Hallo,
das ganze stellt, soweit ich das sehe, eine Stufe eines parametrischen
Equalizers dar. Man kann in jeder Stufe Frequenz, Güte und
Verstärkung/Abschwächung einstellen. Im Gegensatz zu den üblichen Oktav-
oder Trezfiltern, die feste Frequenzen haben ("graphischer Equalizer"),
kann man die Filterfrequenzen auch genau einstellen. Normalerweise hat
ein parametrischer Equalizer weniger Stufen, eher ca. 5 Stück, also
5-mal diese Schaltung hintereinander.
Momentan habe ich gerade das ganze als digitale Version für ein
universelles FIR-Filter entworfen, ein Filter reicht für alle Stufen und
komplett phasenlinear ist es auch.
Die drei OPAMPs unten stellen die Lösung einer Differentialgleichung
zweiter Ordnung dar, die eben einem Schwingkreis entspricht
(Analogrechnerschaltung). Waruum das nun tatsächlich so ist, kann man
nur mathematisch zeigen, einfacher ist es, das ganze mit komplexen
Impedanzen als normale OPAMP-Schaltungen durchzurechnen, wenn man die
Gleichung passend umstellt, ist sie identisch mit einem Bandpaßfilter,
ein Paramertervergleich zeigt dann, daß die Potis Frequenz und Güte
einstellen.
Gruß
Andy_W