Forum: Offtopic Freischaltung für Steuerplatine


von Protect (Gast)


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Hi,

für einen möglichen Kunden soll ich eine Steurplatine entwickeln.
Nun hat er mir vorgeschlagen, nur einen Teil vlt 50% meiner Entlohnung
zu bezahlen, den Rest als feste Provision pro verkaufter Platine.

Jetzt mal unabhängig der Diskussion für wen sich das mehr lohnt, würde
ich mir schon eine Kontrolle der Stückzahlen wünschen. Als Auftraggeber
bekommt er ja den Source und die Fertigungsunterlagen. Theoretisch 
könnte
er -wenn er in 5 Jahren kein Bock mehr hat immer was abzudrücken - die
Baugruppe irgendwo fertigen zu lassen, ich würde das nicht mitbekommen.

Gibt es eine technische Möglichkeit dass die Platinen durch meine Hände 
laufen müssen für Freischaltung o.ä.?

Da wird eher ein kleiner Controller reinkommen, 8bit von Silabs od. 
16bit Renesas.

von Clemens K. (clemensk)


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... indem du die software raufspielen musst.

von Protect (Gast)


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Das kann er doch auch!?

von Protect (Gast)


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ausser ich behalte die, und für den Notfall wird sie beim Notar 
hinterlegt

von M. K. (avr-frickler) Benutzerseite


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Da der Auftraggeber die Sourcen bekommt, hast du da eher schlechte 
Karten denke ich.

Denkbar währe eine Art Initilisierung wo z.B vom PC oder einer 
zusätzlichen Hardware, eine Seriennumer oder ähnliches in den 
Flash/EEPROM geschrieben wird. Wenn diese Nummer nicht existiert 
verweigert die Software im Controller einfach ihren Dienst.

Aber wie gesagt wenn der Auftraggeber die Sourcen kennt, kann er den 
Teil auch einfach rausschmiessen und du bist raus.

von Chose (Gast)


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Die Frage ist, ob das dem Kunden gefällt. Kostet auch alles Zeit und ist 
viel Aufwand für dich. Und dann kann er auch noch sagen, dass du Schuld 
bist, wenn die Platinen nicht laufen...

von Sigint 112 (sigint)


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@Protect: Behalt doch die Sourcen und flash die Controller selbst. Wenn 
du kein festes Arbeitsverhältniss mit deinem Auftraggeber hast, dann hat 
der doch auch keinen Anspruch auf den Quelltext. Es sei, du hast das 
vertraglich zugesichert. Mein Arbeitgeber lässt auch oft Software durch 
einen Drittanbieter programmieren und hat noch nie eine Zeile Quelltext 
gesehen.

Gruß,
  SIGINT

von Chose (Gast)


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Würde einen kleinen Tiny im DIL8 vorsehen, der vom Kunden bei dir pro 
Lizenz
bezogen werden muß (Auslese-geschützt natürlich)
In dieser Funktion wird der Tiny angesprochen, der einen 
Aktivierungscode an den MC retouniert und welche übereinstimmen müssen.

Dieser Code wird an ca 100 Stellen im Programm abgefragt (durch Lib 
Funktionen, die nicht darauf hindeuten). Die alle zu finden hat er keine 
Lust...

von Georg G. (df2au)


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Protect schrieb:
> Als Auftraggeber
> bekommt er ja den Source

Hallo? Das ist aber eher unüblich. Und wenn er es unbedingt will, kostet 
es heftig extra.

Das einfachste ist, du lieferst ihm die programmierten Prozessoren - 
aber nur mit gesetztem Schutz gegen Auslesen (was auch nicht immer 
hilft, viele Prozessoren sind mit minimalem Aufwand dennoch lesbar).

