Frank schrieb:
> Kennt jemand eine Hardware bzw. Gerät/Hersteller für WLAN-Technik, wo
> ein Gerät gleichzeitig als Accesspoint und als Client arbeiten kann?
Gibts, löst aber nicht dein Problem. Du kannst nicht einfach zwei WLANs
"parallel schalten" und hoffen, daß sich die Pakete schon irgendwie den
richtigen und schnellsten Weg suchen.
Um die beiden DSL-Anschlüsse per Loadbalancing zu nutzen, müssen sie
WAN-seitig an EINEN Router angeschlossen werden, der dann die Aufgabe
übernimmt und entscheidet, welche Pakete über welchen Anschluß geroutet
werden. Die Bandbreite wird allerdings nicht höher als die des
schnellsten DSL-Anschlusses, da bei Loadbalancing nicht beide
gleichzeitig für eine IP-Verbindung benutzt werden, sondern nur eben die
Last gleichmäßig verteilt wird. Um die Anschlüsse zu bündeln, muß auch
der Provider mitspielen (Multilink PPP).
Wenn das was werden soll, benötigt ihr einen geeigneten Router.
Loadbalancing beherrschen z.B. fast alle Modelle von LANCOM sowie einige
von Draytek. Beide DSL-Anschlüsse müssen direkt an diesen Router
angeschlossen werden. Wenn ihr kein Kabel ziehen könnt, wird das schon
mal schwierig. Theoretisch könnte man dafür eine dedizierte WLAN-Brücke
verwenden, also einen AP an das DSL-Modem und auf der anderen Seite
einen WLAN-Client, der per Kabel mit dem LB-Router verbunden wird. Ob
das so funktioniert, d.h. ob die PPPoE-Pakete unversehrt über WLAN
durchkommen, kann ich dir mangels Erfahrung nicht sagen, die Aufgabe
stand bisher noch nicht.
Von der LAN-Seite des LB-Routers aus kannst du dann weiter verteilen.
Der LB-Router kann gleichzeitig als WLAN-AP dienen, beim Nachbarn wäre
wiederum ein WLAN-Client (bzw. Client-Bridge) aufzustellen.
Es ist prinzipiell machbar, aber recht aufwendig und in Bezug auf die
WLAN-Komponenten auch störanfällig. Wenn man zusätzlich die Haftung für
illegale Internetaktivitäten in Betracht zieht (wer von beiden war's?)..
ich würde es lassen.