagst
(auch pulsierender), hast du nur noch den ohmschen Widerstand der
Wicklung als Strombegrenzung.  Wenn du da zu unbedarft vorgehst,
kann sich das Teil ganz schnell in Wohlgefallen auflösen.
Gast #2856404
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> Ich weiß bloss nicht wie ich die Induktivität bestimmen soll

An ein Messgerät halten ?

> Die Spule ist ja auch darauf ausgelegt, mit 230V gequält zu werden

Gleichspannung ? Eher unwahrscheinlich. Da sie höchstens 10 Watt loswird 
ohne zu überhitzen, müsste sie einen ohm'schen Innenwiderstand von 5 k 
Ohm haben, das wäre verdammt viel verdammt dünner Draht.
Moderator Persönliche Seite #2856436
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Glätter9000 schrieb:
> Was wäre eine dauervertragbare
> Größe?

Häng' sie an 230 V~ und miss den Strom.  Multipliziere diesen mit
230 V, dann hast du die Scheinleistung (gemessen in Voltampere,
Einheit VA).  Rechne davon etwa 60 % als Wirkleistung, dann müsstest
du auf der sicheren Seite liegen.

Ganz nebenbei kannst du aus dem Strom und dem bekannten Gleichstrom-
widerstand auch die Induktivität ausrechnen. ;-)
Gast #2856487
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> Rechne davon etwa 60 % als Wirkleistung

Dann kann er ja gleich mit 180V (0.78*0.78=0.6 überblicke gerade nicht 
genau ob das in dem Fall passt) rangehen.

Er müsste schon aus der Induktivität den Scheinwiderstand bei 50Hz 
berechnen, ins Verhältnis zum gemessenen ohm'schen Widerstand setzen, 
und damit dann die Gleichstrombelastung auf denselben Wert berechnen wie 
bei Wechselstrom.

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