Ansonsten nennt man das "unternehmerisches Risiko". Wenn dein Kunde zum 
passenden Zeitpunkt einen gepflegten Konkurs hinlegt (und auf den Namen 
seiner Frau weitermacht), hast du auch die berühmte Karte gezogen.

von Willi (Gast)


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Protect schrieb:
> Nun hat er mir vorgeschlagen, nur einen Teil vlt 50% meiner Entlohnung
> zu bezahlen, den Rest als feste Provision pro verkaufter Platine.

Lass es sein! Es gibt keinen Grund, sein Risiko zu übernehmen.
Du trägst ja schon das Risiko, dass Dein Entwicklungsaufwand im 
kalkulierten Rahmen (Festpreis?) bleibt. Im Gegenzug muß er seinen 
Bedarf realistisch einschätzen und entsprechend kalkulieren.
Bei mir bekommen solche 'Kunden' immer die rote Karte.

Noch etwas: der Quellcode ist Deiner, Überlassung nur mit gutem 
Aufpreis. Bevor Du irgendetwas irgendwo hinterlegst, sollte Dein Kunde 
nicht irgendwo sondern genau bei Dir hinreichend Geld hinterlegen :-)

von Hans (Gast)


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Trotz aller guten Meinungen wäre es trotzdem interessant, wie man seine 
Software schützen kann (ZB einen Sorcecode für 100 Geräte dem Kunden 
geben kann). Das mit dem Tiny finde ich sehr gut. Weiß jemand, ob man 
die Seriennummer eines AVRs im Programm in eine Variable einlesen kann?
Bei STM32 F4 kein Problem.

Ausserdem muß man den Kunden nicht immer als Feind sehen. Es gibt auch 
sehr gute Geschäftsbeziehungen, die auf Vertrauen passieren.
Den Sourcecode herauszugeben ist auch ein Vertrauensbeweis gegenüber dem 
Kunden. Und es gibt auch noch updates, an die der Kunde interessiert 
sein könnte. Hier kann man dann nochmals punkten. Man muß das ganze nur 
schriftlich festhalten. Wenn er dann ganz was anderes macht und selbst 
weiterfummelt, ist diese Geschäftsbeziehung eh nicht viel wert. 
Ausserdem haftest du dann nicht mehr weiter für deine Software.

von Willi (Gast)


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Hans schrieb:
> Den Sourcecode herauszugeben ist auch ein Vertrauensbeweis gegenüber dem
> Kunden.

Wozu braucht denn ein Auftraggeber den Sourcecode? Um sich ohne zu 
zahlen aus dem Staub zumachen?
100% Vorkasse wäre ein Vertrauensbeweis gegenüber seinem Auftragnehmer.

Hans schrieb:
> Ausserdem haftest du dann nicht mehr weiter für deine Software.

So ein Quatsch!

Hans schrieb:
> Ausserdem muß man den Kunden nicht immer als Feind sehen. Es gibt auch
> sehr gute Geschäftsbeziehungen, die auf Vertrauen passieren.

Gute Geschäftsbeziehungen entwickeln sich über Jahre und zeigen sich 
daran, dass der AG sagt, was er braucht, bei Änderungswünschen 
anstandslos den Mehrpreis akzeptiert und pünktlich zahlt.
Wenn man sich auf Schnorrer einläßt, hat man für alle Zeit schlechte 
Karten.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Hans schrieb:
> ZB einen Sorcecode für 100 Geräte dem Kunden geben kann

So etwas ist technisch vollkommen unmöglich.

von Protect (Gast)


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Willi schrieb:
> Wozu braucht denn ein Auftraggeber den Sourcecode?

Stell dir vor, ein AG zahlt sagenwirmal 20000 € für eine Software,
bekommt aber nur das Bin-File. Ein halbes Jahr später braucht er
eine wichtige Anpassung. Der Herr Programmierer ist aber inzwischen
nach Neuseeland ausgewandert oder verstorben. Das riskiert keiner.

von Willi (Gast)


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Protect schrieb:
> Der Herr Programmierer ist aber inzwischen
> nach Neuseeland ausgewandert oder verstorben.

Ja, ja, so etwas passiert ja auch jeden Tag.

