Viele Zellspannungen mit Attiny messen, potentialfrei, I2C Bus

OP #2879521
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Hallo,

ich muss euch mit einem Thema nerven, das schon des öfteren diskutiert 
wurde, ich aber aus den Beiträgen nicht schlau werde.

Ich möchte die Spannungen mehrerer in Reihe geschalteter Zellen messen.
Dazu soll an jede Zelle ein kleines Board mit einem Attiny angeschlossen 
werden, die über einen I2C Bus miteinander verbunden sind und mit einem 
zentralen Steuergerät kommunizieren. (siehe Grafik)

Die Zell-Boards sollen NICHT von den Zellen versorgt werden, sondern von 
einer zentralen Spannungsversorgung.

Ich komme jetzt an der Stelle nicht mehr weiter, wo die Attinys 
potentialfrei  die Spannung der Einzelzelle messen sollen.
Auch wenn die Attinys einen differentiellen ADC haben, brauche ich ja 
trotzdem einen Bezugspunkt bei der Spannungsmessung am Attiny.

Die Kosten für ein Zellboard sollen so gering wie möglich ausfallen, da 
über 50 LiFePo4 Zellen vermessen werden sollen und jeder Messwert über 
den I2C Bus weitergeben soll.

Hat jemand einen Vorschlag, wie ich das lösen könnte. (siehe Grafik)

Danke vorab!
Angehängte Dateien:
#2879560
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Du kannst entweder ISO-Opvs verwenden oder isolierte buscontroller, aber 
um eine Isolation wirst du wohl kaum drum rum kommen.

Schau dir mal den adum3472 an, bzw. die Familie, den kannst du zwischen 
i2c Bus und Attiny klemmen und hast ne Isolation bis 2,5 kV und auch ne 
isolierte geregelte Spannung.

PS 
http://www.analog.com/en/interface-isolation/digital-isolators/adum3472/products/product.html
Gast #2879574
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Roland T. schrieb:
> Auch wenn die Attinys einen differentiellen ADC haben, brauche ich ja
> trotzdem einen Bezugspunkt bei der Spannungsmessung am Attiny

Wieso? An die differntiellen Eingänge kommt eine Zelle und verursacht 
dort einen Potentialunterschied. Das Potential wird mit der Referenz des 
Tinys verglichen vom ADC verglichen und ausgegeben. Geht doch auch beim 
Multimeter mit Batterie, mit dem ich eine andere Batterie messe. Oder 
lieg ich da jetzt daneben?
#2879585
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Wolfgang Büttner schrieb:
> Du kannst entweder ISO-Opvs verwenden

Alternative: Instrumentenverstärker mit Spannungsteilern an beiden 
Eingängen, um die zu messende Spannung in den erlaubten Spannungsbereich 
der Eingänge zu bringen.
Dazu muss der GND der Batterie aber mit dem GND des µC verbunden werden.
Die Grenzen dieser Lösung sind gegeben durch die Höhe der Spannungen, 
die geforderten Messgenauigkeit und/oder die Kosten der dann eventuell 
benötigten Präzisionswiderstände.

Gruß Dietrich
OP #2879604
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Horni schrieb:
> Roland T. schrieb:
>> Auch wenn die Attinys einen differentiellen ADC haben, brauche ich ja
>> trotzdem einen Bezugspunkt bei der Spannungsmessung am Attiny
>
> Wieso? An die differntiellen Eingänge kommt eine Zelle und verursacht
> dort einen Potentialunterschied. Das Potential wird mit der Referenz des
> Tinys verglichen vom ADC verglichen und ausgegeben. Geht doch auch beim
> Multimeter mit Batterie, mit dem ich eine andere Batterie messe. Oder
> lieg ich da jetzt daneben?

Ja, das dachte ich auch immer. Aber jeder differentielle Eingang 
benötigt ja trotzdem einen Bezug zu einem Potential. Wenn ich aber nur 
eine Spannung an die Eingänge anlege, dann benötige ich doch zumindest 
einen Widerstand von einem Eingang zu dem Potential, sonst habe ich zwar 
eine Differenz an den Eingängen, aber eine schwebende Spannung, die 
unter Umständen die Eingänge zerstören kann.
Lasse mich gerne korrigieren, denn wenn es nicht ist, dann wäre es ja 
einfach.
#2879606
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Dietrich L. schrieb:
> Alternative: Instrumentenverstärker mit Spannungsteilern an beiden
> Eingängen, um die zu messende Spannung in den erlaubten Spannungsbereich
> der Eingänge zu bringen.

Ich habe gerade einen gefunden, der das schon alleine macht:
AD629:  High Common-Mode Voltage, Difference Amplifier 
(http://www.analog.com/static/imported-files/data_sheets/AD629.pdf)

Ob er für Dich passt, musst Du mal sehen. Es gibt auch noch andere. Bei 
Analog Devices werden sie als "Difference Amplifier" bezeichnet: 
http://www.analog.com/en/specialty-amplifiers/difference-amplifiers/products/index.html

Gruß Dietrich
OP #2879608
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Dietrich L. schrieb:
> Wolfgang Büttner schrieb:
>> Du kannst entweder ISO-Opvs verwenden
>
> Alternative: Instrumentenverstärker mit Spannungsteilern an beiden
> Eingängen, um die zu messende Spannung in den erlaubten Spannungsbereich
> der Eingänge zu bringen.
> Dazu muss der GND der Batterie aber mit dem GND des µC verbunden werden.
> Die Grenzen dieser Lösung sind gegeben durch die Höhe der Spannungen,
> die geforderten Messgenauigkeit und/oder die Kosten der dann eventuell
> benötigten Präzisionswiderstände.
>
> Gruß Dietrich

Das würde ich gerne machen, aber alle Platinen sollen gleich aufgebaut 
sein. Das mit den Spannungsteilern würde nur funktionieren, wenn ich mit 
einer Platine alle Zellen abgreifen würde.
#2879631
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Roland T. schrieb:
> Das würde ich gerne machen, aber alle Platinen sollen gleich aufgebaut
> sein. Das mit den Spannungsteilern würde nur funktionieren, wenn ich mit
> einer Platine alle Zellen abgreifen würde.

Das geht schon, denn der Differenzverstärker verstärkt (wie sein Name 
schon sagt) nur die Differenz der beiden Eingangsspannungen. Und die ist 
bei allen Zellen doch gleich. Lediglich die Gleichtaktspannung ist 
unterschiedlich, und das hat (fast *) keine Bedeutung für das Ergebnis. 
(Die Spannung muss natürlich im erlaubten Bereich sein).

*) Stichwort: "Common-Mode Rejection Ratio"

Gruß Dietrich
OP #3771991
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Oliver K. schrieb:
> Hallo Roland,
>
> hast Du Deine Spannungsmessung der Batteriezellen über I2C-Bus
> realisieren können? Ich hätte da ein ähnliches Problem und
> es würde mich interessieren wie Du das Thema schließlich gelöst hast.
>
> Gruß,
> Oli :)

Hallo Oli,

habe die Spannungsmessung über I2C doch nicht umgesetzt, sondern 
überwache für meine Anwendung jede Zelle jetzt nur noch auf minimale und 
maximale Spannungsverletzung über OPVs an jeder Zelle.

Gruß
Roland

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