Dass ein AG permanent unentgeltliche Änderungswünsche hat und immer neue 
Vorwände findet, nicht zu zahlen, ist dagegen die absolute Ausnahme.

Wenn man den Preis entsprechend gestaltet, kann der AG ja auch den 
Quellcode bekommen. Dann muß man aber auch aufpassen, dass dieser nicht 
extern verändert wird, anschließend fehlerhaft ist und man selbst dafür 
gerade stehen soll.

von Roo Bert (Gast)


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Wenn der AG den Sourcecode hat, dann kann er auch die 
Seriennummernbfrage wieder entfernen.
Aber es sollte doch kein Problem sein, am Jahresende vom AG einen 
Bericht über die Stückzahlen zu bekommen. Ggf Einsichtrecht in die 
Unterlagen vereinbaren.
Da müsste er dann böswillig viele Dokumente fälschen.
Wenn du ihm das allerdings zutraust, dann stellt sich schon die Frage, 
ob das eine ausreichende Vertrauensbasis ist. Da würd Ichs lieber sein 
lassen.

von Ben _. (burning_silicon)


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Yep das ist genau meine Meinung. Entweder ich vertrau dem Auftraggeber 
so sehr, daß ich ihm alle Unterlagen gebe und mir sicher bin, mein Geld 
zu bekommen - oder ich vertraue ihm nicht so sehr, dann kriegt er nicht 
alle Unterlagen.

Da Du ihm offensichtlich nicht voll vertraust würde ich Dir raten, die 
Software in Deinen Händen zu lassen. Die µCs muß er ja sowieso kaufen, 
dann kauft er halt fertig programmierte von Dir. Jedenfalls solange Du 
Dir die Arbeit machen willst und die Stückzahlen fertigen kannst. Mußt 
ja keinen Preisaufschlag fürs Programmieren machen, Du willst ja nur 
sicherstellen, daß die µCs durch Deine Hände laufen müssen.

Allerdings steht es dem Auftraggeber frei, jederzeit eine Art 
"Jailbreak" durchzuführen und für Deine Hardware einfach eine neue 
Software zu schreiben, die auf Deiner Hardware lauffähig ist.

von Georg W. (gaestle)


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Vorsicht, Einkäufer ködern gerne mit großzügig kalkulierten Stückzahlen, 
die später nie erreicht werden. Auch solltest du eine Preisgleitklausel 
vereinbaren, durch Inflation bekommst du real gesehen jedes Jahr 
weniger. Dein Kunde hat aber dazu noch einen Zinsvorteil. Endet die 
Provision bei 100%? Dann wäre nur das Risiko auf dich abgewälzt.

Am einfachsten wäre der Schutz wenn alle Platinen zur Inbetriebnahme zu 
dir kommen. Dann könntest du einen Speicherbaustein mit einer 
verschlüsselten Seriennummer einbauen (Atmel? die Bezeichnung fällt mir 
gerade nicht ein). Wenn er fehlt oder die Seriennummer nicht zu der im 
Prozessor passt funktioniert die Schaltung gar nicht oder gibt wie bei 
Eagle den Fehler 293 aus. Wenn dann eine Reklamation kommt weist du was 
los ist.

Aber austricksen lässt sich wohl jede Schutzmaßnahme, es kommt nur 
darauf an ob dem Angreifer der Aufwand wert ist.

von Timm T. (Gast)


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Georg W. schrieb:
> Am einfachsten wäre der Schutz wenn alle Platinen zur Inbetriebnahme zu
> dir kommen.

Darauf wiederum würde ich mich als Kunde nicht einlassen...

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Losgrößen vertraglich vereinbaren und programmierte Controller verkaufen
je größer die Losgröße desto höher der Rabatt je Los.

Die Funktionalität der Seriennummernkontrolle wird nicht mit dem Sorce 
übergeben ebenso nicht wie diese Eingebunden wird. Dies wird vertraglich 
vereinbart, andernfalls sind  mit Übergabe der Suorcen 100% ohne Abzug 
fällig zustellen.

MfG

von P. M. (o-o)


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Die einzig sichere Methode ist es, dem Kunden bloss die programmierten 
Prozessoren zu liefern. (Wenn die eine vernünftige Auslesesperre haben.)

Sobald der Quellcode rausgeht, läuft alles auf Vertrauensbasis ab.

von Georg W. (gaestle)


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Timm Thaler schrieb:
> Darauf wiederum würde ich mich als Kunde nicht einlassen...

Also meiner lässt sich darauf ein... Weshalb soll sich ein 
Maschinenbauer auch noch eine Elektronikfertigung ans Bein binden?

von Purzel H. (hacky)


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Ich wuerd ihm gleich die Steuerplatinen liefern. Fertig programmiert und 
getestet.

von Timm T. (Gast)


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Georg W. schrieb:
> Also meiner lässt sich darauf ein... Weshalb soll sich ein
> Maschinenbauer auch noch eine Elektronikfertigung ans Bein binden?

Dann bekommt er von Dir aber das fertige Produkt und nicht "Source und 
Fertigungsunterlagen". Denn das heisst, dass hier das Produkt vom Kunden 
gefertigt wird, und warum sollte der die Fertigung vom 
Gesundheitszustand eines externen Entwicklers abhängig machen. Dann hat 
der nen Auftrag für 10.000 Stück, alles fertig, die Zeit drängt, aber 
der Entwickler hatte Erdbeeren von Sodexo und kann gar nicht... Nene, 
das wäre mir zu heiss.

von Sven F. (doncarlos)


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> für einen möglichen Kunden soll ich eine Steurplatine entwickeln.
> Nun hat er mir vorgeschlagen, nur einen Teil vlt 50% meiner Entlohnung
> zu bezahlen, den Rest als feste Provision pro verkaufter Platine.

das sagt doch schon alles über den möglichen Kunden, einerseits 
technisch nicht ganz unbedarft und kaufmännisch up do date,

das sind die eine Sorte der schwierigen Kunden, bei dem sollte man sich 
auf gleicher Augenhöhe treffen > kaufmännisch gesehen,
alles andere wird wohl nur ein Wunschkonzert!

Ich würde mich da auf keine Provisionsbeteiligung einlassen, wie will 
man die denn kontrollieren können, und welchen Sinn sollte das für den 
TO machen.
Risikobeteiligung an den kaufmännischen Fähigkeiten des AGs?
Wie hoch stellt sich denn der zukünftige AG die 50% Entlohnung der 
Entwicklung vor, das wäre am Anfang der wichtigere Punkt des Geschäftes.
Daran erkennt man wohin die Vorstellung zielt, der techn. Teil sollte 
erst überlegt werden wenn der kaufmännische sicher ist.

@ Timm , du argumentierst ja wie der mögliche Kunde vom TO, aber nicht 
neutral zum TO, sondern als wärest du der AG von ihm.
Was wäre an einer Entwicklung, wenn sie fertig ist, noch abhängig vom 
Gesundheits- oder sonstigen Zustand des Entwicklers, die Arbeit ist 
vorher getan, nur ob der Erlös das bringt was man investiert hat, zeigt 
sich erst viel später.  Noch dazu abhängig von den Möglichkeiten des AG.

von Timm T. (Gast)


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Sven F. schrieb:
> Was wäre an einer Entwicklung, wenn sie fertig ist, noch abhängig vom
> Gesundheits- oder sonstigen Zustand des Entwicklers, die Arbeit ist
> vorher getan, nur ob der Erlös das bringt was man investiert hat, zeigt
> sich erst viel später.

Wenn nur der Entwickler die Möglichkeit hat, jedes Produkt in Betrieb zu 
nehmen, ist das freilich davon abhängig, ob der Entwickler immer schön 
gesunde bleibt und sich nicht nach Timbuktu absetzt. Und darauf, dass 
die von mir (teil-)bezahlte Entwicklung plötzlich nichts mehr wert ist, 
würde ich mich halt nicht einlassen.

Soll er sich ordentlich wie vereinbart bezahlen lassen. Bekommt der AG 
mehr heraus als geplant, ist er halt am Mehrerlös nicht beteiligt, hat 
aber den vereinbarten Lohn. Dafür hat der AG das Risiko, falls sich das 
Produkt nicht so verkauft wie geplant.

von Hannes L. (hannes)


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Wenn sich alle nur gegenseitig übervorteilen wollen, dann wird wohl auch 
noch ein DRM für Programmdateien für Mikrocontroller nötig werden...

Duck&weg...

...

von Georg G. (df2au)


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Hannes Lux schrieb:
> Wenn sich alle nur gegenseitig übervorteilen wollen, dann wird wohl auch
> noch ein DRM für Programmdateien für Mikrocontroller nötig werden...

Es gibt nach meiner Erfahrung zwei Sorten Geschäfts"partner".

- Mit der einen Sorte arbeitet man jahrelang vertrauensvoll zusammen und 
es läuft vieles auf Zuruf. Keiner versucht den anderen zu übervorteilen. 
Das sind meist kleine Firmen, Inhaber geführt, seit Jahren am Markt. 
Vorsicht ist nur geboten, wenn plötzlich ein jung-dynamische BWLer als 
xxx eingestellt wird und alles optimieren will.

- Die andere Sorte verhandelt vor Auftragsvergabe um Bruchteile von Cent 
und vergibt laufend an andere Partner. Man scheut das Lastenheft. Üblich 
sind heftige Änderungen (natürlich auf Kosten des Anderen) nach 
Auftragsvergabe. Gezahlt wird schleppend nach der dritten Mahnung. Da es 
immer wieder (meist Anfänger) gibt, die glauben, diese Machenschaften 
besser zu verstehen, finden sich auch immer wieder Opfer.

Das Problem ist nur, beide Sorten schnell und zuverlässig zu 
unterscheiden. Ich lasse lieber die Finger von einer Arbeit, als mich 
hinterher zu ärgern.

von Sven F. (doncarlos)


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Georg G. schrieb
> Da es immer wieder (meist Anfänger) gibt, die glauben, diese
> Machenschaften besser zu verstehen, finden sich auch immer wieder Opfer.
Würde ich nicht so einfach formulieren, bei Anfängern fehlen, wie schon 
der Ausdruck sagt, die geschäftl. Kenntnisse, weil die wohl meinen, das 
Fachliche wäre die Grundlage für Erfolg.
Kann man ja verstehen, nur aus Fehlern lernen doch meistens diese ganzen 
Opfer dann über die Jahre.
Wenn sie dann an der richtigen Kette im System stehen > AG, wird aus dem 
Opfer manchmal sogar ein neuer Täter.

> Das Problem ist nur, beide Sorten schnell und zuverlässig zu unterscheiden.
Das geht eigentl. ziemlich schnell, mit etwas Gefühl und Menschen- wie 
geschäftl. Kenntnissen. Bei problematischen Aufträgen oder 
Konstellationen geht sowas meist am schnellsten.

> Ich lasse lieber die Finger von einer Arbeit, als mich hinterher zu ärgern.
Ist die eine Methode die man wählen kann, Erziehung der "Täter" wäre 
aber eine weitaus erstrebenswertere Möglichkeit, so es dazu die Umstände 
zulassen.
In gewissen Zwangssituationen dieser penetranten Täter, kann da schon 
ein schönes Spielchen daraus werden.
Wenn da nicht immer solche Anfänger dazwischen funken würden, und sämtl. 
Pläne ungewollt beukotieren.
Aber selbst die werden es irgendwann mal schmerzlich am eigenen Leibe 
lernen müssen. Nur der Weg der Erkenntnis und des Durchsetzens ist meist 
mühsam.

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